Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 28 (11.7.1930)
- Date
- 1930-07-11
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 92% known words query
- IRI
…/3062972-3064145-3064173--17978-3082960- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 8 IT. b. b, DIE WAHRHEIT : i 1 fil II •*& ff I i! 3i V|- 8 y?•, it Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafel Gebetstunden Tamm £680 Juli 1930 TamoiiS, jBolok (IV.B.M.) 16lH«ftor.h abdc 7-60 8-40 j Wenojo scbeerle 16. Peiek 17. Fasten Scbiwo osor- BeUmns bis 21. 7-00 abds Freitag, II. Juli 7'SO Samstag, 13. Jnli 8*40 Sonntag, den 13. JaU bis Donnerst 17. Juli 7-00 früh 7.00 an Wochentagen 830 an Samstagen 300 Mlncha Beerdigungen. 1. Juli 1930: Marie Ernst, 52 Jahre, 13. Bez. <L Tor.) — Allred Fleckles, 74 Jahre, 19. Bez. (III. Tor.) — Regme Oppel. 50 Jahre. 18. Bez. (HI. Tor.) — Rosalia Rfibenfeld, 39 Jahre, 16. Bez. (III. Tor.) — Anna Bardach, 56 Jahre, 14. Bez. (III. Tor.) 2. Jnli: Jonas Freund, 84 Jahre, 3. Bez. (I. Tor.) — Fanny WeiBmann, 73 Jahre, 2. Bez. (III. Tor.) 3. Juli: Johanna Friedl, 77 Jahre. 5. Bez. (L Tor.) — Berta Czaczkes. 58 Jahre, 2. Bez. (I. Tor.) — Fanny Lampi, 76 Jahre, 9. Bez. (I. Tor.) — Erich Fischmann, 3% Jahre, 5. Bez. (IIL Tor.) — Fritz Sittig, 71 Jahre, 20. Bez. (IIL Tor.) — Dr. Gerold Diamant, 45 Jahre, 8. Bez. (IIL Tor.) — Maximilian Fischer. 76 Jahre, 13. Bez. (IIL Tor.) — Karl Spitzer, 50 Jahre, 9. Bez. (III. Tor.) — Slam. Jakob Leiser, 2 Jahre, 2. Bez. IIL Tor.) 4. Juli: Eugenle Popper, 47 Jahre, 4. Bez. (I. Tor.) — Pauline Lustig. 69 Jahre, 9. Bez. (L Tor.) — Gisela Grimm. 52 Jahre, 1. Bez. (L Tor.) — Moritz Smetana, 70 Jahre, 6. Bez. (III. Tor.) — CäzOie Wenger, 76 Jahre, 2. Bez. (III. Tor.) — Henriette Kaufmann. 83 Jahre, 2. Bez. (III. Bez.) — Marie Jellinek, 78 Jahre, 2. Bez. (IIL Tor.) — Moritz Diamantstein, 49 Jahre, 4. Bez. (IIL Tor.) — Beny Deutsch, 63 Jahre, 21. Bez. (Floridsdorfer Friedhof.) 6. Juli: Marie Radinger, 78 Jahre. 12. Bez. (L Tor.) — Marie Weiß, 64 Jahre, 2. Bez. (IIL Tor.) — Esther Rubinstein. 65 Jahre, 8. Bez. (IIL Tor.) — Wilhelmine Steinschneider. 62 Jahre. 18. Bez. (III. Tor.) — Josefine Bischitzky, 79 Jahre. 18. Bez. (IIL Tor.) — Ernst Melcber, 59 Jahre, 5. Bez. (IIL Tor.) — Pauline Schönstein, 64 Jahre. 2. Bez. (IIL Tor.) — Hugo Fähndrich. 79 Jahre, 13. Bez. (IIL Tor.) — Jakob Schwarz, 80 Jahre. 9. Bez. (III. Tor.) — Markus GuMig, 66 Jahre, 7. Bez. (IIL Tor.) — Emst Breuer. 24 Jahre. 3. Bez. (I. Tor.) — Sidonie Weiß, 67 Jahre, 7. Bez. (L Tor.) 7. Juli: Anna Klapp, 19 Jahre, 2. Bez. (IIL Tor.) Einzelexemplare sind in der TraBk Lloydhof, Wien IL, Praterstraße 11, erhältlich. Austritte ans dem Judentum. 12. Juni: Moritz Walter, geb. 1. August 1861 Lettov, verw., VIL, Siebensterngasse 2. — 21. Juni: Marie Rosdoel, geb. PeckL geb. 7. August 1886, Wien, verh., XVII.. Rosensteingasse 77. — 11. Juni: Helene Weißenstein, geb. 26. September 1900, Wien, led., XIII., Gloriettegasse 33. — 27. Juni: Elsa Spiller. geb. Adler, geb. 2. September 1881, Linz, verh., DL, Nußdorferstraße. — 25. Juni: Marlet Wengraf, geb. Richter, geb. 12. Jänner 1909, Brüx. Tschechoslowakei, verh., IV., Belvederegasse 10/1. — 20. Juni: Dr. Karl Leop. Tauber, geb. 16. Jänner 1898, Surmawetzi, Rumänien, ger. gesch., XHL, Goldschlagstraße 193. — 24. Mai: Dr. Ernö Fried, geb. 25. Mai 1902. Lugos, Rumänien, led., VIII.. Schmiedgasse 8. — 25. Juni: Paul Ignaz Wengraf. geb. 15. Juni 1894, Wien, verlL, IV„ Belvederegasse 10/1. — 30. Juni: Reischer Grete, geb. 29. September 1914, Wien, le(L, IL, Lessinggasse 13/7. — 25. Juni: Jankelies Frankas, geb. in Gut Pojesse, Kreis Mariampol, led., XX., Klosterneuburgerstraße 59/26. — 1. Juli: Anna Fried, geb. 9. Juni 1913, Wien, led., IL, Obere Donaustraße 8. — ls Juli: Rudoll Körner, geb. 17. Oktober 1892, Freiwaldau, led., IL, Engerthstraße 8. — 14. Juni: Helene Horn, geb. 28. Juni 1911, Wien, led.. XV., Hütteldorferstraße 53/14. — 21. Mai: Richard Frankel. 30. Juni 1896, Wien, verh.. V„ Schönbrunnerstraße 41. — 5. Juni: JoseBne Frankel, geb. Ruziöka. geb. 3. August 1895, Neuburg, Tschechoslowakei, verh.. V.. Siebenbrunnengasse 59. — 5. Juni: Inge Frankel, geb. 11. Jänner 1924. Wien, led., V., Siebenbrunnengasse 59. Leopoltfstadfer lempel verein Aeschel Awronom II., Pazmanltenqasse 6, Tel. R 47-8-63 Anmeldungen v. Aufgeboten, Trauungen Caudmni.trelemitlniinel)u. Barmizwaus partsieRVerkehr an 4fce.Jc*£ci» uo 5 "»» litl Ltw iifeiiimilttgs, an Sonntagen von Ii bis 12 Uni votmittags Gebetstunden Taraus S690 — Juni 1930. Tamus IS. Sabbat Eingang................7-50 lb. . früh.............6 45 und 910 . Mincha.................4-00 Ausgang................ 8-40 Tamus 17. bis 21.....................7-00 Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expediö pär l'edlteur. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an: Verlag „Die Wahrheit", Wien II., Halneslrafte 13/12 Xitetatur Or Sarua („Das gesäte Licht") von Jakob Horowitz. ilL von N. Gutmann, Ketubim- Verlag, Tel-Aviv 5690. Der Verfasser, einer der begabtesten und fruchtbarsten Dichter Palästinas, ist vor allem als hebräischer Uebersetzer von Remarques „Im Westen nichts Neues" berühmt Im vorliegenden Buche läßt Horowitz in zehn Abschnitten jüdische Gestalten aus Spanien zur Zeit der erfolgten Judenaustreibnng ihr Leid schildern. Es erscheinen Bilder von einer Farbig-, keit und Lebendigkeit ohnegleichen, voll herrlicher Seelengedanken. Horwitz schuf mit diesem Buche eine ganz neue Richtung, er läßt jüdische Menschen — Ihre Namen sind geschickt erfunden — in der hebräischen Sprache ihrer Zeit die Zustände in ihrem Lande schildern. Das Buch ist sowohl stofflich als auch literarisch ausgezeichnet Die Sprache ist so eigentümlich sie erscheint, geradezu überwältigend. Es muß gesagt werden, daß Horowitz mit seinem „Or Sarua" alle seine früheren Erzählungen durch Schönheit der Sprache übertroffen hat Eine deutsche Uebersetzung dieses Buches wäre zu wünschen! Chajira Bloch. Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums. Das Juniheft bringt erfreulicherweise eine große Reihe von Aufsätzen, die unbeschadet ihrer wissenschaftlichen Gediegenheit auch einem weiteren Leserkreis verständlich sind. J. Bergmann stellt in einem Aufsatz „Sitten und Sagen" jüdische Bräuche in den Zusammenhang der Kulturgeschichte ein. Wenn nicht nur die Bibel, ..ein flammender Protest gegen jeden Aberglauben", zum Werkzeug des Aberglaubens wurde, wenn sich überdies auch sonst abergläubische Bräuche im Judentum bis in die Gegenwart hineinfinden, so zeigt Bergmann, daß es sich um Uebernahme nichtjüdischer Sitten und Vorstellungen handelt So wird z. B. die Sitte, den Afikomen als Schutzmittel aufzubewahren, zutreffend mit analogen christlichen Sitten zusammengestellt Aber auch zu so schönen Vorstellungen wie den Gedanken, daß Gott um der Kinder willen die Erwachsenen erhört, weist der gelehrte Verfasser außerjüdische Parallelen nach. Ferner berichtet Michael Guttmann über Fortschritte in Talmudforschun^.Louis-Lewin über Neuerscheinungen zur ostjüdischen Geschichte. Beiträge zur Bibelerklärung geben Martin Büber und Max Steit Letzterer stellt weitere Wortspiele in der Bibel zusammen, ersterer beginnt eine größere Aufsatzreibe, welche der Erläuterung seiner mit Rosenzweig s. A. begonnenen Bibelübersetzung dienen soll; zunächst werden mehrere schwierige Stellen aus dem Buch Jesaja besprochen. Neuland betritt Heinrich Flesch mit seiner großen Arbeit über „Jüdische Handwerker in Mähren" im 17., 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts. Auf Grund MICH9ELERB90 Wien XVIII., Micbaelerstr. 12 Telephon B 45-201 Bei der Volksoper. Stadtbannstation Währingerod. Nußdorlerstr. 2Q-ZS0/o-ErmäRisung5anwEisung Dampf- und rMflluftbad........S 180 statt 2 IG 1 Inklusive fUr r> » Leser der „Wahhelf Wannenbad I Klasse.......... 1.50 Wannenbad II. Klass..........* 130 .80 1 50 Wischt Bis auf Widerruf nur an Weiktagen gültig Kaccaipii. Hontag v. 9—1 b (nur Wannenbad), Dienst. I1G99I11.C11. u.Mittw. v. 9-5h, Donnerst, v. </t9 »h. Freit, v. 8—6b, Samst. v. 8—»/.6h, Sonnu. Feiert, v. Vi8— 12h, Unsere Dampfbäder sind wirklich gut. — Fall» Sie sie noch nicht kennen, so machen Sie einen Versuch (auch wenn Sie in einem fernen Bezirke oder sogar auswäits wohnen) und Sie bleiben unser ständiger Besucberl sorgfältiger Studien der Urkunden wird über jüdische Fleischer, Schneider, Glaser und sonstige Handwerker gehandelt; ihre Verbreitung und die gesetzlichen Bestimmungen, namentlich über ihre Besteuerung, werden nachgewiesen. Einen Beitrag zur Analyse der sogenannten jiddischen Sprache gibt B. Weinryb. Auch zahlreiche Besprechungen, z. B. über die Geschichte und das Wesen des Antisemitismus, sind durchaus gemeinverständlich geschrieben. Man abonniert die Monatsschrift, indem man Mitglied der Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaft des Judentums in Berlin wird und den jährlichen Mindestbeitrag von Mk. 10.— an diese Gesellschaft (Postscheckkonte Paul Veit Simon, Berlin 7030) oder an einen der Vertrauensmänner sendet welche in jedem Heft der Monatsschrift aufgezählt sind. Franz Rosenzweig-Gedenkschrih. Soeben erschien die im Auftrage des Vorstandes der Israelitischen Gemeinde Frankfurt a. M. von Doktor Eugen Mayer herausgegebene Gedenkschrift für Franz Rosenzweig. Neben einem Lebensabriß und einem Verzeichnis der Werke und Aufsätze Rosenzweigs enthält die mit drei Bildnissen versehene Schrift zahlreiche Einzelbeiträge, u. a. von Martin Buber, Richard Koch, Eduard Strauß, Ernst Simon, Viktor v. Weizsäcker, Karl Wolfskehl sowie die große Gedenkrede von Rabbiner Dr. Leo Baeck. „Judentum und Hygiene". Die große Internationale Hygiene-Ausstellung in Dresden lenkt die Aufmerksamkeit wieder einmal auf den ganzen Komplex der volksgesundheitlichen Fragen. Das Judentum hat zu diesen Dingen außerordentlich viel zu sagen, enthält doch das Religionsgesetz eine sehr große Anzahl von Bestimmungen, deren Durchführung dem jüdischen Volke Lebenskraft und -dauer gegeben hat Es ist deshalb zu begrüßen, daß, wie wir hören, ein Sammelwerk unter der Mitarbeit von etwa 20 namhaften rabbinischen, ärztlichen und anderen wissenschaftlich geschulten Autoren erscheint, das in populärer Darstellung alle Sektoren der jüdisch-hygienischen Gesetzgebung in ihrer Auswirkung auf den Einzelnen und die Volksgemeinschaft behandelt Auch die großen bevölkerungspolitischen Fragen der deutschen Juden finden selbstverständlich Berücksichtigung. Von aktueller politischer Bedeutung dürfte u. a. ein ausführlicher Beitrag über das Schächten und seine hygienischen Auswirkungen sein, der auch die von antisemitischer Seite erhobenen Vorwürfe widerlegt. Die jüdischen Ehegesetze, die Beschneidung, die Reinheitsgesetze, Speisegesetze, die Rolle der jüdischen Frau für die geistige und leibliche Hygiene des jüdischen Hauses, die sanitären Einrichtungen der deutschen Juden, der OSE und des modernen Palästina und vieles andere mehr werden in dem schönen, illustrierten Werke, das zu 3 Mark auf den Büchermarkt kommen wird, behandelt. Als Verleger zeichnet Herr Jac. Sternlicht, Abteilung „Verlag Judentum und Hygiene". Dresden A, Zeughausstraße 3. Ii ff Wien I., Seitenstettengasse 2, Tel. U 28-1-28 XI., Zentralfriedhof, Bit« im I. [or, Tel. U 18-0-85 Boilinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Siaglgasse 10. Telephon R 3C-5-38 Filiale; VII.. Burgjasse 17. Telephon B 32-:-80 M a ß s ch n eiderei Rudolf Goldstein Wien IL, Taborsfr. 54 Gegr. 1866 An meine sehr geehrten Kunden, Geschäftsfreunde und p.t. Ämter! Bitte höfl. von meiner neuen Telephonnummer R 49a0"48 gefälligst Vormerk nehmen zu wollen Rudolf Goldstein Uniformierung und Maßschneiderei. Spezialist aller Arten Talare. Eigentümer Hcranaceber und Verleger: Ludwig Hirschield. Wien Il„ HeinesttaBe 13. — Verantwortlicher Scuriiüeiter: Oikar Hirichleld. Wieu IL. Praterstraße 29. Druck: lgnez Spitz & Sonne. Wien iL. Kobertgaue 2. •■i>~&ZrZj2*3aF*rt* ■