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Die Wahrheit · 1932-07-15 · Heft 29 (15.7.1932) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 29 (15.7.1932)
Date
1932-07-15
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Gebelatuuden Tun« 5692 Juli 1932 froh «bds. T— Tamusll. 750 .Chnkas Bolok .. 1 4.B.M. 1 „ 8-30 . 12.{Haitorali. J8-40 IWehojo scbaeris | lB. Perek ' T- , 13. bis 17. (Pasten) 7.— Scbiwo osor betamus Freitag, 15. Juli 7-50 Samstag, 16. Juli 8 40 Sonntag, 17. bis Donnerst, 21. Jnli T— Mincba am Sabbat um 3 Uhr nachmittags ~ Trauung. Sonntag, den 10. d. M., fand im Müllnertempel die Trauung des Fräuleins Kitty Kärger, Tochter des Ehepaares Gabriel Kärger, Iglau-Wien, mit Herrn Architekt Baumeister Norbert M eich er, Sohn des Stadtbaumeisters Edmund Melcher und Frau, statt. Die Festlichkeit lieferte zahlreiche Beweise der großen Beliebtheit beider Familien. 70. Geburtstag. Zum 70jährigen Jubiläum des Herrn Isidor Trebitsch ist noch nachzutragen, daß Herr Isidor Trebitsch auch vom Bethausverein „Ohel Abraham", IX., Grünentorgasse 28. dessen Ehrenmitglied er ist besonders gefeiert wurde. Am 19. v. M. erschien der gesamte Vorstand mit dem Obmann Herrn S. K o h n an der Spitze als Deputation des Vereines bei Herrn Trebitsch, wo die ganze Familie versammelt war und ihm bei Uebergabe eines Ehrendiploms der Dank für sein wohltätiges Wirken und für seine Förderungstätigkeit für den Bethaus-Verein abgestattet wurde, mit dem Wunsche, daß er noch oft bei voller Gesundheit und Geistesfrische solch schöne Feste feiern möge. Grabsteinsetzung. Sonntag, den 3.d.M.,wurde dem im März 1931 verstorbenen Herrn Ottomar Katz s. A. ein Grabstein auf dem Neuen Friedhof gestellt. Der Verblichene war in' allen jüdischen Körperschaften und karitativen Vereinen des XVI. und XVII. Bezirkes in verdienstvoller Weise tätig und hatte sich zu dieser Gedenkfeier, um das Andenken des Dahingeschiedenen zu ehren, eine zahlreiche Trauergemeinde eingefunden. Man bemerkte u. a. den Obmann des Bethausvorstandes Bundesfürsorgerat Sigmund Weiler und dessen Stellvertreter Leopold Löwinger, die Vorstandsmitglieder der Chewra Kadischa unter Führung des Vize-Präses Samuel Fischer, den Ehren-Präsidenten des Vereines zur Ausspeisung armer israelitischer Schulkinder Rabbiner Dr. J. M. Bach mit den Vize-Präsidenten und den Obmann des Vereines Kinderfreunde Oberveterinärrat Heinrich Rosenzweig. Nach den rituellen Gebeten, welche Kantor M. Harendorf in ergreifender Weise vortrug, würdigte Rabbiner Dr. J. M. Bach in einer tiefempfundenen Gedenkrede die großen Verdienste des Verblichenen um das Judentum. Zum Schlüsse sprachen die Vorstandsmitglieder der Chewra Kadischa gemeinsam das Kadischgebet "~ Salzburg. Kürzlich beging der Salzburger Kantor Hermann Kohn sein 25jähriges Amtsjubiläum, Diesen Ehrentag feierte die Kultusgemeinde im festlich geschmückten und dicht besetzten Tempel am Freitag, den 1. d. M., durch einen Festgottesdienst beim Sabbatheingang. Der Kultusrat mit dem Präsidenten Rudolf L ö w y und dem Vizepräsidenten Max Köhler, der Vorstand der Chewra Kadischa wie des Frauenvereines waren fast vollzählig erschienen. Der Jubilar trug in tiefer Ergriffenheit das Mah tauwu vor, worauf er die Gebete meisterhaft rezitierte, wobei der Kiddusch nach der Melodie von Sulzer die Zuhörerschaft besonders entzückte. Sodann betrat Rabbiner Dr. Margules die Kanzel, um in einer Festrede den Jubeltag zu beleuchten, der die schöne Harmonie zwischen der Salzburger Glaubensgemeinde und ihrem Kantor beweist Dr. Margules beschrieb, wie der begabte Sänger und ausgebildete Lehrer im Laufe der 25 Jahre seine ganze Kraft in den Dienst des Glaubens gestellt und gleichzeitig das Sekretariat mit Geschicklichkeit versehen, schilderte den Lehr- und Werdegang des Jubilars, den seinerzeit sein Vater, selber Kantor und Lehrer, dem hehren Beruf des Scheliach Zibbur zugeführt und ihn anfänglich selbst ausgebildet hatte. Im weiteren Verlaufe der Rede kennzeichnete der Rabbiner noch das Familienleben des Jubilars, seine harmonische Ehe, sein starkes Zusammengehörigkeitsgefühl mit den Angehörigen, wobei er die treue Lebensgefährtin als wahre Wegbereiterin des Jubilars hervorhob. Dr. Margules schloß mit einem feierlichen Segen. Hierauf hielt der verdienstvolle Präsident Rud. K^ u Ve*ihife von1 Häusern » Realitäten - Kanzlei I RUDOLF SZDLÄGYI, WIEN DL i Zeitungen vom Verleger veraendet. Journal expedle par Vediteux. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlas »Die Wahrheit", Wien II., HalneslraBe 13/12 Leopoldst&dfer Tempehrereüi üesdiei Awrohom n., Panuniiiemgasse 6, Tel. R 4T-8-65 Anmeldungen \. Amgebofen, Traanagen (audiiiiit. tretem Himmel) n. Barmizwnns Partslmverkehr an Werktagen von 2 bis Vi4 Übt nach, mittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags Gebetatunden Tarnus 5682 früh abds. 6-30 Tamus 11. 7-30 f Chukas Bolok, 4. B. M. 6-30U.9- . 12. ^fschaerls 15. Perek 6-30 13. bis 17. (Fasten) Schiwo osor betamus 7.15 | 8-40 Löwy eine gehaltvolle Ansprache, wobei der greise Kultusvorsteher, der durch seine kluge Energie zum schönen Gelingen des Festes vielfach beigetragen, dem Jubilar ein wertvolles Geschenk der Kultusgemeinde überreichte. Hierauf überbrachte der Obmann der Chewra Kadischa, Herr Artur Fürst dem Kantor namens des Brudervereines die herzlichsten Glückwünsche. Ebenso beglückwünschte den langjährigen Sekretär die" Präsidentin des Frauenvereines, Frau M. Stein. Beide Vereinigungen stellten sich ebenfalls mit schönen Geschenken ein. Nachher richtete der talmudisch gebildete Herr Tempelvorsteher Daniel Bonyhadi eine traditionelle Ansprache an den bewährten Scheliach zibbur. Nunmehr bedankte sich der Jubilar für all diese sinnreichen Reden, die schönen Gaben und die aufrichtigen Wünsche mit schlichten, doch von Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Worten. Schließlich trat der gefeierte Kantor vor die Heilige Lade, wo er ein ergreifendes Dankgebet mit tränenerstickter Stimme verrichtete. Die erhebende Feier, die vielen Gratulationsschreiben, Telegramme und Geschenke aus nah und fern beweisen die große Wertschätzung und Beliebtheit, deren sich /^lerr Kantor Kohn in der eigenen Gemeinde sowie in den Nachbargemeinden seit vielen Jahren erfreute. Neue Wege der jüdischen Selbstverteidigung. Der Autor des in unserer Nummer 26 erschienenen Leitaufsatzes, Herr Marcus Silberschatz, teilt uns mit: Der bekannte Gelehrte Dr. Max Grunw a 1 d befaßt sich bereits seit Jahrzehnten mit der Sammlung von Daten über jüdische Kulturleistungen und besitzt ein entsprechendes, in vieler Beziehung wertvolles Archiv; er hat über dieses Thema auch eine Reihe von hochinteressanten Publikationen veröffentlicht, darunter eine Artikelreihe im Jahrgang 1913 von „Ost und West" unter dem Titel „Juden als Erfinder und Entdecker". Dr. Grunwald wird sicherlich bereit sein, im Interesse der Schaffung eines Qratis-Volkslexikons sein Material zur Verfügung zu stellen. Da sein Stil sich durch Schwung und Kraft auszeichnet, ließen sich seine Arbeiten für das propagandistisch gedachte Volkslexikon gut verwenden. Berichtigung. In der Zuschrift des Herrn Alfred May zu dem Artikel „Neue Wege der jüdischen Selbst- Beste Referenzen im In- und Auslände Rotenlöwengosse 3 ■ TELEPHON A 10-5-69 Eaa&HflBBBiB&B Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgaase 10, Telephon R 30-5-38 Verteidigung" sind einige Druckfehler unterlaufen: in der Spalte 1, Zeile 21, soll es heißen: „fünfbändiges" (nicht „ständiges"); Zeile 33: „Recht vindizieren" (nicht „Recht verdienen"); Zeile 53: „ihn" (nicht „ihm"); Spalte 2, Zeile 16: „Jos." (nicht „Isr."). Tlmtlidjz VerfäuWarungen der Jsraefitisdfen Xuftosgemeinbe Wien Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde Wien beabsichtigt, einigen geeigneten Personen die Ausbildung für den Beruf eines Schächters und Bodeks zu ermöglichen. Zu diesem Zwecke wollen sich junge Männer, welche österreichische Bundesbürger sind, über hebräisches Wissen verfügen, einen religiös einwandfreien Lebenswandel führen und die körperliche Eignung für diesen Beruf haben, ehestens in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde Wien I., Seitenstettengasse 4, III. Stock, vorstellen. Kundmachung. Es wird dem p. t. Publikum zur Kenntnis gebracht, daß die Fleischbank Emil S p u 11 e r, XVI., Lindauergasse 24, sowie die Selchwarenfabrik M. Brückner, II., Im Werd 11, außer Betrieb sind und daß daher derzeit eine rituelle Beaufsichtigung dieser Betriebe durch das Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde Wien nicht besteht. Rabbinat der israelitischen Kultusgemeinde Wien. (Beerdigungen. 5. Juli 1932: Hedwig Weiner, 57 Jahre. 9. Bez. (I. Tor). — Hennlne Gelringer, 62 Jahre, Jägerndorf (I. Tor). — Amalia Brauer, 82 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Hermann Schlamm, 69 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Alex. Guttmann, 76 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Fritz Lichtwitz. 65 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Simon Beck, 78 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). 6. Juli 1932: Rosa Perker, 74 Jahre. 8. Bez. (I. Tor). — Rosa Rachel Schaffer. 74 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Sigmund Beck, 61 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). 7. Juli 1932: Paula Kestel. 66 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Libe Hernstein, 65 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). 8. Juli 1932: Fanny Kermisch. 74 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Sidonie Löwy, 57 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). Jakob Bermann, 75 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rosa Liiczis, 63 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Salomon Fisch, 73 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). 10. Juli 1932: Ernestine Katz, 59 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Osias Goldlischer. 44 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Cäcilie Brock, 13. Bez. (IV. Tor). — Sabine Marder. 71 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Cäcilie Fries, 48 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). — Sofie Deutsch, 62 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Emmerich Kende, 40 Jahre, Bukarest (IV. Tor). — Eleonore Neumann, 86 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Ita Hendler, 46 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Rosa Juhn, 71 Jahre, 16. Bez. (I. Tor). — Helene Karrach, 52 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Bais Eitingon, 54 Jahre, Lodz (I. Tor). 10. .Juli 1932: Isidor Preger, 47 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Siegmund Goldmann, 77 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Ignatz Bachrach, 72 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Irma Pick, 57 Jahre. 2. Bez (IV. Tor). — Amalia Berlin, 56 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Max Wolfinger. 22 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). 11. Juli 1922: Blanka Stein, 21 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Regine Steiner, 72 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Gertrude Brüll. 5 Monate, 20. Bez. (IV. Tor). — Philipp Kohn, 82 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). =i=ü! Trotz Zoll-und Dcviscnsdiwicnghcifcn werden nur die weltbekannten Wiener Synagogen-Ornate und Barette verlangt, weil nur diese voll befriedigen und Freude bereiten. Vergessen Sie nicht, während des Urlaubes die schwarzen und weißen Ornate rechtzeitig wie neu herrichten zu lassen. Talare und Barette in den mannigfaltigsten Stilarten vorrätig und nach Maß in der Uniformierung und Maßschneiderei _ Rudolf Goldstern Wien II., Taborstraße Nr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien II., Praterstraße 29. — OnA: i<r-« SvUm * SM». WIM H. «obertaMM t

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