Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 40-41 (30.9.1932)
- Date
- 1932-09-30
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
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Seite 14 IHlHIIIiailUUllllllllllllBEiBBBBHiKHHBBilUBlSHiiailllHHUIIHIIHHHHHBIIIIIII Anläßlich des Roschhaschono-Festes entbieten hiermit Ihren Verwandten und Freunden die herzlichsten Glückwünsche naie nb»nm na^a Cafe Augartenbrücke Leo u. Ernst Knöpfmacher IL, Unt. Augartenstr. 2 Arkaden-Cafe und Restaurant Lorbeer & Freiwirth (., Universitätsstraße 3 Hotelier und Restaurateur A. Barschak und Frau (unter Aufsicht der Israel. Kultusgemeinde, Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner J. Babad) II., Große Schiffgasse 3 S. Buchsbaum und Frau Inhaber des Cafe Buchsbaum IL, Kl. Pfarrgasse 21 M. Chamades und Frau Cafe Kaiser Josef IL, Heinestraße 25 Cafe Carltheater Sitz des österreichischen Kantorenverbandes Eduard und Moriz Heriinger und Familien IL, Praterstraße 29 GRAND-CAFfi CENTRAL IL, Taborstraße 8 Cafe Danubia Familien Wenkärt und Ornstein IL, Hollandstraße 4 Cafe Dogenhof Nathan und Helene Neugasser IL, Praterstraße 70 Familie Ebruster Cafe, Hotel und Pension ■ Ebruster : e Baden, Josefsplatz | i Cafe-Restaurant Excelsior Herzog und Schüller L, Rotenturmstraße 24 Cafe-Restaurant Fetzer Weiß und Fröhlich ' IL, Praterstraße 8 Restaurateur Salonion Grüner und Frau IL, Zirkusgasse 30 Allen Verwandten, Freunden ■ und Gästen : Daniel Natowic : und Frau [ Besitzer des L Kaffee- ■ restaurant : IL, Prater : Restaurant Neugröschl IL, Lilienbrunngasse 12 CAF£ NIZZA an alle Verwandte, Freunde und Gäste Famüien Alfred und Gustav Paschkes IL, Heinestraße 1 Promenaden-Cafe Bes. Adolf Beim und Frau IX., Roßauerlände 27 Restaurateure Alfred Schwarz und Hildegarde Schiffres, geb. Schwarz IL, Rotensterngasse 31 RESTAURANT TONELLO Inhaberin Frau Jo Tonello IL, Lilienbrunngasse 1 Cafe „Viktoria am Schotientor" Siegmund Kornmehl .Wiener Theater-Cafe" IL, Praterstraße 33 BRÜDER SCHIFFHANN WIEN EL, TABORSTRASSE 48 — TELEPHON R 42-575 entbieten allen ihren Freunden und Kunden anläßlich des Jahreswechsels «ue herzlichsten Glückwünsche! T Nolsdirci der „Weiblk&en fürsorge". Die „Weibliche Fürsorge" (IX„ Althanplatz Nr. 11), ist in ihrem fast zwanzigjährigem Bestände ein wesentlicher Faktor der Wohlfahrtspflege unserer Gemeinde geworden. Sie hat nicht nur in Chanuka- und Pessachaktionen, Ausspeisungen, Lebensmittelverteilungen. Bekleidungs- und Kohlenaktionen im Katastrophenwinter mehr geleistet, als den einzelnen Vereinen möglich gewesen wäre, sie hat auch in unzähligen Einzelfällen, in denen sich die Vereine an sie wendeten, durch Zusammenfassung aller Kräfte Tausende vor Delogierung und Erwerbslosigkeit gerettet, Kinder erzogen, Greisinnen gestützt. Nunmehr sind aber durch die Winterhilfe des vorigen Krisenwinters sowohl die Mittel der Einzelvereine als die des Verbandes selbst vollkommen erschöpft; verzweifelnd steht der Verband einer Sturmflut von Gesuchen gegenüber. Wir bitten um Gaben, mögen sie noch so klein sein: wir bitten an den hohen Feiertagen das Andenken an teuere Verstorbene durch Spenden an die Fürsorge zu ehren, Regine Ulmann. Sofie Grünfeld, Hermine Kadisch. Margarethe Grunwald, Helene Kuranda, Malvine Schütz, Ida Berliner, Helene Stein. Rosa Schur. Aufruf! Bi ■ S Der Jüdische Frauenverein Leopoldstadt ist infolge der gegenwärtigen schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse in arge finanzielle Bedrängnis geraten, denn viele Menschenfreunde, die uns früher mit reichen Geldmitteln zur Seite standen, können heute nur in bescheidenem Maße ihren unglücklichen Glaubensbrüdern helfen. Die Armut, die Arbeitslosigkeit, das Elend aber wächst ins Ungeahnte. Der Jüdische Frauenverein Leopoldstadt hat es sich zur Aufgabe gemacht, in Fällen dringendster Not der jüdischen Bevölkerung der Leopoldstadt helfend beizuspringen. Helft uns, damit wir auch fernerhin imstande sind, das ärgste Elend zu lindern, helft uns, für krüppelhafte Kinder Prothesen und Bandagen beschaffen, hellt uns, armen jüdischen Frauen in ihrer schweren Stunde beizustehen, helft uns, junge kranke Menschen in die Kur schicken, helft uns, Kohle für den unbarmherzigen Winter beschaffen, helft uns, die Verzweiflung und die Not unserer Glaubensbrüder lindern! Auch die kleinste Gabe ist willkommen und wird dankbar entgegengenommen. „Jüdischer Frauenverein Leopoldstadt" Margarete Grunwald. Präsidentin. Aufruf! An den kommenden Festen beten wir wieder: „Himmlischer Vater erbarme Dich unsrer Kleinen!" Mit derselben Bitte wenden wir uns an Euch, jüdische Brüder und Schwestern: „Erbannet Euch unserer Kleinen, der Pfleglinge unserer Anstalt!" Sie sind ja auch Eure Kinder, die Zukunft unserer Gemeinde! Und wer von Euch, Ihr jüdischen Väter und Mütter und Großeltern, kann reinen Gewissens für das eigene Kind oder Enkelkind beten, wenn er an die Kinder der Armen denkt und nicht für sie tut, was in seinen Kräften steht? In 89 Jahren hat unsere Anstalt bisher an 30.000 Kinder bewahrt, bewahrt vor Hunger und Frost, bewahrt vor seelischer Verkümmerung und sittlicher Entartung, in ihnen unserem Judentum einen lebensfähigen und lebensfreudigen Nachwuchs erzogen. Doch die Not, mit der diese altehrwürdige Gründung jetzt zu kämpfen hat, vermögen wir nur dann zu überwinden, wenn Ihr an diesen heiligen Tagen durch Spenden vor der Thora helfet, die Anstalt vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Der Vorstand der Isr. Kinderbewahranstalt, IL, Schiffamtsgasse 15.