Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1934
- Issue
- Heft 20 (11.5.1934)
- Date
- 1934-05-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel OeWtBtnikden JJar-Siw&n 6694 Mai 1934 frflb abds. 7-00 ijar 26. 715 Bebar- / Becbukautaj \ (III. B. M.) 1 Haftora, 1 8 36 . 27.1 äschern osi K 8-15 \ umoosi I Memorcbim 1 Hachaudescb I (5. Pirek ' 70o/ " 29.Jaumkipurkotaunl7.50 (Siwan i.(IUICiCblliUta)Ml3j abds. Freitag, 11. Mai 7-lS Samstag, 12. Mai 8 15 Sonntag, 13. bis l 7.en Donnerst., 17. Mai f au leiter W. Frei Stadt u. v. a. Eine überaus gehaltvolle Gedenkrede hielt Rabbiner Dr. J. M. Bach, der ein Bild vom Leben und Wirken des Heimgegangenen entwarf, das seiner Persönlichkeit in würdiger Weise gerecht wurde. Oberkantor Leo Funke versah die kantoralen Funktionen in gediegener Form. Frau Bertha Pick, geb. Lichtenstein. Gattin des allseits bekannten und beliebten Seniorchefs der Firma Carl Pick & Söhne, ist nach kurzer Krankheit im 65. Lebensjahre am Donnerstag, den 3. d. M. gestorben. Frau Pick, eine ungemein edle Frau und Mutter, war auch im Geschäft eifrig mittätig. Bei dem am Sonntag, den 6. <L M. unter starker Beteiligung stattgefundenen Begräbnis hielt Herr Oberrabbiner Dr. Feuchtwang einen die Tugenden der Heimgegangenen würdigenden Nachruf. Die kantorale Funktion hatte vorzüglich Herr Oberkantor M a r g u 1 i e s inne. Frau Pick hinterläßt zwei Söhne und eine Tochter, die mit ihrem Vater um die brave Tote trauern. Moskau. Vom 1. Jänner bis 10. April d. J. haben sich in der Krim 479 jüdische Familien mit 2056 Seelen als Landwirte niedergelassen. In der gleichen Zeit wanderten nach Biro-Bidschan 1249 jüdische Seelen zu. Die Bezirksortsgruppe XV!/XVII. des „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs veranstaltet am Samstag, den 12. d. M.. um 8 Uhr, in Gschwandtners Lokalitäten, Wien XVII., Hernalser Hauptstraße 41 einen großen Propaganda-Abend. Gäste herzlichst willkommen. Der Tempelverein Beth-Hachneseth hält am Sonntag, den 13. Mai. präzise 10 Uhr vormittags, im Tempelgebäude, III., Untere Viaduktgasse 13, die ordentliche Generalversammlung ab. Das Symphonieorchester des „Bund jüdischer Frontsoldaten Oesterreichs" veranstaltet Montag, den 14. Mai 1934, um 8 Uhr abends im Festsaale des Militär- Kasinos, Wien I., Schwarzenbergplatz 1, unter Leitung des Dirigenten Dr. Kurt Pahlen und unter Mitwirkung des Wiener jüdischen Gesangvereines ein Festkonzert mit folgendem Programm: Felix Mendelssohn-Bartholdy, III. Symphonie und Psalm IM, Karl Goldmarkt, Frühlingshymme, Scherzo und „Sakuntala"-Ouvertüre. Oesterr. Tourinsclub. Bei der am 27. April stattgefundenen Generalversammlung der Bergsportsektion des Oesterreichischen Touringclubs wurde der bisherige langjährige Obmann Herr Hugo Mikolasch zum Ehrenmitglied gewählt. Gleichzeitig wurden Herrn Mikolasch seitens der Skisektion das große goldene Ehrenkreuz und vom Oesterreichischen Touringclub selbst die silberne Ehrennadel überreicht. Herr Mikolasch lehnte mit Rücksicht auf seine zahlreiche anderweitige Inanspruchnahme seine Wiederwahl zum Obmann ab. Es wurde eine Fusion der Bergsportsektion mit der Skisektion des Oe. T. C. beschlossen und der bisherige äußerst verdienstvolle Obmannstellvertreter der letzteren, Herr Rudolf W e i ß h ä u p 1, zum Obmann des neuen Ausschusses gewählt. jüdische Kulturstelle (Kunststelle) II., Aspernbrückengasse 2, Tel. R 48-2-91. Büro: 9 bis 18 Uhr. Den Mitgliedern stehen bedeutend ermäßigte Karten für fast alle Wiener Theater zur Verfügung. Speziell aufmerksam wird gemacht: Scala, Gastspiel des populären Komikers Otto Wallburg, ab 11. Mai, Konzert Adolf Busch (Beethoven, Mozort, Dwofak), 16. Mai Großer Saal des Konzerthauses. JEwtexaim. Eine Palästinareise, früher ein Wunschtraum, ein unerreichbares Ideal für viele, ist heute im Bereich der Möglichkeiten nahezu für jedermann. Der Touristenverkehr, vor dem Kriege mit 4000 bis 5000 Personen ein kleines Bächlein, führt jetzt als starker Strom bis zu 20.000 Menschen jährlich nach dem Heiligen Lande und weitere starke Steigerungen sind im Bereich der Möglichkeit, ja der Wahrscheinlichkeit. Palästina bietet schlechthin alles, was der Tourist von dem Lande erwarten kann, das er sich als Ziel ejwählt: landschaftliche Schönheit in Meer, Mittel- und Hochgebirge, dazu den Reiz der exotischen, subtropischen Natur; eine .noch an ihrer echten Ursprünglichkeit festhaltende orientalische Bevölkerung: historische Denkmäler und Ueberreste der ältesten Perioden der Kulturmenschheit; heilige Erinnerungen der großen Religion: schließlich das Auftauwerk der jüdischen Ansiedler. Aber bisher gab es keinen ausführlichen, sorgfältig gearbeiteten und aui den heutigen Stand ergänzten Reiseführer, der gerade dem Einzelreisenden, dem Wanderer, seine Reise überhaupt ermöglicht und dem Teilnehmer an einer Gesellschaftsreise die mageren Angaben durchschnittlicher Führer ergänzt und berichtigt. Dieser Führer, ein wahrer „Baedeker*' für Palästina, ist jetzt durch das neue Palästina-Handbuch von Jesaias Press (Fiba-Verlag, Wien) geschaffen wor- Zeltanffan rein 7«rleg>«r v«ri«Bd«t. Journal expediö par l'editeiar. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag «.Die Wahrheit", Wien II., HelnestraSe IS/12 Leopoidsfffllfer Tempelterefn Aeschel Awrohom n., Pazmanitenilflfte 6, Tel. R 4T-8-63 Amnentgutfen r. AnlgcDofen,TranQiiaeti ContliaBl. freiem HtnHnenu. Barmlnraas Partelenverkehr an Werktagen von 2 bis t/t4 Uni nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags Oebetatnnden frflb Ijar-Slwan 6894 abds. 6-30 Ijar 26. 710 f Behar-Becbukausaj (III. B. M.) ~i c,n.. o 0, I Haftora, aEcbem osl umoosi l„.,ft 630 u. 9.. Memordiim Hacbaudesch (B10 l S. Perek J {.28. i I 29. Jaura kipnr kotaun J.7'50 Siwan 1. (Rausch Cbaudescb) bis 3. j den. Er enthält „Winke für Reisende", Erläuterungen ..zur Landes- und Volkskunde" und den eigentlichen Führer, insgesamt etwa 500 Seiten in bester Ausstattung, mit klarem Druck auf festem, dünnem Papier, sieben neue Tourenkarten, große Stadtpläne und viele Planskizzen im Text. Wer sich auf seiner Palästinareise vom „Press" führen läßt, erspart Sorgen und Schwierigkeiten, Aerger, Mühe und Geld! flmtfidje Verfautfarungen der Jsrgefitiscflen Tuftusgemeinbe Wien Predigt und Schrifterklärungen in den Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 11. Mai 1934 wird Herr Rabbiner Dr. K. Kupfer bei dem um 7 Uhr 15 Minuten beginnenden Abendgottesdienst in der Vereinssynagoge, III., Untere Viaduktgasse 13, eine Predigt halten. Samstag, den 12. Mai 1934 beim Haupigottesdienste Schrifterklärungen in den Synagogen: 16. Bez.: Hubergasse 8 (Rabbiner Dr. J. M. Bach). 18. Bez.: Schopenhauerstraße 39. (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz). 20. Bez.: Kiuckygasse' Ii (Rabbiner br. B. Mrcrnrelstein). 21. Bez.: Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). * Israelitische Jugendgottesdienste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt, und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 12. Mai, um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Bezirks- Synagogen.- 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und 'Schülerinnen der Unterklassen im II. und DI. Bezirke. Samstag, den 12. Mai, um K5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädter-Tempel, IL, Tempelgasse 5 und in der Vereins-Synagoge IX., Müllnergasse 21. * Ausbildung von Krankenpflegerinnen. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien hat beschlossen, eine Anzahl von jüdischen, die österreichische Staatsbürgerschaft besitzenden Mädchen zu diplomierten Krankenpflegerinnen ausbilden zu lassen. Die Ausbildung wird an einer staatlichen Krankenpflegeschule erfolgen. Der Lehrgang beträgt drei Jahre und bezweckt die planmäßige, praktische und theoretische Schulung in allen Zweigen der Krankenpflege auf wissenschaftlicher Grundlage, sowie die berufliche Erziehung. Ueber die endgültige Aufnahme entscheidet ausschließlich eine kurz vor Schulbeginn tagende staatliche Aufnahmskommission. Die Schülerinnen aller drei Jahrgänge erhalten im Schülerinnen-Internat der Krankenpflegeschule die unentgeltliche Verköstigung, die Beistellung der Berufskleidung und kostenlose Reinigung derselben. Die Bewerberinnen haben sich schriftlich zu verpflichten, nach Vollendung ihrer Ausbildung über Verlangen des Vorstandes der israelitischen Kul'usgemeinde für die Dauer von drei Jahren in den Diens'- des Spitals oder der Versorgungsanstalt der israelit'«<-hen Kultusgemeinde zu treten. Ein Anspruch auf eint solche Anstellung wird jedoch durch Absolvierung der Krankenpflegeschule nicht erworben. Die mit einem Stempel im Werte eines Schillings versehenen eigenhändig geschriebenen Aufnahmsgesuche sind bis spätestens 1. August 1934 bei der Amtsdirektion der israelitischen Kultusgemeinde Wien I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, einzubringen. Die Gesuche sind zu belegen mit: a) Geburtsschein, b) Heimatsschein, c) behördlichem Zeugnis über unbescholtenen Lebenswandel, d) bei außerhalb Wiens wohnenden Bewerberinnen vom Amtsarzte der zuständigen Bezirkshauptmannschaft ausgestelltes Zeugnis über die volle physische Eignung für den Krankenpflegeberuf, e) Bestätigung über die Impfung innerhalb der letzten zwei Jahre, f) letztem Schulzeugnisse, g) Zeugnissen über allfällige bisherige berufliche Tätigkeit, Ii) selbstverfaßter und eigenhändig geschriebener Schilderung des Lebenslaufes. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. * ■ Lehrstellenausschreibung. An der einklassigen, ungeteilten Volksschule der aut. orth. isr. Kultusgemeinde Eisenstadt (Burgenland) gelangt die Stelle des Schulleiters mit Beginn des kommenden Schuljahres zur Besetzung. Diplomierte Lehrer österreichischer Staatsbürgerschaft welche befähigt sind in dem erweiterten Religionsunterricht, in Gesang und im Zeichnen Unterricht zu erteilen, wollen ihre entsprechend belegten Offerte bis zum 1. Juni 1. beim Schulstuhle der obigen Kultusgemeinde einbringen. Bezüge nach den gesetzlichen Normen. Der Schulstuhl-Präses. Beerdigungen. 2. Mai 1934: Eugenie Friedmann, 51 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Alois Fleischer, 38 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Moriz Sachs. 80 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Sarah. Deborah Parnas, 74 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Kurt Segall, 6 Monate. 2. Bez. (IV. Tor). — Martha Geringer, 65 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Salonion Bett, 67 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 3. Mai: Richard Löwy, 47 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Woli Jucht, 65 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Ignaz Grünberger, 51 Jahre, 15. Bez. (IV. Tor). — Komm.-Rat Karl Fuchs, 81 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Kendel Lauterbach, 70 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Isak Rothenstrelch, 74 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jobanna rleiscümann, 52 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 4. Mai: Bertha Fränkl, 76 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Sofie Bauer, 76 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Marie Abrahamer 75 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Moses Woli Weiß, 70 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Alberta Grünbaum, 29 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Leiser Bachracb, 40 Jahre, Bydgoszcz (IV. Tor). 6. Mai: Bertha Nathansky, 89 Jahre. 8. Bez. (I. Tor). — Bertha Pick, 65 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Aloisia Hitschmann. 79 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Bernhard Allina, 70 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Joachim Klein, 79 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Markus Sauberberg, 75 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Laura Goldberg,. 59 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Jakob Blum, 77 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Simon Felix, 60 Jahre, 9. Bez.. (IV. Tor). 7. Mai: Arthur Horowitz, 48 Jahre. 13. Bez. (I. Tor). — Rebekka Pudles, 70 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Henriette Simek, 74 Jahre, 9. Bez. (Döbl. Friedhof). 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