Mannheim
Compact Memory

Die Wahrheit · 1931-10-02 · Heft 40 (2.10.1931) · page 8

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1931
Issue
Heft 40 (2.10.1931)
Date
1931-10-02
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/3062972-3064453-3064491--18556-3083598
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Seite fi H. ft»<b DIE WAHRHEIT Kalender-, Sldra», Perek-, Omer- und Haftorah-Taffel Oebetstnnden Tbioluri 6692 | Oktober 1931 früh abds. 630 Tiichrl2l. Hascbano rabo 5-30 6-— a.8-30 . 22. Scheinini azeres (Maskir) 61« 8-30 „ 23. Simchas Tauro 6 10 7.15 . |bis| 5-30 PreiUg, 2. Oktober Hauschano rabo 5 3D Samstag, s. Oktober Schetnlni azeies (Maskir) 6*10 Sonntag, 4. Oktober S mcbas Taaro 6-10 Uonug, 5 Okt. bis Donnerst. 8. Okt. 5-30 Mlncbagebet an Samstagen um 3 Uhr,, an Festtagen um 4 Uhr. Jüdische Wanderfürsorge. Am 23. September 1. J. wurde im Sitzungssaale der israelitischen Kultusgemeinde Wien unter Beteiligung von Vertretern der jüdischen Provinzgemeinden Oesterreichs, sowie der israelitischen Allianz in Wien die zweite Konferenz für jüdische Wanderfürsorge in Oesterreich abgehalten. Der Tagung, die unter dem Vorsitze des Präsidenten der israelitischen Kultusgemeinde Linz, Herrn Benedikt Schwager, stattfand, wohnten auch die Vizepräsidenten der israelitischen Kultusgemeinde Wien, Dr. Jakob Ornstein und Dr. Josef Löwenherz, bei, ferner der Obmann der Zentralkommission für soziale Fürsorge Wien, Dr. Isidor Kl ab er und Kultujsvorsteher Oberrechnungsrat M. Wein er. Von der Hauptstelle für jüdische Wanderfürsorge Berlin war ein Begrüßungstelegramm eingelangt Aus den einleitenden Referaten, welche von Amtsvorstand Emil Engel und Abteilungsleiter Dr. Nahum Blauer erstattet wurden, war zu ersehen, daß seit Juni 1930 bis Ende August 1931 durch die Fürsorgezentrale der israelitischen Kultusgemeinde Wien' 1217 Personen im Rahmen der jüdischen Wanderfürsorge befördert wurden. Außerdem wurden durch die der Wanderfürsorgeorganisation angeschlossenen Kultusgemeinden in Oesterreich seit der im September vorigen Jahres eingeführten Arbeitsgemeinschaft 337 Personen und durch die ausländischen Stellen, mit welchen ein Uebereinkommeu getroffen wurden, 203 Personen befördert. Der Hauptstrom der jüdischen Wanderer durch Oesterreich ging früher — nach dem vorliegenden statistischen Ausweis — aus Ungarn nach den Weststaaten (vorwiegend Frankreich und Belgien), während in den letzten Monaten eine Rückwanderung aus diesen Ländern infolge der dort herrschenden wirtschaftlichen Verhältnisse zu verzeichnen ist Der weitaus größte Teil der durch die Wanderfürsorge erfaßten Wanderer war im Alter von 20 bis 40 Jahren, so daß schon aus dieser Tatsache zu ersehen ist, daß die Wanderung Menschen im arbeitsfähigsten Alter umfaßt, welche nur zum Zwecke der Arbeitssuche sich auf die Wanderung begeben. Die Gesamtkosten, mit welchen die Unterstützung der Wanderer verbunden war, beliefen sich in der erwähnten Periode auf S 30.588,09. An der darauf folgenden Aussprache beteiligten sich fast alle anwesenden Vertreter der Provinzgemeinden und der Allianz, wobei zum Ausdruck gebracht wurde, daß die organisierte Wanderfürsorge sich bestens bewährt habe, weshalb alles aufgeboten werden müsse, um diese im Interesse der jüdischen Wanderer so segensreich wirkende Institution zu erhalten. In Anerkennung dieser Wirksamkeit, durch welche eine merkliche Entlastung einer Reihe von jüdischen Gemeinden eingetreten ist, seitdem die Wanderer auf lange Strecken, womöglich bis zum Bestimmungsorte befördert werden, erklärten sich mehrere Gemeindevertreter sogar bereit, ihre Beiträge zu den Kosten der Wanderfürsorge wesentlich zu erhöhen. Dadurch soll die Aufrechterhaltung der geschaffenen Wanderfürsorgeorganisation ermöglicht werden. Großem Interesse begegneten die Ausführungen des Vizepräsidenten Dr. Jakob Ornstein, der unter anderem darauf hinwies, daß die Wiener Kultusgemeinde trotz der schwierigen finanziellen Lage sich bemühen werde, zur Erhaltung der Wanderfürsorge auch weiterhin beizutragen. " Die gefaßten Resolutionen beinhalten den Wunsch auf Fortführung der Arbeit. Auf der demnächst voraussichtlich in der Tschechoslowakei stattfindenden Konferenz der mitteleuropäischen Arbeitsgemeinschaft für jüdische Wanderfürsorge wird die Frage der Erweiterung der Organisation vor allem durch Beitritt der •ungarischen und polnischen jüdischen Gemeinden behandelt werden. Zum Schlüsse wurden die Beitragsleistungen aller in Betracht kommenden Provinzgemeinden Oesterreichs, auch der des Burgenlandes einvernehmlich festgesetzt =BSäi Übertragen Sie die Verwaltung Ihres Hauses der bestempfohlenen GebäadeYerwältung SzilägQi Wien IX., Boieniöwengasse s/8 Tel. A10-5-69 Referenzen Im In- und Auslände Zeltnngen vom Verlegrer versendet. Journal ezpedie par l'editeur. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an: Verlag „Die Wahrheit", Wien II., HelnestraBe 13/12 Leopoidstädfer Tempeiverein Aeschel Awrohom II., Pazmopllengasse 6, Tel. R 41-8-63 Anmeldungen f. Auigeboten.Trauungen (andinnl. freiem itimmeDu. Darmlzwaus Parteien verkehr an Weiktagen von 2 bis >/«4 Übt nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Übt »«mittags Gebetatanden frfib Tlschrl 5692 6*30 Tiscbri 21. Hauschano rabo 6-15 u. 8-30 . 22. Scbemini azeres (Maskir) 7*30 „ 23, Simchas Tauro 6-30 . 24. bii 27. abds 5- 30 6- 10 6-10 5-30 Neueinteilung der Kanzleistunden in der Bezirkskanzlei für die Bezirke XD—XV. Infolge der von der Ersparungskominlsslon der Kultusgemeinde beschlossenen Maßnahmen wird die Versehung der Kanzleiagenden der Bezirkskanzlei XII—XV durch einen ständigen Beamten ab 1. Oktober d. J. eingestellt Die Kanzleistunden finden nunmehr Montag, Mittwoch und Freitag von 4 bis 6 Uhr. bzw. am Freitag, bedingt durch die Jahreszeit, von 3 bis 5 Uhr. resp. 2 bis 4 Uhr in der bisherigen Bezirkskanzlei statt. Die p. t Parteien werden ersucht, auf diese durch die Not der Zeit bedingte Einteilung gefälligst Bedacht nehmen zu wollen. * Techniker-Stiftungen. (Bewerbungsausschreibung.) Anzahl der Plätze: 1 im Betrage von S 158.— für die Dauer der gesetzlichen Studienzeit und für ein weiteres Jahr nach Beendigung derselben; 1 im Betrage von S 80.— einmalig. Bewerbungsberechtigt sind mittellose, fleißige, unterstützungswürdige jüdische ordentliche Hörer an der Technischen Hochschule in Wien. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Mittellosigkeitszeugnis, Inskriptionsnachweis, Studienzeugnis. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1931. Einreichstelle: L, Seitenstettengasse 2, I. Stock (Fürsorge-Zentrale). Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Einreichstelle (I., Seitenstettengasse 2, I. Stock, Tür 16) unentgeltlich zu beziehen sind; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere, für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. * Ignaz Blumenfeld-Widmung für Bildhauer, Maler und Musiker. (Bewerbungsausschreibung.) Anzahl der Plätze: 1 im Betrage von S 250.— für einen Bildhauer oder, wenn ein solcher nicht in Betracht kommen sollte, für einen Maler. Bewerbungsberechtigt sind: Der Skulptur oder der Malerei sich widmende israelitische Jünglinge (junge Männer) mit besonderen Anlagen und bereits bewährten Leistungen. Gesuchsbeilagen: Geburtsschein, Heimatschein, Mittellosigkeitszeugnis, Fachzeugnisse; Kunstbeilagen sind erst über Verlangen des Vorstandes zu erbringen. Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse J0, Telephon R 30-5-38 Filiale: VII., Burggasse 17, Telephon B 32-3-80 Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. November 1931. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 2, 1. Stock, Tür 16 (Fürsorge-Zentrale). Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Fürsorge-Zentrale unentgeltlich zu beziehen sind; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. * Im Spitale der Israelitischen Kultusgemeinde Alexandrien gelangen die Stellen eines Chefinternisten und Chefchirurgen zur Besetzung. Die Kandidaten müssen mosaischen Glaubens sein und sollen nebst ihrer Muttersprache auch das Französische oder Italienische beherrschen. Bewerbungsgesuche um diese Stelle sind ehestens an den Präsidenten der Israelitischen Kultusgemeinde in Alexandrien zu richten. Die näheren Bedingungen für diese Ausschreibung sind in der Amtsdirektion der Israelitischen Kultusgemeinde Wien L, Seitenstettengasse 4, III. Stock, während der Amtsstunden zu erfahren. ^Beerdigungen, 22. September: Nina Rosenspitz 85 Jahre, 4. Bezirk, (I. Tor). — Dr. Saut PIstol, 55 Jahre, 20. Bezirk (III. Tor). — Hermann Berliner, 83 Jahre, 13. Bezirk (III. Tor). — Leopold Neumann. 91 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). 23. September: Sofie Weishut, 69 Jahre, 9. Bezirk (I. Tor). — Ida Pick, 59 Jahre, 1. Bezirk (I. Tor). — Otto Kohn, 17 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Marie Landesberger, 79 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Ferd. Kohn, 73 Jahre, 13. Bezirk (III. Tor). — Lazar Rubin, 54 Jahre, 20. Bezirk (HL Tor). 24. September: Erika VVohlmann, 8 Monate, 9. Bezirk (I. Tor). — Moses Leopold Schön, 68 Jahre, 6. Bezirk (I. Tor). — Desider Wellisch, 33 Jahre, 19. Bezirk (III. Tor). — Leon Weininger, 51 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Hermann Bath, 55 Jahre, 9. Bezirk (III. Tor). — Jacques Emil Heim, 65 Jahre, 5. Bezirk (III. Tor). — Hertha Kreppet, 5 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Nestor PoIIazek, 67 Jahre, 6. Bezirk. Döblinger Friedhof: 25. Sept.: Justine Harzopf, 73 Jahre, 13. Bezirk (III. Tor). Sarah Freide Blumenfeld. 76 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Rosa Oczeret, 71 Jahre, 7. Bezirk (III. Tor). — Felix Lustig. 25 Jahre, 10. Bezirk (HL Tor). — Adolf Seifert, 70 Jahre, 9. Bezirk (III. Tor). — Gustav Moriz, 60 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Karl Dub, 65 Jahre, 9. Bezirk (III. Tor). — Markus Frankl, 55 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). 28. September: Ilka Schwarzkopf, 49 Jahre, 18. Bezirk (I. Tor). — Michael Fleischmann, 69 Jahre» 2. Bezirk (III. Tor). — Laura Adler, 62 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Hirsch, 51 Jahre, 9. Bezirk (III. Tor). — Eduard Häutler, 64 Jahre, 13. Bezirk (III. Tor). — Katharina Fischer, 78 Jahre, 7. Bezirk (III. Tor). — Jakob. Schlesinger, 74 Jahre, 9. Bezirk (III. Tor). — Freude Huttner-Korn, 77 Jahre, 9. Bezirk (III. Tor). — Magit, 57 Jahre, 19. Bezirk (III. Tor). — Adele Fried, 45 Jahre, 3. Bezirk (III. Tor). — Freude Landmann, 56 Jahre, Czernowitz (III. Tor). — Jakob Gartenberg. 42 Jahre^ 2. Bezirk (III. Tor). Alle Zollschwierigkeffen aufgehoben und mit Vergnügen überwunden — durch die Freude beim Empfange der weltbekannten Kultus- und Justiz-Talare und Barette der MaßSChiieiderfii undln..ormiernna Rudolf Goldstern Wien II., TaborstraOe Nr. 54 — Telephon R 49-0-48 Gegründet 1866 Achtung auf Haus- und TelephonnummerI Eigentümer, Herausgeber, Verleger und Terentwartlicher Schriftleiter: Oskar Hlrscbf cid, Wien II., Hraterstrale 29. — Dnek: ums SdMs 4 Wtaa IL.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.