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Die Wahrheit · 1931-10-09 · Heft 41 (9.10.1931) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1931
Issue
Heft 41 (9.10.1931)
Date
1931-10-09
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 ¥. bc b. DIE WAHRHEIT Kalender-. Sldra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Taffel Gebatstanden TUofaxi-HaroheBohwan 6692| Oktober 1931 froh 7-15 8-30 TUchri 28. 29. ab dB. B'IS Brescblc(l£.M.) Haftorah Wajaumer lau Jebannoson BJSO Meworcbim bachaudesch BorcM Naiscbl 7-15 , 30. 1. Tag Rausch Cbaudescb T'IS Hirekuclwu 1. 2. Tag Rausch Cbaudescb 7-15 , 2. bis 4. 5-15 Freitag, 9. Oktober 5-15 Samstag, lO.Oktober 5*50 Sonntag, 11. Oktober bis Donnerst. 15. OH. 5-15 Mincbagebet an Sabbaten um 3 Uhr. An die jüdisdien Eltern! Jugend - CkoaMesdtensf In allen nebenstehenden Synagogen am: 10., 17„ 24.. 31. Oktober 7.. 14^ 21.. 28. November 5., 12„ 19.. 26. Dezember 2., 9.. 16.. 23„ 30. Jänner 6„ 13. Februar S ä u CS c 3 m c c M a> CO im 1. Halbjahr des Schuljahres 1931 32. 1. Bez.. Seitenstetteng. 4 2. Bez., Tempelg. 5 2. Bez., Sebastian Kneippg. 14 3. Bez., Untere Viaduktg. 13 5. Bez., Siebenbrunneng. la 6. Bez., Schmalzhofg. 3 8. Bez., Neudeggerg. 12 9. Bez., Müllnerg. 21 10. Bez.,.HamboIdtg. 27 13. Bez., Eitelbergerg. 22 15. Bez., Turnerg. 22 16. Bez., Huberg. 8 18. Bez., Schopenhauerstr. 39 19. Bez., Dollinerg. 3 20. Bez., Kluckyg. 11 21. Bez., Bolzmeisterg. 12 Dieser Gottesdienst, der für Volks-, Bürger-, Haupt-, Mittelschüler und -Schülerinnen bestimmt ist, wird schulbehördlich verlautbart und von den Religionslehrern ihren Schülern in Erinnerung gebracht. Gleichzeitig wird die Aufmerksamkeit auf die in fast allen Wiener Bezirken bestehenden hebräischen Sprach- und Bibelscbulen gelenkt, die der Vertiefung und Erweiterung des Religionsunterrichtes dienen. Der Schuljugend wird in diesen Anstalten Gelegenheit geboten, hebräische Kenntnisse zu erwerben und zu vermehren, wodurch dieselbe befähigt wird, am Gottesdienste aktiv teilzunehmen und unser erhabenes Schrifttum in der heiligen Sprache kennenzulernen. Die dem Wohnorte zunächst gelegene Sprach- und Bibelschule kann im Schulamte derKvJtusgemeinde erfragt werden. Jüdische Eltern! sicuhmura 11% Kinder, von denen Ihr doch sicherlich erwartet und wünscht, daß sie Eurem und Eurer Väter Glauben, Eurem Volke, Euch und sich selbst treu bleiben. Unterstützet uns daher in unserem Bestreben, Eure Kinder religiös zu erziehen, zunächst dadurch, daß Ihr sie veranlasset, allwöchentlich am Jugendgottesdienste teilzunehmen und die hebräischen Sprach- und Bibelschulen regelmäßig zu besuchen. * Predigten in den Gemeinde- und Bezirkssynagogeu. In nachfolgenden Gemeinde-, bzw. Vereinssynagogen werden am Freitag, den 9. Oktober, beim Abendgottesdienste, Beginn 5 Uhr 15, Predigten abgehalten: III. Bezirk, Unt Viaduktgasse 13 (Prof. Dr. K. Kupier), XVI. Bezirk, Hubergasse 8 (Rabb. Dr. J. M. Bach). * Bibelvortrag am 10. Okober, XX. Bezirk, Kluckygasse 11 (Rabbiner Dr. B. Murmelstein). Bollingersind Mit IB70 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 Filiale; Vll., Burggasse 17, Telephon B 32-3-80 Übertragen sie die | Verwaltung Ihres Hauses 91 der bestempfobtenen Iöe&ändeverwaHonö Szilagiji m Wien IX., BofenlOwengasse S/8 M Tel. A10-5-69 Referenzen im In* and Auslände Zeitungen vom Verleget veraendet. Journal expedie par l'etlitenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an: Verlag „Die Wahrheit", Wien Ii., HelnestraBe 13/12 Leopoldsffidfer Tempelvere.n Aeschel Awroftom II., PannanKengasse 6, Tel. R 47-8-63 Anmeldungen v. AuiaeDOien, Trauungen Conffiont. freiem Himmel) u. Bannlziraiis Partelenverkehr an Weiktagen von 2 bis Uhr nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags Gebetstunden früh Tlschrl-Marcheachwan 6692 abds 6'30 Tischri 28. 5-15 6-30O.9-00 . 29. Bieschls (1. B. M.) Haftorah Wajaumer Ie Jebaunoson Meworchlm bachaudesch Borchl Nafschl 5-50 6-30 6-30 6-30 Marcbescbwan ■ 30. 1. Tag Rausch Chaudesch - U 2. . . 2. bis 4. |- 5-15 föeerdigurigen. 29. September 1931: Julius Eisenschreiber. 54 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Gisela GroBmann, 79 Jahre, 20. Bez. (I. Tor). — Alexander Lichtenstern, 63 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Barbara Hoffman, 73 Jahre, 2. Bez (III. Tor). Hermann Reifa. 66 Jahre, 7. Bez. (III. Tor). — Eugenie Goldreich, 53 Jahre, 6. Bez. (III. Tor). — Josef Kruger, 81 Jahre, 1. Bez. (III. Tor). — Dr. Anton Oberländer, 54 Jahre, 8. Bez. (III. Tor). — Sime Zlate Nüßbrecher. 75 Jahre, 4. Bez. (III. Tor). — Ella Weintraub, 62 Jahre, Podhayce (III. Tor). 30. September 1931: Gisela Prager, 72 Jahre, 3. Bez. (III. Tor). — Regina Stengel, 23 Jahre, 14. Bez. (in. Tor). — Joachim Heinrich Reichfeld, 75 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Karl Sternberg, 45 Jahre, 13. Bez. (III. Tor). — Herscb Ensel, f# Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Agathe Berger, 88 Jahre," 1. Bez. (Döblinger Friedhof). 1. Oktober 1931: Rosie Funk, 84 Jahre, 9. Bez. (1. Tor). — Isidor Neuner^ Jahre, 13. Bez. (I. Tor). — Julie Goldbaum, 74 Jahre, 20. Bez. (1. Tor). — Ernestine Meyersberg, 85 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Leopold Vogl, 77 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Liebe Müller, 45 Jahre, Rzesow (Polen) (III. Tor). — Ernestine Schapira, 66 Jahre, 9. Bez. (IIL Tor). — Paul Pevalek, 4 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Alois Lustig, 82 Jahre, 15. Bez. (III. Tor). 2. Oktober: Jonas Josef Willig, 74 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Selma Popes, 68 Jahre, Paris (I. Tor). — Ida Eisenschltz, 80 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Sofie Weiler, 62 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Pauline Ehrenfreund, 78 Jahre. 13. Bez. (I. Tor). — Rosalie Rosenfeld, 68 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Katharine Gans, 77 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Adolf Handler, 74 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Hennine Schwach, 73 Jahre. 12. Bez. (III. Tor). — Emma Kohn, 61 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Moritz hier, 65 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). 5. Oktober: Simon Kraszewski, 9. Bez. (I. Tor) — Rosa Rübner, 61 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Siegfried Stukhart, 34 Jahre, 14. Bez. (I. Tor). — Gisela Friedmann, 57 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Leo Agid, 58 Jahre. 19. Bez. (Döbl. Friedh.). — Amalia Schick, 56 Jahre, 1. Bez (III. Tor). — Ferdinand Klaber, 69 Jahre, 19. Bez. (III. Tor).— Jenny Großberg, 68 Jahre, 13. Bez. (III. Tor). — Franziska Seidler. 81 Jahre, 8. Bez. (III. Tor). — Cäzilie Frankel, 58 Jahre, 6. Bez. (III. Tor). _ Samuel Weinberger, 57 Jahre, 13. Bez. (IIL Bez.) — Pinkas Glück, 65 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Mendel Ebenstein, 60 Jahre, Peczenizyn, (III. Tor). — Hermann Gerstinann, 29 Jahre (2. Bez.) (III. Tor). Sitewatm Georg Hermann 60 Jahre. Am 7. Oktober feierte der Dichter Georg Hermann (Pseudonym für Georg Hermann-Borchardt) seinen 60. Geburtstag. Der Dichter wurde 1871 in Berlin geboren. Sein bekanntestes Werk ist der von ihm später auch dramatisierte Roman aus dem Berliner jüdischen Milieu der Biedermeierzeit „Jettchen Gebert" (1906 erschienen, jetzt über 120.000 Exemplare) und dessen Fortsetzung „Henriette Jacoby". Der Roman „Heinrich Schön jun." spielt in Potsdam und überträgt das Carios-Motiv ins Biedermeier. Eine Berliner Milieu- Dichtung zu Beginn des 20. Jahrhunderts ist der Roman „Kubinke". Als jüdischer Bekenntnisroman darf „Die Nacht des Dr. Herfdd" betrachtet werden (1912). 1927 erschien von Hermann ein Roman „Tränen um Modesta Zaroboni". Seine Steilhing zum Judentum hat Herman in der polemischen Schrift „Der doppelte Spiegel" (Berlin 1926) dargelegt. Hermann verbindet offenes Bekenntnis zum Judentum mit deutschem Volksbewußtsein. Er ist ein prominentes Mitglied des Centrai-Vereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glauibens. Er schrieb auch eine Monographie über Max Liebermann in dem Sammelwerk. „Jüdische Künstler" (Berlin 1904). In der „C. V.-Zeitung" veröffentlicht er eine kurze Selbstbiographie („Ich werde erst vierzig . . ."), in der er schreibt: „Ich kenne den jüdischen Menschen instinktiv . . . wenigstens die gewisser Schächten . . . wie ein Uhrwerk von innen her, Männer wie Frauen. Denn es ist komisch, fast alle 'meine Romanfiguren sind Jude n." (Briefkasten. Radikaler Zionist. Wir haben im Gegensatz zu Ihrem Leibblatt von der im..Neuen Wiener Journal" wiedergegebenen „Stellungnahme"" Arthur Schnitzlers zur Judenfrage keine Notiz genommen; denn es gehörte kein besonderer Scharfsinn dazu festzustellen, daß Arthur Schnitzler, eine Persönlichkeit von hohen künstlerischen und literarischen Qualitäten, viel zu klug und überlegt ist, um der erstaunten Mitwelt derartige Anschauungen, betitelt „Das Gute am Antisemitismus", vorzusetzen. Prompt gaber denn auch eine Erklärung ab, in der es heißt: „Niemals habe ich einen Artikel verfaßt, demich den Titel gab: „Das Gute am Antisemitismus," oder irgendeinen Aufsatz ähnlichen Inhalts; ich habe keine Zeitschrift, weder eine inländische noch eine fremdsprachige, jemals ermächtigt, einen Artikel unter diesem Titel und unter meinem Namen zu veröffentlichen. Von den in diesem bei Ihnen abgedruckten Artikel enthaltenen Sätzen habe ich keinen jemals ausgesprochen oder niedergeschrieben, und keine, der darin niedergelegten Ansichten entspricht den meinen, ia, die meisten stehen zu dem meinen in vollkommenem Gegensatz." Und treffend, wenn auch schonend, fährt er fortr „Bedenklich wird die Sache, wenn in solchen Berichten, über Plauderei und Anekdote hinaus, auf Grund von Hörfehlern, Denkfehlern, mangelnder Sprachkenntnis, Mißverständnissen oder auch aus purer Leichtfertigkeit religiöse* politische, ethische Meinungen der interviewten Persönlichkeit in oberflächlicher oder entstellter Weise wiedergegeben werden." Alle Zollsclwierißheiten anfgehoDen und mit Vergnügen überwunden — durch die Freude beim Empfange der wellbekannten Kultus- und. Justiz-Talare und Barette der Maßschneiderei umilinlformitTuiiö Rudolf Goldstern Wien II., Taborstraße Nr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Achtung auf Haus-und Telephonnummer! Eigentümer, Herautgeber, Verleger und verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschleld, Wren II., Pratentrafte 29. — Ssfta * SttM. Mh H_

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