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Die Wahrheit · 1932-12-02 · Heft 49 (2.12.1932) · page 1

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 49 (2.12.1932)
Date
1932-12-02
Page
– (sequence 1)
Language
German
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preis dieser Nummer 50 Gros Oben Jüdische Die UMirheil Erscheint jeden Freitag mit den Veröffentlichungen der »Union österreichischer Juden" and den Amtlichen Verlautbarungen der Israelitischen Ktdtusgemein.de Wien Redaktion und Administration: Wien II.. Heinestraße 13— Telephon R 46-2-16 — Postsparkassenkonto Wien: A 10(1919 »', Qluck. Dr. J. netto. XLViii. je»- m " uMi»U-; Wien, 2. Dezember 1932 Nummer 4fr Fast die Hälfte der jüdischen Wählerschaft hat sich bei den letzten Wahlen des Vorstandes der Wiener Isr. Kultusgemeinde der Abstunmang enthalten. Größtenteils waren es unsere eigenen Gesinnungsgenossen, die durch ihre Teilnahmslosigkeit den Jüdisclmatfonafenv die damals*wie heute in der Wiener jüdischen Bevölkerung eine Minorität sind, zu einer verhältnismäßig großen Anzahl von Mandate« verhalfen. Abermals müssen wir zur Wahlurne gehen, denn die Judischnationalen lehnten die Verschiebung der Wahl ab. Gebe sich kein Wiener Jude dem verhängnisvollen Irrtum hin, daß der Ausgang dieser Wahl ihn nicht berühre! Es geht diesmal um das Schicksal der Wiener, der österreichischen Judenscbaft. Die Gegner arbeiteten fieberhaft und mit allen Mitteln. Gelingt Ihr Plein, erreichen *le die Mehrheit in der Jüdischen Gemeindevertretung, so werden sie ihre Machtposition dazu benutzen, die Kultusgemeinde ihren politlsch^nationalen Bestrebungen dienstbar zu machen. Aber noch mehr! Sie werden das/Stecht haben, nach außenhin — der Regierung und der g anzen nichtlüdlschen Bevölkerung gegen« über — politisch für die Gesamtheit der Wiener Juden zu sprechen und zu handeln. Die Folgen der jüdisch-nationalen Einstellung würde über kurz oder lang — noch mehr als schon bisher — jeder Wiener Judo an» eigenen Leibe verspüren, jeder würde, ob er will oder nicht, dem jüdisch-nationalen Regime unterworfen sein. Wer dies nicht will, der muß sich auch dessen bewußt sein, daß alles daran zu setzen Ist, um die demagogische Kraft und die Wirkung des für uns alle gefährlichen jüdisch-nationalen Schlagwortes zu vereiteln. Alle Gruppen, die den Uebermut der vereinigten Judischnationalen brechen wollen, haben sich in unserer Liste zusammengeschlossen. nicht Willy daede'e gesamte österreichische Judenschaft unter das Joch der jüdisch-nationalen Politik gezwungen \^f^f flicht WÜlf UnS6hre 50 schwer errungene' mit dem Blute unserer Vorfahren erkämpfte Gleichberechtigung verllfor niCKt Will daß diese Gleichberechtigung durch das von den Jüdischnationalen geforderte Minoritätsrecht ersetzt wm ^w ■■■*»■■* W ■ ■ ■■ und dadurch der Numerus clausus auf politischem, kulturellem und wirtschaftlichem Gebiete für die österreichischen Juden heraufbeschworen werde; fliCht Willy ~Be'° beträ.chtUcher TeU der Kultussteuer — statt für soziale Zwecke in Wien — für nationalistische Ziele verwendet werde; daß unsere jahrtausendalte Religionsgemeinschaft durch nationalistische Aspirationen zerstört werde; sich mit der Stadt, In der er lebt und arbeitet, innerlich verbunden fühlt; sein Vaterland liebt und darin — nach Weisung der Jüdischnationalen — nicht nur sein Adoptiv-Vaterland erblickt; seine Kinder in diesem Lande verwurzeln und ihre Existenz sichern will; geht am 4. Dezember morgens zur Wahl! Der wirbt and slimml für die Wer nicht will, Wer Wer Wer Der Nichtnationale Liste der Judisch-üemoriratischen Arbeitsgemeinschaft ^^^a^mmwmm^m^mmmmammwmmmm^mma^^^mmmmm^mmam^^^^mm^m^mmammmmma^ammmmmmmmmmmmmm Ihion QstßrpßicüischEP Juden — Vereinigung nrltltf|tr luden Bei der Wahl am 4 Dezember sind IWCi Stimmzettel (ttnlinsyorstand und BcHrHsKommisslons-Tcrtrancnsmannfr) abzegeBcn!

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