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Die Wahrheit · 1932-03-18 · Heft 12 (18.3.1932) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1932
Issue
Heft 12 (18.3.1932)
Date
1932-03-18
Page
– (sequence 6)
Language
German
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*eh> 6 DIE WAHRHEIT Warum STEINMETZBROT! /. Weil Steinmetzbrot auf Grund der Ergebnisseder wissenschaftlichen Forschung das mlasla* Brot ist, weldies noch sämtliche lebenswichtigen Auflau- und Ergänzungsstoffe des Getreidekorns enthält. 2. Weit Steinmetzbrot das m lax Ige Brot ist, weldies aus gewaschenem und enthülstem Getreide hergestellt wird. Regelmäßig STEINMETZBROT essen, heißt den Körper zur Gesundheit erziehen. tär für die Kolonien Sir Philip Cunliffe-Lister die Frage, ob er dem Hause Informationen geben könne über die Ermordung von jüdischen Siedlern im Tale Esdraelon und die zur Erhöhung der Sicherheit in Palästina ergriffenen Maßnahmen. Sir Philip Cunliffe-Lister erwiderte: Ich habe vor kurzem in Zeitungen (!) einen Bericht über die Ermordung eines jüdischen Siedlers und die Verwundung seiner Frau durch unerkannt gebliebene Personen in einer jüdischen Kolonie gelesen. Aus einem anderen Bericht erfuhr ich, daß die Polizei zehn Minuten, nachdem das Verbrechen geschehen war, an Ort und Stelle eintraf und daß die lokalen Detachements verstärkt worden sind. Ich bin überzeugt, daß die Regierung Palästinas auch weiterhin alles Mögliche tun wird, um weiteren Morden vorzubeugen und die Verbrecher dem Gericht zu überantworten. (Hoffentlich behält der Herr Kolonienminister Recht. D. Red.) Was sagt der Staatsanwalt? Gefährliche Drohungen der österreichischen Nazipresse gegen die Juden. In Wien wurden in den letzten Tagen vor der deutschen Redchspräsidentenwahl von unbekannter Seite Gerüchte verbreitet, daß Adolf Hitler in Deutschland einem Mordanschlag zum Opfer gefallen ist. Da sich im Zusammenhang mit diesen Gerüchten eine gewisse Unruhe bemerkbar machte und Ausschreitungen der österreichischen Nationalsozialisten zu befürchten waren, haben sich die Behörden bekanntlich genötigt gesehen, eine Erklärung zu veröffentlichen, in der die Gerüchte alsvollkommenhaltlos hingestellt werden. Die österreichische nationalsozialistische Presse ließ sich aber die Gelegenheit nicht entgehen, im Zusammenhang mit den bereits dementierten Gerüchten eine gefährliche Judenhetze einzuleiten. Sie erklärte, keine Staatsgewalt wäre in der Lage gewesen, Pogrome gegen Juden und Freimaurer zu verhindern, wenn das Gerücht von der Ermordung Hitlers sich bewahrheitet hätte. Diese Progrome würden von einem Ausmaß ohnegleichen gewesen sein und sogar die Judenpogrome im Mittelalter übertroffen haben. Die „Dötz" kündigte sogar Ausbrüche der Rache der deutschen Volksseele auch für den Fall an, dlaß sich ein solches Gerücht nur wiederholen wird, auch wenn es wiederum eine Bestätigung nicht finden sollte. Die Juden, schreibt die Zeitung, sollten das größte Interesse an dem Wohlergehen Hitlers haben, da sie, wenn dem Retter Deutschlands und dem Liebling des deutschen Volkes etwas passieren sollte, das erste Opfer sein würden. Hat der Herr Staatsanwalt diese Drohungen zu Gesicht bekommen und sie dennoch schweigend geduldet? Lehen wir noch in einem Rechtsstaat? •r Jiffr-flranoen Janner-Heine AUS DEN ROTHSCHILD-KELLEREIEN DER VER¬ EINIGTEN JÜD. WEINBAUERNGEOSSENSCHAFT RISCHON UZION & SICHRON JAKOB Pula sfin n „TÖZERETH HflflRETZ' ^VERTRIEB Wien EL, Springergasse 2O/21 Aus dem Verwaltungsberichte der Israelitischen Kultusgemeinde Wien für das Jahr 1932. (Fortsetzung.) E. Kultussteuer. Zur Zeit der Verfassung des Voransclilages für das Verwaltungsjahr 1932 standen insgesamt 53.878 Zensiten mit einem Gesamtbeträge von S 2,515.940.— in Vorschreibung. Hiervon sind 26.086 selbständige Kaufleute, denen eine Gesamtsteuer von S 1,625.632.— vorgeschrieben ist. 19.519 im Genüsse von Dienstbezügen Stehenden mit einer Gesamtsteuer von S 535.970.— und 8273 freie Berufe Ausübende mit einer Gesamtsteuer von S 354.338.— verzeichnet. - Im Jahre 1930 hat die Zahl der Kontolöschungen 4494 gegen 5336 im Jahre 1931 betragen, während der Zuwachs durch Neubemessungen sich im Jahre 1930 auf 4101 Fälle und' im Jahre 1931 auf 1550 Fälle belaufen hat. Infolge des Austrittes aus' dem Judentume ist die faktische Kontolöschung im Jahre 1930 in 246 Fällen, im Jahre 1931 in 236 Fällen erfolgt. Die Zahl der aus dem Judentume ausgetretenen Steuerträger belief sich im Jahre 1931 auf 262, und es waren diesen Kontribuenten an Kultussteuern insgesamt S 16.436.— vorgeschrieben. Von diesen Ausgetretenen waren bemessen mit einer Kultussteuer von: bis S 10.— 107 Personen; S 10.— bis S 50.— 113; S 50.— bis S 100.— 150; S 200.— 2 Personen; je eine Person mit S 250.—, S 400.— und S 500.—; 3 Personen mit je S 600.—; je eine Person mit S 850.—, S 1000.—, S 2000.— und« S 3500.—. Die Kultussteuer quo te pro Kopf hat im Jahre 1931 S 47.54 gegen S 42.46 des Vorjahres erreicht. Insgesamt hat der Eingang an Kultussteuern im Jahre 1931 65,9 Prozent der Summe der Jahressteuer betragen, während im Jahre 1930 62,3 Prozent einbringlich gemacht wurden. Die Anzahl der zur politischen Exekution überreichten Fälle belief sich im Jahre 1931 auf insgesamt 8854, im Jahre 1930 auf 9591 Stück. Im Wege des Exekutionsamtes sind im Jahre 1931 S 106.896.—, im Jahre 1930 S 113.513.— einbringlich gemacht worden. Die Zahl der gerichtlichen Exekutionen betraf iin Jahre 1931 1078 Fälle gegen 1097 dies Jahres 1930. (Schluß folgt.) Das Merores-Waisenhaus XIX., Bauernfeldgasse 40, veranstaltet Sonntag, den 20. März, halb 5 Uhr nachmittags, eine Purim-Feier mit künstlerischen Darbietungen der Zöglinge des Hauses. nwflenisdies KöniöslicM Seit vielenjahren das anerkannt beste ®ybmnt2i&2 Man achte auf die gas. gesch. Marke „Hyglen, Kenlgsllcht" und Name Schulz Fabrik und Büro: Wien XIV., Braunhlrschengassse 3 Telephon R 33*1-87 Den allgemeinen Wünschen des konsumierenden Publikums Rechnung tragend, wird unter der Bezeichnung „Hygienisches Königslicht" Nummer 2 ein kleines Jahrzeitlicht in den Verkehr gebracht, das garantiert 24 Stunden brennt und sich im Preise bedeutend billiger als das bisherige Nr. 1 stellt. GROSSFLEISCHHAUEREI lliGM. KORNMEHI mBaBaManmBaaaBaanBD WIEN IX., BERGOASSE NR. ig FILIALE i XVIII., WÄHRIN GEB STRASSE 97 Telephon Nr. A 17-3-99 und A 164-34 Lieferant für Hallanstalten AbteilungenfürKoscherfleisch unter Aufsieht des ehrst. Rabbinates der Isr. Kultusaemeinde Wien. Sämtliche Fleischsorten von ausschließlich Prima-Qualität zu den billigsten Marktpreisen Echt oder unecht, das ist die Frage In einer am 8. März unter dem Vorsitz von Meer Qrossmann abgehaltenen Pressekonferenz der Exekutive der Weltunion <ier Z ionisten-Revisionisten wurde eine Erklärung abgegeben, die ungefähr besagt: Die Nachricht über die geplante arabischjüdische Round Table-Konferenz und unsere Kommenrare hierzu wurden von Juden in allen Teilen der Welt mit Interesse aufgenommen. Es-folgte ein Sturm von Ableugnungen. Interessant war das Verhalten der Zionistischen Exekutive: Obwohl sie bekundet hatte, daß das Dokument wertlos sei, scheint sie von ihren eigenen Dementis nicht überzeugt zu sein, denn sie hat seit Veröffentlichung unseres Statements dreimal das Colonial Office besucht, um die Versicherung entgegenzunehmen, daß das fragliche Dokument nichts auf sich hat. Was aber immer noch fehlt, ist eine bündige Erklärung der Exekutive, daß sie auf der Basis der so oft abgeleugneten Vorschläge unter keinen Umständen an einer Konferenz teilnehmen würde. Wir Revisionisten aber versichern aufs neue, daß solche Round Table- Vorschläge in der Tat gemacht wurden und daß sie am 8. oder 9. Februar d. J. offiziell in Jerusalem bekanntgegeben werden sollten; ferner, daß die Palästinaregierung sehr verstimmt darüber sei, daß die Vorschläge vorzeitig veröffentlicht wurden und auf diese Weise die Anreger derselben zwang, vorderhand noch in den Hintergrund zu treten. Die jüdische Oeffentlichkeit sollte diesen Dementis keinen Glauben schenken. * Ungeachtet dessen, daß alle in Betracht kommenden verantwortlichen Kreise die Mitteilungen über eine geplante arabisch-jüdische Round Table- Konferenz abgeleugnet und die in diesem Zusammenhang veröffentlichten Dokumente als unecht bezeichnet haben, hält die Zeitung „Feiestin", die sonst als das Organ der arabischen Exekutive angesehen wird, daran fest, daß man die veröffentlichten Dokumente nicht glattweg als Fälschung abtun könne; es liegen gewisse Anzeichen vor, die darauf hindeuten, daß diese Round Table- Qerflehte keineswegs so harmlos sind, wie man sie hinstellen möchte. Diese Vorschläge zielen darauf hin, die Araber zu veranlassen, alle jüdischen Bodenerwerbungen gemäß dem Mandat anzuerkennen, sowie die Juden dazu zu bewegen, sich über die Grenzen ihrer Arbeit in Palästina klar zu werden. Da die Juden eingesehen haben, daß es ihnen nicht, wie früher, gelingt, die Geldbeutel der Weltjudenheit zu öffnen, und da die Juden glauben, sich schon jetzt gegen Frenchs bevorstehenden Bericht, von dem sie annehmen, daß er die Stoppung der Einwanderung empfehlen wird, wappnen zu müssen, so liegt es auf der Hand, anzunehmen, daß einige von ihnen gewünscht haben mögen, das, was sie in Palästina bereits gewonnen haben, zu konsolidieren. IttO Selchwarenfabrik eigene Erzeugung, beste Qualitäten M. BRUCKNER & CO- Wien II., Glockengasse 11 — Telephon R 49-2-56 Unsere Fabrik steht unter ritueller Aufsicht des Kwbw nana tpv Tis rwn ans Verkaufsstellen: II., Große Schiffg. 19, Restaurant Baron — VI., Liniengasse 35, J. Hoffmann — X.i Peraerstorfergasse 36, Gottfried

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