Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1932
- Issue
- Heft 21 (20.5.1932)
- Date
- 1932-05-20
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/3062972-3064401-3064421--18851-3083924- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 8 V. b. b. DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Tafel Oebctatnnden JjKT 6692 Mai 1832 fran 7— Ijat 1«. ■bd8. 7.35 Freitag, 20. Mal 7-35 Samstag. 21. Mal 8 25 Sonntag, 22. bis Donnerst, 26. Mai 8-10 8-30 . 15. Benar m.B. M. Haftc-rab Walanmer jlrmejahu 4. Perek 8-25 7— . 16. bis 18. U| kUMcr 810 7 — . 19. und 20. 810 Hincba an Sabbaten um 3 Uhr Israelitischer Jugendgottesdienst Am Samstag, den 21. Mai d. J., findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks- Synagogen statt. . Oer Verein Krankenbesuch Bikur Cbaulim. L Bezirk, Seitenstettengasse 4, veranstaltete, wie alljährlich, auch heuer am 8. Mai eine Muttertagfeier im Lainzer Versorgungsheim. Um zwei Uhr nachmittags wurden die Krankenpavillons von den Vorstandsdamen besucht. 65 schwer und unheilbar kranke Frauen und Mädchen. 40 ebensolche Männer wurden an den Krankenlagern mit selbstgebackenen feinsten Bäckereien. Obst und Süssigkeiten beteilt. Um drei Uhr wurde in dem festlich beleuchteten Tempel im Pavillon 9 eine erhebende Feier veranstaltet. Hier waren' 50 arme alte Frauen und 40 Männer der Anstalt Lainz, sowie zahlreiche Gäste versammelt. Nach den feierlichen, tröstenden und liebreichen Worten der Präsidentin. Frau Bundesstaatliche Fürsorgerätin Irma Rosenberg, überreichten die Vorstandsdamen Vizepräsidentinnen Emmy Wechsler und Rosa K o h n. Kassierin Henriette Fuchs, Julie Kessler, Salomea K o h n, Olga D u x, Dr. Regine R e i s z. Bundesstaatliche Fürsorgerätin Dr. Regine Kris die wertvollen Geschenke, Rauchwaren und Geld. Herr Obmann Karl A11 m a n n betonte die schwesterlich liebende Art und Weise der Damen des Bikur Chaulim und sprach seinen herzlichsten Dank aus. Ebenso dankte in bewegten Worten der Insasse Herr S c h u 1 h o f. Um diese große Sache, 195 Glaubensschwestern und Brüder in Lainz zu beschenken und zu erfreuen, haben .sich verdient gemacht: Grete Königstein, Herr und Frau Josef K a r p e 1 e s, Herr und Frau Heinrich Keßler, Fanny K o h n. Bella Rosenberger. Minna Frankenbusch, Grete Trebitsch. Fanny Paschkusz, Amalie Weisz, Grete Koller. Paula N e u m a n n, Louise S e i d 1 e r, Marianne Wein mann, Emmy Frank J, Anny P o 11 a g aus Zürich. Lizzi F i e h 1. Hanny F i e h 1. Elsa Schwabach, Herr und Frau Adolf Lubinger, Jenny Pollak, denen auch hiermit der innigste Dank ausgesprochen wird. — Bei dieser Gelegenheit sei erwähnt, daß der Verein wie alljährlich auch in diesem Jahre zwei Sederabende im Tempel des Allgemeinen Krankenhauses veranstaltet hat Zahlreichen Kranken wurde eine unsagbare Freude bereitet. die bei Schluß der Feierlichkeit tränenbewegt heißen, innigen Dank aussprachen. Beerdigungen. 10. Mai 1932: Kommerzialrat Max Weis. 52 Jahre, 10. Bez. (I. Tor). — Dr. Bernhard Joachim. 59 Jahre, Neunkirchen (I. Tor). — Dr. Moriz Herowitz. 66 Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Karoline Frischmann, 62 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Friedrich Weiner. 57 Jahre. 8. Bez. (IV. Tor). — Josef Frankel. 73 Jahre. 14. Bez. (IV. Tor). — Valerie Friedländer. 28 Jahre. 1. Bez. (IV. Tor). — Marie Lehr. 26 Jahre, 9. Bez. (IV. Tor). — Celine Eskanasi. 62 Jahre. 9. Bez. (Döblinger Friedhof). 11. Mai 1932: Adele Leimdörfer. 74 Jahre. 18. Bez. (I. Tor). — Julius Schneck. 70 Jahre. 14. Bez. (I. Tor). — Rosalia Bernhard, 74 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Frankiska Kahn. 74 Jahre. 16. Bez. (I. Tor). — Adolf Brater. 60 Jahre, (I. Tor). — Katharina Rappaport, 58 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Helene Schön, 76 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Emil Hertzka. 62 Jahre. 19. Bez. (Döblinger Friedhof). 12. Mai 1932: Johanna Bichler. 68 Jahre. 14. Bez. (I. Tor). — Cbaim Goldstein. 56 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor.) =l=ä] Käufe I Vcricäufe von" Häusern jg Realitäten - Kanzlei 1 RUDOLF SZILÄGYI, WIEN DL inotenloweniHisse s - TELEPHON A 10-5-69 Beste Referenzen im — In- und Auslände _ Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expedie par l'editonr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an Verlag »Die Wahrheit". Wien II., HelnestraBe 13/12 leopoldsf&fifer Tempeiterein Aesiftel Awro&om HnPazmMlfcifcttSie t», Tel. g 4f-c-03 AnmddiiBsieii». Antgefcoten, Trauungen CaD<nDBLirelen|fliinmä)B. Dannlzwous Patrtalenverkahr an fVdkUgen von 2 bis </•< Uhr nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr yormlttags ' Gfbetstunden ' liar 6683 lifih abds. 6-30 Ijar 14. 7-35 6-30 n. 8 30 6-30 6-30 15.< Betaar, III. B. M. Hanorah Walautner jinneiohu 4. Perek 16. bis 18. Lag boaumer 19. und -20. 8-25 8-10 810 — Judith Bassel. 87 Jahre, 5. Bez. (IV. Tor). — Sofie Sara Urinann. 71 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Charlotte Löringer. 12 Jahre, 10. Bez. (IV. Tor). — Juda Simon Verschirm, 76 Jahre. 9. Bez. (V. Tor). 13. Mai 1932: Henriette Herzog. 67 Jäher, 20. Bez. (IV. Tor). — Bernhard Arnold, 63 Jahre. Tulln (IV. Tor.) — Karl Schidlof. 84 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof). 15. Mai 1932: Camilla Zwack. 73 Jahre, 4. Bez. (I. Tor). — Isidor Blatt. 54 Jahre. 19. Bez. (I. Tor). — Fritz Sonnenschein. 58 Jahre; 14. Bez. (I. Tor). — Lukas Neumann. 59 Jahre, 6. Bez. (I. Tor). — Samuel Deutelbaum. 74 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). — Regine Popik, 54 Jahre, (IV. Tor). — Bluma Bar Ratzen. 26 Jahre, Jerusalem (IV. Tor). — Lina Grepp. 58 Jahre. 20. Bez. (IV. Tor). — Siegmund Goldschmied, 70 Jahre. (8. Bez. (IV. Tor). — Wilhelm Siegel, 67 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Karoline Mandler. 73 Jahre, 4. Bez. (IV. Tor). 16. Mai 1932: Alois Liebermann, 70 Jahre, 18. Bez. (L Tor). — Viktor Kwtiä. 44 Jahre, 2. Bez. (IV. Tor). — Fraina SüBmann. 32 Jahre. 9. Bez. (IV. Tor). — Max Beck. 55 Jahre, 19. Bez. (IV. Tor). — Hennann Singer, 29 Jahre, 20. Bez. (IV. Tor). — Nissim Jochai. 24 Jahre. CavaJIa (IV. Tor). — Jakob Köstenmann. 72 Jahre, 13. Bez. (IV. Tor). — Bertha Czaczkes. 62 Jahre. 2. Bez. (IV. Tor). Jüdischer orfh. Tempelverein „ Adass Jescfaurun" Wien IX.. Pfluggasse 5. Der Vorstand des Tempelvereines gibt bekannt, daß in seinem Tempel, IX., Pfluggasse 5, ein täglicher Gottesdienst, Morgengebet. Vi! Uhr früh, an Samstagen Ynl Uhr früh und um %9 Uhr abgehalten wird und ladet .besonders die im. 9. Bezirk wohnhaften Glaubensgenossen zu reger Teilnahme ein. Als Beitrag zum Anzünden des Jahrzeitlichtes ist die kleine Gebühr von 50 Graschen zu entrichten. Für El Mole Rachamin (Gebet für das Seelenheil der Verstorbenen am Jahrzeittage) ist eine Spende von I Schilling zu entrichten. Mitgliederaufnahme bei Vorstandsmitglied Herrn M. Gang, Wien IX., Bindergasse 4. Mindestvereinsbeitrag monatlich 50 Groschen. ■■■■■■■■■■■saHBUMMMBMM. Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 Rezepte für die koschere Küche. Blätterteig. 18 dkg Mehl, 1 Dotter, Salz. Weißwein oder Wasser werden zu einem weichen, glatten Nudelteig sehr gut abgeknetet. 18 dkg Kunerol werden erwärmt, mit 2 Eßlöffel Wasser schaumig gerührt, mit 9 dkg Mehl vermischt und die Masse so lange kalt gestellt, bis sie fest, aber nicht hart geworden ist. Der Nudelteig wird zu einem fingerdicken Viereck ausgerollt, die Kunerolmasse in die Mitte daraufgelegt und in den Nudelteig wie ein Paket eingeschlagen. Der Teig wird mit dem Nudelwalker leicht auseinandergeklopft, wieder zusammengeschlagen. Dieser Vorgang wird dreimal wiederholt. Sollte der Teig zu weich werden, so muß man denselben zwischen Zusammenlegen und Auseinanderklopfen kaltstellen. Man verwendet den Teig zu Tascherln, Kipferin. Strudeln, Cremeschnitten usw. Gebrühte Kugeln (Brandteig.) V*. Liter Wasser un< 5 dkg Kunerol werden aufgekocht. 10 dkg Mehl hineingerührt und so lange auf dem Herd abgerührt, bis sich der Teig von der Kasserolle löst Nach dem Auskühlen wird Salz, Muskatnuß und 2 ganze Eier, eines nach dem anderen, dazu verrührt. In einer Pfanne wird Kunerol erhitzt (das Fett muß 2 Fingier hoch stehen); man stfcjit aus dem Teig mit einem Löffel nußgroße Kugeln aus, die man im heißen Fett unter Schütteln der Pfanne goldgelb bäckt. Nach dem Abtropfen werden sie an einer Seite aufgeschnitten und mit heißer Fleischfarce (aus Fleischresten hergestellt) gefüllt. Heiß serviert. Beigabe: grüne Gemüse. Liuzertorte. 10 dkg Kunerol, 25 dkg Mehl, 12 dkg Haselnüsse. 25 dkg Zucker, 3 dkg geriebene Schokolade, 2 Eier, Zimt, Nelken. Zitronenschale, Marmelade zum Füllen, Zucker zum Bestreuen. Kunerol wird erwärmt, schaumig gerührt. Zucker, Eier und die übrigen Zutaten gut daruntergerührt und der Teig auf dem Brett fertig geknetet. Nach halbstündigem Rasten werden zwei Drittel des Teiges in Größe einer Tortenform ausgewalkt, der Boden einer Tortenform damit belegt und mit Marmelade bestrichen. Aus dem übrigen Teig macht man ein Gitter auf die Torte und bäckt sie bei guter Hitze zirka % Stunde im Rohr. Scbokoladetorte. 10 dkg Kunerol, 12 dkg Zucker,. 6 Dotter, 18 dkg Mandeln, 12 dkg Schokolade, Zimt, Nelken, 6 Klar Schnee. Kunerol wird schaumig gerührt, Zucker und ein Dotter nach dem anderen dazugerührt, gut schaumig gerührt,- zuletzt gleichzeitig geriebene. Schokolade, geriebene Mandeln (oder Nüsse), Zimt, Nelken und der steife Schnee vom Eiklar leicht eingemischt. Die Masse wird in gefetteter, gemehlter Tortenform bei mäßiger Hitze 1 Stunde im Rohr gebacken. Grießkücblein (Grießpfeidele). In X- Liter gesalzene Milch kocht man 6 dkg Grieß dick ein. verrührt den überkühlten Brei mit 3 dkg Zucker und 2 Eidottern, mengt den Schneeleicht ein, sticht von der Masse kleine Kugeln mit dem Eßlöffel aus und bäckt sie schwimmend in heißem Kunerol. Wenn sie goldgelb sind, legt man sie zum Abtropfen, bestreut sie mit Zucker und Zimt, serviert sie frisch. Mohrenköpfe. 4 Semmeln werden abgerindet, in 4 Teile geschnitten und in Eiern, die man mit Zucker und Weißwein verquirlt hat. eingeweicht, ^^y^ Liter Weim, 1—2 Eier, 2 Löffel Zucker.) Dann drückt man sie leicht aus, formt sie zu runden Knödeln, wälzt sie leicht im Abgeriebenen der Semmeln und bäckt sie schwimmend in heißem Kunerol. Die fertigen Knödel werden heiß in geriebener Schokolade gewälzt und frisch serviert. Man kann die Knödel mit Weinsauce (Chaudeau) reichen. » * * In der koscheren Küche macht sich jetzt vielfach das Bestreben bemerkbar, das bis jetzt fast ausschließlich verwendete schwer verdauliche Gänsefett durch Kunerol zu ersetzen, das durch seine Beschaffenheit das idealste Fett für die koschere Küche darstellt. Kunerol ist ein garantiert reines hundertprozentiges Pflanzenfett aus Kokosnüssen ohne jede Beimengung, sehr ausgiebig und nahrhaft, aber infolge des niedrigen Schmelzpunktes viel leichter verdaulich als Gänsefett, daher auch in der Krankenküche unbedenklich verwendbar. Kunerol kann sowohl für Fleischals auch für Milchspeisen verwendet werden und wird unter Aufsicht des Rabbiners S. B. E h r e n f e 1 d, Mattersburg, erzeugt Die schönsten und billigsten Synagogen-Ornate und Barette von S 50.— bezw. S 8.— aufw. auch für Chor- und Dlenerbekleldunä in den mannigfaltigsten Formen wie auch nach Maß vorrätig in der altbekannten Uniformierung und Haßschneiderei Radon tioldstein Wien II., Taborstraße Nr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Versand nach allen Ländern Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschteld, Wien II., Praterstraße 29 — Drick: Inas Sntta S Sühne. Wie» IL ^obertHaM 3.