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Die Wahrheit · 1932-07-29 · Heft 31 (29.7.1932) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 31 (29.7.1932)
Date
1932-07-29
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Taffel Ctebatstnnden Tamu-Äw 56S3 Juli-Aug^«tl832 frflb abds. 7- —Tatnus25. 730 ( Mataos Mate 4.B.M. \ Haitorah, Schimu 1 dewar äschern (,„ „ 8-30 . 26. Meworcbim f«-» Hacbaudescta 1 11. Perek 1 1 . 27. bis 1 J . ».Jaumkipurkotaun l 7_ 7'—1 Aw l.RauschCbindeEch ( 1.2. i Freitag, 29. Juli 7-30 Samstag, 30. Juli 8 20 Sonntag, »1. blc Donnerst, 4.Au£iist7-— Mincba am Sabbat um 3 Ubr nachmittag« tigste Grundstock seines Verlages waren die Schriften des jüdischen Religionsforschers Samson Raphael Hirsch, den er zur Drucklegung seiner Vorträge über den Gehalt und die Gewalt der Bibel veranlaßte. Zu größerer Bedeutung gelangte der Verlag unter der Leitung von Isaac Kauffmanns Sohn, Ignatz. Unter Ignatz Kauffmann, der von 1875 ab als Prokurist und von 1877 ab als Teilhaber an der Entwicklung des Verlags entscheidend teilnahm, erfuhr der Verlag eine so starke Ausdehnung und Erweiterung, daß er bald als einer der größten und bedeutendsten jüdisch-hebräischen Verlagsunternehmungen, nicht nur der deutschen Länder, sondern der ganzen Welt, galt Als Verlag jüdischer Schulbuchliteratur nimmt der Verlag heute noch eine führende Stellung ein. Ignatz Kauffmann war es auch, der seinem Geschäft ein wissenschaftliches Antiquariat angliederte, das noch heute in der ersten Rehe der großen Buchantiquariatsgeschäfte steht 1900 erwarb Ignatz Kauffmann die Frankfurter Druckerei von M. Lehrberger & Co., deren Offizin als Spezialdruckerei für hebräische Druckwerke weltberühmt war. Nachdem sich 1909 Ignatz Kauffmann ins Privatleben zurückgezogen hatte, übernahm sein Sohn Dr. Felix Kauffmann das Geschäft, das er in der Tradition seines Großvaters, des Gründers, und seines Vaters fortführte und weiter ausbaute. Die fünf Bücher Arons. Unter diesem etwas Sonderbaren, aber durch den Inhalt völlig gerechtfertigten Titel, ist inungarischer Sprache ein fünfbändSger Roman erschienen, der sehr unsere Beachtung verdient Was auf dem ungarischen Globus erscheint bleibt dem deutschen Leser so ziemlich verschlossen, to diesem Falle sehr zum Schaden der Sache. Denn wenn auch dieser Roman in erster Reihe die Epoche des modernen ungarischen Judentums darstellt, so sind doch die darin niedergelegten Gedanken belehrend für jeden Zweig des Diaspora^ Judentums. Der Verfasser, Ignaz Rözsa <ein magyarisierte* Name), ist in gewissem Betracht wohl selbst der Held dieses Romans, doch erhebt sich dieser zur Höhe elier universellen Betrachtung des Judentums. Im Untertitel nennt sich dieses Werk „der Roman eines armen Juden", und das ist auch richtig, denn nicht die jüdischen FLnanzmagnaten werden von den politischen Landes- und Weltereignissen hingerissen und ins Verderben gestürzt, sondern der arme, schwer um seine Existenz ringende, mit dem Wirtsvolke auf Heil und Verderben verwachsene Dorfjude. Der Held, Aron Weiß mit Namen, arbeitet sich mit angespanntester Energie aus dem Schöße einer typisch fromimen. aber auch typisch armen jüdisohen Familie der ungarischen Tiefebene hervor, kommt nach Budapest, wird hier Jüdischer Lehrer, aus eigenem Fleiße auch noch Professor, der eine bescheidene Anstellung bei1 der Hauptstadt bekommt sich eine Familie gründet, den Weltkrieg mitmacht, als begabter Pädagoge und Schriftsteller in die Revolution der „Roten" verwickelt wird, ohne recht Kommunist zu sein, wird dann vom „weißen" Terror verfolgt muß fliehen, lebt lange Jahre als Emigrant, wird mit unsäglicher Mühe rehabilitiert muß aber weiter an den Folgen seiner Vergangenheit leiden, und zur Ueberzeugung gelangt daß der Jude beim besten WiMen nicht als Patriot anerkannt wird, wandert er als Zfonist mit seinem Sohne nach Palästina aus. aber hier wieder verkannt treibt es ihn wieder in die Heimat zurück, wo er an gebrochenem Herzen stirbt. Zwei seiner Töchter und deren Kinder sind ms Christentum gesunken, der Sohn, durch die Leiden geläutert, die er als Jude an der Budapester Universität erleiden muß, bleibt „Hebräer" und wirkt segensreich als Künstler in Jerusalem. Lebenswahre Gestalten, die ich selbst zum Teile verifizieren kann, ziehen durch diese fünfbändige Geschichte, die niemals aufhört interessant und sogar spannend zu sein. Ihr Held leidet hauptsächlich durch seine gefestigte Weltanschauung, die ihn trotz Patriotismus und trotz Verlockungen der Liebe keinen Augenblick vergessen läßt daß der Jude der Apostel einer reinen und hohen Menschheitsreligion ist, und da die Welt nicht reif und nicht gerecht genug ist, das zu fu^»v*ik%uiti m von ■ 1 Häusern M jjj Realitäten - Kanzlei fj] 1 RUDOLF SZILÄGYI, WIEN DL | iRotenlöirengasse 3 ■ TELEPHON A 10-5-69 Beste Referenzen im In- und Aaslande _ Eid!) Z«ltung«n vom Verlegar v*riMd«t Journal «xpedle pai l'editeur. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheft", Wien IL, HelnestraBe 19/13 Leopoldstddler Tempeiverem Aescbel AwroDom Ii., PMm«Hfenaasse 6, Tel. R 47-8-63 Anmeldungen t. Aufgeboten, Trauungen (ondranf. freiem fltmmel)n. Bannizwans PartelMivorkahr an Werktagen von 2 Ms i/j4 in» nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Übt vormittag! Crebdtatnnden Tamm S882 tatt abds. 6*30 TainiiE 25. 7-30 {MaUns-Misc (4. B. M.) 1 Haftorah, Schlmu dewarascheml .... Meworchim Hacfaaudescfa i 8 *° 1. Perek J I , 27. bis K-m ) .29. Janm klpur kotaun 1 ,. | Aw IL Rausch Chaudesch '7 ~ begreifen und einzusehen, so kommt der kämpfende Held um seine Ruhe und schließlich auch um sein Leben. Er erlebt, erleidet und erzählt die ganze Tragödie des jüdischen Volkes. Prof. S. Krauss. (Beerdigungen. 19. Juli 1932: Alexander Goldarbeiter. 58 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Gustav Prager. 57 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Marie Gangi. 71 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Hildegarde Eichberg, 80 Jahre. 19. Bez. (I. Tor). — Friederike Wolfinger, 26 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Markus Schwarz. 67 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Alois Süassny. 53 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Antonie Brandmann. 50 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). 20. Juli: Gisela Hanker. 57 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Dr. Rudolf Schwarz-Hiller, 56 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Josef Hirnschal. 66 Jähre. 12. Bez. (IV. Tor). — Eisig Leib Heister, 57 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Anna Stein, 65 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Isidor Haipern, 55 Jahre. 18. Bez. (IV- Jor). — Ignaz Rindler. 60 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 21. Juli: Josef Gartenberg. 68 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Pauline Schifferes, 84 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Cäcilie Weinreb. 49 Jahre. 7. Bez. (IV. Tor). 22. Juli: Karl Aliendorff, 63 Jahre, 5. Bez. (I. Tor). — Elisabeth Poiiak. 75 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Alois Grabkowicz. 71 Jahre. 4. Bez. (I. Tor). — Stefan Reif, 22 Jahre, 1. Bez. (L Tor). — Minna Schleicher. 57 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Hennana Juhn. 74 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Elisabeth Platschek. 80 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Emanuel Silberstein. 49 Jahre. 13. Bez. (IV. Tor). — Regine Schönthal. 65 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Leopold Franki. 76 Jahre. 5. Bez. (IV. Tor). — Henny Weinberg. 2 Monate, 20. Bez. (IV. Tor). — Katharina Brand. 67 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Fanny Koch, 67 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). 24. Juli: Sofie Fabian, 63 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Bifke Singer. 78 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Leopold Zarer. 72 Jahre. 16. Bez. (IV. Tor). — Klementine Kaufer, 62 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). Jenaz Eskreis. 39 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Simon Mandl, 52 Jahre. 3. Bez. (IV. Tor). — Irma Petrovsky, 61 Jahre. 14. Bez. (IV. Tor). — Nina Weiß, 67 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). — 25. Juli: Mina Treu, 71 Jahre (IV. Tor). Dollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 Austritte aus dem Judentum Herzog Olga. geb. 27. Juni 1912. Wien, ledig. VIII.. Pfeilgasse 16. — Duska Ludwig, geb. 30. September 1891 in Wien, gesch.. XVIII.. Sommarugagasse 16. — Kantor Kurt, geb. 21. März 1926 in Wien, ledig, III., Strohgasse Nr. 4.— Abeles Ludwig, geb. 4. Mai 1911 in Win. ledig, IL, Zirkusgasse 30. — Klappholz Alice, geb. Stein, geb. 10. August 1899 in Wien, verh., IL, Nordpolstraße 2. — Klaopholz Alexander, geb. 31. März 1893 in Brzezany, verh. IL, Nordpolstraße 2. — Klappholz Erich Alfons, geb. 19. Mai 1926 in Wien. IL. Nordpolstraße 2. — Adler Ferdinand, geb. 6. Mai 1903 in Chiy, ledig, IL, Freilagergasse 4. — Therese Wessely, geb. KrautwaschL geb. 5. Oktober 1896 in Judenburg, ger. getr., IL. Novaragasse 18. — Brabetz Bertha, geb. 13. Juli 1882 in Wien, ledig., IL. Rotensterngasse 5. — Grossmann Rob., geb. 16. Dezember 1895 in Wien, verh.. XIV.. Stiegengasse 5 a. — Grossmann Raimund, 25. Dezember 1925 in Wien, ledig, XIV.. Stiegengasse 5 a. — Grossmann Elisabeth geb. Politzer, geb. 16. September 1889 in Wien, verlu. XIV.. Stieeengasse 5 a. — Roth Paul Georg, geb. 26. Mai 1918 in Wien, ledig, XII., Penzingerstr. 82. BRÜDER UND SCHWESTERN I Hunger und Elend unter den „Deklassierten" Sowjet-Rußlands sind seit dem Vorlahre ins Ungemessene gestiegen. Angesichts dieser furchtbaren Lage, hat die Regierung dieses Landes offiziell die Genehmigung erteilt, die allernotwendlgsten Lebensmittel einführen zu lassen. Es ist ferner seitens der Behörden die absolute Sicherheit gewährleistet, daß diese Sendungen billiger als bisher und unversehrt an die Bedachten gelangen. Der Weg ist also frei. Wir können helfen, wenn wir wollen, und wir müssen helfen! Wir haben unsere Tätigkeit auch In diesem Jahre aufgenommen und wenden uns nun an Sie mit der Bitte, zur Hilfe für diese Aermsten aller Armen beizutragen. Gewiß, auch in den Ländern Zentraleuropas sind die Lebensverhältnisse schwer, fast unerträglich geworden. Trotzdem — wir leben. Aber in Rußland gehen Tausende unserer Brüder mit Weib und Kind zugrunde, sie verhungern. Wer kann sich einem solchen grauenhaften Sachverhalt entziehen! Wer wird da nicht irgendwie helfen, wer nicht auch wenn es ihm schwer fällt, ein Opfer bringen wollen. Brüder und Schwestern! Jedes Lebensmittelpaket bedeutet nicht nur eine Rettung, es bedeutet auch ein echtes, edles Zeichen der Liebe — es bringt Licht in die Finsternis! Großrabbiner Israel Friedmann, Czortkow-Wien Rabbiner S. Fürst Rabb. der Adass Isroel, Wien Dr. D. Feuchtwang Oberrabb.-Stellvertreter, Wien Prof. Dr. Alois Pick, Präs. der Isr. Kultusgemeinde, Wien Dr. Jakob Ornstein, Präsident der Union österr. Juden Hofrat Dr. Josef Löwner, Vizepräs, der Isr. Allianz Hofrat Dr. Siegmund Fuchs Dr. Samuel Goldstern, Präs. des Hilfskomitee für Russische Juden in Wien Felix Saiten Stefan Zweig Ing. Johann Kremenezky Reg.-Rat Dr. Hermann Oppenhelm Direktor d. N.-Oe. Escomptegesellschaft Reg.-Rat Dr. Max Lenk Marcus Hornstein David Lemberger Wolf Pappenheim Dr. Max Eisler, Univ.-Professor Dr. Armand Kaminka Dr. Leo Deutschländer Jacob Persky Dr. Ernst Feldsberg Alfred Stroh Trotz Zoll-und DeYlsensdiwlerigheifcn werden nur die weltbekannten Wiener SljnagOgen-Ornafe und Barette verlangt, weil nur diese voll befriedigen und Freude bereiten. Vergessen Sie nicht, während des Urlaubes die schwarzen und weißen Ornate rechtzeitig wie neu herrichten zu lassen. Talare und Darelle in den mannigfaltigsten Stilarten vorrätig und nach Maß in der _Uniformierung und Maßschneiderei Radoll Goldstern Wien II., Taborstraße Nr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Scbriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien II., Praterstraße 29- — Dnuk: Iaaas Sstta fc SSbae. Uta IL Tnlii i »mit l

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