Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 26 (24.6.1932)
- Date
- 1932-06-24
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT ■ Kalender-« Sidra-, Perek-, 1 Omer- und Haftorah-Tafel | Oebstetnnden | Slwan 669a Jnni1832 | früh abde. ■ 7--Slwan 20. *- ■ f Bebaaloscho 4. B. K.\ ■ 8-30 2i 1 Haftorah, Ronl U-gg ■ | wesimcbl f ■ 12. Perek J ■ 7'— 22. bis 26. 7'— Freitag, 24. Juni 8-— Samstag, 25. Juni 8-50 Sonntag, 36. bis Donneret., 30. Juni 7-— Mincba am Sabbat um 3 Ubr nachmittags VereinsnadkwicMen Bethausverein „Emunas Aves", Am 5. Juni wurde im neu adaptierten Bethaus, XIV., Storchengasse 21, ein Sefer Thora eingeweiht, das aus privaten Spenden auf Anregung des Herrn Osias Knesbach angekauft wurde. Von der Wohnung des Herrn Knesbach wurde das Sefer in das Beth Hakneses eingeholt, wobei die Vorstände es mit sämtlichen übrigen Thoras geleiteten. Unter Rezitation der vorgeschriebenen Psalmen wurde die Thora in die heilige Lade eingestellt Dann trug Herr Kantor Schwarz in sehr wirkungsvoller Weise das Minchagebet vor. Nach dem Minchagebet begrüßte der Obmann, Herr Emanuel Weiß, die zahlreich erschienenen Gäste wie auch sämtliche Mitglieder und Bethausbesucher auf das herzlichste. Unter den Erschienenen bemerkte man Herrn Kultusrat Grünhut die Vertreter der Stumperschul, die Herren Blum, Auerbach und Pollak, die Vertreter des Millertempel, Vertreter von Breitensee. Chesed schel Emmes etc. etc. Herr Obmann Emanuel Weiß übernahm die Thora im Namen der Gemeinde und dankte Herrn Knesbach für seine Anteilnahme an der heiligen Sache und für seine Regsamkeit, die es in kurzer Zeit möglich gemacht hatte, dieses Sefer zu erwerben. In kurzen Worten gab Herr Knesbach die Erklärung ab, daß er die Thora mit Zustimmung sämtlicher Mitglieder, die dazu beigesteuert hatten, bedingungslos der Bethausgemeinde als ihr Eigentum übergebe. Dann hielt Herr Rabb. Weiß die Festrede. In tief durchdachter Weise erklärte er die Bedeutung des Festaktes und führte weiters aus, daß nur durch die Thora, die sein heiligstes Gut sei, das jüdische Volk sich bis heute erhalten konnte. Die Rede machte auf die Zuhörer den nachhaltigsten Eindruck. Nach dem Festgottesdienst versammelte sich der größte Teil der Teilnehmer bei einem gemütlichen Festessen, in dessen Verlauf mehrere Ansprachen gehalten wurden. Insbesondere sind die Ansprachen der Herren Bauer, Pollak, Blum, Gärtner, Meier hervorzuheben. Herr Schwarz trug durch seine Gesänge viel zum Gelingen des Festes bei. Zum Schluß dankte der Obmann, Herr Emanuel Weiß, nochmals allen Anwesenden für ihre Teilnahme, insbesonders der Familie Knesbach, die das meiste zu dem Festakt beigetragen hatte und dem Komitee, welches das Arrangement des Festes übernommen hatte und aus den Herren Knesbach, Weinberger, H. Schreiner, H. Korp, A. Kreiner und Gerstl bestand. A. Kreiner. Gartenfest der „Schülerfürsorge". Bei kühlem, aber heiterem Wetter fand am vergangenen Donnerstag, 6 Uhr abends, ein Gartenfest zugunsten der „Schülerfürsorge der jüdischen Religionslehrer Wiens" am Konstantinhügel im Prater statt Das rührige Komitee, welches Herrn Arnold Donath, dem begeisterten und tüchtigen Obmann der Schülerfürsorge, und Herrn Ministerialrat W e i n e r unterstand, hat seit Wochen gearbeitet um dem Feste einen vollen Erfolg zu sichern. Wir möchten nur die Damen Frau Regine Langsam, Frau Anny Löbl sowie Fräulein Fuchs erwähnen, und die Herren Oberkantor Weiß, die Lehrer Müller, Rosenfeld, Schwertfinger und Herrn Böhm sen., die sich ganz besonders eifrig in den Dienst der guten Sache stellten. Nachdem Herr Donath die Anwesenden herzlichst begrüßt und besonders das Erscheinen des Herrn Rabbiner Dr. Feuchtwang als Ehrengast gewürdigt hatte, leitete der ausgezeichnete Conferencier, Herr Walter Steiner die Akademie mit geistreichen Worten voll zündendem Witz ein. Musik, Gesang, Rezitation voll Ernst und Humor wechselten in bunter Reihenfolge ab. Mit gewohnter Meisterschaft sprach Otto SoItau, der immer wieder gern gehörte und beliebte Rezitator, das ergreifende Gedicht „In Sturmesnot", Jenö Hoffmann, vom Radio so vielen bekannt unterhielt die dichtgedrängte Menge im Saal mit seinen lustigen Couplets und Frau Trade Roth, die glänzende Parodistin, entfesselte Lachsalven mit ihren Darbietungen. Herr Böhm junior, der sich erbötig gefm^^^mP m von I Häusern S- Realitäten - Kanzlei RUDOLF SZUÄGYI, WIEN DL iBotenlöwengasse 3 ■ TELEPHON A 10-5-69 Beste Referenzen im _ In- und Anstände _ Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expedie par l'editenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag „Die Wahrheit", Wien Ii., HslnestraBe 13/12 Leopoldsf&dfer Tempeiverein Aescüel Awrohom Ii., Pazmanitengasse 6, Tel. R 4f-s-C3 Anmeldungen f. ABlgeboten, Trauungen fnoffiuni. freiem ffimmeBD. Barmlzwans Partelenverkehr an Werktagen von 2 bis »/«* Ubi naenmlttags, an Sonntagen vr.n 10 blc 12 Ulli rornittags Gebets tundeo bah 6*30 6 30 n. 9 — 6.30 Slwan 5692 Siwan 20. f Benaaloscno 4. B. M. . 21. < Haftotab, Roni wesimchi [ 2. Perek 22. bis 26. abds. 7-30 | 8-50 7.15 ,DIe Wahrheit' führt einen schwerto Kampf! lencPcziciicr,^nodimlt^ep —- Abonnementsbeiträgen im Rückst andsind, werden daher dringendst gebeten, umgehend die Begleichung dieses Rückstandes vor" zunehmen. Die Administration der „WAHRHEIT" macht hatte, das Tanzarrangement zu leiten, löste seine Aufgabe in glänzendster Weise. Ungern löste ich mich nach Mitternacht von dem frohen Treiben, das uns das Grau des Alltags für Stunden vergessen ließ, und ein Gefühl höchster Befriedigung über den Erfolg des Festes, der zugleich für viele arme Kinder frohe Tage in Luft und Licht, in Wald und Wiesen, im Schutze eines Heimes bedeutet, erfüllte mich. Und ich nahm mir vor, bald einmal über diese noch vielen unbekannte Aktion der „Schülerfürsorge" zu schreiben, die seit Monaten tätig ist und in weiten Kreisen Gutes tut A. M. Vom Bethausverein «Beth Hachneseth". Wien III., Untere Viaduktgasse 13. erhalten wir folgende Zuschrift: „Verehrliche Redaktion! Indem wir hiemit für die Veröffentlichung unserer Renovierungs-Aufrufe in Ihrer geschätzten Wochenschrift verbindlichst danken, können wir nicht umhin. Ihnen von dem Effekt zu berichten, den derselbe bei einem echt jüdischen Menschen ausgelöst hat Unter den bereits zahlreich eingelaufenen Spenden befindet sich nämlich auch eine solche des Herrn Eduard Engel, HL, Landstraße Hauptstraße 83, der seine Gabe mit den Worten einbegleitet: „Als Bewete bescheidenster Dankbarkeit für den Jugendgottesdienst 1890—1899." Ein schöner Zug jüdischer Herzlichkeit, der zur Nachahmung zu empfehlen wäre!" Histadrut. Am 15. Juni abends fand die Vollversammlung der Histadrut, der Weltorganisation für die Förderung der hebräischen Sprache, statt Nach einem vor einigen Wochen abgehaltenen Vortrage des Herrn Rabb. Dr. Feuchtwang, dessen Inhalt eine Neuordnung und Belebung des hebräischen Unterrichtes an den Haupt- und Mittelschulen war, übernahm Prof. Dr. M. P a p o, Obmann des Fachverbandes der israelitischen Religionslehrer an den Mittelschulen, sein Referat über die Art und Weise, wie unter den heutigen Verhältnissen der bestmögliche Erfolg im hebräischen Unterricht an den Mittelschulen, bzw. an den Hauptschulen erzielt werden könnte. Zur Versammlung erschienen die Mitglieder des Inspektorates für den israelitischen Religionsunterricht der Obmann des Rabbinerverbandes Rabb. Dr. Feuchtwang, als Vertreter des Kultusvorstandes Herr Obermedizinalrat Dr. Haase. Außerdem bemerkte man die meisten Professoren und Lehrer für den israelitischen Religionsunterricht Dr. Papo hat in seinem ebenso gediegenen wie instruktiven Vortrage den heutigen Unterricht eingehend beleuchtet die schwierige Stellung des israelitischen Religionslehrers besprochen und auf die Notwendigkeit der Belebung des Judentums durch den hebräischen Unterricht hingewiesen. An den schönen Vortrag schloß sich eine lebhafte Diskussion an. —e—. Tempelverein Teiilath Jeschurun, IL, Sebastian Kneippgasse. Vergangenen Samstag hielt Rabbinatskandidat Eugen Amsel im genannten Tempelverein einen Vortrag über die sittlich-religiöse Erziehung der Jugend und die Wichtigkeit der Errichtung und des Ausbaues von Talmud-Thoras. Der Vortrag, der auf hohem geistigem Niveau stand, löste allgemeinen Beifall bei den zahlreichen Anwesenden, unter denen sich auch mehrere Vorstandsmitglieder des Vereines befanden, aus und allseits wurde der Wunsch geäußert, daß der ungemein talentierte junge Redner recht bald wieder einen gleich schönen Vortrag im Vereine halten möge. Wie wir erfahren, wird tatsächlich demnächst wieder ein solcher Vortrag stattfinden, der bestimmt großem Interesse begegnen wird. Der Bethausverein „Mikdosch meat", IL, Franz Hochedlingergasse 8, gibt hiemit bekannt daß die bis nun so stark besuchten exegetischen Vorträge des Herrn Rabbiners Moses Blech auch in den Sommermonaten jeden Samstag von 5 bis Uhr nachmittags im Vereinstempel abgehalten werden. Die Vorträge sind allgemein zugänglich. {Beerdigungen. 14. Juni 1932: Dr. Friedrich Schwarz, 66 Jahre, 13. Bez., (I. Tor). — Dr. Heinrich Kolischer, 79 Jahre, Lemberg (Polen) (I. Tor). — Alois Gerstmann, 70 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Helene Koffler, 28 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Auguste Fuchs, 67 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). 15. Juni: Josef Geiringer. 66 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Marceil Griffel, 47 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). Josef Schulmann, 81 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Gitel Hauser, 75 Jahre, Rzeszov (IV. Tor). — Bernhard Bratmann, 86 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — Victor Vogel, 54 Jahre, 2. Bez. (IV. Toi). — Cilli Wallach, 63 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). 16. Juni: Ing. Max Karpel, 43 Jahre, 18. Bez. (I. Tor). — Edgar Schick. 41 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). 17. Juni: Jakob Geiringer, 60 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Leo Hauser. 40 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Bernhard Bienenstock, 63 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Norbert Wien. 51 Jahre, 21. Bez. 19. Juni: Rosa Pinkas, 58 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). Julius Kohn, 59 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Adolf Wiener, 76 Jahre, 7. Bez. (I. Tor). — Jonas Markus Samek. 76 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Rosa Vorga, 24 Jahre, Kaposvar (IV. Tor). — Elisabeth Nußbaum, 35 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Alfred Lazar, 49 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Jakob Weiß, 68 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Rubin Breitmann, 60 Jahre, Lipcani (IV. Tor). 19. Juni: Adolf Haldner, 62 Jahre, Galatz (IV. Tor). 20. Juni: Pauline Strakosch, 82 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Josef Schlosser, 66 Jahre, 3. Bez. (IV. Tor). Josefine Bleiweiß, 40 Jahre, 14. Bez. (IV. Tor). — David Lichtmann, 47 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Pinkas Wallach, 62 Jahre, 7. Bez. (IV. Tor). — Salomon Schepkes, 80 Jahre, 6. Bez. (IV. Tor). — Bruche Kosser, 74 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 BnaaBMUHmMHUUHHMHBHHn B Trotz Zoll- und Deviscnscftwiengheilen werden nur die weltbekannten Wiener StjnagOgen-Ornafe und Barette verlangt, weil nur diese voll befriedigen und Freude bereiten. Vergessen Sie nicht, während des Urlaubes die schwarzen und weißen Ornate rechtzeitig wie neu herrichten zu lassen. 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