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Die Wahrheit · 1930-10-10 · Heft 41 (10.10.1930) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1930
Issue
Heft 41 (10.10.1930)
Date
1930-10-10
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Taffel Oebatetnaden TUohrl 5681 | Oktober 1930 fron «bds. 7-— TisehrUS. Cb;ul Hamoed 6-00 „ i9. sckitttcuiiauMi s-so Haftora (Keheles) ,30. Chaul Hamoed 5'15 21. Hanjcbanoh Raboh S'OO 22. Ukwlil«z«rei(luMi)5'15 23. Simonis Taurob 5-30 24. Isie Cfaag 515 7- .. e30.*30„ «•30 „ 8-30 „ Freitag, 10. Okt." Samstag, 11. Okt. Sonntag, 12. Okt. Montag, 13. Okt. Dienstag, 14. Okt. > Sskialii rarst ■aiHrf Mittwoch. 15. Okt. 1 Slrocbas Taurob Mincbagebet an Samttagen am 3 Uhr, an Festtages nm 3-30 Infolge der mit den Feiertagen verbundenen technischen Schwierigkeiten entfallen diesmal die Rubriken: „Beerdigungen" und „Austritte aus dem Judentum". LcopoMstädler Tempelfereln Aescbel Awrohora HL, PaiMiiuillaHtassc %, Tel P 4f-n-§3 AumatmaSfm w. Atd£elMrten,lTiiHiiBgai tMttnt.lreleraniininä)a. Barmlzwans roHoloasoifcelir aa Werktagen von 9 bli Vt4 Uhr nachentttags. an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittag» Gebetatnnden 11. bis 17. Tlschri M»1 früh abds. 6-30 €-30 and 940 M 19 Sehabos Cbaul Hamoed . . . . 5-SO Haftoia (Keheles) «•30 „ «IS •i 21. Hanschano Raboh..... . . 5 00 615 and 8-30 »t 22. Schemini azeres (Maskir) . . . . 5-30 7-30 n 6-30 Am Schemini azeres Predigt Sr Ehrwürden des Herrn ..... Rabbiner Dr. Zwi Taubes £iteratur Hermann Kantorowicz. Der Geist der englischen Politik and das Gespenst der Einkreisung" Deutschlands. Ernst Rowohlt. Berlin 1929. Ein „Wälzer" von rund 500 Seiten, aber außerordentlich spannend geschrieben. Kantorowicz, Professor der Rechte in Kiel, kämpft mit großem Elan gegen die weitverbreitete Theorie an. daß England eine Einkreisung Deutschlands betrieben habe. Der Krieg mit England war vielmehr eine Konsequenz der Wilhelrn-Tirpitzschen Flottenpolitik. Mit viel Geist versucht K. zu beweisen, daß die Engländer, ausgezeichnet durch die Eigenschaften: Ritterlichkeit. Sachlichkeit und Humanität, nie an eine militärische Politik gedacht haben, ja. daß es nie einen britischen Imperialismus gab, sondern daß das Imperium so von selbst zusammengewachsen sei. Es gäbe gar keine zielbewußte britische Politik, sondern so eine . Art — wie sagt der Wiener? — von Fortwursteln. Das alles ist mit vielen Dokumenten belegt und hochinteressant zu lesen. Derjenige aber, der die Engländer an der Arbeit., nämlich die Beamten des Colonial-Office in Uebersee, beobachten kann, wird vor allem in einem mit K. übereinstimmen müssen, nämlich was das Fortwursteln Das schönste Geschenk für die Jligend von 9-14 Jahna Durch Welt und Zeit von Siegfried Abeles. Geb. S 5.—, Lein. S 7.— Dieses Buch wird der jüdischen Jugend Freund werden, notwendig und wohltätig. (Prof. Dr. K. Kupfer, .Wahrheit* vom 17. Juni 1930) Josef Bell, Dacfihandlang Wien I., Rabens.elg Nr. 3 Jüdische Literatur. Gebetbücher, Talessim und Schulbücher BehSrdI. konzessioniertes Realitäten-Verkehrs- und Verwaltungs-Bureau Rudolf Szilägyi Wien IX., Rote Löwengasse 3/8 Telephon A10-8-20 übernimmt naBSYCnrallaniteil, vermittelt An- und Verkauf sowie Tausch Jeder Art Dealllaien, LandwiriMhanen, noieis. rabrihen, KalleebQnser, Restaurationen etc. Beschafft I. u. IL Sätze und Reparaturkredite. Zeitungen vom Verleger versendet. Journal ezpedle par l'editeur. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurOck an: Verlag „Me Wahrheit", Wien IL, H*lnestraBe 11/12 anbelangt. Die Verwaltung Palästinas seit zehn Jahren z. B. leidet an diesem System. Nicht immer aber kann man finden, daß der Engländer ein Gentleman ist und sehr der Sachlichkeit huldigt. Die ganze Geschichte der politischen Arbeit in Arabien seit 15 Jahnen oder die nicht eingehaltenen Versprechungen Mac Donalds Cypern gegenüber, nationale Selbstbestimmung betreffend, sind nicht ganz in Einklang zu bringen mit dem Bild, das K. uns vorzaubert. „Die Kunde höre ich wohl . . Dennoch ist dem Buch weite Verbreitung zu wünschen, um unsere Generation zu immunisieren gegen einen blinden Glauben die „verantwortlichen" Außenpolitiker. Dr. K. G. Carl Winters Universitätsbuchhandlung in Heidelberg. Soeben erschien: (Tobh! 'Eiern) und sein Werk Ein Beitrag zur Pentateuchexegese des Mittelalters von D. Herzog. Zweiter Halbband. gr. 8°. Geheftet Mk. 12.—. Die wissenschaftliche Forschung über Abraham ibn 'Esra', den einzigartigen Exegeten und berühmten Grammatiker, ist trotz einiger weniger guter Arbeiten, die in den letzten Jahren über einzelne Teilgebiete erschienen sind, noch immer nicht in dem Maße fortgeführt worden, wie es dieser bedeutende Gelehrte verdient hätte. Namentlich seine Kommentare zum Pentateuch, die auch heute noch als unübertreffliche Denkmäler scharfsinniger Erfassung und genialer Ueberwindung exegetischer Schwierigkeiten gelten, sind trotz ihrer weiten Verbreitung eigentlich so gut wie garnicht entsprechend gewürdigt worden. Aus diesen Gründen war man schon ziemlich frühzeitig damit beschäftigt, durch Superkommentare das Verständnis für diese Kommentare zu fördern. Aber die meisten von ihnen vermochten nicht auch nur annähernd die ganz-^tsgezeichneten Schöpfungen ibri ^sra'ischeii Scharfsinnes* zu erfassen. Nur einem gelang es, in kongenialer Weise die Schwierigkeiten zu überwinden, das war Joseph Bonfils, der in seinem glänzend geschriebenen Superkommentar „Sophnath Pane'ah" einen keiner Schwierigkeit ausweichenden, fortlaufenden, meisterhaften Kommentar geschaffen hat. der uns erst so recht das Ver- Btändnis für die einzigartigen großen geistigen Vorzüge und den Scharfsinn ibn 'Esra's erschließt. Leider aber war dieser Superkommentar nur teilweise in einer in bestimmter Tendenz und infolge wissenschaftlicher Unfähigkeit des Herausgebers verstümmelten und vollkommen unbrauchbaren Ausgabe zugänglich. Darum hat schon Adolf Neubauer, der berühmte Bibliothekar der Bodleiana und bedeutende Kenner der mittelalterlichen hebräischen Literatur, auf die Wichtigkeit der" Arbeit Joseph Bonfils hinweisend, gemeint: Der Sophnath Pane'ah verdient ganz herausgegeben zu werden, wenn überhaupt die ibn 'Esra'Iiteratur noch einen Wert hat. Diesen Wunsch Neubauers, der übrigens auch ein langgehegter Wunsch weiter Freundeskreise der hebräischen mittelalterlichen Literatur, gewesen, hat Herr Dr. D. Herzog, Universitätsprofessor in Graz, der gewiß derzeit beste Kenner der Arbeiten ibn Esra's, dadurch zu erfüllen gesucht, daß er bereits im Jahre 1911 (Carl Winters Universitätsbuchhandlung, geh. RM. 15.—) den Superkommentar Joseph Bonfils zur Genesis und zum Exodus veröffentlicht hat. Nach fast 2 Jahrzehnten legt nun Professor Herzog den 2. Schlußhalbband (geb. Mk. 12.—) vor. der den Superkommentar zu den übrigen Büchern des Pentateuchs sowie auch eine ausführliche Abhandlung über Leben und Schaffen Joseph Bonfils enthält Damit liegt das Buch vollendet vor und Professor Herzog glaubt hiermit gleichzeitig eine Ehrenschuld der Wissenschaft Joseph Bonfils gegenüber abgetragen zu haben! GROSSFLEISCHHAUEREI SIEGM. KORNMEHL WIEK IX., BEROOASSE NR. 19 FILIALE! XVIII., WAHRINaERSTRASSE 97 Telephon Nr. A 17-349 and A 18-9-34 Lieferant für Heilanstalten AbteilungenforKoscherfleisch ■mler Anfaloht des ehrw. Rabbinatee der Isr. KultiiS0eineliid« Wien. Sämtliche Fleischsorten von ausschließlich Prima-Qualität zu den billigsten Marktpreisen Einlösung von bei GoldSllberPlatin f j ■> O. A. 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