Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1930
- Issue
- Heft 13 (28.3.1930)
- Date
- 1930-03-28
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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Dil WAHRHEIT Seite 7 ns EinzlCc in nUielcuvopa sind die Vortrefflich-Mazzoth der bestrenommierten 1. Wr. orthodoxen Mazzothfabrik, welche unter streng orthodoxer Aufsicht des ehrw. Rabbinates der isr. Kultusgemeinde Wien erzeugt werden. — Atteste der größten DTtU, Durch die modernsten technischen und hygienischen Einrichtungen bin ich in der Lage, sämtliche rVIXÜ und feinsten lichten Grieß, wie auch die dünnsten Mazzoth aus dem garantiert feinsten Nullermehl PID3 bt? streng orthodox zu erzeugen. Separate Abteilung unter Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabb. H. Schenk (Talmud-Thora). Bäckereien HD3 W großer Auswahl und bester Qualität zu den billigsten Preisen ISRAEL VORTREFFLICH Fabrik: Wien II.» Obere AugartenstraBe 52 Telephon Nr. R 46-3-90 und A 47-8-42 Verkauf stelle: Generalvertreter ALBERT KÖRNER, II., HnaragauB 7 DelaJlierkanlssreHen In ganz Wien an* Aslerreldi ' Von der Wiener Agudata. Die Agudas-Jisroel-Ortssnuppe Wien hält Sonntag, den 30. März <L J., um 10 Uhr vormittags, im großen Vortragssaale der Agudah- Jugendgruppe, IL, Flößgasse 1, eine außerordentliche und ordentliche Generalversammlung ab. Auf der Tagesordnung steht eine Statutenänderung, der Bericht des Vonstandes, Referate über Organisation, Finanz. Politik und Erziehung und die Neuwahl des Vorstandes und der Revisoren. Das Fürsorge-Komitee der jüdischen Insassen des Lainzer-Versorgungshauses, Wien V.. Marrgaretengürtel 142, bewirtet einige Male im Jahre die Insassen israelitischer Konfession. Anläßlich des Pmrimiestes fand am 16. d. eine Purimjause statt, wo zirka 200 Insassen bewirtet und beschenkt wurden. Die Geldspende wurde von der israelitischen K u 1iusgemeinde dleim Komitee zwecks Verteilung zur Verfügung gestellt. Alle Gehfähiigen vereinigten sich im Festsaale des IX. Pavillons, wo um 4 Uhr nachmittags eine Jause, verbunden mit Musik und Gesangsvorträgem, stattfand, an der die Herren Obenkantoren S. Wei ß und Leo Funke. Klavierhumoristin und Conference Frau Kitty Land, der elfjährige Klavianvirtuose Ernst Por- S e s, Ernst Klein (Violine), Erich K e s a c of f (Tenor). M. Lerner (Deklamation) und am Klavier Fritz Altm a n n mitwirkten. In aufopfernder Weiss standen dem Arrangement folgende Komiteemitglieder mit Herrn Karl Alt mann an der Spitze zur Verfügung: Firau F. Altmann, Frau R. Fleischmann. Frau B. Adler, Frau G. Grube.r, Frau H. Wessely. Herr und Frau Freund, Herr und Frau B. Kohn. Bmüder Fischer samt Frauen, Frau Hoilzer. Freiwillige Spenden nimmt der Vorsitzende des Komitees der Lainzer-Fürsocge: Herr Karl Alt mann, Wien. 5. Bezirk, Margaretehgürtel 142, mit Dank entgegen. JDr. Krüger-Heim", IL, Malzgasse 7. eröffnet den ersten rituellen Kochkurs am Donnerstag, den 3. April. Frauensektion „Emunes Awes". Am 11. März d. J. veranstaltete die Frauensektion wieder einen sehr gelungenen Abend in den prachtvoll dekorierten Mariensälen, Jessen Reinerträgnis zugunsten des neuatifzubauenden Tempels verwendet wird. Erstklassige Künstler trugen dazu beu\ dem Abend einen vollen Erfolg zu sichern, und waren die zahlreich erschienenen Anwesenden von der •Veranstaltung hoch befriedigt. Um das Gelingen des Abends haben sich die Vorstandsdamen; mit Frau Präsidentin Schulz an der Spitze, besonders bemüht. Barmizwahieier. Samstag, den 22. d. M., fand im Tempel Doltinergasse die Barmizwahieier des Studenten Hans Smolensky, Sohn des Direktors Max Lassner und seiner Gattin Erna geb. Kiräly (Großneffe des "berühmten Dichters Smolensky), unten großer Beteiligung der Verwandten, Freunde und Verehrer der FarnÜhe Lässner statt. Alle Anwesenden waren von dem schönen Vortrage des Barmizwanten geradezu entzückt Herr Dr. A. Frankfurter, richtete an den Konfirmanden eine zu aller Herzen gehende eindrucksvolle Ansprache.^in welcher, er besonders den Sinn der Famüie fürs Judentum, die edten Bestrebungen seiner Eltern hervorhob und dem Sohne die Pflicht auferlegte, solchen Beispielen jederzeit nachzueifern. Den gleichfalls zun Thora gerufene Vater, sowie zahlreiche Verwandte und Freunde dfer FamiEe gedachten bei diesem Anlasse den wohltätigen Institutionen. Der Gottesdienst wurde von Herrn Oberkantor D. Bogumolni vorzüglich geleitet . Trauung. Sonntag, den 23. d. M.. fand im Tempel I., Seitenstettengasse, die Trauung des Fräuleins Hetty Kornmehl, Tochter, des Ehepaares Sigmund Kornmehl, mit Herrn Dr. Otto Sternberg statt Eine große Zahl von Gästen Kälte das schöne Gotteshaus bis ERIKA auf das letzte Plätzchen. Als Freund des Hauses hielt Herr Rabbiner Dr. Bach eine Ansprache an das Brautpaar, in welcher er auf die hohe Wertschätzung hinwies, die den Brauteltern, insbesondere Herrn Sigmund Kornmehl, von weiten Kreisen gezollt wird. Man schätzt bei ihm die innige Familien- und selbstlose Menschenliebe, seinen Wohltätigkeitsinn. Tugenden, die auch den schönsten Schmuck des Brautpaares bilden mögen. Die kantorale Funktion versah unter Assistenz eines erstklassigen Chores Herr Oberkantor Heinrich Fischer. — Nach der Trauung fanden sich die Mitglieder, Freunde und Verehrer der Familien Korrcmehl-Sternberg zu einer Gratulation im Restaurant Kornmehl ein, bei welcher Gelegenheit Herr Obmannstellvertreter A. Gesund für den humanitären Verein „Osseh Chesed", dessen Ehrenpräsideint der Brautvater ist, und Herr Ferdinand Kornmehl für die Familienmitglieder herzliche Ansprachen hielten. TodesfalL Am 15. März d. J. ist Herr Samuel Bogad im 68: Lebensjahre nach kurzer Krankheit verschieden. Den Verstorbene war ein tief religiöser Mensch, der sich wegen seines trefifüchen, echt jüdischen Charakters wohlverdienter Achtung erfreute. Schlicht und würdig, wie der ganze Lebenslauf dieses braven Mannes, der sefn Leben dem Wohle seiner Familie widmete, gestaltete sich auch sein Leichenbegängnis, das am 17. März stattfand. Am Grabe widmete ihm Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Horowitz einen Nachruf und würdigte in ergreifender Weise die vortrefflichen Eigenschaften des Dahingeschiedenen. Die kantorale Funktion versah Herr I. Kantor A. Stifte Der tief trauernden Familie haben die Herren Dr.,.Karm.i n ka und Intrater im Namen ihrer Verengungen fefempfundenes R#*M.pM nilorj-pcr\t-rw*ri*»n ' /"* 1 HOB hv ldi<rtf<Ha*eii an« Cocao n&fi bv nur In bester Qualität L BRÜH AUER&C0. WIenXVIII., WMiringergOftel 15 Telephon A 28-0 54 . erzeugt unter strenger Aufsicht Sr. Ehrw. Herrn Rabbiner H. SCHENK (Talmud-Thora) Beileid ausgesprochen. Verein für jüdische Geschichte und Literatur I« Wien. II., Ferdinandstraße 23/8. Montag, den 31. März 1930, findet im Kfubsaale der „Hakoah", L, Wiesingerstraße 11 (Cafe Atlasbof, eigener Eingang. Souterrain) ein Vortrag des Herrn Dr. Salomo Rappaport: „Flavius Josephus und die Bibel" statt Beginn 148 Uhr abends. Eintritt frei. Gäste willkommen. Vortrag Uber Max Brods Roman: JReubenl Fürst der Juden". Ueber Einladung der Betriebsgruppenleitung der Angestellten der israelitischen Kultusgemeinde Wien und der Fachsektion der Religionslehrer hält Herr ReUgionsIehrer Emil Sprinzeles einen Vortrag über Max Brods Roman „Reubeni. der Fürst der Juden". Der Vortrag findet Dienstag, den 1. April 1930, 8 Uhr abends im Sitzungssaal der israelitischen Kultusgemeinde Wien, L. Seitenstettengasse 4. IL Stock, statt Gäste willkommen! TlmtticQe Verfautßarungen der Jsraefitiscßen Xuftosgemeinde Wien Israelitischer Jugendgottesdienst Am Samstag, den 29. März 1930, um 3 Uhr nachmittags, findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagögen statt. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirks-Synagogen. Freitag, den 28. März 1930, werden bei dem um 6 Uhr 20 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks- Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: IX,, Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. S ch w ar z); XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Doktor D. F e u c h t w a n g). Samstag, den 29. März 1930 findet beim Morgengottesdienst (Beginn 8 Uhr 30 Minuten) im Gemeindetempel, XXI., Holzmeistergasse 12 (Rabbiner Dr. M. R o s e n m a n n>, ein exegetischer Vortrag statt. »Jüdische Wanderfürsorge". Für Sonntag, den 30. März 1930. 10 Uhr vormittags, wurde vom Vorstande der Israelitischen Koitusgenreinde Wien m dessen Sitzungssaal. U Seitenstettengasse 4, eine Aussprache in Angelegenheit der Organisafion der Wanderrürsorge einberufen. Die Tagung, zu welcher die Einladung an die Kultusvorstände der Gemeinden in den Grenzorten und an die in Betracht kommenden auswärtigen Kultusgemeinden ergangen ist, wird durch einen Bericht über die Aufgaben und den Stand der jüdischen Wanderfürsorge in Deutschland eingeleitet, welcher von Herrn Dr. Max Kreuzberger der Berliner Wanderfürsorge- Zentrale erstattet wird. Daran schließt sich ein Referat des Justizrates Dr. Strauß (München), welches den Bericht des Bayerischen Verbandes über Fragen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit, insbesonders der Grenzgemeinden, umfaßt. Sodann folgt die Aussprache und die Einbringung zweckdienlicher Vorschläge. Lieferungs-Vergebung. Seitens der Israelitischen Kultusgemeinde Wien gelangen im Laufe der nächsten Zeit die nachstehend genannten baulichen Arbeiten zur Durchführung: 1. L, Seitenstettengasse 2: Instandsetzung des Stiegenhatises. 2. 1„ Seitenstettengasse 4: Instandsetzung des Zeremoniensaales. 3. IX., Allgemeines Krankenhaus: Instandsetzung des Betpavillons. 4. XVI., Huber-Tempel: Instandsetzung. Hierfür gelangen zur Vergebung die: Baumeister-, Tischler-, Schlosser-, Anstreicher-, Glaser-, Spengler-, Maler-, Tapezierer- und Vergolderarbeiten, dann die elektrischen Installationen, Luster- und Möbellieferung, der Linoleumbelag und die Terrazzofußböden. Jene Firmen, welche zur Offertstellung herangezogen werden wollen, werden eingeladen, dies bis längstens Freitag, den 4. April 1930, dem Technischen Amte der Israelitischen Kultusgemeinde, 1., Seitenstettengasse 2, IV. Stock, bei welchem auch während der gewöhnlichen Amtsstunden (Samstage ausgenommen) alle näheren Auskünfte erteilt werden, schriftlich bekanntzugeben. Die freie Auswahl unter den sich meldenden Firmen zwecks Heranziehung zur Offertstellung für die einzelnen Arbeiten behält der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde ausdrücklich seinem alleinigen Ermessen vor. Ignaz Blumenield-Widmung für Maler, Bildhauer und Musiker. (Bewerbungs-Ausschreibung.) Anzahl der Plätze: Zwei im Betrage von je S 200.—, hiervon je einer für einen Maler, beziehungsweise einen Bildhauer oder einen Musiker. Bewerbungsberechtigt sind: Der Malerei oder der Skulptur öder der Musik sich widmende israelitische Jünglinge (junge Männer) mit besonderen Anlagen und bereits bewährten Leistungen. Gesuchsbeilagen: Geburtschein, Heimatschein, Mittellosigkeitszeugnis, Fachzeugnisse; Kunstbeilagen sind erst über Verlangen des Vorstandes zu erbringen. Letzter Tag der Einreichungsfrist: 30. Juni 1930. Einreichstelle: I., Seitenstettengasse 4 (III. Stock, Amtsdirektion). Zur Bewerbung sind Gesuchsbogen zu verwenden, welche in der Einreichstelle unentgeltlich zu beziehen sind; die Gesuchsbogen enthalten auch nähere für die Einschreiter wichtige Bestimmungen. Wien, 20. März 1930. Der Vorstand der Israelitischen Kultusgemeinde in Wien. VERBAND DER JÜDISCHEN KAUFLEUTE UND GEWERBETREIBENDEN. Wien VL. Mariahilterstraße 13. Donnerstag, den 3. April L J. findet um lA8 Uhr abends im Gesellschaftsraum des Niederösterreichischen Gewerbevereines. L. Eschenbachgasse 11. die diesjährige ordentliche statt. Tagesordnung: 1. Tätigkeitsbericht. 2. Bericht der Revisoren. 3. Ergänzungswahlen. 4. Allfälliges. Nach der Generalversammlung hält Herr Regierungsrat Dr. Max Lenk einen Vortrag über „Die Ergebnisse der Wirtschaftskonferenz für Handel und Gewerbe". Von Mitgliedern eingeführte Gäste willkommen!