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Die Wahrheit · 1934-02-17 · Heft 7 (17.2.1934) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1934
Issue
Heft 7 (17.2.1934)
Date
1934-02-17
Page
– (sequence 6)
Language
German
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Seite % V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-. Sldra-, Perefe-, Omer- und Haftorah-Tafel Qebetstanaen Adar 6684 | Feberl834 ktt abds" 1 715 Adar 1.2. TagRescb Cbaudescb 505 abds. « 30 . 2. Terumok (H.B.M.) Haftorah, Waascbem nosao cbocbmo Borcti Nafscbi '6-00 Freitag, 16. Feber 5-05 Samstag, 17. Feber 6-00 Sonntag, 18. bis Doanexst.,22.Feb. £-20 715 . 3. *is 7. 5S0 gegriffen sei. Mossenson wurde darauf freigelassen und konnte sicli ungehindert nach Prag begeben. Mailand. Der greise Oberrabbiner von Mailand, Cav. Allessandro da Fano, war bekanntlich der Lehrer des Papstes in der hebräischen Sprache. Auf das Glückwunschtelegramm des Oberrabbiners zum Krönungsjubiläum antwortete der päpstliche Oberstkämmerer: Heiliger Vater wünscht 'und betet um göttliche Segnungen und dankt für liebenswürdiges Telegramm. Kardinal Schuster hat erwidert: Rufe den göttlichen Segen an. Friede sei über Israel! ■•Saarns?. Julius und Sidonie Rosenberg danken vorerst auf diesem Wege für alle ihnen anläßlich ihrer goldenen Hochzeit bewiesene Freundlichkeit. Semeindedkronik. Chewra Kadischa I. Der Vorstand der Chewra Kadischa veranstaltet Mittwoch, den 21. Februar 1. J., *A1 Uhr abends (7. Adar) im Gemeindetempel, L, Seitenstettengasse 4. eine Gedächtnisfeier für die im abgelaufenen Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder. Die Gedenkrede hält Oberrabbiner Dr. Feuchtwang. Chewra Kadlscna XVl/XVÜ. Mittwoch, den 21. Februar <7. Adar) um 7 Uhr abends veranstaltet der Vorstand des genannten Vereines, wie alljährlich, im Gemeindetempel, XVI., riubergasse 8, für die verstorbenen Vereinsmüglieder ein feierliches Requiem. Goldene Hochzeit Am 10. d. M. feierte unsere Mitarbeiterin Frau Sidonie Rosenberg mit ihrem Gatten, dem ehemaligen höheren Zeitungsbeamten Julius Rosenberg, in vollster geistiger und körperlicher Frische ihre Goldene Hochzeit Aus diesem schönen Anlasse erschienen in der Wohnung des Jubelpaares am vergangenen Sonntag u. a. die Herren Vizepräsident der Kultusgemeinde Dr. J. O r n s t e i n, Vizepräsident der „Union" Dr. Karl Steiner und Chefredakteur der „Wahrheit" Oskar H i r s c h f e I d, um die herzlichsten Glückwünsche der Tochter und braven Mitarbeiterin des unvergeßlichen Ehrenpräsidenten der „Union" Sigmund Mayer zu überbringen. Tief gerührt dankte Frau Rosenberg für die von den Gratulanten dem Andenken ihres für die Interessen der Judenschaft so hochverdienten Vaters gewidmeten ehrenvollen Worte. Todesfall. Am 9. d. M. wurde Frau Minna Feuer, die Witwe nach dem bekannten Malermeister Simon Feuer, zu Grabe getragen, die im 82. Lebensjahre nach kurzem, schweren Leiden verschieden ist. Die Verblichene war eine Frau von ganz besonderem Format. Sie war eine stets und jedermann gegenüber hilfsbereite Wohltäterin, bis zur letzten Minute ihres Lebens eine scharfsinnige Denkerin, und auch in geschäftlicher Hinsicht besaß sie ausgezeichnete Qualitäten, ja man darf sie geradezu als Spiritus rector bei dem Unternehmen •ihres vor einigen Jahren verstorbenen Gatten bezeichnen. Die hohe Achtung, die die Verstorbene als echt jüdische Frau und hervorragende Geschäftsfrau in den weitesten Kreisen genoß, kam in der starken Beteiligung von Freunden der Familie bei der Trauerfeier zum Ausdruck. Oberkantor Fränkl versah in ergreifender Weise die kantorale Funktion. Rabbiner Dr. Bach würdigte, wie er hervorhob, als persönlicher Freund der Heimgegangenen aus eigener Kenntnis die seltenen jüdischen Tugenden der Verblichenen, die sie als Gattin und Mutter wie auch in ihrer geschäftlichen Tätigkeit betätigte. In ihr verliert auch die „Union österreichischer Juden" ein treues Mitglied. * * - ' So würdig und dem Ansehen der Familie entsprechend der erste Teil der Trauerfeier sich vollzog, so unliebsam und peinlich waren die Vorgänge am Grabe selbst Nachdem schon Oberkantor Fränkl vier oder fünf £1 mole rachamim rezitiert hatte, folgte dann noch eine lange Serie von El mole rachamim, gesungen von Leuten, die sich in der Trauergesellschaft befunden hatten. Kaum hatte der eine geendigt, als sich ein anderer an das Grab vordrängte, ohne Rücksicht darauf, daß bereits Stimmen der Entrüstung laut und vernehmlich hörbar Zvltnnffan ftm Verleger vtn»d«t Jeanal expedM per l'edltaur. FaHs Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlan ..Die Wahrheit", Wien Ik, HelnestraBe 13/1S Leopoldstfidfer Tempelfcreln Aescbel Awrobom II.. Pamaniteiiflittie §, Tel. P 4T-C-63 AtunelflHHgeii v. ABlgeiiofen, Trauungen Condi bbl irelea Himmel) u. BarmlzwaBS PartateBVMfcahr an Weikiagen von 2 Ms >/t* Übt nacb. mittags, an Sonntagen von 10 bli 12 Übt vormittag! GAbeta-tonden Adar 3694 — Fabruar 1934 ifin abdt. 71« Adar 1. 2. Tag Ro»cb Cbaudescb S 10 7 00 u. 9-00 7.00 Ternmob (II. B. M.) Haftorab Waascbem nosan ebochmo Borebi Nafscbi 3. bis 7. 600 510 » K. REICHMANN KOHLEN und KOKS Gene>alrepr£sentanz der „Paris-Grube" liefert in Fuhren und Säcken, von 2 Sack aufw. WIEN II., Ausstellungsstraße Nr. 3 Telephon R 45-4-87 Rutschen: Wien—Nordbahnhof, Kohlenhof II Telephon R 41-8-80 KOHLE. KOKS, ANTHRAZIT, HOLZ Für Vereine weitgehend« Ermäßigung; Platzvertreter gegen hohe Provision gesucht. wurden und daß nach und nach der größere Teil der Trauergäste — es wütete zu alldem ein naßkalter Sturm — das Grab bereits verlassen hatte. Als nocli schließlich zum Ueberfluß ein alter Herr, ein Freund der Familie, am Grabe einen längeren Nachruf zu murmeln begann, drängten die wenigen Trauergäste, die noch ausgeharrt hatten, um die Erdschollen ins Grab zu schütten, den Redner sanft vom Grabe ab mit Ausrufen wie „Halten Sie Ihre Rede im Trauerhause!" usw. Derartige Vorkommnisse, die geeignet sind, die Würde des geheiligten Ortes zu verletzen, sind um so bedauerlicher und verwunderlicher, als unseres Wissens genaue Vorschriften bestehen, die seitens des Kultusvorstandes erlassen worden sind, für deren Einhaltung er aber auch ständig durch seine Angestellten Vorsorgen müßie. flmtfieffe VerfäutOarungen der Jsraefitisc0en%u(tusgemeinbe Wien Samstag; den 17; Februar TOfrbLim Houptgottradiaafete- Schrif terklärungen: 20. Bez., Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B, Murmelstein). 21. Bez., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann). israelitische Jugendgottesdieuste. 1. Jugendgottesdienst für Volks-, Haupt- und Mittelschüler (Schülerinnen). Samstag, den 17. Februar, um 3 Uhr nachmittags, in allen Gemeinde- und Vereins- Synagogen. 2. Besondere Jugendgottesdienste für Mittelschüler und -Schülerinnen der Unterklassen im II. und IX. Bezirke. Samstag, den 17. Februar, um lA5 Uhr nachmittags, im Leopoldstädt&r Tempel. II., Tempelgasse 5. u.id in der Vereins-Synagoge, IX.. Müllnergasse 21. 3. Gottesdienste für die reifere Mittelschuljugend (IV. bis VIII. Klasse). Am Freitag, den 16. Februar, um 'A7 Uhr abends, im Stadttempel, I.. Seitenstettengasse 4 (Ansprache Prof. Dr. Manfred P a p o über „Das jüdische Heiligtum im Wandel der Zeiten") und in der Synagoge. VIII., Neudegsergasse 12 (Ansprache Studienrat Rabbiner Dr. M. Bauer über: „Das Majoritätsprinzip in der Bibel".__ Verein für unentgeltlichen Arbeitsnachweis, Wien IL, Taborstraße 59. Tel A 42-3-16. bittet die p. t. Arbeitgeber, angesichts der Notlage der jüdischen Arbeitslosen, um Anmeldung ihres dauernden oder vorübergehenden Bedaries an qualifizierten kaufmännischen Angestellten, Arbeitern. Handwerkern und Hauspersonal aller Art bei dem angeführten Verein. Mitgeteilte Wünsche werden sorgfältigst berücksichtigt (Beerdigungen 5. Februar 1934: Jose! Dickler, 91 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Isidor Liebster, 57 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Serafine Hirsch!, 54 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Franziska SIpser, 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Josel Glückselig, 89 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — PInkas Schüssler, 62 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 6. Februar: Paula Hlawatsch, 65 Jahre, 9. Bez. (1. Tor). — Anton Deutsch, 29 Jahre, 17. Bez. (I. Tor). '— Geza Nyari, 66 Jahre, 9. Bez. (IV, Tor). — Adolf Popper, 80 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). 7. Februar: Friedericke Schneck, 73 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Ludwig- Stricker. 85 Jahre, Baden b. Wien, (1. Tor). — Cllli Spiegier, 76 Jahre, 17. Bez. (I. Tor). — Joel Weinbach, 87 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Julius Stein, 72 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Paula Stein, 68 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Alfred Rathsprecher, 9 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Flora Lindner, 47 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — David Leib Schon-, 80 Jahre (IV. Tor). — Samuel Hohenberger, 71 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Samuel Bucnsbauin, 67 Jahre,?: Bez. (TV. Tor). 8. Februar: Max Wagner. 67 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — David Jacques Sussin, 75 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Dr. Moriz Haas, 81 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Leo WoMmuth, 57 Jahre, 9. Bez. (Döblinger Friedhof). — Jakob Weiser, 66 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Regine Haber, 66 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Katbarina Nelken, 61 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 9. Februar: Nissen Frenkel, 75 Jahre, 9. Bez. (1. Tor). — Henriette Kohn, 67 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Friedrich Ornstein, 51 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Emma Goldschinidt. 80 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Hennann Griiuwald, 66 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). — Kamilla Ehrenreich, 41 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Theodor Horowltz. 82 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Friedrich Pollacek, 75 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Dr. Isidor Radinger, 67 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). — Dr. Leo Oser, 40 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Dr. Siegfried Reines, 58 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Minna Feuer, 82 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Thomas Hoffmann. 9 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Chane Dirnfeld, 67 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). Verband der Film-Pressechefs. In Wien hat sich ein „Verband der Film-Pressechefs" gebildet, der die Propagandaleiter der österreichischen Produktions- und Verleihfirmen und Kinotheater umfaßt. Der Verband, der in erster Linie als wirtschaftlich» Organisation seiner Mitglieder gedacht ist, strebt eine umfassendere und gründlichere Beachtung aller Filmangelegenheiten in der Oeffentlichkeit in einem Maße an, die der Bedeutung des Films entspricht. Präsident der Vereinigung ist Dr. Karl I m e 1 s k i (Metro-Goldwyn-Mayer). 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