Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 16 (18.4.1930)
- Date
- 1930-04-18
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 8 V. b. b, DIE WAHRHEIT Kalender-, Sldra-, Perek-, Omer- und Haftorah-Tafet Beginn des Gottesdienste»: Früh Abend 7- - Freitag, 18. April..................6 40 8- 30 Samstag. 19. April..........7. Tag Pessach 7 30 6- — o. 8-30 Sonntag, 20. April 8. Tag Masfclr Andacht 7-33 7- _ Montag, 21. bis Donnerstag, 24. April........7-25 7- — Ffeitag, 25. April..................6-EO 8- 30 Samstag, 26. April.................7-45 7-— Sonntag, 27. April bis Donnerstag, I. Mal ...... 7-3S (Beerdigungen. 8. April 1930: Rebekka Jonas. 67 Jahre, 3. Bez. (I. Tor.) — Pinkas Sternreich, 53 Jahre, 5. Bez. «I. Tor.) — Cäcilie Pollatschek. 56 Jahre. 10. Bez. (III. Tor.) — Max Fink. 56 Jahre, 2. Bez. (III. Tor.) — Gas« Spritzer. 31 Jahre. 20. Bez. (III. Tor.) — Rosa Sternfeld. 70 Jahre, 13. Bez. (III. Tor.) 9. April 1930: Eduard Rosenwasser. 80 Jahre, 9. Bez. (I. Tor.) — Paula Gartenberg. 60 Jahre, 9. Bez. (III. Tor.) — Johanna Halevy. 62 Jahre, VI. Bez. (HI. Tor.) — David Dohan. 56 Jahre. 2. Bez. (III. Tor.) — Rosalie Kahn, 65 Jahre, 19. Bez. (III. Tor.) — Eugen Siebenschehi. 63 Jahre, 9. Bez. (III. Tor.) 10. April 1930; Rosa Kohn. 86 Jahre. 9. Bez., (I. Tor.) — Hugo Mark, 52 Jahre, 19. Bez., (I. Tor.) — Hermann Mieses. 46 Jahre. 2. Bez. (III. Tor.) — Nechane Ostrohum. 75 Jahre. 9. Bez. (HI. Tor.) — Rosa Pelichower, 76 Jahre, 2. Bez. (HI. Tor.) — Katliarine Steiner, 63 Jahre. 10. Bez.. (HI. Tor.) — David Steinhardt, 58 Jahre. 2. Bez. (III. Tor.) 11. April 1930: Johanna Latzer. 76 Jahre 7. Bez. (I. Tor.) — Ette! Morawitz, 80 Jahre. 9. Bez. (I. Tor.) — Netti Griinbaiim. 95 Jahre. 9. Bez. (1. Tor.) — Emilie MicWowitz. 35 Jahre. 18. Bez. (I. Tor.) — Malwine Fernstem. 26 Jahre. (Hl. Tor.) — Edith Wenger. 26 Jahre, Widerhofsasse 8. (HI. Tor.) — Ela Markus Feld, 25 Jahre. 20. Bez. (III. Tor.) — Ida Lederer. 54 Jahre. 9. Bez. (HI. Tor.) — Jobann Hahn. 67 Jahre, 13. Bez. (HI. Tor.) — Markus Neumann, 61 Jahre, 18. Bez. (III. Tor.) 15. April 1930: David Adler. 78 Jahre. 2. Bez. (I. Tor.) — Charlotte Steckerl. 84 Jahre, 2. Bez. (I.Tor.) — Porothps» Fümberg. 57 Jahre. 6. Bez. (I. Tor.) — Dr. Egon Fried. 37 Jahre. 1R. Bez. (T. Tor.) — Karoline Porges, 84 Jahre, o. Bez. (I. Tor.) — Josefine May, 73 Jahre. 2. Pez. (I. Tor.) — Ross» Koblenzer. 78 Jahre, o. Be»,. (HI. Tor.) — Rosslie Fischer. 73 Jahre. 2. Bez. (»1. Tor.) — Rudolf Linenberg. 66 Jahre. 2. Bez. (HI. Tor.) _ O*riotte Kann. 9? Jahre. 9. Bez. (HI. Tor.) — Friedrieb Gliicksmann. 64 Jahre. 18. Bez. (III. Tor.) — Hilde Kohn. 32 Jahre, 2. Bez. (III. Tor.) Leopoldsfödfer Tempelfereln Aesdiel Awrotiom n„ PazmanHengasse 6, Tel. P 47-8-63 AnmddDnüen v. Aufgeboten. Tronnngen iondiani. freiem nimmeDD. Barmizwoas Partolanvarkahr an Werktagen von 5 bis '1,7 Ubr nachmittags, an Sonntagen von 10 bis 12 Uhr vomlttagv Oebetstonden Hissan 5690 Nissan 20. 4. Tag Cbaul Hamaued . 21. Scbewie scbel Pesacb » 22. Acbaraun „ r >;t7 Uhr früh u. 9 Uhr vorm. Masklr NeschomauB . 23. (Isre Cbag) bis 26. April 1930 5. TagSefiru tsoaer 6-40 6. . „ , 7-30 7» h * B 7 30 S.blsll. 7-25 Jtusteittc aus dem Jiiden<um. 21. März: Gibian Otto. geb. 19. November 1890, Wien ger. gesch.. XIX., Peter Jordanstraße 68. — 21. März: Forda Elemer, geb. 29. Oktober 1894, Budapest, led., XIX.. Gebhardtgasse 5. — 13. März: Granitzer Karl. geb. 1. November 1908. Wien, led., XX., BäuerJegasse 17. — 6. März: Schein Frieda, geb. 6. Jänner 1916, Wien led., XX., Mortarapl. 2. — 2. April: Humburger Rosa. geb. 22. Dezember 1906, Wien, led., XXL, Hausgrundweg 6. — 26. März: Glücksmann Margarethe, geb. 26. Jänner 1905, led.. Wien, XIII.. Geylinggasse 12. — 5. April: Klein Ferdinand, geb. 2. Februar 1885. led., Varna. L. Käirntnerring 2. — 31. März: Wieser Salomon, geb. I. Februar 1908. led„ Stanidau, XVII., Wurlitzergasse 89. — 7. April: Lang Albert, geb. 23. Dezember 1907, led., Wien, II.. KL Stadtgutgasse 11. — 4. April: Flandrak Leo. geb. 28. November 1877, ger. gesch„ Wien, VI., Nelkengasse 8. — 2. April: Dr. Georg Gollmann. geb. April 1904, led.. Wien, XA1L, NeuwaJdeggerstraße 46. — 11. März: Fant! Anna Louise Mina, geb. 23. November 1891, ger. gesch.. Wien, XII.. Koppreitergasse 4. — 5. April: Schwarz Rudolf, geb. 4. August 1900. KL- Bobrek, XVII., Urbangasse 11. — 25. März: Tyroler Grete, geb. 22. Dezember 1905. Wien. led.. XII.. Aichholzgasse 9. — 25. März: Kraal Etelka, 26. Februar 1906. Wien, led., IL, Gr. Mohrengasse 14. Zeitungen vom Verleger versendet. Journal expedie par Teditenr. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an: Verlag „Die Wahrheit", Wien IL, HelneslraBe 13/12 Xunstund £iteratut Jubiläumskonzert des Wiener jüdischen Gesangvereines. Samstag, den 26. April, findet im Saale des Indu&triehauses, III., Schwarzenbergplatz 4, anläßlich des zehnjährigen Bestandes ein Festkonzert des Wiener jüdischen Gesangvereines, unter Leitung des Chormeisters A. Dzimitrowsky, statt. Als Hauptnummern des Programmes gelangen zur Aufführung: „Unesaneh Tökef" und Psalm XIII für Tenorsolo und gemischten Chor von Milner, ferner jüdische Volkslieder, bearbeitet von Erdstein, Braslavsky, Beck, Engel u. a., Werke für Violine und Klavier. Mitwirkende Solisten: Professor Em. Scharfberg — Violine. Obenkamtor G. Margulies — Tenor. Ing. F. Kohn — Baß, I. Glück — Bariton, Gisa Blüh, Sabine Vogel — Sopran, Grete Körner, Rosa Reiß — Alt. Harmonium und Klavierbegleitung: Jella Peßl und Kapellmeister Rudolf Beck. Flavius Josephus und die Bibel. Als semestrtalen Abschluß der Vortragsreihe des Vereines ffär jüdische Geschichte und Literatur sprach am 31. März Herr Dr. SaJomo Rappapoft über „Flavius Josephus und die Bibel". Der Vortragende legte einleitend die historischen und psychologischen Voraussetzungen der Werke des Josephus där. Aus dem Zusammenstoß griechischer und jüdischer Kultur entstand ein Haß zwischen den verschieden gearteten Trägern dieser Kulturen, der zu den ersten Erscheinungen bewußten Antisemitismus führte. Es tauchten im ersten vorchristlichen Jahrhundert die Märchen vom Eselskult und Ritualmord der Juden auf, man warf den Juden Kultur- und Traditionslosigkeit vor. Gegen diese Beschuldigungen, die das Ansehen des Judentums herabsetzen sollten, setzte sich nun das Judentum zut Wehr, indem es aus der biblischen Geschichte das Alter und die 'hohe Kultur des Judentums bewies. Auch Josephus gibt eine Erwiderung auf die heidnischen Anwürfe, aus der der apologetische Charakter seiner Bibelparaphrase klar zutage tritt. Den apologetischen Absichten des Josephus entspricht es, die meisten biblischen Wunder auf natürliche Art zu erklären. Er sucht scheinbare Widersprüche der biblischen Erzählungen zu lösen und manche Aussprüche, deren Sinn nicht verstanden und zu Vorwürfen gegen das Judentum Anlaß geben könnten, klarzulegen. In dieser Arbeit zeigt Josephus eine starke exegetische Fähigkeit, die auf eine gewisse Vertrautheit mit der agadisch-rabbinischen Exegese hinweisen. Als Quelle für seine Kenntnis rabbinischer Sagen kommen neben seinem in der Jugend erworbenen Wissen vor allem schriftliche aramäische BibelpaTagraphen, sogenannte Targumin in Betracht. Der Vortragende beleuchtete seine auf eigenen Forschungen beruhenden Ausführungen durch eine Reihe charakteristischer Beispiele. Herr Dr. Salomo Rappa- MICH9ELFHB3D Wien XVIII., Mlchaelerstr. 12 Telephon B 45-201 Bei der Volksoper. Stadtbahnstation Wahringerod. Nußdorferstr. Z0-Z5o/o-ErraIBiBHngsaRWBfsung f0^.^•t~•,pt«"r Dampfnnd Heißluftbad........S 180 statt 2. IC ) i„t,,„u,. Wannenbad I Klasse.........„ 1.50 . 1.80 > wKl Wannenbad II. Klass..........„ 1.30 . l 50 J wasche Bis auf Widerruf nur an Werktagen gültig KaCC£lT4>M Montag v. 9—1 h (nur Wannenbad), Dienst. ■lwSSllXl.lt. u. Mittw. v. 9—5h, Donnerst, v. '1,9—5h, Freit, v. 8—6h, Samst. v. 8—Vifih, Sonnu. Feiert, v. «/>8—12 h, Unsere Dampfbäder sind wirklich gut. — Falls Sie sie noch nicht kennen, so machen Sie einen Versuch (auch wenn Sie in einem fernen Bezirke oder sogar auswärts wobnen) und Sie bleiben unser ständiger Besucher! port hat eine genaue Behandlung über „Agada und Exegese bei Flavius- Josephus" in seiner van der Alexander Kohut Memorial Foundation — einer Stiftung des seligen Oberrabbiners Dr. Chajes an der Wiener israelitisch-theologischen Lehranstalt — veröffentlichten Arbeit geliefert. Der rhetorisch vollendete Vortrag, der einen Auszug aus der erwähnten wissenschaftlichen Arbeit darstellte, erntete lebhaften Beifall und Dank des zahlreich erschienenen Publikums. Josf Babad. E. Hoffmann-Krayer. Volkskundliche Bibliographie 1923/24. Berlin 1929, W. de Gruyter u. Co. Für iede wissenschaftliche Arbeit ist Kenntnis der Fachliteratur Voraussetzung. Keine Wissenschaft hat aber, sc wie die Volkskunde, ihr Material aus den verschiedensten und entlegensten Gebieten zusammenzutragen. Darum sind Hoffmann-Krayer's Bibliographien nicht nur willkommen, sondern geradezu unentbehrlich. Hier erfährt man. daß iüdische Pckprensclinirte im „Lud", iudendeutsohe Ausdrücke in ..Fränkischen Alb.", die jüdischen Namen in „Mein Elsaßland", sefardisch© Romanzen in der ..Pevista Hisnano-Africana" erschienen sind u. a. m. Zur Ereänzune dienen; Je11in. Sichronot: Mestel, Milchome-Notizen; Blach, Kindertage, u. a. G. Uoton Sinclair. Boston. Malik-Verlag. Berlin. M. 4.80. Man liest sich wie in anderen Sachen U. Sindairs heiß, beachtet kaum, daß hier Geschichte sreschrieben. Wenn nur ein Bruchteil davon wahr ist, ist es keine Lust, in dieser Zeit zu leben, zumal Oesterreich mit seinem Halsmann-Prozeß nicht gar weit vom Schuß ist. Auch Richter B r a n d e i s, ein jüdischer Advokat und andere in dem Prozeß Sacco:Vnnzetti beteiligten Juden treten auf. 0<it ist besonders die Bemerkung Seite 700: Wenn m^n MSr.tyrer braucht, wird man sie wahrscheinlich von den Märfvrervölkern, besonders den Juden nehmen, die die Sache erfunden haben." Tlmtficfie VerfdütOarungen der Jsraefitisdfen 'Kuftusgemembe Wien .Maskir-Andachten s»»rt Pessachfeste. Zur Vermeidung des großen Andranges in den Gemeindetempeln zur Haskarah veranstaltet der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien am diesjährigen Pessachfeste Sonntag, den 20. April, um 6 Uhr früh, im Stadttempel, L, Seitenstettengasse 4, und im Leoooidstädter Tempel. I!.. Tempelgasse 5, sowie um 9 Ubr vormittags im Festsaale des Hotel Continental, IL, Taborstraße 6. anläßlich der Maskir-Andachten, feierliche Gottesdienste. Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik: Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 Filiale-. VII., Burggasse 17, Telephon B 32-3-80 8 Kleiderkredit S S Sämtliche Herren- und Damenkleider £ ■ nach Maß sowie fertig lagernd. ■ 2 Nur Qualitätsware! Billigste Preiset 5 ■ KLEIDERHAUS WERTER, WIEN XVI. ■ ■ Ott&krlngerstrafie 17 ■ ■ Telephon A 21-501 ■ Gegründet 1866 »Die Wiener weltbekannten« Koitus- und Josflzfeiore und Barette erhalten Sie in den mannigfaltigsten Formen, sowohl vorrätig als auch nach Maß in der altbekannten InifiormieruR^ und Maßschneiderei Rudolf GoldSatein Wienll..fcri>orsira0e 54 - Tel. R45-6-29 (Achtung auf die Hausnummer) ' Spontan erhaltene zahlreiche belobende Anerkenmingsdneiben bis in den letzten Wochen H! Versand nadi überallhin!ü EieeDtomer. Herausgeber md Verlese»: Ludwii Hirscbfeld. «ien II., Heinestraße 13. — Verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hirschfeld, Wien IL. PraterstraBe 29. Druck: icuaz Spitz & Sohne. Wien II.. Robertcaise 2.