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Die Wahrheit · 1930-02-07 · Heft 6 (7.2.1930) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1930
Issue
Heft 6 (7.2.1930)
Date
1930-02-07
Page
– (sequence 8)
Language
German
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Seile 8 DIE WAHRHEIT Kalender-, Sidra-, Perek-, Omer- und Hafftorah-Taffel fiohwat 5680 ' j Feber 1930 abds. abds. Schwat 9. S-10 i Bau (II.B.M.) Hattorab „ 10. | Hatlowor aicher dibct 5*50 Borcbi Natscbi 11.—15.Scbwat Cbanlicke Mt flckwit 5-10 Freitag, 7. Feber 5-10 Samstag, 8. Feber 5-50 9. bis 13. Feber S'10 froh 7*15 an Wochentagen 8*30 an Samstagen fSeerdigiingen. 28. Jänner 1930: Max Silbermann. 48 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Franziska Neumann. 58 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Sietzmund Kahn. 71 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Rosa PoIIatschek. 88 Jahre. 1. Bez. (III. Tor). — Rosalie Stare. 77 Jahre, 2. Bez. (III. Tor). — Hugo Ehrenzweig. 7. Bez. (III. Tor). — Anna Fuchs, 71 Jahre; 9. Bez. (I. Tor). — Leopold Hayduska. 72 Jahre, 2. Bez. (I. Tor). 29. Jänner 1930: Oskar Ekler. 44 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). — Dr. Oskar Porges. 58 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). — Adolf Platschek. 69 Jahre. 6. Bez. (III. Tor). — Schabse Liiczic. 59 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Abraham Frischler. 23 Jahre, Pojem. Rum. (III. Tor). — Herbert Breindl. 5 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Sali Baltner. 34 Jahre. Private (III. Tor). — Margarethe Geiger. 26 Jalire. Lackenbach (I. Tor). — Arthur Körner. 3ö Jahre. 9. Bez. (I. Tor). 30. Jänner 1930: Marie Singer. 46 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). — Erich Ihr. 11 Wochen. 20. Bez. (III. Tor). — Edmund Werraer. 55 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). — Deborah Fischer. 57 Jahre. Szatmar (III. Tor). 3t. Jänner 1930: Regine Sommer. 64 Jahre. 4. Bez. (I. Tor). — Emil Winkler. 74 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Dr. Julius Deutsch. 66 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). — Emil Lehnert. 72 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). — Zipa Königsfest, 61 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Meschulim Aron Schächter. 58 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). 2. Februar 1930: Rosa Werner. 9. Bez. (I. Tor). — Katharina Oblat 8. Bez. (I. Tor). — Erna Weil!. 9. Bez. (I. Tor). — Anna Kornfeld. 82 Jahre. 2. Bez. (I. Ter^. - Sigmund Ruzicka. 73 Jahre. 7. Bez. (III. Tor). — Fritzi Preßner. 22 Jahre. 14. Bez. (III. Tor). — Max Springer, 4 Bez. (III. Tor). — Ludwig Traube. 61 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Armin Waldner. 71 Jahre. 1. Bez. (III. Tor). — Erika Hochstimm. 2 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Rosa Berger. 53 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Pauline Samstag. 69 Jahre. 1. Bez. (III. Tor). — Dr. Viktor Rosenthal. 33 Jahre. Lainz (III. Tor). 3. Februar 1930: Therese Keiner. 87 Jahre 2. Bez. (I. Tor). — Salomon Alkali. 47 Jahre. 2. Bez. (III. Tot). — Ester Lichtmann. 69 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Max Wohlstein. 64 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Wilhelm Henduscbka. 8. Bez. (III. Tor). — Simon Stern. 44 Jahre. Lukovskv. Polen (III. Tor). — Grete Wurmfeld. 13 Jahre. 19. Bez. (III. Tor). — Nachmann Pollak, 5 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Gitl Birn. 65 Jahre, 20. Bez. (III. Tor). , 4. Februar 1930: Michael Pollak. 77 Jahre. 8. Bez. (I. Tor). — Anna Stössel. 74 Jahre. 13 Bez. (I. Tor). — Viktor Kraus. 53 Jahre. 2. Bez. (I. Tor). — Fritz Flaschner. 43 Jahre. 8. Bez. (I. Tor). — Eva Liebreich. 80 Jahre. 9. Bez. (I. Tor). — Otto Katz. 45 Jahre, 9. Bez. (III. Tor). — Therese Eisler. 76 Jahre. 20. Bez. (III. Tor). — Isak Igolnitzer. 68 Jahre. 2. Bez. (III. Tor). — Albert PoIIatschek. 61 Jahre, 17. Bez. (III. Tor). — Salatnon Reich. 59 Jahre. 9. Bez. (III. Tor). Leopoldstädter Tempelf erein Aeschel Awrofiom n„ Pazmapttengasse 6, Tel. P 41-8-63 Anmeldungea v. Anfgeboten.Trannngen (aoAant.fr«iemfltmnieOo. Dannlzwans Partotonverfcehr an Werktagen von 5 bis </i7 tlbr nacb. mittags, an Sonntagen von II hls 12 Uhr vormittag* Gebetstnnden S. Ms 16. Schwat 5690 - 7. bis 13. Feber I9SO Scbwat 9. Sabbat-Eingang........S'10 . 10. , Irfih......6*45 und 9*0 Mincba.........4-00 . . -Ausgang....... . 5-S0 . II. bis 15. (Chamischo osor b'scbwat).........5-10 Bartnizwavorbereitnngen für Unbemittelte unentgeltlich. Jtwtstritte aus dem Judentum. 20. Jänner 1930: Fische! Rudolf, geb. 27. April 1893, Wien. led.. VI.. Hofmühlgasse 2. — Fuchs Wilhelm, geb. 18. Dezember 1901. Prag, led., XX.. Pasetastraße (Schrebergarten). — 11. Jänner 1930: Zwirn Michael, geb. 16. Mai 1905. Stanislau. led.. III, Posthorngasse 6. — Schafranek Irene, geb. Bachrach. geb. 14. März 1899. Budapest, verh.. III., Kegelgasse 24. — Schafranek Arpad. geb. 17. August 1896. Trenschin. verh.. III.. Kegelgasse 24. — 20. Jänner 1930: Tabory. Dr. Eduard Erstklassige Bürokraft Fräulein mit 5jähnger kommerzieller Praxis erbittet Halbtagsbeschäftigung- Samstag ausgenommen. Zuschriften an die Administration dieses Blattes unter „Tüchtig" erbeten. Zeitungen' vom Verleger versendet. Journal expedie par l'editeur. Falls Adressat verzogen, nicht nachsenden; mit neuer Adresse zurück an: Verlag „Die Wahrheit". Wien II., HelnestraBe 13/12 Tit. Universitätsbibliothek . Wien,I.Universitat. Maria, geb. S. September 1900, Wien. verh.. XVIII., Hofstattgasse 16. — 10. Jänner 1930: Koch Ernestine, geb. Weimar, geb. 14. März 1880. Wien, verw„ III.. Löwengasse 28. — 7. Jänner 1930: Kubicza Margarete, geb. Gutmann. geb. 8. Juli 1896, Wien, verh., III., Ungarsasse 2. — 23. Jänner 1930: Hercik Gisela, geb. 16. Mai 1900. Wien, led., XV., Schönerergasse 9. — Juhn Maria Theresia, geb. 1. Februar 1898, Wien, led., II.. Nordbahnstraße 28. — 4. Jänner 1930: Gerngroß Margarethe, geb. 12. April 1891. Wien, led., I.. Getreidemarkt 12. — 22. Jänner 1930: Dornetsbrunner Maria, geb. 25. Okiober 1898. Wien, led., VII., Gutenberggasse 23. — Klein Elisabeth, geb. 2. September 1901, Wien, led., XVIII., Anastasius Grüngasse 22. — 16. Jänner 1930: Jerusalem Edith, geb. 7. Juli 1902. Prag, led.. XVII.. Urbangasse 10. -— 21. Jänner 1930: Umschweif Abraham, geb. 11. April 1896. Artyszczon, led., IL, Ferdinandstraße 22. — 29. Jänner 1930: Beck Jeti, geb. 27. Juni 1904. Wien, led., II.. Rembrandtstraße 17. — 15. Jänner 1930: Szulchan Anna. geb. Handl. geb. 17. Jänner 1900. Wien, getr.. XVH.. Urbangasse 8. — 27. Jänner 1930: Weisz Fritz, geb. 26. September 1923. Wien, led., IX.. Porzellangasse 49 a. — 23. Jänner 1930: Hercik Valerie, geb. 4. August 1903. Wien. led.. XV.. Schönerergasse 9. — 25. Jänner 1930: Strauß Artur. geb. 8. Jänner 1892. Iglau. led.. IV.. Blechturmgasse 22. Bollinger-Eiskasten sind seit 1870 die besten Fabrik; Wien XV., Staglgasse 10, Telephon R 30-5-38 Filiale; Vll., Burggasse 17, Telephon B 32-3-80 DQglciitsches Seit vielen Jahren das anerkannt beste Ifzeitli os^-new Man achte auf die ges. gesch. Marke „Hyglen. Könfgslicht" und Name Schulz Fabrik und Büro: Wien XIV., Braunhirschengasse 3 Telephon R 33-1-87 Den allgemeinen Wünsehen des konsumierenden Publikums Rechnung tragend, wird unter der Bezeichnung „Hygienisches Königslicht" Nummer 2 ein kleines Jahrzeitlicht in den Verkehr gebracht, das garantiert 24 Stunden brennt und sich im Preise bedeutend billiger als das bisherige Nr. 1 stellt. Xunst und£iteratur „Urania"-Vortrag über Spanien. „Spanien als Schauplatz jüdischer Geschichte," lautete das Thema des ersten Vortrages, den Herr Rabbiner Dr. Qrunw a 1 d über die Ergebnisse seiner Reise nach Spanien und Portugal kürzlich in der „Urania" gehalten hat. Unter den überaus zahlreich Erschienenen bemerkte man den spanischen Konsul Carlos S c h a 11 e r. den Vorstand der türkisch-israelitischen Gemeinde und der Union espagnol, Vertreter des Bethausvorstandes der Kultusgemeinde, des jüdischen Elternbundes im 2. Bezirk, der israelitischen Kinderbewahranstalt und andere mehr. Dem Vortrage entnehmen wir das Folgende: Wohl nirgends wie in Spanien ragt die Vergangenheit so unmittelbar in die Gegenwart hinein. Alle die Völker, die noch zum Teil nebeneinander das Land besiedelt haben, sind in wohlerhaltenen Resten der Vergangenheit vertreten. Aber auch der Charakter des Volkes ist im großen und ganzen sich gleich geblieben, wenn auch unter der Regierung des jetzigen Königs, der Spanien vor dem Unglück des Krieges bewahrt hat, und ganz besonders in den letzten Jahren ein ganz neues Spanien geschaffen worden ist. Der Spanier verrät in unzähligen Typen unverkennbar semitischen Einschlag. Der Niederschlag phönizischer, karthagischer, jüdischer, aber ganz besonders maurischer Kultur ist unverkennbar. Unter der Maurenherrschaft erlebte das Judentum bis etwa 1150 eine unvergleichliche Blüte. Von Ghettoluft, wie sie in anderen Ländern die Judengassen des Mittelalters kennzeichnet, war hier nichts zu spüren. Unter diesem Himmel, wo Freiheit herrschte, konnte jüdische Kunst und Wissenschaft ihre schönsten Blüten treiben und reifste Früchte tragen. Aber auch unter den christlichen Herrschern Spaniens erfreuten sich die Juden bis um die Mitte des vierzehnten Jahrhunderts duldsamer Behandlung. Der Spanier zeigt alle Vorzüge des Romanen ohne seine Schattenseiten. Er ist gütig, von rührender Innigkeit im Familienleben, nüchtern, redlich, friedfertig; von angenehmsten Umgangsformen. Aus Presse, Theater, den öffentlichen Festen gewinnt man den günstigsten Eindruck. Der Stierkampf wird als religiöse Angelegenheit behandelt und erklärt die Greuel der Inquisition, in denen das Volks ernstlich eine gottgefällige Handlung erblickte. Der heutige Klerus dürfte mit dem Fanatismus der Inquisitoren gebrochen haben. Er zeigt im Umgang und geschäftlichen Verkehr, den die Jesuiten zumeist beherrschen, Duldsamkeit. Ein Briefwechsel zwischen einem hohen Geistlichen und einem Rabbiner aus dem Mittelalter zeigt, daß es auch damals Oasen der Toleranz in Spanien gab. Von jüdischen Denkmälern und Erinnerungen bieten viele Städte noch heute das wohlerhaltene Judenquartier. In Barcelona außerdem hebräische Inschriften, in Madrid ein wertvoller Säulenkopf, in Toledo die berühmten beiden Synagogen und eine bisher unbekannte, wahrscheinlich die älteste, ira Granada in der Alhambra das Zimmer, in dem Ferdinand und Isabella, deren Porträts erhalten sind, das Verweisungsdekret gegen die Juden unterzeichnet haben, in Cordova die Synagoge und eine Gasse, die jetzt nach Maimonides benannt ist, in Sevilla Schlüssel mit hebräischer Inschrift u. a. Außerdem hier und in verschiedenen anderen Städten Inschriften. Siegel, ausgegrabene Judenschädel u. a. m. An der Hand guter Aufnahmen behandelte der Vortragende diesen reichen Stoff lichtvoll und volkstümlich. Er schloß mit einem Blick auf die gegenwärtig in Spanien wohnenden Juden und dem Wunsche, daß Spanien unter günstigen Umständen' wieder Schauplatz Jüdischer Geschichte werde. Nach dem mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Vortrage erschienen Herr Konsul Schaller und die Vorstände der spaniolischen Verbände beim Vortragenden, um ihn ihren besonderen Dank auszusprechen. RerbetandvBPbFeitet.Dic Wahrheit*! Gegründet 1566 »Die Wiener weltbekannten« Hollos- und Josflzfalare und Darelle erhalten Sie in den mannigfaltigsten Formen, sowohl vorrätig als auch nach Mal in der altbekannten iniforniieruiitl und Maßschneiderei Rudolf Ooldsiein Wien IL.TaborstfraOe 54- Tel. R45-6-29 (Achtung auf die Hausnummer) Spontan erhaltene zahlreiche belobende Anerkennungscbieiben bis in den letzten Wochen!ü Versand naen Überallhin ü! Eieenttimer. Heransceber und Verlerer: Ludwig Hfr Schleid. Wien H.. HehwstraBe 13. — Verantwortlicher Schriftleiter: Oskar Hi r »c h f e 1 d, Wien n., PraterstraBe 29. Druck: Icnaz Spitz & SSbae. Wien II.. Robertcaase 2.

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