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Die Wahrheit · 1930-07-25 · Heft 30 (25.7.1930) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1930
Issue
Heft 30 (25.7.1930)
Date
1930-07-25
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seite 8 V. b. b= DIE WAHRHEIT Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Gebetstnnden Ttunu t-Aw 5680 ] Juli1830 abds abds Tamus 29. Erew-Rauscb-Cbaudesch 7*40 1 Sehabes-Rausch-Cbaudesch . , | Mataus-Mase Aw '• | Haftorah-Schimen 8 30 1 2. Perek 2 " bis 7-00 .. «• Freitag, 25. Juli 7*40 Samstag, 26. Juli 8-30 Sonntag, den 27. JnU bis Donnerst 31. JnU 7-00 früh 7.00 an Wochentagen 830 an Samstagen 3.00 Mincna ^Beerdigungen. 15. Juli 1930: Malvine Steinhauer. 59 Jahre. 17. Bez. (1. Tor). — Fritz Morte Reich. 72 Jahre. 5. Bez. (I. Tor). — Dorothea Schenker. 62 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Hermann Reichner, 77 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Jetti Kreiiier. 90 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Ludwig Glanz. 61 Jahre, 8. Bez. (HI. Tor). — Hanni Hecht. 75 Jahre, 18. Bez. (III. Tor). — Jente Jackeb. 68 Jahre, 17. Bez. (III. Tor). — Ludwig Schwarz. 51 Jahre, 18. Bez. Uli. Tor). — Biene Jankel rect Horowitz, 69 Jahre. 8. Bez. (HL Ton). — Moriz Löwenschuß. 2 54 Jahre. 7. Bez. (III. Tor). 16. Juli 1930: Franziska Birken. 38 Jahre. 9. Bez. ({IL Tor). — Otto Schlesinger. 45 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Isidor Wortsmann, 48 Jahre. 3. Bez. (HI. Tor). — Rosa Kaufmann, 58 Jahre. Neuiengbach. (III. Tot). — Bina JenckeL 65 Jahre. 8. Bez. (HL Tor). — Moses FJchenbanm. Rabbiner, 56 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — 17. Juli 1930: Adolf Grünnut. 59 Jahre. 3. Bez. (1. Tor). — Johanna Kirschner. 73 Jahre. 8. Bez. (III. Tor). — Lotte Goldenberg. 72 Jahre, 20. Bez. (III. Tor). Johann Werner, 84 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). 18. Juli 1930: Armin Grünwald. 52 Jahre. 7. Bez. (III. Tor). — David Brucker, 82 Jahre, 3. Bez. (III. Tor). — Eduard Rubinstein, 32 Jahre, 4. Bez. (III. Tor). — Elvira Deutsch. 65 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). 20. Juli 1930: Emil Ehrenstem. 54 Jahre. 21. Bez. (I. Tor). — Hans Thieben. 32 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). - Hedwig Freund, 61 Jahre, 18. Bez. (I Tor). — Eugen Kohn, 17 Jahre. 2. Bez. (HL Tor). — Rosa Farago. 57. Jahre, 6. Bez. (III. Tor). — Elias Hersch Tepner. 62 Jahre. 20. Bez. .(Hl. Tor). — Jenny Kohn. 74 Jahre, 3. Bez. <ni. Tor). 21. Juli 1930: Dozent Dr. Julian Zilz. 69 Jahre, 9. Bez. (I. Tor). — Bertha PoIIak. 51 Jahre. 3. Bez. (I. Tor). — Anton Diamant. 77 Jahre, (III. Tot). — Karoline Lazarowicz, 84 Jahre, 19. Bez. (III. Tot). Austritte: aus dem Judentum. 11. Juli: Kwlttner Leona, geb. 10. November 1900. Kolomea, ledig, IL Sterneckplatz 14. — 10. Juli: Popper Helene, geb. 15. Oktober 1907, Wien, ledig, XVII., Blumengasse 75. — 9. Juli: Friedmann Hermann, geb. 6. Jänner 1893, Baden, ledig, XV., Märzstraße 10. — 7. Juli: Rafael Anna, geb. 25. August 1906, Wien, ledig, IX., Gilgegasse 14/5. 10. Juli: Krämer Emmy, geb. 6. Juli 1898, Gablitz, verh., XV., Mariahilferstraße 170. 9. Juli: Wallesz Anna, geb. Ranschberg, geb. 1. März 1897, Wien, ger. getr., L, Biberstraße 11. — 14. Juli: Straus Mina, geb. 8. März 1876 in Lutter, ledig, XIV., Tossgasse 3/13. — 11. Juli: Blau Ludwig, 28. November 1902, ledig, XV.. Zinckgasse 4. — 14. Juli: Reiss Ottilie, geb. 20. Februar 1904, Wien, ledig, Grinzingerstr. 93. Mtecatm Eine neue Jehuda Halevi-Ausgabe. Zum dritten Jahrzeitstage Eli Michaelshat der Frankfurter Verein „M*kizei Nirdomim" einen neuen Band Jehuda Haie vi herausgegeben. Es ist der vierte Band im Rahmen der gesammelten Schriften, nach Handschriften und Druckwerken und mit Anmerkungen versehen von Dr. H. Brody herausgegeben (Druck bei Itzkowski, Berlin). Der Band umfaßt synagogale oder religiöse Poesie und gliedert sich in fünf größere und kleinere Teile. Der erste Tefl enthält Smirotb und Hymnen für Sabbat .Sabbatausgang und besondere Sabbate, zum Teil bisher unbekannte Gesänge. Der zweite Teil vermittelt Sfichaus-Gebete für verschiedene Fasttage, eine eigene Heine Abteilung enthält Piutim für das Purimfest Unter dem Titel „Nefuzoth Jehuda" sind verschiedene Leopoldst&dfer Tempelferein Aeschel Awrohom a, Pazmanltengasse 6, Tel, R 4? -8-63 AnntttdDiitfeii f. Aufgeboten, Trauungen (aofflanLiraemnimineDa. Barmlzwaus Partelonvertcaltr an Wetktagea von 9 bis Vi* Ubr nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vormittags Ctebetstnnden Tamus-Aw 6690 — Juli 19SO. Tamm 29. Sabbat Eingang................ 7-30 Aw 3. . früh.............6-30 und 9-00 Mincna.................. 4-00 . Ausgang ................ 8'SO Aw 2. bis 6....................... 7-30 Zeitungen vom Verleger, versendet. Journal expedtä par l'edttenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden: mit neuer Adresse zurück an: Verlag »Die Wahrheil". Wien II., Heinestraße 13/12 Lieder aufbewahrt. Zuletzt kommen unter der Ueberschrift „Scheworjm" kleine Gebete und Hymnen. Der gelehrte Herausgeber läßt dem Bande eine Einführung vorausgehen, in der er den Söhnen Eli Michaels den Dank abstattet, daß sie durch ihre hochherzige Stiftung zu Ehren ihres unvergeßlichen Vaters ermöglicht haben, die durch den Weltkrieg unterbrochene Herausgabe des Divans in so würdiger Weise fortzusetzen. Der Verlag Dr. R. Färber. Mähr.-Ostrau, gab heraus: F. Kanter, Mischle Jaakob. Schon der Titel weist darauf hin, daß hier zum großen Teil der Dubnoex Maggid als Quelle benützt wurde. Die meisterhafte Anwendung auf aktuelle Gegenstände ist aber das uneingeschränkte Verdienst des Verfassers, der sich durch diese neueste Gabe seines fruchtbaren Geistes wieder den Dank des jüdischen Lesepubikums verdient hat. Ilse Herlinger, Mendel Rosenbusch. Diese Geschichten für jüdische Kinder sind, wie die früheren der Verfasserin, um so freudiger zu begrüßen, je weniger dieses Gebiet bisher angebaut wunde. Nur führen sie sich mit einer Geschichte ein, in der ein Diebstahl zu gutem Zweck verübt wird, immerhin ein Diebstahl, und darum bedenklich. Gorki schreibt eine Geschichte des Antisemitismus. Der berühmte russische Schriftsteller Maxim Gorki empfing vor kurzem den Chefredakteur einer hebräischen Tageszeitung. In einem längeren Gespräch über seine schriftstellerischen Arbeiten gab Gorki bekannt, daß er sich gegenwärtig hauptsächlich mit zwei größeren historischen Forschungsarbeiten befasse. Die eine, welche schon binnen kurzem in Rußland erscheinen wird, betrifft die Geschichte desBeiiis-Prozesses und der Hhiäügenanwiörfe, durch welche der Prozeß seinerzeit künstlich hervorgerufen wurde. Gorki erklärte, daß das , zu diesem Prozeß tatsächlich vorhandene Dokumentenmaterial nur zum Teil bekannt ist. Er sei im Besitze von bisher unbekannt gebliebenem, reichem DoJcumentenmaterial. durch dessen Veröffentiicbung eigentlich erst in die Hinterigrirnde des Prozesses und seiner Vorbereitung hineingeleuchtet und auch die politische Bedeutung des ganzen Feldzuges stiwjä die* Haltung der Regierungsbehörden unzweideutig festgestellt wird. Diese Arbeit werde vielleicht das wichtigste Quellenmateräal zur Bekämpfung der Ritualmordlüge und dem Aufhellung der > Fälschungen von Dokumenten, Protokollen und Zitaten aus anderen Werken darstellen. Auch das zweite Werk, an dem Gorki jetzt arbeitet, soll ein gründliches Monumentalwerk werden und die Geschichte des Antisemitismus von den ersten judenfeindlichen Regungen bis auf unsere Zeit, auf ganz neues, aber durchweg unerschütterliches Ouellenmateriai gestützt, behandeln- Wie Gorki versichert, ist auch diese Arbeit schon weit vorgeschritten. Es ist anzunehmen, daß beide Werke gleichzeitig in verschiedenen Sprachen herauskommest werden oder daß die Uebersetzungen unmittelbar nach Erscheinen des russischen Originals erfolgen werden, Uin Franz Werfe!. In der Berliner C. V. Zeitung bespricht Rabbiner Dr. Hugo Hahn {Essen) Franz Werfeis Roman „Barbara" und erwähnt dabei auch die seltsame Gestalt des „christusgläubigen Juden'^ namens Engländer. Dr. Hahn, der bekannte Führer der jüdischen Jugendvereine Deutschlands» schreibt darüber: Läßt uns so der Dichter im Ungewissen, wie weit er sich mit der Auffassungsweise Engländers selbst indentifiziert, so kann man sich des Eindruckes doch nicht erwehren, daß er der christlichen Glaubenswelt gerechter zu werden versteht, als der jüdischen. Das kann nach der Grundtendenz von „Paulus unter den Juden" nicht weiter überraschen. Wie weit diese Liebe eines Tages noch gehen wird, läßt sich schwer sagen. Relativitätstheorie. Gelegentlich des Flestessens anläßlich der Entgegennahme des Ehrendoktorats der Sorbonne wurde Einstein gefragt, wie es mit seiner Relativitätstheorie stehe.. Einstein erwiderte darauf: „Wenn sie sich bestätigt, wird' Deutschland sagen, daß ich ein. Deutscher sei, Frankreich aber wird behaupten, ich gehöre der ganzen Welt. Bestätigt sie sich! aber nicht, dann sagt man in Deutschland, Einsteia ist Jude, Frankreich aber wird behaupten, icb sei ein Deutscher." Zwei sehr brave und intelligente Gymnastinnen aus feinem Hause bitten, ihnen und ihrer kränklichen Mutter zu einer Erholung auf dem Lande zu verhelfen. Zuschriften an die Admin. des Blattes. MICMELERBiD Wie« XVIII., Htekatlerafr. 12 Telephon B 45-201 Bei der Volksoper. SUdtbahnstation WIhringerod. Nußdorferstr. Z0-Z5%-EnnäBlBnngsiinwBlsDng ™rMlÄ,Är*»d,r Dunpf--und Heißluftbad. ...... .S VBO statt 3.1« V|nVin.i„. Wannenbad I. Klasse.......... 1.50 . 1.80 > wi^l. Wannenbad II. Klasse .......... L30 . 1.50 > WUcBe Bis anf Widerruf nur an Werktagen gültig atfaCCSlT*?!*}. Montau t. 9—1 b (nur Wannenbad), Dienst. IlUSafläXCIt. u.Mittw.v. 9—5h, Donnerst, v. i/«9-Sb, Freit v. 8—6h, Samst v. 8—V«6h, Sonnn. Feiert v. >A8—12 b, Unsere Dampfbäder sind wirklich gut. — Falls Sie sie noch nicht kennen, so machen Sie einen Versuch (auch wenn Sie in einem fernen Bezirke oder sogar auswärts wohnen) und Sie bleiben unser standiger Besucherl Wien L, Seitenstettengasse 2, Tel. 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