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Die Wahrheit · 1931-12-11 · Heft 50 (11.12.1931) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1931
Issue
Heft 50 (11.12.1931)
Date
1931-12-11
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 V. b. t>. DIE WAHRHEIT Kalender-. Sldra-, Perek-, Omer- und Mafftorah-Tafel Ctob*t*tanden Tewes 5682 | Dexember 1081 (Ms. 715 Tewes i. 2.TagRanccbCfcaiide8ch 7. Tie OiMiiki 4-lS Mikez, Scbabos Cfran^Kw »90 , 2. {Hafton*, 14-50 Wajau Chiram BercU Nabeln I-IS . 3- bis 7. ' 4-15 I Freitag, II. Dez. 8. Abend Channaa 4'15 Samstag, 12-Dez. 4*50 Sonntag, 13. bis Donnerst., 17. Dez. 4-15 HUncbigebet aa Sabbaten tun 3 Uhr. sehen Friedhöfen innerhalb der Verwaltungsgebäude befinden, als auch in der Zentrale des Friedhofamtes, Wien I., Seitenstettengasse 4, entgegengenommen. Die p. t Gemeindemitglieder werden gebeten, ihre Aufträge rechtzeitig an eine dieser Kanzleien gelangen zu lassen, woselbst auch die erforderlichen Auskünfte erteilt werden. * Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirks-Synagogen: Freitag, den 11. Dezember 1931. werden bei dem um 4 Uhr beginnenden Abendgottesdienste in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks-Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: 1. Bez., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Dr. I. M. Bach), 2. Bez., Tempelgasse 5 (Rabbiner Dr. M. Rosenmann), 9. Bez., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz), 20.Bez.,Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein), 3. Bez., Untere Viaduktgasse 13 (Rabbiner Professor Dr. K. Kupfer). Samstag, des 12. Dezember 1931 (beim Vor- 18. Bez.; Schopenhauerstraße 39. (Rabbiner Doktor D. Feucbtwang), 20. Bez., Krackygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). 13. Bez., Eitelbergergasse 22 (Rabbiner Dr. M. Lewin), beim Nachmittagsgottesdienst. Mtdraschvortrag: 2. Bez., Pazmanitengasse 6 (Rabbiner Doktor Z. Taubes), um Uhr nachmittags. * Israelitischer Jugendgottesdienst Am Samstag, den 12. Dezember d. J., findet um 3 Uhr nachmittags der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen statt * Kundmachung. Es wird zur allgemeinen Kenntnis gebracht, daß die Firma Goldberg & Hundert IL, TaborstraBe 58, ab 1. Dezember 1931 mit Genehmigung des ehrwürdigen Rabbinates der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (Rosch Beth Din Rabbiner Josef Babad) von hierzu autorisierten Schächtern außerhalb Wiens Geflügel schlachten läßt, sohin ihren Betrieb unter Aufsicht des genannten Rabbinates gestellt hat. Die Verantwortung, in ritueller Hinsicht wird nur für ganze Stücke und nur für solche, die die Plombe des ehrwürdigen Rabbinates aufweisen, übernommen. jpBä Käufe «. Verkaufe von i Häusern Realitäten - Kanzlei I RUDOLF SZILAGYI, WIEN IX. Boleiilöweagasse 3 i Beste Referenzen Im In- und Auslände TELEPHON A 10-5-69 Zeitungen vom Verleger versendet. Journal «xpedle par l'edltenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an: Verlas ..Die Wahrheit", Wien ll.f HelnestraBe 13/12 Leopoldsl&dler Terapeiverein Aesdrel Awrohom iL, Puzmanitemmssc 6, Tel. u 41-8-63 Anmei Hangen *. Anliiebotai.Tranniuiai Caadi aaL lrelem Himmel) a. Darmizwans Parteieavarfcwkr an Werktagen von 2 bis >M Ohr nachmittags, ao Sonntagen vo« 10 bis 12 Uhr vormittags fofib 6-45 Gebetstendea Ktstew S682 abds. Tewes 1. 2. TagRaustriCaaudescn7.TagChanuk» 4'15 i Mikez, Scbabos Chanuka 6-45 u. 9-00 2. i Haftorah, Wajaas Chirom ^Borchl Nafscbl «•45 , 3. bla 7. ' 416 | 4-50 linsesendet*) Zar Aufklärung.*) Verehrliche Redaktion! Zur Frage der Gestaltung von religiösen Funktionen im Trauerhause, in der Zeremonienhalle des Israelitischen Friedhofes vor der Einäscherung und] gelegentlich der Beisetzung der Aschenurne auf demselben bitte ich höflich um Aufnahme folgender Bemerkungen: Es sei zuförderst ausdrücklich betont, daß einzig und allein diese Frage und keineswegs die der Leichenverbrennung Gegenstand des vorm Ehrw. Rabbinate der Wiener Israelitischen Kultusgemeände abverlangten Gutachtens gewesen ist Ein geistlicher Gelehrter hat den treffenden Ausspruch getan, daß es für ein Rabbinatskoüegiuin um vieles leichter ist. etwas für „trefah" zu erklären, bzw. etwas zu verbieten,' als fön „koscher", nämEcn es zu gestatten. Das hohe Rabbinat unserer Gemeinde, an dessen Spitze eretiMjrzäich eine nicht nur im . ganzen Osten anerkannte Autorität berulen worden ist und dessen Mätgfieder wohl mit den hervorragendsten Kenntnissen des talmuddscben und rabbinischen Rechtes zweifellos ausgestattet sind, hat gewiß nach reiflicher Ueberlegung die Vornahme der genannten Funktionen durch Kantoren und Rabbiner gestattet. Der derzeitige Rektor der Theologischen Lehranstalt, der sich auf talmudischem Wissensgebiete eines verdienten Weltrufes erfreut, hat in der letzten Nummer dieses Blattes die „halachisch-rabbinische" Zuiässigkeit der Vollführung dieser Riten an einem Verstorbenen, der seine Verbrennung Jetztwillig angeordnet hat, bekräftigt. Ich meine, daß es wenig „Rücksicht auf die Würde der Rabbiner" nehmen heißt, wenn man sie „betehrend zurechtweisen zu müssen" glaubt, wie es dem zweiten Einsender der vorigen Nummer beöebt Daß ein „einfacher Mensch" diese' von dem hohen Rabtbmate für erlaubt erklärte Funktion mit der Verlegung des Samstag auf den Sonntag1 giekhachtet, Hegt bloß in dem guten, nie angezweifelten Recht desselben, der Orthodoxie anzugehören, welche „kein eigenes Interesse an' der Sache tot" Unvoreingenommen liegt die Sache so: Hinterbliebene nach einem Glaubensgenossen, der seine Einäscherung angeordnet hat haben den Wunsch, sich und ihn damit zu ehren, daß jüdischer Ritus In zulässiger Weise erfüllt, namentlich das „Kaddisch" bei Bestattung der Urne von einem Funktionär der Gemeinde gesagt werde. Eine Verweigerung dieser Mögichkeit hält sicher zahlreiche von den zugegebenen 80 Prozent (wir meinen, es sind 95 Prozent) noch ferner von der Zugehörigkeit zum Judentum als religiöser Gemeinschaft und trägt nur zu gesteigerter Entfremdung bei Sieht jedoch der sonst Fernstehende, besonders in der durch den TrauerfaM gegebenen Stimmung ein Entgegenkommen, sieht namentlich der Intellektuelle, der nicht „einfache IMMMMMHI Dollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 Filiale: Vit, Burggasse 17, Telephon B 32-3-80 Mensch", daß nicht starres Festhalten an Ueberlebtem, nicht intransigenter Rückschritt geübt wird, dann ist für die Erhaltung des Judentums, namentlich bei der Jugend, weit mehr geschehen und ein Weniges von dem gutgemacht was durch die „ewige, oft unangebrachte" Rücksichtnahme auf den (doch nur latenten) Frieden versündigt worden. Kultus Vorsteher Dr. H. H a a s e. *) Anmerkung der Redaktion: Um unsere Objektivität in dieser umstrittenen Frage zu bezeugen, geben wir auch dieser Zuschrift von sehr geschätzter Seite Raum. iai (Beerdigungen. 1. Dezember 1931: Jacques Geirineer. 59 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Emil Karpeles-Schenker. 62 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Gisela Ebenbolz. 72 Jahre. 13. Bez. (III. Tor). — Emanuel Mandl. 74 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Josef Meninser. 66 Jahre, 3. Bez. (III. Tor). — Konrad Adler. 51 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Anna Grünberger. 55 Jahre. 7. Bez. (III. Tor). 2. Dezember: Leonore Eisenschiml. 81 Jahre. 9. Bez. (I. Tor). — Eduard Winternitz. 62 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Johanna Lhotta. 54 Jahre. Laa a. d, Thaya (III. Tor). — Regine Baumann. 37 Jahre. 9. Bez. (III Tor). — Simon Dresdner. 67 Jahre. 9. Bez. (HI. Tor). 3. Dezember: Samuel Mayersberg, 67 Jahre, 20. Bez. (III. Tor). — Allred Redlich. 45 Jahre. 16. Bez- (III. Tor). — Dr. Samuel Schettler, 53 Jahre. 3. Bez. (HL Tor). 4. Dezember: Sigmund Reininger. 65 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Leopold Klein. 77 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Johanna Rosenbaum. 78 Jahre. 6. Bez. (l. TorL — Karoline Schauer. 69 Jahre. 9. Bez. (I. T<?f>. — Theresia Freiind. 74 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Karollne Rescn. 68 Jahre, 8. Bez. (III. Tor). — Bertha Lieblein. 49 Jahre, 14. Bez. (III. Tor). — Emil Hartenstein. 71 Jahre, 6. Bez. (III. Tor). — Karoline Spitz. 49 Jahre. 8. Bez. (in. Tor). 6. Dezember: Franziska Meisel. 97 Jahre. 13. Bez. (I. Tor). — Anselm Lazarus. 57 Jahre. 4. Bez. (L Tor). — Dr. Adolf Steiner. 68 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Geza Kernes. 18 Jahre. 16. Bez. (III. Tor). — Anna Weiler. 81 Jahre. 8. Bez. (III. Tor). — Therese Liebermann. 68 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Mina Salzer. 60 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Jnllus Fleischer. 32 Jahre, 14. Bez. (III. Tor). — Sofie Eibschütz, 41 Jahre, 13. Bez. (III. Tor). 7. Dezember: Friedrich Müller. 68 Jahre. 18. Bez. (III. Tor). — Marie Ranzenhofer. 64 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Magdalena Heller. 76 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). — Chaim Karl Hirsch. 66 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Ignaz Braun. 71 Jahre. 13. Bez. (III. Tor). — Frieda Morgenstern, 55 Jahre, 19. Bez. (III. Tor). — Weiß Ernestine. 56 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Josef Grünwald. 35 Jahre. 21. Bez. (III. Tor). SABBATGESSNGEj 20 Gesänge für den Sabbatgottesdienst ■ Kantor-Rezitative mit Orgelbegleitung * Komponiert von ■ Josel Welßmann 5 Oberkantor und dipl. Musikprofessor * Zagreb, Jugoslawien, Gunduliceva 35 ■ Preis: 9 15.— inkl. Zusendung ■ Alle Zouschffieilgkeifen aitfgehoben fflBfcrSS, alt Vergnügen überwunden — durch die Freude beim Empfange der weltbekannten Kultus- und Juitiz-Talare und Barette der nndVnUormieroiig Maßschneiderei DDdoii Goldstern Wien II., TaborstraQe Nr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Achtung anf Hans- und Telephonnummer! 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