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Die Wahrheit · 1932-08-11 · Heft 33 (11.8.1932) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 33 (11.8.1932)
Date
1932-08-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 V. D. D. DIE WAHRHEIT 11!'t Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel OebctatnnAen Aw 5892 Anwalt 1982 Mb abds. 7- — Aw 9. Tiscbo buw (Fasten) T— T- „ 10. TOS i WoeschaDOnß.B.M.)) Scfaabos Nachami 8- 30 .11.- Haftorah, Nacbaml 7.55 Nachami atnl y 3. Perek 1 - 12-w« 7*—< » 15. Chamlseho osor 7.— 1 . 16. Donnerst., 11. Ang. Tiscbo beaw Freitag, 12. August 7-05 Samstag, 13. August 8'12 Sonntag, 14. bis Donnerst, 18. Ang. T— Mincha am Sabbat um 3 Uhr nachmittags Zeltungon von Verleger versendet. Journal expedlä par I*edltenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag »Die Wahrheit", Wien II., HelnestraBe 13/12 Munst undJEitewatm Juden In der deutschen Wirtschaft, von Kurt! Z ie 1 enzin gen 288 S. Großoktav. Acht Bildnisse auf Tafein. Ganzleinen. Der Heinebund. Eine jüdische Buchgemeinschaft, Berlin W 57. Pallasstraße 10—11. Mitgliedsbeitrag jährlich Mk. 12.—, wofür die Mitglieder 3 Bände jährlich nach freier Wahl erhalten. Interessenten erhalten kostenlos Prospekte. Für Nichrmitglieder ist eine Parallelausgabe des Buches im W e 11 - V e r 1 a g, Berlin, erschienen und durch jede Buchhandlung zu beziehen. Preis Mk. 7.—, in gleicher Ausstattung wie oben. — Aus; Handel' und Geldgeschäft hervorgegangen, haben sich die Juden innerhalb der deutschen Volkswirtschaft zur Zeit ihrer höchsten Entfaltung wirklich nur als Händler und Bankleute betätigt? Waren sie nur Mittler, Zwischenglieder, oder haben sie Leistungen von schöpferischer Kraft vollbracht? Des Verfassers Antwort ist eine indirekte. Er behandelt eine Reihe von typischen Wirtschaftsführern jüdischen Geblütes. Die alten Bankfamilien, die Bleichröders, Mendelsohns u. a.. die Leiter moderner Bankkonzerne: Wassermann. Goädschmied u. a., die Warenbausdynastien der Uetz, den Kupfer-Hirsch, den Flinten-Loewe, Ballin, Emil Rathenau und andere Größen. Man sieht, was sie geleistet haben, aber nicht minder die Voraussetzungen dieses Aufstieges: Begabung, Bildung, Familie, Milieu, Zeitverhältnisse. Im Verein mit der Einleitung „Vom Ghettohändler zum Wirtschaftsführer" und dem „Ausblick" am Schlüsse ergeben diese Porträts im Rahmen der deutschen Volkswirtschaft von 1800 bis 1930 ein Bild vom Sozial- und Wirtschaftswandlungen unter den deutschen Juden, ihrem Abstieg in der Gegenwart und ihrer wirtschaftlichen Zukunft. Kassner, Das physiognomische Weltbild. 10 Mark, geb. 12 Mark, Delphinverlag, München. Wir wollen von diesem ganz hervorragenden Werk, welches eingehend zu besprechen nicht nur den Rahmen des zur Verfügung stehenden Raumes weit überschreiten würde, sondern auch aus dem Grunde nicht gut durchführbar ist, weil eben das Buch zu den Werken gehört, in denen man nur selbst lesen, schürfen und sich vertiefen kann, das wiederholen, was eine der berufensten Federn, nämlich Franz Strunz darüber zu sagen wußte: Kassners neuestes Werk ist die Weltanschauung und Philosophie des Menschengesichtes und der Menschengestalt, es deutet die Züge, Umrisse und Spuren in ihnen, die Lebensformen und alle körperlichen Aenderungen als lebendige, bewegte Wiederspiegelungen der Idee. Gesicht und Idee bilden für Kassner ein Ganzes, er liest im Menschengesicht die Schrift der Welt und aller Dinge, er liest in den gehauchten und kaum sagbaren Helligkeitsstufen des Antlitzes das innerste Verhalten, die verborgenste Zielsetzung eines Menschen, das ewige Leitgesicht, aber auch die eigentlichen Motive, die aus dem Vitalbewußtsein kommen. Dieses Buch ist der Ausdruck einer aufbauenden Seelenkunde oder, theologisch gesagt, das Zurückkehren in das Ebenbild Gottes. —Wir möchten an dieser Stelle in Erinnerung bringen, daß die hellseherische Kunst, aus dem Antlitz eines Menschen seine ganze Seele und sein ganzes Schicksal herauszulesen, zu den ältesten Bestandteilen der jüdischen Mystik gehört. L. G. S. Passarge, Das Judentum als landwirtschaffskundlich-ethnologisches Problem, München. J. F. Lehmann, M. 15.—. Wenn man beim Lesen eines solchen Buches bedenkt, daß es auch in die Hände urteilsunfähiger Leser kommt, daß der Verfasser durch die Autorität eines akademischen Lehramtes gedeckt wird, daß aber jede literarische Polemik dagegen von den Kreisen, in denen er Anklang findet, aus Prinzip abgelehnt und nicht beachtet wird, so darf man sich über die erschreckende Zunahme und Zähigkeit des Judenhasses in jüngster Zeit nicht wundern. Daß wir Juden hier wieder, nur mit neuen Etiketten beklebt, als Ausbund aller Laster figurieren, mag noch hingehen. Aber daß die Kaufen. Verkäufe von Häusern leopoldsffiuter Tempefterein Aeschel Astronom H., Pazmarttemjasse 6, Hfl. B 4?-8-63 Anmeldungen v. Aufgeboten, Trauungen tonTJitaff.ireieni nimmei) n. Barmirwaus PartMMiverkehr an Werktagen von 2 bis >M Uhr nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags Oebetatnnden früh Aw 5692 abds. 630 Aw 9. Tiscbo beaw (Fasten) 7.— «•30 . 10. 7-05 [ Woeschanon (5. B. H.) \ fi-Wn 9— Ii J Schabos Nachami l7.w Oduu. 9— , li. < Haftorah,Nachami, Nachamiamif7ss l 3. Perek J 0-30 12. bis 15. Chamlseho osor 16. T— jüdische Religion bis in den Göttesbegriff hinauf beschmutzt, der Ritualmord wieder ins Treffen geführt, der Pogrom als Lebenselixier des Judentums bezeichnet, wenn auch nicht geradezu empfohlen wird, das verdirbt einen doch den' Spaß, den einem sonst das Buch bereitet. Franz Oppenheimer. Mein wissenschaftlicher Weg, Felix Meiner. Leipzig. Der berühmte Nationalökonom und Soziologe Franz Oppenheimer erzählt uns hier im Rahmen der „Die Wissenschaft der Gegenwart in Selbstdarstellungen" aus seinem Leben, von Elternhaus und Ahnen, unter denen viele jüdische Gelehrte aufzuweisen sind. Sein Vater war Prediger der jüdischen Reformgemeinde in Berlin. Und einer seiner Söhne Jebt in Palästina. Zwischen diesen Geschlechtern geht Oppenheimer seinen Weg als „Jude und Deutscher". Bereits praktizierender Arzt, bringt ihn die Beschäftigung mit sozialen Problemen (der jüdische Gerechtigkeitskomplex) zur ökonomischen Wissenschaft, die er, wie die Soziologie, um eine Reihe grundlegender Werke bereichert hat Erst kürzlich zog er sich von der akademischen Lehrtätigkeit zurück, um sich ganz wissenschaftlichem Schaffen widmen zu können. Wir hoffen auf ein reiches Ergebnis. Dr. Kurt Grunwald. Im Philo-Verlag,' Berlin, erschienen kürzlich: Wendel A.. Cas^tSraeliüsch-jüdische Gelübde. Mit erstaunlicher Sachkenntnis und Benützung einer fast unübersehbarer Literatur behandelt hier ein Pfarrer objektiv einen Stoff, der an sich für die Religionsgeschichte, praktisch aber insbesondere wegen des Kampfes um das Kol Nidre wichtig ist. Stern E., Religiöse Entwurzelung und Neurose (M. 1.20). Eine höchst beachtenswerte religionspsycho- Iogischc Studie. Der schuldbewußte Mensch findet in der Religion Erlösung durch Entlastung. Jede wirkliche Heilung der Neurose beruht auf einem Akt der Gnade, einem Wunder. G. föeerdäguiigeis. 3. August 1932: Emanuel Kien. 75 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Jakob Fürnberg, 62 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Gottlieb Jellinek. 65 Jahre, Wr.-Neustadt. (IV. Tor). — Wilhelm Sommer, 58 Jahre, Baden bei Wien, (IV. Tor). — Hermine Wohryzek. 65 Jahre. 17. Bez. (IV. Tor). 4. August 1932: Hugo Fleischmann, 48 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Schulsinger, 74 Jahre, 5. Bez. (I. Tor). — Hermine Wassertrüdinger, 54 Jahre. 7. Bez. (I. Tor). — Hermann Spitz. 68 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 — David Mataion. 52 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Jenny Sputz. 78 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Wolf Spitz, 70 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). 5. August 1932: Dr. Rudolf Pollak, 58 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Hermann Herzog, 63 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Julius Oesterreicher. 80 Jahre, & Bez. (I. Tor). — Johanna Grünwald, 81 Jahre, Laug-Enzersdorf, (IV. Tor). — Kurt Braun, 19 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Max Braun, 48 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Max Wälder. 47 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Franziska Wälder, 45 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). 7. August 1932: Rosa Bienenield. 79 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Fanny Brunner. 86 Jahre, Mauer, (I. Tor). — Edmund Weinberger, 76 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — David Triger, 65 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Israel Wahrhaftig. 80 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Reg.-Rat Feiwel Goldfarb, 69 Jahnre, 8. Bez. (IV. Tor). — Franz Weiß, 63 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Rosa Schäfer, 51 Jahre, 8. Bez. (IV. Tor). — Marie Goldberg, 66 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Joel Bikoles. 77 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 8. August 1932: Laura Reich. 61 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Esther Malameth, 42 Jahre, Czernowitz, (IV. Tor). Austritte aus dem Judentum Cilly Edith Deutsch, geb. 29. Februar 1908 in Wien, led.. IX., Schlickgasse 5. — Kerbel Maria, geb. 3. Juni 1918 in Wien, led., I., Marc Aurelstraße 9. — Kerbel Dr. Alfred, geb. 6. Oktober 1877 in Lipnik, verh.. L, Marc Aurelstraße 9. — Dr. Rudolf Schiffer, geb. 26. Mai 1836 in Wien, led.. II-, Rueppgasse 34. — Peter Rudolf Schimmerling, geb. 23. Juni 1926 in Wien, led., IV., Schelleingasse 10. — Erich Anton Schimmerling, geb. 5. April 1929 in Wien, led., IV., Schelleingasse 10. — Hans Menzer, geb. 11. Juni 1925 in Wien, led., IV., Mayerhofgasse 2a. — Kurt Toker, geb. 2. Februar 1926 in Wien led., XX., Allerheiligenplatz 12. — Walter Neumann. geb. 12. April 1926 in Wien, led. III., Ungarr gasse 54. — Erich Alois Jakob Spitzer, geb. 6. Februar 1926 in Wien, led., V., Margaretenstraße 59. — Schnürdreher Karl, geb. 31. März 1929 in Wien, led., V., Margaretengürtel 38. — Mordechai Levinson, geb. 8. Juni 1910 in Goldingen, led.. IX., Alserstraße 10. — Pauline Endre, geb. Kohn, geb. -25. Juli 1896 in Wien. ger. gesch., XV., Thalgasse 8. — Jenny Steiner, geb. Fischer, geb. 10. März 1882 in Wien, verh.. XIII., Gloriettegasse 1. — Helene Eidlitz. geb. Spira. geb. 28. September 1898 in Wien, verh., XIX., Gatterburggasse 23. — Walter Eidlitz. geb. 18. August 1892 in Wien, verh., XIX., Gatterburggasse 23. — Tedy Vollner. geb. 4. Mai 1911 in Galatz. led., XVIII., Eduardgasse 10. — Perte OHop, geb. 31. März 1904 in Wien, led., IV., Floragasse 9. — Maria Koerbel. geb. Bauer, geb. 13. September 1890 in Lemberg, verh., I., Marc Aurelstraße 9. — Anton Schmerz, geb. 20. September 1874 in Wien, led.. VI., Garbergasse 8. — Hildegard Bermann, geb. Rothziegel, geb. 10. Juli 1868 in M.-Weißkirchen, VIII., Langeg. 2. — Margot Thieberger. geb. Schönhoff, geb. 24. Dezember 1895 in M.-Ostrau. verw., IX., Spitalgasse la. — Fritz Thieberger, geb. 20. Juni 1925 in Wien, led. IX., Spitalgasse la. — Ernst Nathansohn, geb. 1. Jänner 1890 in Wien, verh., VI., Garbergasse 12. — Hedwig Anna Nathansohn. geb. Bett. 14. Jänner 1894 in Wien, verh., VI., Gerbergasse 12. — Neumeier Otto, geb. 12. Juni 1906 Wien, led., XX., Vorgartenstraße 69. — Soker Friedrich, geb. 27. Oktober 1901 in Wien, verh., XX., Allerheiligenplatz 12. — Eckler Eleonore, geb. 9. Februar 1906 in Wien, led., XVI., Koppstraße 100. — Arzt Hermann Georg, geb. 14. Aiugust 1878 in Czernowitz. verh., II., Ilgplatz. — Arzt Rosa, geb. Braunner. geb. 19. Februar 1890 in Meseritsch, II., Ilgplatz. — Neumann Max, geb. 15. Juni 1895 in Biala. verh., III., Ungargasse 54. — Spitzer Sofie, geb. Rehm, geb. 12. Juli 1900 in Wien, verh., V., Margaretenstraße 59. — Dr. Heinrich Schnürdreher, geb. 29. Oktober 1896 in Kapfenberg, verh., V„ Margaretengürtel 38. — Krüger Susanne, geb. 2. Jänner 1913 in Wien, led.. VII., Kaiserstraße 83. — Blaß Lea, geb. 9. August 1890 in Lemberg, led., VII., Kaiserstraße 34. — Brakl Alfred, geb. 5. Oktober 1905 in Wien, IX., Prammergasse 3. I Realitäten - Kanzlei I RUDOLF SZJXÄGYI, WIEN DL iBolenlöwengasse 3 TELEPHON A 10-5-69 Beste Referenzen im Inand Auslände Alle Urlauber der in- und ausländischen Rabblnatfe würdigen die schöne und vornehme Ausführung der weltbekannten Syna^o^en - Ornate and Barette der altbekannten Uniformierung und Maßschneiderei Radon Goldstern Wien II., TaborstraBe 54 fäSSSSJE* - Tel. R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Herrenilardcrobe nadi rfamtt Täglich einlaufende Aufträge beweisen die Zufriedenheit meiner Kunden. Eieentttmer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oglrar Hirsclifeld. Wten Tl.. Praterstrcße 29 — braefc: Safts * SUm. Wie« IL Robert«»«

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