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Die Wahrheit · 1930-05-09 · Heft 19 (9.5.1930) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1930
Issue
Heft 19 (9.5.1930)
Date
1930-05-09
Page
– (sequence 7)
Language
German
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DIE WAIlKnCII i ♦ uiuuuiiiuuiuuiuiiuuiuniiifiHuuiuiuiaiiiua l^ltl^ ^iedlander Deutsd) IVIIIV DiiyiHUllUtHIIItllllllSfflUH Wien I., Seitenstettengasse 2, Tel. U 28-1-28 XI., Zentralfriedhof, itftl 1(1 I. ttf, Tel. U 18-0-85 komplett mit Kleidern. Wäsche und Schuhen zu Chanuka beteilt. An den Rechenschaftsbericht schloß sich die Erstattung des Kassabemichies durch Herrn Dir. Max Lassner an. Aus dem Berichte war zu entnehmen, daß trotz der größten Mühe fnfolge unbedingt notwendiger Investitionen der Vorstand nicht imstande war, das Gleichgewicht im Budfeet zu erreichen, daß vielmehr der Jahresabschluß einen Abgang von zirka S 4000.— auswies. Dür. Max Lassner appelliiert in warmen Wanten an alle Anwesenden, im Freundeskreis für die Anstalt zu wirken und durch Zuführung von neuen Mitgliedern mitzuhelfen, dieses Werk fortzusetzen. Herr Vizepräsident Dr. Jakob O r n s t e i n spricht im Namen der lsr. Kultusgemeinde dem Vorstand für seine Tätigkeit die vollste Anerkennung aus und gibt der Hoffnung Ausdruck, daß es auch weiterhin gelingen möge, dieses Wohlfahrtswerk zum Wohle und zur Ehre des Wiener Judentums weiterzuführen. Herr Moriz Oesterreicher, Vizepräsident der lsr. Kinderbewahranstalt, appelliert in warmen Worten an die Anwesenden und bittet sie. durch die Werbung von Mitgliedern und durch die Schaffung von ständigen Spendenbeiträgen für einen Grundstock zu sorgen, milt dem die Anstaltsteiüung jederzeit rechnen kann. Herr Böreerat I. Glück fordert den Vorstand auf, sich nicht von pessimistischen Ideen leiten zu lassen, sondern vielmehr mit dem notwendigen Optimismus in die Zukunft zu sehen. Dann wird es sicher gelingen, die Anstalt als eine Musteranstjalt zum Wohle der Kinder zu erhalten. Reichen Beifall lohnte ■die Ausführungen der Redner. Nach Festsetzung des JVIitgJiedsibeiitrages mit mindestens S 10.— jährlich und Wahl des Vorstandes per Akklamation, ergriff Hern R. Königsfest das Wort, sprach seine vollste Anerkennung der Tätigkeit des Vorstandes aus und erklärte sich bereit, als ereter Helfer der Kinderbewahranstalt im neuen Vereinsjahr beizuspringen, indem er das mit S 4000.— ausgewiesene Defizit sofort zu decken sich verpflichtete. In warmen Worten dankte der Vorsitzende Herrn R. Königs fest, für diese edle Menschentat und wird diesem Helfer in der Not wohl der schönste Dank dadurch zuteil werden, daß er durch den häufigen Besuch der Kinderbewahranstalt Gelegenheit haben wird, zu sehen, wie fruchtbringend seine Spende verwendet wird. Mögen aber alle Glaubensgenossen sich an dieser hochherzigen Tat ein Beispiel ■ nehmen und jederzeit bereit sein, an allen karitativen Werken des Judentums so mitzuhelfen, wie es Herr Köntefest getan hat. Mit dem Dank an alle Erschienenen schloß der Vorsitzende die Generailversammlung. Generalversammlung der Chewra Kadischa DöbluiK. Die Chewra Kadischa D ö b I i n g hielt am 27. April 1930 ihre 6. ordentliche Generalversammlung ab. Der Vorsitzende Herr Sigmund Parnes begrüßte die Anwesenden, insbesondere Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Arnold Frankfurter, den Obmann des Döblinger Tempelvereines Herrn Kommerzialrat Philipp Kohn, den Vertreter der Kultusgemeinde. die Herren Katz, Nossig und Med.-Rat Dr. Winter als Vertreter der Chewra Padischa Währing, Herrn Fritz von der Chewra Kadischa Fünfhaus und Frau Dr. Hernstadt, Vizepräsidentin des Döblinger Frauenvereines. Der Obmann gedenkt der im letzten Jahre verstorbenen Vereinsmitglieder und erstattet den Tätigkeitsbericht, der mit Befriedigung zur Kenntnis genommen wurde. Herr Kommerzialrat Philipp Kohn und Vereinsmitglied n. Trnka würdigen die Tätigkeit des Vorstandes. Zum Schluß ergreift Herr Rabbiner Dr. Arnold Frankfurter das Wort, spricht über Zweck und Ziel der Chewra. Er beglückwünscht die „alten" Herren (Klein, Schwarz, Ziel er), die mit jugendlicher Begeisterung sich in den Dienst der Chewra stellen, und schließt seine überaus beifällig aufgenommene Rede mit dem Wunsche, „die Chewra möge fürderhin ein Eckpfeiler der Döblinger jüdischen Gemeinde, ein Hort wahrer jüdischer Nächstenliebe bleiben." Mit Dankesworten des Vorsitzenden Parnes und Vorstandsmitgliedes Klein an Sr. Ehrwürden wurde die Versammlung geschlossen. Die Konstituierung des Vorstandes hatte folgendes Resultat: Obmann Sigmund Parnes. Obmann-Stellvertreter Josef Brüll und Gustav Oesterreicher, Schriftführer Salomon Frankfurter, dessen Stellvertreter Jakob Weigl. Kassier Israel Spiel holz, Stellvertreter Albert Schwarz. Armenreferat die Herren Leopold Klein, Albert Schwarz, Arnold Z i e 1 e r. Maimonides-lnstitut Sommersemester 1930. Die mit Genehmigung des Rektorates der Universität im Hörsaal 37 der philosophischen Fakultät (in diesem Jahre jedenMittw och, abends JS7 Uhr) vom Institut veranstalteten Vorträge aus dem Gebiete der Wissenschaft des Judentums werden für das Sommersemester Mittwoch, den 14. Mai, wieder aufgenommen. Rabbiner Dr. A. Kaminka wird „Erklärung der jesajanischen Reden vortragen. Die Vorträge im Institut Darwingas s e 21, finden täglich weiter wie im Wintersemester statt, mit der Aenderung, daß jeden Samstag 4—6 zwei Vorträge abgehalten werden: Dr. Kaminka, Sprüche der Väter; Dr. Goldstein, Midrasch. Jeden Montag: 6 Uhr, Psalmen: 7 Uhr, Saadja, Emunoth wedeoth. Jeden Dienstag: 6 Uhr, Midrasch; 7 Uhr, Jad Chasaka. Jeden Donnerstag: 6 Uhr, Psalmen; 7 Uhr Talmud Sanhedrin. 75. Geburtstag. Samstag, den 3. d. M. fand im großen Leopoldstädter Tempel eine seltene Feier statt. Herr Gustav Planer, langjähriges Mitglied des Bethausvorstandes HU, feierte an diesem Tage in voller Rüstigkeit, die ihm die uneingeschränkte Ausübung seines Berufes gestattet, den 75. Geburtstag. Nachdem der Jubilar feierlich zur Thora gerufen wurde, richtete Herr Rabbiner Dr. Max G r u n w a 1 d eine herzliche Ansprache an ihn, in der er die Verdienste des Jubilars um die Allgemeinheit, seine Bescheidenheit und stille segensreiche Tätigkeit hervorhob. Herr Oberkantor Marguli es rezitierte einen für diesen Anlaß verfaßten, überaus feierlichen Segensspruch. Der Jubilar und die ebenfalls zur Thora gerufenen Bethausvorsteher Ernst, Haber, Dr. Weiß, Winter und Vogel benützten den schönen Anlaß, verschiedene Wohlfahrtsinstitutionen zu bedenken. Dieser Tage trat ein Mann in das Patriarchenalter, der einer höchst ehrenvollen Erwähnung würdig erscheint. 1851 in Prag geboren, aus einer der besten Familien stammend, war er 1869 als Vertreter zweier großer nordböhmischer Industrien nach Wien gekommen, wo er mehr als ein Menschenalter sich eifrigst bemüht hat, der Einheitsfront des Judenhasses eine Einheitsfront der geeinigten Judenschaft entgegenzusetzen. Siegmund Schönau hat wirklich keine Veranlassung vorübergehen lassen, ohne zu mannhafter, sofortiger und eindringlicher Abwehr zu mahnen und die erfolgverheißenden Wege anzugeben. Seine diesbezüglichen Anregungen an alle zuständigen Faktoren, das Präsidium der Wiener Kultusgemeinde, die „Union", die Humanitätsvereine „Bnai-Brith" u. a., seine Aufsätze in verschiedenen Zeitungen, seine intensive Arbeit im Interesse eines Burgfriedens zwischen den Parteien zur wirksamen Bekämpfung des gemeinsamen Feindes sichern ihm die wohlverdiente Anerkennung namentlich aller gleichstrebenden Glaubensgenossen. Im Falle der im Frühjahr 1916 in mehreren Kirchen Wiens abgehaltenen Hetzpredigten junger Geistlicher war ihm ein glänzender Erfolg beschieden, da der Vatikan ein Verbot dagegen erließ. Wir wünschen, daß es ihm gegönnt sein möge, seine Lebensarbeit, seiner Absicht entsprechend und sicher seinen Lesern zu Nutz und Frommen, als „Erlebnisse eines Kulturkämpfers", baldigst veröffentlichen zu können. Todesfall. Vor kurzem verschied in Wien der bekannte Maler Hermann Kohn im 64. Lebensjahre. Bescheiden und liebenswürdig als Mensch, treu und hilfsbereit als Freund, hat er sich die Liebe weiter Kreise, die Hochachtung und Verehrung aller, die ihm im Leben nahe gestanden sind, erworben. Diese Beliebtheit kam auch bei seinem am 27. April stattgefundenen Leichenbegängnisse zum Ausdrucke. Eine ungemein große Gemeinde von Freunden und Verehrern scharten sich um den schlichten Sarg und Herr Rabbiner Dr. Max G r u n w a I d schilderte in beredten Worten die Verdienste des bescheidenen Mannes, der keinem Menschen je Unrecht oder nur die geringste Kränkung zugefügt, deshalb auch keinen Feind, sondern nur Freunde zurückgelassen. Die kantoralen Funktionen versahen im Hause Kantor J. K u n s t a d t, am Neuen Friedhofe Oberkantor G. Margulies und 1. Kantor Leo Funke in überaus würdiger Weise. An der Bahre trauern die untröstliche Gattin Antonie, geb. Fischer, mit der der Verblichene 43 Jahre in glücklichster Ehe lebte und die ihn während seiner langen Krankheit nicht nur aufopferungsvoll gepflegt, sondern auch sein umfangreiches Unternehmen tatkräftigst geleitet hat; seine Kinder Heinrich Kohn (Buffalo). Bertha Friedelhaar, Hedwig Berg. Malvine Herlinger. Olga Feldraann, Moritz Kohn, sowie seine Schwiegersöhne und neun Enkelkinder. Baden. Der Präsident der Chewrah Kadischa. Herr Ludwig Lackenbacher, der dem Vorstande dieser Körperschaft seit 30 Jahren angehört, hat seine Stelle niedergelegt. Man sieht Herrn Lackenbacher, der dieses Ehrenamt in vorbildlich idealer Weise bekleidete und es verstanden hat. die Interessen der Kultusgemeinde stets zu wahren und ihr Ansehen zu heben, nur mit größtem Bedauern aus dieser Stellung scheiden. Wr.-Neustadt Am Sonntag, den 27. April 1930. fand die Einweihung eines vom Verein „M e n a c h e m A w e- 1 i m" (Verein zum Tröste Trauernder), dessen rühriget Obmann Herr Simon Jaul ist, geschriebenen Sefer Thora im hiesigen Tempel statt. Zu dieser Feierlichkeit hatten sich die Vertreter den Kultusgemeinden Wr.- Neustadt, Neunkirchen, Mödüng, Eisenstadt und Kobersdorf eingefunden. Außerdem waren viele Festgäste aus Baden, Oedenburg und anderen Gemeinden erschienen. Der Festakt begann mit dem Verrichten des Minchagebetes. Dann begab sich eine Deputation tfn die Wohnung des Herrn Obmannes der Chewra Kadischa Wr.- Neustadt, Samuel F r a n k 1, um das Sefer Thora abzuholen. Während dessen rezitierte Herr Oberkantor S c h u 1 h o f mit seinem angenehmen Organ Psalmen. Hernach wurde das neue Sefer Thora von der Deputation Herrn Oberrabbiner Dr. H. W e i ß übergeben, der unter Beteiligung sämtlicher jüdischen Schulkinder Wr.-Neustadts unten Führung des Herrn Lehrers Sonnenschein eine Hakofo im Tempel volläührte. Das Sefer Thora wurde dann vom Obmann des Vereines Hernn S. Jaul der Kultusgemeinde zur Aufbewahrung übergeben und! vom Präsidenten der Kultusgemeinde Wr.-Neustadt Herrn Gustav Ungar in Verwahrung übernommen. Der Vertreter des Tempelvorstandes Herr S. F r a n k 1 übernahm im Namen des Tempelvorstandes das neue Sefer Thora in seine Obhut. Sodann bestieg Oberrabbiner Dr. Weiß die Kanzel und führte in einer prächtigen Ansprache die Mizwa des Schreibens einer Thorarolle dem zahlreichen Publikum vor. Mit dem Alenugebet schloß dio herrliche Feier im Tempel. Nach der Feter im Tempel versammelten sich die Festgäste in Sulzers Saallokalitäten, wo am Bankett zirka 100 Personen teilnahmen. Die Festredner, an der Spitze» Sr. Ehrwürden, waren: Der Obmann des Vereines Manachem Awelim. Herr S. Jaul, Herr Medizinalrat Dr. Wolf, Herr Tempelvonsteher S. Mandl, für die Gemeinde Kobersdorf Herr I. Hacker, für Oedenburg Herr Sigm. Maier, Herr Hofbauer, Baden, Herr Rechtsanwalt Dr. R. Ehrenhaft, Wr.-Neustadt, Herr Sigm. Löwy, und noch andere. Die Herren Kantoren Schuihof, Wr.-Neustadt und Blumenfeld, Neunkirchen, unterhielten die Gäste durch ihre schönen Gesänge. Oberkantor Israel Alter. Die amerikanische Konzerttournee dieses hervorragenden Künstlers gestaltete sich zu einem wahren Triumph. So schreibt Albert Bing in der „New Yorker Staatszeitung" vom 6. März 1930. „Herr Alter verbindet eine hervorragende Naturstimine von ungewöhnlicher Schönheit und Schallkrait mit künstlerischem Können von sehr hohem Grade. Das Organ ist von großem Volumen und Umfang, dabei prächtig ausgeglichen, die warme Mittellage ist von baritonalem, eigenartig fesselnden Timbre und die phänomenale Höhe wird mit spielender Leichtigkeit genommen. Des Künstlers vokale Kultur und technische Schulung ist bewundernswert, nicht weniger seine unfehlbare musikalische Sicherheit, seine dramatische Ausdruckstahigkeit, seine reiche Farbenskala und Auswahl an emotionellen und dynamischen Schattierungen. Perfekte Intonation und vorzügliche Diktion vervollständigen das erfreuliche Bild eines Gesangkünstlers, der in manchen Punkten an die großen italienischen Stimmphänomene erinnert. Manche Töne haben sogar Carusoähnlichkeit . . . Der Eindruck war, wie gesagt, ungemein stark und nachhaltig. Es gab begeisterten Beifall und eine Menge Zugaben. Als feinfühliger Begleiter und große pianistische Stütze erwies sich J. Mandelbrod, Hannover." Im selben Sinne schreiben: N. J. Times (6. März 1930), Morning Telegraph (7. März 1930), N. J. Herold Tribüne (6. März 1930), N. J. Sun (6. März 1930), N. J. Sun (24. März 1930), The Evening World (24. März 1930), N. J. Evening Post (24. März 1930), Forward (7. März 1930), Oberkantor Josef Basser (Suborica) bestätigt uns in einem ausführlichen Schreiben den überaus großen Erfolg, den Oberkantor David Müller in Sombor erzielt hat, und gratuliert der Somborer Gemeinde zu dieser Wahl. ■■■■■■■■■■■■■■■■■»^ Die stimmberechtigten Herren Aktionäre der Nlederösferrel<nisdien Egcompfe-tiesellsdHitt werden hiemit zu der am 19. Mai 1930 um 4 Uhr nachmittags im Gebäude der Gesellschaft, stattfindenden Wien 1.. Am Hoi Ni. 2. ordenil. Generalversammlung eingeladen, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1929. 2. Bericht des Revisionsausschusses. 3. Antrag des Verwaltungsrates auf Verwendung des Reingewinnes. 4. Antrag des Verwaltungsrates, beziehungsweise Vorstandes auf Fusion mit der Vereinigten Elektricitäts-Actiengesellschaft in Wien mit Rückwirkung ab 1. Janner 1930 nach dem Steuer- und Gebührenbejfinstlgungsgesetz vom Jahre 6. 1922. B.-0.-B1. Nr. 306. vom Jahre 1924 (Artikel VII. beziehungsweise VIII) durch Umtausch der Aktien derart. daß gegen je drei Aktien der Vereinigten Elektricitäts- Actiengesellschaft ex Coupon 1929 eine Aktie der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft mit Dividendenberechtigung ab 1. Jänner 1930 gewährt wird. 5. Antrag des Verwataingsrates. beziehungsweise Vorstandes auf Erhöhung des gesellschaftlichen Aktienkapitals von 7. Nominale S 39.062.500.— auf Nominale S 54.000.000.— 8. gelangen werden: durch Ausgabe von Stück 149.375 neuen Aktien a Nominale S loa— zum Zwecke des Umtausches wegen der ad Punkt 4 beschlossenen Fusion mit der Vereinigten Elektricitäts-Actiengesellschaft in Wien und Antrag auf Ermächtigung des Vorstandes, die Emission, beziehungsweise den Umtausch der Aktien im Einvernehmen mit den Bundesbehörden zur Durchführung zu bringen. Antrag auf Aenderung der Statutenbestimmungen, die mit der bezüglichen Fusion der Gesellschaft mit der Vereinigten Elektricitats-Actiengesellschaft in Wien zusammenhängen, sowie Ermächtigung des Vorstandes, etwa weitere im Zusammenhange mit der vorgenannten Transaktion von der Regierung gewünschte Statutenänderungen im eigenen Wirkungskreise und im Einvernehmen mit den Bundesbehörden durchzufahren. Wahl von Verwaltungsratsmitgliedern. Wahl von vier Mitgliedern des Revisionsausschusses. Die stimmberechtigtes Herren Aktionäre, welch« als Solche drei Monate vor dem Zusammentritte der Versammlung in den Aktienbüchern der Gesellschaft eingetragen waren Und an der Generalversammlung teilzunehmen beabsichtigen, werden hiemit eingeladen, ihre Aktien vom 5. Mai 1930 angefangen bis längstens 10. Mai 1930 mittags 12 Uhr bei deT Union Europeenne Industrielle et Financiere in Paris oder bei der Banque de Bruxelles in Brüssel oder bei der Bangue Liegeoise et Credit General Liegeois Reutus S. A. in Lültlch oder bei dem Comptoir d'Escompte de Geneve in Geni oder bei W. A. Harriman & Co.. Inc.. in New York bei der Liquidatur der Niederösterreichischen Escompte-Gesellschaft in Wien oder bei der Böhmischen Escompte-Bank und Credit-Anstalt in Prag und deren Filialen oder bei der Berliner Handels-Geselhchait in Berlin oder bei der Lloyds Bank Ltd. in London oder bei der Hambros Bank Ltd. in London oder zu erlegen. Die Aktien sind arithmetisch geordnet mittels einer einfachen Konsignation einzureichen: dem Einreicher wird hierüber eine Empfangsbestätigung erfolgt, gegen welche nach abgehaltener Generalversammlung die Aktien rückgestellt werden. Je fünf Aktien ä Nom. S 100.— geben das Recht auf eine Stimme. Wünscht ein Aktionär sein Stimmrecht durch einen anderen stimmberechtigten Aktionär auszuüben, so hat er die betreffende, auf den Nanien des gewählten Vertreters lautende Vollmacht auf der Rückseite der Legitimationskarte auszustellen. Wien, am 3. Mai 1930. 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