Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1933
- Issue
- Heft 26 (30.6.1933)
- Date
- 1933-06-30
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek*, Omer" und Haftorah-Taffel Gebctstunden Temas 5693 Joni-Juli 19S3 irtlh abds. VOO Tamus 6. 7-50 / Chukas i (IV.B.M.) «on n Haftora B Kc 8.30 „ 7. Wajiftocb ( 8 55 bagilodi l 5. Perek J 7.00 Tamus 8. bis 12. 7.00 abds. Freitag, 30. Juni 7'50 Samstag, 1. Juli 8.55 Sonntag, 2. bis Donnerst., 6. Juli 7*00 1 freien Darlehen (Schaffung einer GemUoth-Chesed- Kasse) für konstruktive Zwecke, im Sinne der bereits geleisteten Vorbereitungsarbeiten der Verwirklichung nähergebracht werden. Obmann Dr. Isidor K1 a b e r behandelte schließlich eingehend alle Zwecke der sozialen Fürsorge, indem er einen tieferen Einblick in die Arbeitsmethoden der Fürsorgeorganisation der Kultusgemeinde bot Im Zusammenhang mit der Schilderung der Institutionen wie Spital und Versorgungsanstalt wies er auf die Notwendigkeit der längst angestrebten Organisierung der Krankenfürsorge hin, die nunmehr ehebaldigst in Angriff genommen werden soll. Die Rationalisierung der sogenannten Erholungsfürsorge und Erweiterung der Ferienaktionen der Jugendlichen werde man jetzt besonderes Augenmerk zuwenden. Die Art der Mitwirkung der freiwilligen Helfer müsse derart gestaltet werden, daß hiemit der größtmöglichste Nutzen bei Vermeidung einer Behinderung des technischen Apparates für das Fürsorgewesen erzielt werden kann. Mit der Aufforderung zur tatkräftigen Mitarbeit schloß der Vorsitzende die Versammlung. Die Konstituierung der einzelnen Bezirksfürsorgeorganisationen wird sprengelweise demnächst erfolgen. Der Tag des judischen Sportes. Ein prachtvolles Sportfest in der Krieau. Da infolge des Regenwetters der „Tag des jüdischen Sports" am vorigen Sonntag verschoben werden mußte, wurde dieses Fest am letzten Sonntag auf dem Hakoah- Platze in der Krieau unter großer Teilnahme der jüdischen Bevölkerung und in Anwesenheit von Vertretern der Kultusgemeinde, des jüdischen Frontkämpferbundes und zahlreicher sonstiger jüdischer Verbände und Vereine durchgeführt. Dieses erste Wiener jüdische Sportfest, welches den ganzen Tag dauerte, nahm einen glanzvollen und würdigen Verlauf und brachte den Veranstaltern in jeder Hinsicht einen Bombenerfolg. Leider konnten infolge der notwendig gewordenen Verschiebung des Festes nicht alle gemeldeten Auslandsstarter ihre Nennung einhalten, doch wurde trotzdem ganz ausgezeichneter Sport geboten. Zu Beginn des Festes hielt der Präsident der Kultusgemeinde. Dr. D. Fried mann eine zündende Ansprache; dann begann unter ungeheurem Beifall der Zuschauer der Aufmarsch der einzelnen Verbände und Vereine mit ihren Fahnen und Standarten, welcher Zug nahezu 1000 Sportler umfaßte und ein farbenprächtiges Bild bot. An der Spitze der Einmarschierenden schritt ein Bataillon jüdischer Wehrsportler. Die Veranstaltung war sehr abwechslungsreich und interessant und umfaßte alle Arten des Sportes. Natürlich galt das Hauptinteresse den Leichtathletik-Meisterschaften, aus welchen die Wiener Hakoah in der Gesamtwertung mit 86 Punkten vor dem Jüdischen A. C.-Brünn (30 Punkte), Makkabea-Bratislava (17 Punkte) überlegen siegte. Der Hakoahner König schuf im Laufen über 400 Meter einen neuen Makkabi-Weltrekord. Im 100-Meter-Laufen stellte Klein (Hakoah) den Makkabi-Rekord ein. Ein Propaganda-Hockeyspiel zwischen Hakoah und Blauweiß, welches die Hakoah mit 1:0 (1:0) gewann, bereicherte das Programm. Die Preisverteilung erfolgte anläßlich des anschließenden Gartenfestes im I. Kaffeehaus. S. flmtfid}e Verfautöarungen der Jsraefitisdfen Xuftosgemeinbe Wien Barmizwah-Unterricbt während der Ferialmonate. Es wird zur Kenntnis gebracht daß deir> Barmizwah-Unterricht für Kinder mittelloser Eltern auch während der Ferialmonate an der Bibelschule der israelitischen Kultusgemeinde Wien. XX., Othmargasse 46, erteilt wird. Die Einschreibungen für diesen Unterricht finden ab 2. Juli bis 9. August d. J. an jedem Montag von 11 bis 12 Uhr vorm. im genannten Lokale statt. Unterrichtsstunden: Montag. Dienstag und Mittwoch jedesmal von 9 bis 11 Uhr vorm. Der Unterricht ist unentgeltlich. Bemann rornner, Wien IL Ecke Taborstrafie 5S. Lieferung jeder Art Bücher, aueb antiquarisch. Billigste Preise. Znsendung überallhin. Zeltungen vom Verleger veraendet, Journal expedlö par l'edltenx. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit", Wien II., HelnestraBe 13/12 LeopoMstädfer Tempelicrein Aeschel Awrohom 11., PazmanMcngassc 6, Tel. R 47-0-63 Anmeldungen v. Aufgeboten, Tranungen (audi unf. freiem Hümmel) u. Barmizwaus Partelenverkehr an Werktagen von 2 bis «/r* Uhr nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags irflb 6-30 Gebets tnnden Tamus 5693 Tamus G. 6 30 u. 9 00 , 6-30 Tamus 8. bis 1Z. (2 Uw Chukas (IV. B. M.) Haftora wajlftoch bagilodl - Perek abds. 7-39 | 8-55 7-15 Mimst und Xiteratuw „Das neue Europa" (Wien—Genf—Paris—Rom). Umbrandet von den Stürmen einer welterschüttternden Wirtschaftskrise vollzieht sich in London das hochbedeutsame geschichtliche Ereignis der Oekonomischen Weltkonferenz. Daß diese zustande kommen konnte, ist zunächst dem politischen Gottesfrieden zu danken, den der Viermächtepakt geschaffen hat; das war eine der wichtigsten Vorbedingungen für diesen Rat der Mächte und Nationen, die sich in London zusammengefunden haben, um die weltbewegenden Probleme zu lösen. Wegbereiterin dafür war auch diesmal die Friedenspresse und in ihren Reihen nicht zuletzt diese von Generalkonsul Dr. Paul Hohenau seit 19 Jahren herausgegebene internationale Zeitschrift. Diesmal erscheint sie im Zeichen der Weltwirtschaftskonferenz und bringt aus diesem Anlasse eine ansehnliche Reihe von Aeußerungen der führenden Staatsmänner und prominentesten Persönlichkeiten der Weltwirtschaft Allen voran jene des Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der die großen Aufgaben der Regierung der Vereinigten Staaten in klarer Weise darlegt. Ebenso wie Bundeskanzler Dr. Engelbert Dollruß das unerschütterliche Festhalten an den programmatischen Richtlinien seiner Politik kennzeichnet. Bedeutsam sind die Ausführungen Mussolinis über die Zukunft des Fascismus. Ueber die Frage der englischen Kriegsschulden äußert sich Neville Chamberlain in präziser Weise und Paul Painleve schildert die „Aviatik im Dienste der Völkerversöhnung und des Friedens". Ungemein interessant sind die Ausführungen des ungarischen Ministerpräsidenten Julius G ö m b ö s über den Kampf zwischen Kapital und Arbeit und jene des Senators Henry Berenger, der in entschiedenster Weise für die Entente zwischen den europäischen Großmächten eintritt. Viscount Cecils Aeußerungen über die Bedeutung der Presse als Stütze der Völkerbundarbeiten werden überall mit größtem Interesse gelesen werden und weiters was Botschafter Baron A1 o i s i, der Delegierte Italiens beim Völkerbude, über Italiens Friedenswillen spricht. James A. Farley, der Präsident der demokratischen Partei in den U. S. A. bekräftigt die programmatischen Richtlinien der Außenpolitik Roosevelts. In plastischer und geistvoller Weise schildert Generalkonsul Dr. Paul Hohenau seine römischen Eindrücke. Ueber die Vorschau zur Weltwirtschaftskonferenz äußert sich der vormalige griechische Ministerpräsident A. M. Michalakopoulos verständnisvoll. Die Ausführungen des bekannten lateinamerikanischen Staatsmannes Augustin Edwards über „Peru und Columbien" verdienen mit Aufmerksamkeit gelesen zu werden, gleichwie die Artikel des ehemaligen Gesandten August Kral über die neue Türkei und von Robert Masson (Paris) und R. P. Duchemin (Paris), die beide zu den tüchtigsten Finanz- und Wirtschaftstechnikern zählen u. a. m. Eine reiche Bücherschau beschließt das Heft. Auslieferung für Oesterreich und die. Nachfolgestaaten: Wien IX., Türkenstraße 9; für die Schweiz: Bergland-Verlag. Bern. Gemeinde - Cfironifi Brüssel. Als Nachfolger des verstorbenen Rabbi Hochstein wurde Rabbi Jakob Meer Saga- 1 o w i t s c h aus D a n z i g, Verfasser von „Meassef Druschi" und „Neumim", einer der hervorragendsten osteuropäischen Rabbiner, zum orthodoxen Oberrabbiner vom Brüssel gewählt. Sarajevo. Hier verstarb dieser Tage der Präsident der aschkenasischen Gemeinde Dr. Moritz Rothkopf, Dr. Rothkopf, der die jüdische Gemeinde von Sarajevo 35 Jahre lang geleitet hat, war der älteste Advokat von Sarajevo. Jahre hindurch war er Präsident der Advokatenkammer von Bosniern und Herzegowina. Für seine hervorragende Tätigkeit im öffentlichen Interesse waren ihm vom König von Jugoslawien eine Reihe hoher Auszeichnungen verliehen worden. Sein Begräbnis gestaltete sich zu einer imposanten Kundgebung der Judenschaft von Sarajevo. Fiira. Eine interessante Reprise. Es ist ein unleugbarer Fortschritt des Tonfilms gegenüber dem stummen Film, daß Eriolgfilme nicht nach verhältnismäßig kurzer Spielzeit als Reprisen herausgebracht werden. Die Metro läßt am Freitag den Großfilm „Anna Christie" erscheinen, in welchem bekanntlich die Künstlerin deutsch spricht und seinerzeit große Triumphe gefeiert hat Die interessante Reprise ist im Schottenring-Kino zu sehen. „Alata Hari" — kommt wieder. Der Greta Garbo-Film der Metro „Mata Hari", welcher im Herbst einen so sensationellen Erfolg hatte, kommt auf vielseitiges Verlangen als Reprise wieder, und zwar in der ungekürzten Fassung und in englischer Sprache. Der Film erscheint Freitag im Opern-Kino. Beerdigungen. 20. Juni 1933: Emilie Goldstein, 63 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Eduard Weiß, 25 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Sosie Gottdenker, 72 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Jakob- Rind, 75 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Ing. Karl Bacher, 40 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Paul Schwarz, 36 Jahre. 10. Bez. (IV. Tor). — Julie Stern, 39 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). 21. Juni 1933: Josef Fischl, 63 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Chaje Serel Feld, 85 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Franz Herlinger, 68 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Jose! Weinberg, 69 Jahre, Russin, Kl.-Polen (IV. Tor). — Sonja Fehl, 34 Jahre, 9. Bez, (IV. Tor). — Erich Fehl, 11 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Fanny Fehl, 9 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Josefine Markus, 73 Jahre, 4. Bez. (Döblinger Friedhof). 22. Juni 1933: Walter Kende, 8 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Solle KraBny, 87 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Moriz Tintner, 81 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Sarah Rothstein, 38 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 23. Juni 1933: Albine Blau, 81 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Wilhelm Wallenfels, 71 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Julie Treichlinger, 78 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Oskar Traube, 30 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Philipp Rothmüller, 74 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Rudolf Hutterer, 43 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Alexander Weiß, 78 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 25. Juni: Fanny Feßler, 79 Jahre, 5. Bez. (I. Tor). — Julius Klein, 47 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Hermine Fruchter, 39 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Jakob Rothmann, 78 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Hudie Schüre Heimer Hendler. 47 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Gisela Wurmfeld, 49 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Samuel Schiller, 59 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Heinrich Kammerling, 77 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rosa Lustig, 61 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). KLEINER ANZEIGER nerrensdraeider Korl Bolin, Wien n. Tandehnarittgasse 11, Herren-MaQ- •chneiderei und Reparaturanstalt. Samstag geschlossen. Talare und Barette won $ 66am in den mannigfaltigsten Stilarten vorrätig und nach Maß in der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Rudolf Goldstcln Wien II., Taborstraße 54 ££££US% — Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Feine neiren^arderobe nadi Maß Qualitätsware — Elegante Ausführung — Billige Preise! 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