Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 38-39 (22.9.1930)
- Date
- 1930-09-22
- Page
- – (sequence 16)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Seit« 16 V. b. b< DIE WAHRHEIT Kalender-, SIdra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Oebetstonden Elul 6680—TUohri 5691 | Sept-OJrt. 1980 Iran abds. 6- 30 Ein) 29. Er»»Bnirt«alrtllrtS-50 6 30 Tischri 1. l.Tl| Buicll BuckMIl 6 00 7-30 2. 2.Ti|luuliliMkHik6-lO 7- 45 „ 3. Zun Oedaljnbn (Fasten) 6-00 „ 4. Oseresjeinescfaowo5-30 fHaasinu (V.B.M.) « «, e ISchabos Scbnwo ..»n 8- 30 „ Sfrlaftorah 620 IScbuwo Jlsrcel 6-45 „ 9. En« Ii» (ittw Koln Nidie 5.50 7.30 „ 10. Jhb «nir Oiiklr) Scbloe 6.10 frfih abds. 6-30 Mont, 22. Sept. 5 30 EttWlHMk Blukiu 7- 30 Dienst 23.Sept. 6'00 Iuki Huckiie 1. T»£ 7- 30 Mlttw., 24. Sept. 6-10 Bind HuitNi 2. Tag 6 45 Dono. 25. Sept. 6-00 Zaum Gedaljuhn 6- 45 Freitag 26. Sept. 5-30 8- 30 Sam(t.,27.Sept. 6-20 7- 30 MlttW-, 1. Okt. 550 Erew Jim (liiir 7-30 Donnerst.,2.0xt. Jtu Mm*t (Maskir) Schluß 610 Mlnchagebet an Samstagen um 3 Uhr, an Festtagen um 3-30, am Erew Janm Kippur nm 1.30 nachmittags Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expediä par l'edlteuc. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an: Verlag „Die Wahrheit" Wien II» HelnestraBe 13/1! 12 (Beerdigungen. 9. September. Martin Weinstock, 6 Jahre, Czernowitz (Rumänien) (HI. Tor). — Rosa Schönfeld, 27 Jahre, 2. Bezirk (III. Tor). — Berta Patzawsky, 71 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Osias Preßler, 82 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Chasia Heilermann, 64 Jahre, Jasina (C.S.R.) (III. Tor). 10. September. Rachelle Melier, 76 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Emanuel Müller, 72 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Isidor Kohn, 67 Jahre, 3. Bez. (L Tor). — Siesfried Metzt 57 Jahre. 18. Bez. (III. Tor). — Victoria Goldmann, 2. Bez. (III. Tor). — Auguste Kann, 77 Jahre, 1 Bez. (III. Tor). 11. September. Arnold Deutsch, 69 Jahre, 20. Bez. (HI. Tor). — Ferdinand Hermann, 15 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Nanette Pollascii, 85 Jahre, 2. Bez. (111. Tor). 12. September. Charlotte Soor, 97 Jahre, 19. Bez. (I. Tor). — Natalie Fiscbl, 54 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). — Moritz Fuchs, 66 Jahre, 2. Bez. (L Tor). — Leopold Schwarzbart, 57 Jahre, 3. Bez. (I. Tor). — Rosa Tysmenicky, 68 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Geina Appel, 39 Jahre, Zloczow (Polen) (III. Tor). — Bertbold Neumann, 50 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Josef Fünkel, 71 Jahre, 9. Bez. (HL Tor). — Alice Fried, 24 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Richard Rosenfeld, 50 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Hennine Spitzer, 58 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). 14 September. Amalie Freud, 95 Jahre, 18. Bez. (I. Tor). — Margarete Weinstock, 50 Jahre, 1. Bez. (I. Tor). — Isabella Zerner, 62 Jahre, 8. Bez. (I. Tor). — Ing. Adolf Berger, 62 Jahre, Mödling (1. Tor). — Markus Schnabel, 73 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof).— Rachel Lea Frostig. 72 Jahre. 4. Bez. (III. Tor). — Max Schafranek, 53 Jahre, 1. Bez. (III. Tor). — Rosa Braver, 65 Jahre, 21. Bez. (III. Tor). — Auguste Kulka, 32 Jahre, Preßburg (III. Tor). — Bela Hoffmann. 71 Jahre, 18. Bez. (HI. Tor). — Sarah Rifke Hernnann, 63 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). 15. September. Anna Lucka, 65 Jahre, 9. Bezirk (L Tor). — Ascher Herschkovicz, 62 Jahre, 12. Bez. (Hl. Tor). — Herecn Hartl, 60 Jahre, 2. Bez. (HL Tor). — Josef Glasennann, 74 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). In memoriam David Hartmann s. A. ehem. Oberkantors der orth. isr. Kultusgemeinde Budapest Ii. Fischer, Oberkantpr der Wiener isr. Kultusgemeinde im Seitenstettentempel. „Ed hagal hase, weedoh hamazewoh" „Zeuge sei dieser Stein als Denkmal." Am 12. Elul stellte die Budapester orth.-isr. Kultusgemeinde ihrem berühmten Obenkantor David Hartmann s. A. einen Grabstein, der ein „Omed" mit daraufliegendem Machsor' vorstellt, das links und rechts überglänzt wird von zw^i flammenden Kerzen. Den Entwurf dieses Grabdenkmals will dartun, daß der unter diesem Grabdenkmal ruhende „Chasan" mit dem Glänze seiner wohllautenden Stimme die Herzen seiner Glaubensbrüder zu entflammen verstand, Aus Anlaß des ersten Jahrzeittages meines Freundes David Hartmann will ich mit diesen Zeilen das Andenken dieses ideal gesinnten Oberkantors in Erinneinung bringen, mit dessen allzufrühem Hinscheiden das Musterbild eines wahrhaften „Scheliach-Zibur" ins Grab gesenkt wurde. Viele, die nicht das Glück hatten, David Hartmann näher kennenzulernen, haben ihn für einen stolzen, in sich gekehrten Mann gehalten; in Wirklichkeit aber war er bescheiden und gottesfülrchtig. Stolz war er bloß darauf — und er hatte auch das Recht darauf stolz zu sein —. daß er der erste Vorbeter der Pesten orth.-isr. Kultusgemeinde sein konnte; denn David Hartmann war ein „Baal Tefiloh" im höchsten und edelsten Sinne dieses Wortes. Niemals hatte er durch äußere Erfolge billige Lorbeeren angestrebt. Mit einer an Fanatismus grenzenden Ueberzeugung hielt er an der Richtigkeit seines Vortrages fest und gerade damit hat er der kommenden Generation nur ein gutes Beispiel und eine gute Lehre gegeben. Er stand vor dem Omed mit Ehrfurcht in dem Bewußtsein, daß er als Gesandter seiner Gemeinde zu Gott dem Allmächtigen betet Die heilige Sprache beherrschte er in Vollkommenheit und erfüllt von der Bedeutung jedes Wortes betete er zu Gott mit reinen? Seele, mit edlen und erhabenen Gedanken und mit den heiligsten Gefühlen. Seine Rezitationen waren voll Rhythmus und vollendet in der Form, denn er war musikalisch hochbegabt und in seinen mit Chorbegleirung vorgetragenen Kompositionen waren niemals Dissonanzen wafanzu nehmen. Sein ganzes Leben hindurch war er bestrebt, sich fortzubilden, sowohl gesanglich als auch musikwissenschaftlich, derm er. liebte seinen Beruf. Großes Gewicht legte er auf den von seinen Vorfahren ererbten „Nisuch". dessen Melodien uns „Misinaj" vererbt wurden und eben deshalb, durch Hochhaltung des übernommenen Erbes war er ein erstklassiger Chasen; denn ein wirklich guter Chasen kann nur derjenige sein, der ein guter „Baal- Einlösung von bei 6oM,SilDer,Plafin j Behprdl. konzessioniertes Realitäten-Verkehrs- und Verwaltungs-Bureau Rudolf Szilagyi Wien IX., Rote Lewengasse 3/8 Telephon A10-8-20 übernimmt BaOSf emtiftllUEeil, vermittelt An- und Verkauf sowie Tausch Jeder Art Beallfaten, Landwirfsdialien, noteis. rabrlhen, KfUleeh&aser, Beslanratlonen etc. Beschafft I, u. II. Sätze und Reparaturkredite. Cr. A. Scneid j Wien I., Franz Josef-Kai 49 | Zentrale: VI., Gumpendorferstraße 85 Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse J0, Telephon R 30-5-38 Filiale; VII., Burggasse 17, Telephon B 32-3-80 Messe Rotunde 6659/63 Tefiloh" ist, der den „Nisuch" und die von unseren Vorfahren ererbten traditionellen Gesänge sich immer vor Augen hält Wir betrauern in David Hartmann den vollkommenen Baal-Tefiloh, den musikalisch auf hoher Stufe stehenden „Scheliach Zibbur", den gottesfürchtigen guten Juden und edeln Menschen, den treuen Pfleger des traditionellen „Nisuch" und nicht zuletzt den ästhetischgeschmackvollen Meistersänger als Kantor. „Ki lemaaloh jesch Hecholaus, ascher niftochaus l'schiroh ulsimroh (Sohar)." Wien, im Monate Elul 5690. Professor Juliusz Wolfsohn hat ein neues Werk jüdischer Musik vollendet. Es ist dies ein aus zwei Teilen bestehendes „Album für die jüdische Jugend" und enthält 20 Charakterstücke jüdischer Musik mit teilweiser Benützung einiger bekannter Volksweisen. Alles ist in leichtester Fassung für Kinder gehalten. Es ist somit das erste pädagogische Werk judischer Musik. Professor Wolfsohn hat sich, einer Anregung aus Freundekreisen Folge leistend, bereit erklärt, das Werk mit einleitenden und verbindenden Worten in der nächsten Zeit an einem für Kinder bestimmten Abend selbst vorzutragen. JOdisdies Hädcheninternat in Paris ab » September eröffnet? Für lange Mädchen von 14-20Jahren herrlich gelegenes Institut, 20 Zimmer, wunderschöner Park, mütterliche Fürsorge. Im jüdischen Mädcheninternat werden durch geprüfte Professoren sämtliche europäische Sprachen unterrichtet. Verlanget Auskunft und Prospekte. Einziges jüdisches Mädcheninternat. Mme. Dr. Szarvas Villa Genevieve, 14 Ad. de Robinson, Robinson beaulieu de Paris (Seine). Pazmanitentempel: Samstag, den 27. September (Sckabbos Scnuwo) hält Se. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. Zwi Taubes nach dem Mlnchagebet (4 Uhr nachmittags einen halachiscben Vortrag. leonoldstädfer Tempelverein Aeschel Awrohom II., Paimanttengflsse 6, Tel. P 41-8-63 Anmeldungen y. Aaigeboien, Trauungen (anm nni. freiem nimmel) n. Darmizwaas PartelMvsrfcohr aa Werktagen von 3 bis Uhi nachmittag!, an Sonntagen von 10 bis 12 Uni vormittags Oebetatnnden 29. Elul S6BO bis IS. Tlschrl 5691 — 4. bis 17. Okt. früh 6-00 Elul 6-30 Tischri 6-30 . 600 . 6-00 . 6-30 und 9-00 abds. 29. Erew Rausch Bascbonob 5 50 I.I.Tag „ „ 6-25 2. 2. . . 6-25 3. Zaum Gedaljnhu Fasten 5-40 4. Sabbat-Eingang 5-30 5. Sabbat-Ausgang 6-20 6-00 Tischri 6.-8. 5.30 9. ErewJaumKippnrMlncha 1-30 6-15 . ... Kol Nidre 545 6-15 . 10. Janm Kippnr (ScbluS) 6*10 1. Tag Bosch Hoscbano. Kol Nidie und Masklr. Predigten Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiner Dr. Zwi Taubes Wien h, Seitenstettengasse 2, Tel. U 28-1-28 XL, Zentraltriedhof, itbtl im I. IM, Tel. U18-0-85 ManeloscUGn-FriedbafSBöGte Neu erschienen — Oute deutsche Übersetzung- Übersichtliche Anordnung. Taschenformat, gut gebunden. Illustriert. Preis S 2.— mit Postversand 50 Groschen mehr Josef Seif, Dadinanfllnnö Wien l., ftattensteiH Nr. 3 Wwkv clte Holmen Feierlage bestellen Sie rechtzeitig Ihren Bedarf in welBen und schwarzen TALAREN und BARETTEN welche in den mannigfaltigsten Formen sowohl vorrätig als auch nach Maß in der altbekannten üniformierung und Maßschneiderei Rudolf Gold stein ATELIER FÜR FEINE HERRENGARDEROBEN NACH MASS Wien ■>■•< TaborstroOe 54 zu billigsten Preisen und in schönster Ausführung erhältlich. Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemeinden. Zahlreiche spontan erfolgte Anerkennungsschreiben bedeutender Persönlichkeiten des In- und Auslandes, auch Ubersee. Gegründet 1866. — Telephon R 49-0-48 Achtung auf Haus- und Telephonnummer! «eent^er. Hentweber ™d Vertex: Lnd^r TTIr.cM«td. Wien n^Hotes^e 13L -^f»J*^^»?,«hr! Oskar H i r i ch f e I d. Wien H.. 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