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Die Wahrheit · 1931-06-26 · Heft 26 (26.6.1931) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1931
Issue
Heft 26 (26.6.1931)
Date
1931-06-26
Page
– (sequence 7)
Language
German
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DIE WAHRHEIT SeH» 7 regern dieser Aktion lebt heute noch in Wien der in jüdisch-musikalischen Kreisen vielbekannte Herr Adoli Wodak, ein ehemaliger Bethausvorsteher in Florids- <lorf. Wir Floridsdorfer sind stolz darauf, auch jetzt den Auftakt zur posthumen Ehrung des Dr. Bloch gegeben zu haben und hoffen, daß überall dort, wo es gute, wo es "wahre Juden gibt, das Andenken des Dr. Bloch hochgehalten wird. Die Parole ist: In jeder jüdischen Ehrengalerie «in besonderer Platz für Dr. Bloch! Emil F a n t o, Mitglied des Bethausvorstandes Wien XXI. Graz. Wir erhalten vom „Jüdischen Jugendbund Haschomer Hazair-Blauweiß, Bundesleitung Wien", folgende Zuschrift: „Auf Grund und im Einklang mit den Bestimmungen des Paragraph 23 des Preßgesetzes werden Sie aufgefordert, folgende Berichtigung Ihrer, in Nr. 23 Ihrer Druckschrift vom 5. Juni 1931 auf Seite 7 erschienenen, „Graz" betitelten Mitteilung zu veröffentlichen. Sie schreiben: ..Schon am Samstag Nachmittag, kurz vor dem ersten Minchagottesdienste, kamen einige der Bürschchen in den Tempelhof und trieben vor der Tempeltür den Gläubigen die Ziga- Tettenschwaden ins Angesicht." Dies ist unwahr. Wahr ist vielmehr, daß schon Ittdtflger VoiDetcr (Bariton) der gleichzeitig Schochet Ubodek, vorzüglicher Balkore Baltokea und geprüfter Religionslehrer ist, verheiratet, kinderlos, bittet um einen jährlichen Posten gegen bescheidenes Honorar (auch für die hohen Feiertage). Gefl. Zuschriften unter „Oesterr. Staatsbürger" an die Expedition d. Blattes. am Samstag Nachmittag, kurz vor dem ersten Minchagottesdienste keine Bürschchen in den Tempelhof kamen und daher vor der Tempel tür den Gläubigen keine Zigarettenschwaden ins Angesicht trieben. Sie schreiben weiters: „Vollends überging aber das Maß, als zwischen 6—7 Uhr abends, als der zweite Minchagottesdienst abgehalten wurde, ein Auto nach dem anderen die lieben Gäste vor dem Tempel ablagerte und dadurch aufs empörendste ein Chillul Schabbos provoziert wurde." Dies ist unwahr. Wahr ist vielmehr, daß zwischen 6—7 Uhr abends, als der zweite Minchagottesdienst abgehalten wurde, nicht ein Auto nach dem anderen die lieben Gäste vor dem Tempel ablagerte und daher aufs empörendste ein Chillul Schabbos nicht provoziert wurde." * Unser Preßgesetz gibt bekanntlich jedem in einem publizistischen Organ Angegriffenen die Möglichkeit, die ihm unangenehmen Behauptungen zu „berichtigen", selbst wenn es sich um wahre Tatsachen handelt. So liegt der Fall auch bei der obigen „Berichtigung", zu deren Abdruck wir aus formalen Gründen gezwungen sind. Unsere Grazer Leser werden sich bei der Lektüre dieser „Berichtigung" sicherlich sehr wundern, daß wir ihr überhaupt Raum gewährt haben. Aber gegen das österreichische Preßgesetz ist noch kein Kraut gewachsen und von diesem Zwange profitieren auch die jungen Herren vom „Jüdischen Jugendbund Haschomer Hazair-Blauweiß". Ihnen ist aus uns gar wohlbekannten Gründen die hier „berichtigte" Meldung unseres durchaus verläßlichen Grazer Gewährsmannes höchst peinlich und deshalb rücken sie uns mit dem famosen § 23 an den Leib. Für die Richtigkeit unserer Nachricht stehen uns eine ganze Reihe vollkommen einwandfreier Zeugen zur Verfügung; im übrigen mögen die Herren — statt ihre Berichtigungskünste zu zeigen — klipp und klar sagen, wann sie in ihrer überwiegenden Mehrheit nach Graz gekommen sind. U. A. w. g. Trauung. Sonntag, den 28. d. M., 3 Uhr nachm., findet im Tempel XV., Turnergasse 22, die Trauung des Fräulein Lilly A1 b e r s, Tochter des Herrn Kultusvorsteher Komm.-Rat Arthur A1 b e r s und Frau, mit Herrn Kurt Schönfeld, Berlin-Charlottenburg statt. Jahrzeitieier. Der tägliche unentgeltliche Armenausspeise-Verein „Seudat Sabat" veranstaltet am Mittwoch, den 1. Juli, um Uhr abends, im eigenen Lokale, IL, Malzgasse 2, eine Jahrzeitieier nach seinem verstorbenen Ehrenmitglied und Schriftführer Herrn Isidor Wortsmann s. A. Herr Rabb. Horowitz wird die Trauerrede halten. Das „El mole Rachamim" wird Herr Oberkantor Frankel mit Chor vortragen. Sämtliche Mitglieder und Freunde des Vereines sind aui diesem Wege eingeladen. Studienfahrt zu den jüdischen Kulturstätten des Ostens. Auf vielfache Anfragen teilte die Keren Hathora-Zentrale hiedurch mit, daß der Preis von Dollar 40.— (Dollar vierzig) pro Person sowohl die Kosten der Reise, als auch iür Verpflegung, Unterkunft und die Visagebühren für die ganze Dauer und Strecke der Exkursion beinhaltet. Bei termingemäßer Anmeldung übernimmt die Keren Hathora-Zentrale die Besorgung des Visums. Für ausländische Teilnehmer, die zur Einreise nach Wien ein österreichisches Visum benötigen, besorgt die Keren Hathora-Zentrale dieses gleichfalls, jedoch nur bei sofortiger Anmeldung. Sofern sich eine genügende Anzahl von Teilnehmern aus Deutschland meldet, kann auch schon für die Strecke Passau—Wien eine Ermäßigung der Reisekosten durch die Keren Hathora- Zentrale bei der Bahnbehörde erlangt werden. 1 Ja<*ischer Familienvater. ( 40 Jahre alt, in jeder erwünschten Höhe | \ kautionsfähig, (Kautionspolice) sucht Stelle | I als T«mp«ldl«ner oder Mnstla«vb*> | ■ H«blg«r Art. Unter „VertraiMaraflr.! dig" an die Administration dieses Blattes. | :? ha* JSucA &uei*J*Jet JiuPe Aa&C4v mua f Als voriges Jahr der achtzigste Geburtstag des Präsi- Aber in der grollen Literatur aber Masarylc die dem denten der Republik. T. G. Masarylc. gefeiert wurde, ist eine Schriftwesen unseres Staates voriges Jahr die Signatur gegegroße Reihe von Werken erschienen, in denen die Beben hat. fehlte ein Werk, das wir nicht missen können, weil deutung des Staatsoberhauptes nach verschiedenen Richtun- " d" «^K»«„nSi?.""^m^wi^« wÄ?pE£ „„ ,„„rj. rw =,,„,„„,,„„ DM»;!,., Aar des Staatspräsidenten zu einem Problem, das auch das Pro- Sh"i» l . 7 .Der_s,aatsmannde.r. p°1,,ker: 'blem unserer Tage ist. gerecht werden muß: „Masaryks Philosoph wurde in seiner Bedeutung für die Allgemeinheit Verhältnis zu den Juden und Judentum". Dieses Werk soll erfaßt und dem Bewußtsein der Öffentlichkeit mit wissennun erscheinen. Typographisch mit einer bis ins Einzeln» schaftlichen Beweisfahrungen nahegebracht. gehenden Sorgfalt ausgestattet, soll das Werk MASARYK |)ND DAS J1DENIUPI Das Dcnhmal der DanKbarhcH der Joden itlr Plasanjks Eingreifen m sdwerer Zell bedeuten. Das Sammelwerk ..Masaryk und das Judentum" faßt tigsten Phasen des in Kuttenberg geführten Prozesses gegen zum ersten Male in der gesamten Masaryk-Literatur alle mit den Polnaer Schustergehilfen Leopold Kilsner dargestellt und diesem Problem zusammenhängenden Fragen zusammen und im Anschluß daran wird aufgezeigt, wie Masaryk in der beurteilt Masaryks philosophische und politische Tätigkeit Presse und öffentlich die Unnahbarkeit der Prozeßführung unter diesem Gesichtspunkt. Behandelt werden in diesem und die Unmöglichkeit des ärztlichen Sachverständlgcngutüuehe. und zwar von Fachmännern, die sich mit den einachtens nachgewiesen hat. Eine besondere Abteilung Ist zelnen Fragen speziell beschäftigt haben. Masaryks Verhält- Masaryks Verhältnis zu den Juden der verschiedenen Länder ms zu den politischen und kulturpolitischen Strömungen im gewidmet, wie z. B. den Juden in Amerika. Außerdem er¬ Judentum, wie z. B. seine Stellung zu der nationalen Bezählen eine Reihe anderer Autoren von ihrer Begegnung mit wegung unter den tschechischen Juden. Desgleichen wird Masaryk. Nicht unerwähnt soll eine Abhandlung über Masaryks btellung zum Zionismus ausführlich dargestellt. Masaryks Aufenthalt in Palästina bleiben, zu der eine Reihe masaryks Verhältnis zur Religion und die aus diesem Vervon bisher unbekannten oder wenig bekannten Bildern zur haitms sich ergebenden Deduktionen im Hinblicke auf die Veröffentlichung gelangen sollen. judische Keligion werden eingehend dargestellt. Eine beson- Das wissenschaftliche Ansehen des Herausgebers und i n-. i 8^ '?L Masarvlts erfolgreichem Eingreifen gegen der Mitglieder des Redaktionskomitees sind Bürgschalt dafür, uen Kitualmord-Aberglauben eingeräumt. In dieser Abteilung daß das vorbereitete Werk „Masaryk und das Judentum" werden zum Verständnis von Masaryks Eingreifen die wichden höchsten Anforderungen gerecht werden wird. Herausgegeben von Dr. Ernst Rychnovsky. Das Werk erscheint .Mitarbeiter des Werkes: i*MM OMobfir 1931 Prof. Bergmann-Jerusalem. Max Brod. Prof. Dr. Oskar in Großformat (20 X 28 cm) in künstlerisch ausgeführten Donath. Prof. Dr. Otokar Fischer, Jan Herben. Dr. Heinrich Leineneinband (entworfen vom akad. Maler Ing. Leo Stein) Kohn. Chefredakteur Penizek. Schriftsteller Jaroslav "nd in einem Umfange von 320 Druckseiten. Der Preis eines Rokycana. Prof. Dr. Friedrich Thieberger. Universitäts-Ober- Exemplares beträgt bei Vorbestellung Kc 200. nach Er- Klhlinlholrfir fSr Fplir Wpltcrh 11 a m scheinpn im Rttrhhanripl Vr- 70n Ich bestelle hiemit bindend und unwiderruflich: (•.TMellwoue Ab die Administration „Die Wahrheit". Wien IL. BfllocstraSc 18/12. a).....Exemplare „Masaryk und das Judentum" b).....Exemplare „Masaryk a zidovstvi" zum Preise von K£ 200.— pro Exemplar, insgesamt also.........Exemplare, das sind zusammen Kd..... Dieser Betrae ist ausschließlich mittels Erlagscheines der Escompte-GeseUschaft für Handel und Industrie. Prag II. Senoväzna 4n, oder gegen Nachnahme bei Zusendung des Buches an die gleiche Zahlstelle zahlbar. Ich nehme zur Kenntnis, daß weder der Vertreter noch sonst e'n Inkassist Inkassobereebtigung haben und nur Zahlungen an die Escompte-Oesellschaft für Handel und Industrie mittels Erlagscheines oder gegen Nachnahme anerkannt werden. Ebenso werden andere, hier nicht angeführte Bedingungen nicht anerkannt. Unterschrift des Bestellers. Ort und Datum............. Adresse.............. Name............. Ort....... . . . Beruf.......... Bei Firmen Stampiglie erbeten. mnsfirivHunDDflSJUD6nTum ■J^aMMMMMgBJ^MM^BMMajMBHMaSI^

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