Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 27 (1.7.1932)
- Date
- 1932-07-01
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite J* V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Gebetstunden Slwan-TamuB 5682 } Juli 1932 früh abds. 8- 8-30 7*— Siwan 27. ISchelachlecho4.B.M. Haftorah, Wajiscfclacb Jehauschua \K.cn Meworchlm bacban- ' descb b. Peiek 29. Jaum kipur kotaun 1 30. 1. TaglHClCliteiekL. 1.2. . . . f7 - bis 3. I Timm Freitag, 1. Juli 8-— Samstag, 2. Juli 8-50 Sonntag. 3. bis Donnerst., 7. Juli V— Mincra am Sabbat um 3 Unr nachmittag! Wertschätzung, deren sich Herr Waldstein in der Gemeinde und im Vorstande erfreut ist der wohlverdiente Tribut für sein bescheidenes Wesen und seine Rechtschaffenheit Mit dem Wunsche, daß Waldstein noch viele Jahre in der Mitte des Vorstandes und der Gemeinde wirken möge und daß der Allmächtige ihn an der Seite seiner vortrefflichen Gattin in körperlicher Rüstigkeit und Frische des Geistes die äußerste Grenze den menschlichen Lebens erreichen lasse, schloß Rabbiner Dr. Frankfurter seine eindrucksvolle Rede. Herr Waldstein spendete aus diesem Anlasse einen größeren Betrag für wohltätige Zwecke. Gedenkt des jüdischen Handwerks! Unter der Not der Zeit leiden in erster Linie die kleinen jüdischen Handwerksmeister, deren wirtschaftliche Verhältnisse sich durch die. antisemitische Welle ganz besonders ungünstig gestalten. Allenthalben bleiben Aufträge für jüdische Handwerksmeister aus, die früher regulär hereinkamen. Da ist es Pflicht der jüdischen Familien, an den jüdischen Handwerkern nicht vorüberzugehen und überall, wo Reparaturen zu erledigen sind oder sonstige handwerkliche Arbeiten ge- Ihre lüohncäume malt vorzüglidi, dauerhaft und sehr billig in jedem Bezirk Weener, Maler und Anstreicher XVII., Nesselgasse 6 Karte genügt braucht werden, Angebote von jüdischen Handwerksmeistern anzufordern. Im letzten Jahrzehnt haben sehr viele Juden die Parole befolgt, sich dem Handwerk zuzuwenden. So sehr sie damit eine Zeitlang ihr Brot verdient haben, beginnt jetzt die Konjunktur umzuschlagen, und es scheint, daß für den jüdischen Handwerker der sprichwörtliche goldene Boden des Handwerks nicht mehr vorhanden ist. Bedenken alle jüdischen Haushaltungen, daß fast überall jüdische Schuhmacher und Schneider, jüdische Maler, Elektrotechniker und ähnliche Berufe vorhanden sind, dann kann diese Hilfe aus jüdischen Kreisen dazu beitragen, dem jüdischen Handwerk die Ueberwindung der Krise zu erleichtern. Die Reisezeit steht vor der Tür, und wenn auch viele Glaubensgenossen in diesem Jahre auf die gewohnte Erholungsreise werden verzichten müssen, wird doch mancher sich gegenwärtig mit der Frage beschäftigen, wo er in diesem Jahre Erholung suchen soll. Da erscheint es dienn an der Zeit, darauf hinzuweisen, daß an sehr vielen Kur- und Erholungsplätzen jüdische Hotels und Restaurants vorhanden sind, die den Ansprüchen des Publikums durchaus Genüge leisten können. Es sollte in dler heutigen Zeit weniger denn je eine Frage sein, daß jeder Glaubensgenosse, auch ein solcher, der im übrigen die Speisegesetze nicht beobachtet, jüdische Hotels und Restaurants aufsucht, v/o nur Gelegenheit dazu geboten ist. Wir glauben, daß eine nähere Begründung dieser moralischen Forderung völlig überflüssig ist und hoffen, daß diese Zeilen dazu führen werden, daß man- I KÜufe ii. Verkäufe in m von Häusern Realitäten - Kanzlei RUDOLF SZELÄGYI, WIEN DL Boteniöwengasse 3 iU TELEPHON A 10-5-69 H Beste Referenzen im JJ In- und Auslände Zeltungen vom Verleger versendet. Journal expedie par l'editeur. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit", Wim II., HefneslraBe 13/12 Leopoldsf&dfer Tempelfercfti Aeschel AwroHom 11., Pa«maBHcnijassc 6, Tel.« 41-8-63 Anmeldungen f. Aalgeboten, Trauungen Caudiunl. lrelem Himmel) u. Barmlzwaus Partetenverkehr an Weiktagen von 2 bis 'tri Übt nachmittags, an Sonntagen vcn 10 t!s 12 Uni vormittags Gebetatanden Slwan-Torau» 5682 frfih abds. 6-30 Siwan 27. 7-30 I Schelsen lecho 4. B. M 6 30 u. 9 — 28 {Haftorah, WajUehllCt JessDicboa Meworchim hachaudesch 6.30 13. Perek „ 29. Jaum kipur kotaun 30. 1. Tag Rosch Cbodesch Turnus 1. 2. „ . bis 3. | 8 50 J- 7-15 eher, der bisher aus einem Vorurteil heraus jüdische Gaststätten gemieden hat, insbesondere der irrigen Ansicht gewesen ist, daß diese Gaststätten teurer seien als andere gleichen Ranges, nunmehr Gelegenheit nehmen wird, zum mindesten die Berechtigung seiner Annahme nachzuprüfen. Verein zur Förderung ritueller Speisehäuser, e. V., Hamburg 1. Eine jüdische Idee. In der „Neuen Freien Presse" vom 12. und 19. Jänner 1930 rühmt Emil Ludwig den 1923 in Lausanne beschlossenen griechisch-türkischen Bevölkerungsaustausch, nennt ihn einen in der Geschichte neuen erfolgreichen Versuch undi schreibt u. a. .....das Ende dieses Dramas (gemeint ist die Besiegung der Griechen) scheint trotz aller Opfer geeignet, im Sinne der antiken TiS^ft^rsöliTfönd' zu wirken: es ist der Austausch zweier Völkerschaften aus den ihnen fremden Gebieten, der Griechen und der Türken." Dieses ganze Lob der Idee kann Marcus Silberschatz für sich in Anspruch nehmen, denn er hat noch im Juni 1922 den Bevölkerungsaustausch als Mittel zur Völkerversöhnung in einer Publikation propagiert, die er u. a. an eine Reibe von Staatsmännern schickte; sie erschien unter dem Pseudonym Marcus O. Tzarkesseff (Otzarkesseff ist eine Hebräisierung des Namens Silberschatz) und wurde damals auch in der „Wahrh e i t" besprochen. Jüdische Eltern des IV. und V. Bezirkes! Die öffentliche Schlußprüfung in unserer Sprach- und Bibelschule findet am Sonntag, den 3. Juli 1. J., um 10 Uhr vormittags, in unserem Schullokal, V., Wiedner Hauptstraße 130 (Eingang Ramperstorffergasse) statt, zu der Sie höflichst eingeladen werden. Sie werden Gelegenheit haben, wahrzunehmen, was wir trotz der größten materiellen Schwierigkeiten für die jüdische Erziehung unserer Kinder geleistet haben. Sie werden sich selbst überzeugen können, welches Maß an jüdischem Wissen — das geeignetste Abwehrmittel gegen die fortschreitende Entiudung — wir in diesem Schuljahre unseren Kindern vermittelt haben. Niemand, dem die jüdische Erziehung unserer Jugend am Herzen liegt, möge diese Gelegenheit unausgenützt vorübergehen lassen. Der Vorstand des Talmud-Thora- Vereines für den IV. und V. Bez., Wiedner Hauptstraße 83. Jüdischer orth. Tempelverein „Addas Jeschurun" Wien IX.. Pfluggasse 5. Der Vorstand des Tempelvereines gibt bekannt, daß in seinem Tempel. IX.. Pfluggasse 5, ein täglicher Gottesdienst, Morgengebet, %7 Uhr früh, an Samstagen YTi Uhr früh und um %9 Uhr abgehalten wird und ladet besonders die im 9. Bezirk wohnhaften Glaubensgenossen zu reger Teilnahme ein. Als Beitrag zum Anzünden des Jahrzeitlichtes ist die kleine Gebühr von 50 Groschen zu entrichten. Für El Mole Rachamin (Gebet für das Seelenheil der Verstorbenen am Jahrzeittage) ist eine Spende von 1 Schilling zu entrichten. Mitgliederaufnahme bei Vorstandsmitglied Herrn M. Gang, Wien IX.. Bindergasse 4. Mindestvereinsbeitrag monatlich 50 Groschen. föeerdiggjngeir 21. Juni 1932: Wilhelm Unger, 53 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Laura Aschenfeld. 63 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Leo Levy. 32 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Josef Felberbaum, 65 Jahre, 16. Bez. (IV. Tor). — Ignaz Petersilka, 53 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Gisela Fried, 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Fritz Steinitz, 49 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Julie Klein. 72 Jahre, 17. Bez. (I. Tor). — Dr. Simon Gutmann, 95 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). 22. Juni: Charlotte Steinschneider, 96 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Karoline Suschny, 53 Jahre, 5. Bez. (I. Tor). 23. Juni: Karl Schneller, 50 Jahre. 17. Bez. (IV. Tor). — Rosa Wohlmann, 62 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Emilie Lechner, 38 Jahre, 8. Bez (IV. Tor). — Berl Lax, 65 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Helene Quittner. 65 Jahre, Mauer-Oehling, (IV. Tor). — Julius Stein. 64 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Paula Singer, 28 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). 24. Juni: Josefine Latzko, 76 Jahre, 1.Bez. (I.Tor). — Viktor Weiß, 69 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Samuel Katz, 57 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Helene Jueker, 63 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Rebekka Makowska, 66 Jahre, Moskau, (IV. Tor). — Adolf Feuer, 70 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Julius Gärtner, 58 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Julius Schick, 74 Jahre, 1. Bez. (IV. Tor). — Bertha Merdinger, 78 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). — Sigmund Wald, 62 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Ida Scliwoner, 68 Jahre, 8. Bz. (IV. Tor). — Louis Bober, 56 Jahre, 18. Bez. (IV. Tor). 26. Juni: Therese Brauchbar, 60 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Rosa Weißenstein. 77 Jahre, 14. Bez. (1. Tor). — Fanny Klein, 73 Jahre. 8. Bez. (I. Tor). — Artur Steiner, 53 Jahre, 17. Bez. (IV. Tor). — Ludowika Brecher. 78 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Wilhelm Fuchs, 67 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). — Freude JVlonderer, 73 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Leiser Sternlicht, 37 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Salonion Kaspar, 58 Jahre, 12. Bez. (IV. Tor). — Karl Lecker, 21 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Jenny Lustig. 52 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). 27. Juni: Josef Lipper, 62 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). — Regine Bacher, 62 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Jeanette Gritz, 70 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). — Dr. Richard Pollak, 65 Jahre, 19. Bez. (Döblinger Friedhof). — Hermine Herrmann, 40 Jahre. 18. Bez. (Döblinger Friedhof). «SB1 Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik; Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 suBumniHiiuiHiiiiiiiiiiiim Trotz Zoll- und Devisensdiwierigkeife n werden nur die weltbekannten Wiener SunagOgen-Ornale und Darelfe verlangt, weil nur diese voll befriedigen und Freude bereiten. Vergessen Sie nicht, während des Urlaubes die schwarzen und weißen Ornate rechtzeitig wie neu herrichten zu lassen. Talare und Barette in den mannigfaltigsten Stilarten vorrätig und nach Maß in der Uniformierung und Maßschneiderei ßndolf Goldstern Wien II., Taborstraße Nr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern AI Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Scbriftleiter: Oskar Hirschteld, Wien II.. Praicrstraße 29 rWclr: Trox Snltx &' SAfcoe. Wie» II. Roberte*«« J.