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Die Wahrheit · 1930-01-17 · Heft 3 (17.1.1930) · page 7

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1930
Issue
Heft 3 (17.1.1930)
Date
1930-01-17
Page
– (sequence 7)
Language
German
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( DIE WAHRHEIT Seite 7 Palästina-Orangen die führenden Marken von Palästina-Gaffa) Orangen sind Sungold uud Hascharon- Gold in Aroma und Geschmack vorzüglich Bestellungen — auch nach Hause in Originalpackung zustellbar — nimmt entgegen Firma S. HALPERN Delikatessenhandlung Wien Ii, försferßasse 6 // Tei.-Nr. r 40-4-12 tor Bernhard Hefinrich S t r a ß b e r g und Dermatologe Da Maximilian Straßberg (Primarius in Saloniki) wie auch drei Enkelkinder und der Schwiegersohn Her- Manfred Hutterer zun Thora gerufen. — Nach vollendetem Gottesdienst versammelten sich die Teilnehmer im Zeremoniensaal <tes Tempels, wo Vizepräsident Doktor J. Ornstcin das Ehepaar namens der Wiener israel. Kultusgemeinde in beredten Worten auf das herzlichste beglückwünschte und eine künstlerisch ausgeführte Grarulationsadresso überreichte.' Vizepräsident Dr. Ornstein rühmte besonders die treffliche Unterstützung, die der Jubian in all seinem zielbewußten Schaffell durch seine Gattin gefunden, und schloß mit dem Wunsche, daß «s dem trefflichen Paare noch lange .gegönnt sein möge, ebenso wie bisher zum Wohle des Wiener Judentums zu wirken. Börserat I. Glück verdolmetschte die Glückwünsche der Wiener Tampclvereine und dankte Herrn J. S. Straßberg in herzlichen Worten für seine jahrzehntelange segensreich Mirarbeiteirschaft. Komm.-Rat C. Weis überbrachte die Glückwünsche des „Hnmanitätsvereines". Tief ergriffen dankte der Jubilar allen Festgästen und Rednern im eigenen wie im Namen seiner Familie füm dte Ehrung. Am Nachmittag erschien in der Wohnung des Jubelpaares der Gesamtvorstand des Tempel- und Schulvereines, Herr Obmann Max Beurig er, dankte namens des Vorstandes für die unermüdliche Tätigkeit des Ehepaares im Interesse der Favoritner Judenschaft und überreichte einen prächtigen Silberpokal als Widmung des dankbaren Veneines. Eine stattliche Zahl von Gratulanten, darunter die Bezirksvertretung und Stadthauptmannschaft Favoriten, gab Beweis dafür, wie anerkannt in den weitesten Kreisen die Wirksamkeit des Jubilars ist. Personalnachricht. Herr Arthur A1 b e r s wurde zum Laienrichter des Handelsgerichtes ernannt, aus welchem Anlasse ihm der Titel eines Kommerzialrates verliehen worden ist. Baden bei Wien. Der auch in Wien bestbekannte Caietier Herr Anton Stern, Besitzer des Cafe Schopf in Baden, feierte Samstag, den 4. d. M.. in voller geistiger und körperlicher Frteche seinen 70. Geburtstag. Herr Stern wirkte vor Jahnen als Vorstandsmitglied dex Chewra Kadischa in Wien, Fünf haus, und ist Ehrenmitglied der Chewra Kadischa in Tet (Ungarn) und des Vereines ..Zukunft" in Wien. Während des Krieges hat er auf karitativem Gebiete Großes geleistet und hat dafür eine hohe Auszeichnung, das ZSvil-Verdienstkreuz III Kl. erhalten. Auch in der Badener Chewra Kadischa wirkte der Jubilar vor einigen Jahren als Vorstandsmitglied. Herr Stern ist nicht nur bei seinen Glaubensgenossen, sondern auch bei den Angehörigen aller anderen Konfessionen hochgeachtet und beliebt. Auf dem Gebiete der Wohltätigkeit betätigt sich Herr Stern stets in hervorragender Weise, aber immer im stillen, und wo es gilt, für das öffentliche Interessci und das Wohl seiner Mitmenschen zu wirken, ist er stets am Platze. Es kamen ihm auch aus den höchsten offiziellen Kreisen der Stadt zahreiche Glückwünsche zu, denen wir uns gerne aus A'ollem Herzen anschließen. Verein zur Versorgung hilfsbedürftiger israelitischer Waisen in Wien. Die diesjährige Generalversammlung findet Montag, den 27. Jänner 1930, pünktlich 7 Uhr abends, IX., Universitätsstraße 4 statt und sind die Mitglieder und Gönner höflichst eingeladen, recht zahlreich zu erscheinen. Maimonides-Institut, Leitung: III.. Obere Weiß- -gärberstraße 24, Tel. U-14-903. Im Wintersemester 1929/30 werden folgende Vorlesungen und Kurse abgehalten: a) An der Universität, Hörsaal 37, der philosophischen Fakultät, jeden Mittwoch, 7*7 Uhn abends (Studierenden aller Hochschulen frei zugänglich): Dr. A. Kaminka, „Allgemeine Einleitung in die biblischen Schriften" und „Ausgewählte Abschnitte aus dem Talmud" (abwechselnd), b) Im Institut Darwi.ngasse 21: •Sonntag, 5—6, Dr. N. Godstein, „Midrasch". Montag, 6—7, Dr. A. Kaminka, .„Psalmen"; 7—8. Dr. A. Kaminka, „Saadjah, Emunoth wedeoth". Dienstag. 6—7, Rabbiner M. Horowitz, „Midrasch"; 7—8, Rabbiner M. Horowitz, „Jad Chasaka". Donnerstag, 6—7, Dr. A. Kaminka, „Psalmen"; 7—8, Dr. N. Goldstein, „Traktat Sanhedrin. Samstag, 3—4, Du A. Kaminka, „Erklärung der Sidra". Der Vorstand. Israel. Frauen-Wohltätigkeits-Verein in Floridsdorf. Der Vorstand des IsraeMschem Frauen-Wohltätigkeitsvenefiies Wien, XXL, feiert am 19. Jänner um 7*4 Uhr nachmittags das 50jährige Jubiläum des Bestandes des Vereines mit-einem Festgottcsdi>enstc im Tempel XXI., Holzmaistergasse 12. Im Anschluß daran findet im Sitzungssaale des Gemeindehauses eine Festsitzung statt. Verein für jüdische Geschiebte und Literatur. Montag, den 20. ds., um 7^8 Uhr abends, findet ein Vortrag des Herrn Rabb. Dr. M. Rosen mann über „Esra und Nehemia und die Wiedererrichtung des zweiten Reiches" statt. Ort: Cafe Atlashof (Klublokal der „Hakoah". Souterrain), L. Wiesingerstraße 11. Gäste willkommen! Die Generalversammlung des humanitären Vereines „Obel Rachel" findet Montag, den 20. d. M.. 7 Uhr abends, im Vereinslokal. Wien IL. Kleine Pfarrgasse 8. statt. Wollen Sie nicht der 50.000. Besucher des Toniilms ..Melodie des Herzens" sein? Im Laufe der nächsten Tage erhält der 50.000. Besucher dieses Films im Ufa- Ton-Kino (IL. TaborstraBe 8) als Geschenk einen erstklassigen Parlophon-Kofferapparat mit den Original-Parlooobon-Platten aus dem Sprech-, Gesang- und Musikfilm der Ufa ..Melodie des Herzens". €fkamißa-5Feieni. Israelitische Versorgungsanstalt. Zu der in der vorigen Nummer unseres Blattes veröffentlichten Chanuka-Feicr haben wir noch nachzutragen, daß die Insassen wie alljährlich auch heuer von Herrn S. Oester reicher im Auftrage des segensreich wirkenden Vereines „B i k u r C h a u 1 i m" (Wien IX.) mit Geschenken bedacht wurden. Frauensektion Emunas Aves. XIV., Storchengasse 21. Am 29. Dezember 1929 iaixl in den Vereinslokalitäten eine Kinderbekleidung im Rahmen . einer solennen Chanukafeier statt. Frau Präsidentin Cüeilie Schulz eröffnete die Feier mit einer herzlichen Ansprache, hierauf entzündete der Talmud Thorasehfülen Kreiner unter Leitung des Kantor Schwarz, begleitet von den gesamton Talmud Thoraschülern. in weihevoller Weise die Chanukalichter. Sc. Ehrw. Herr Rabbiner Weiß hielt in gewohnt meisterhafter Weise eine zu Herzen gehende Rede und schildente die großen Arbeiten des Frauenvereins seit seinem zweijährigen Bestände. Mit Hilfe der Mitglieder des Frauenvereinos und der Gönnerin desselben, Frau Olga K r u p n i k, wurden 20 Kinder bekleidet und 120 Kinder mit Süßigkeiten beschenkt. Viel Beifall erntete Herr Oberkantor ELnlior n vom Hietzinger Tempel. Frl. Helly Schnitzer und der 8jährige Virtuose Ossy Reiß, welche in uneigennütziger Weise mitwirkten. Vor allem gebührt allen Vorstandsdamen großes Lob. Linz. Es war ein recht glücklicher Gedanke des hiesigen Jüdischen Turn- und Sportvereines, eine Chanuka-Feier als „Kinderfest", welches am 6. Jänner in den Landwirtschaftlichen Redoutensälen stattfand, zu veranstalten. So war eine große Schar Kinder und Zuschauer gekommen, um den Darbietungen mit großem Beifalle zu folgen. Man muß mit dem Gebotenen vollauf zufrieden sein und war das Jauchzen der Kleinen „Lohn, der reichlich lohnet". Das Fest wurde mit einem Prolog, gesprochen von Josef Spiro, eingeleitet. Hierauf erfolgte der Einzug der Makkabäerhcldcn (ausgeführt von den kleinen Knaben Friedrich Klein. Max Schiller, Herbert Nalos, Ad.oIf Fürst und Eibuschütz und den HggicniMhes KOiügsUchf Seit vielen Jahren das anerkannt beste liziit IW^"flÖtM Man achte auf die ges. gesch. Marke tiHygien. Königslicht" und Manie Schulz Fabrik und Büro: Wien XIV., BraunMrschengasse 3 Telephon R 33-1-87 Den allgemeinen Wün- __ sehen des konsumierenden Publikums Rechnung tragend, wird unter der Bezeichnung ,My gienisches Königslicht" Nummer 2 ein kleines Jahr zeitlicht in den Verkehr gebracht» das garantiert 24 Stunden brennt und sich im Preise bedeutend billiger als das bisterige Nr. 1 stellt. Lederhandschuhfabrik Josef TjasCmger L, Rotenturmstraße 23 Telephon U 25-3-29 * IL, Hollandstraße 11 Telephon R 47-2-40 Mädeln Margit Nalos, Anuerose Klein, Eichuer und May.) Sr. Ehrw. Herr Rabbiner Dr. V. K u r r e i n erzählte hierauf den Kindern beim Scheine der Chanukaiichtlcin die Geschichte von der Entstehung des Liedes ,Moaus Zur", und sang mit ihnen dann dasselbe. Die von den vorerst genannten Kindern und von größeren Mädchen gestellten Pyramiden boten einen prächtig« Anblick. Besonders herzig und sorgtältig einstudiert war die Rokokoszene, dargestellt von der -kleinen Pollak und dem kleinen Kafka. Ein Kinderehor. am Klavier von Herrn Kapellmeister Dr. Heinrich Gans begleitet, brachte zwei Lieder zum Vortrage. Ein von Fräulein Edith Wilonsky einstudierter ..Pfe/rdltanz". ausgeführt von den Mädchen Pollak. Taussig. Schließer, Eibuschütz. fand besonderen Beifall. Besonders herzig war der Tanz des genannten Fräuleins mit der kleinen Drechsler. Der Violinvortrag des kleinen Hauptscheiu, begleitet vom kleinen Kronberger. war lobenswert. Für die Unterhaltung von Klein und Groß sorgten bestens Herr Leo Steriischein als indischer Zauberer. Herr Viktor Feder als Clown und im Verein mit Hern; Samuely als Max und Moritz. Herr Robert Spitz hatte die Gesamtieitung inne. Eine Kiuderiause, von Frau Klauber geleitet, füllte die große Pause aus. Alles in allem eine wirklich gelungene Veranstaltung. Tlmttidje Verfautdarungen der JsraefitiscQen Xuftusgemeinbe Wien israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 18. Jänner 1930 findet um 3 Uhr nachm. der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Oemeinde- und Bezirks-Synagogen statt. Predigten in den israelitischen Gemeinde- und Bezirkssynagogen. Freitag, den 17. Jänner 1930 werden bei dem um 4 Uhr 40 Minuten beginnenden Abendgottesdienste in nachbenannten Gemeinde- und Bezirks-Synagogen Predigten abgehalten, und zwar: I., Seitenstettengasse 4 (Rabbiner Doktor M. Orunwald); IX., Müllnergasse 21 (Rabbiner Dr. A. Z. Schwarz): XVIII., Schopenhauerstraße 39 (Rabbiner Dr. D. Feuchtwang). i 2. 259 ex 1930. Wien, 12. Jänner 1930. Der Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Wien gibt hiermit bekannt, daß die Privatistenprüfungen aus israel. Religion für Mittelschüler(innen) und Präparandinnen im I. Halbjahre des Schuljahres 1929/30 D i e n s t a g. d e n 21. J ä n n e r 1930, von 3 bis 6 Uhr nachmittags, I., Seitenstettengasse 2, II. Stock (Rabbinatskanzlei), durch Herrn Schulrat Prof. Dr. Heinrich Pollak vorgenommen werden. Die Prüfungstaxe beträgt S 5.-- p r o Halbjahr und ist im vorhinein an der Kasse der israelitischen Kultusgemeinde, Wien I.. Seitenstettengasse 4, I. Stock, zwischen 9 und 12 Uhr vormittags, zu entrichten. Die Quittung ist dem Eximinator vorzulegen. Der Vorstand der israel. Kultusgemeinde Wien. Priwoafi»*gqmter ______' Zimmer oder Kabinett (licht, nicht hoch), event. mit streng ritueller Verpflegung. Offerte unter „Grün" an die Adm. des Blattes. i \i j

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