Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 52 (17.12.1926)
- Date
- 1926-12-17
- Page
- – (sequence 19)
- Language
- German
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DIE WAHRHOT Seite Hl Kundmacbofls. Vom Rabbinate der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiermit bekanntgegeben, daß die Fleischlank der Wiener Fleischbanke-Qes, rcu b, fL. II.» Taborstraße 51, ab 1, Dezember nicht mehr unter seiner Aufsicht steht. Judisches ans aller Welt» Iii Prag werden jetzt Schritte unternommen, um eine jüdisch-theologische Fakultät in der Tschechoslowakei zu errichten. Die Kosten hierfür würden sich nur auf etwa Kc 30.000 belaufen, da ein großer Teil der Disziplinen der neuen Fakultät von ihren Hörern auf der philosophischen Fakultät gehört werden würde. — Die Agudas- J i s r o e 1 - Ortsgruppe in Jerusalem und ihr Organ, der „Kol Jisroel", trat für die Stadtratswahlen in Jerusalem am 5. d. M. für die Bildung einer gemeinsamen jüdischen Liste ein, um unter allen Umständen eine Zersplitterung der jüdischen Parteien gegenüber der nichtjüdischen Mehrheit zu verhindern. — Der Rechtsanwalt B. Ben-Aharon in Jerusalem erhob beim Obersten jüdischen Schiedsgericht Einspruch gegen die weitere Amtierung des jetzigen Oberrabbinats, welches seinerzeit für einer Zeitdauer von nur drei Jahren gewählt worden ist; die Funktionsdauer wäre Schon im Februar 1924 abgelaufen. — Ueber das Thema „Das Judentum in seinen geschichtlichen Grundlagen" hält im Laufe des Wintersemesters Gemeinderabbiner Dr. Kober an der Kölner Universität eine öffentliche Vorlesung. — Am Weissenseer Friedhof in Berlin veranstaltete der Reichsbund jüdischer Frontsoldaten zum Gedächtnis der 12.000 in den ehemaligen Gebieten Westpreußens, Posens und Oberschlesiens gefallenen jüdischen Soldaten eine T r a u e r f e i e. r, an der 15.000 Personen teilnahmen. — In Berlin fand vor kurzem eine Konferenz der radikalen Z i o n i s t e n statt.; es wurden drei Resolutionen gefaßt, in welchen Verhandlungen mit der M-andatarmacht zur Verwirklichung der Forderungen des Aktionskomitees, zentrale Regeking und bewußte Lenkung der Immigration verlangt und die Erweiterung der Jewish Agency nach wie vor abgelehnt wird. — In Heddernheim, einer Vorstadt von Frankfurt am Main, wurden bei einer Renovierung der Synagoge wichtige Zeugnisse jüdischer Kulturarbeit aus MMMMj milj!iii(i,Eif I Wien IL, Malzgasse 12 j ——MMHMmmmmm._—_— Diese nun einzige jüdische Volksküche ist trotz der » schweren Lage, in der sie sich befindet, beflissen, möglichst J vielen Gästen beste Mahlzeiten in gefälligster Art zu bieten. 5 t Die „Einheit" hat stets den Bedürfnissen der Jüdischkeit m m Rechnung getragen uud auf die Verhältnisse des arbeitenden | Mannes und der Angesteliten größte Rücksicht genommen- 1 Wir haben bekanntlich zwei Ausspeisungen, eine m i Mittelstandsküche im ersten Stock und eine allgemeine £ { Ausspeisung im Parterre. i J Für die Mittelstandsküche gelten folgende Preise: S Suppe, Gemüse und Mehlspeise.....S —.50 § g Suppe, Fleisch, Gemüse und Mehlspeise „ —.95 £ J| Eine Fleischportion..........„ —.50 Ein Wochenabonnement, bestehend aus * Suppe, Fleisch, Gemüse und Mehlspeise an 7 Tagen......• „ 6__V**»?« r t> » d. I. Jl I im Ti|e Für die allgemeine Ausspeisung: Suppe, Gemüse........— 25 i Suppe, Gemüse und Mehlspeise ■ „ —.43 Mehlspeise allein „ —.18 Fleisch allein............. n —.50 Möchte es dem Vorstand der „Einheit" vergönnt sein, allen Bedürftigen zu helfen und sie zu erfreuen. W tiftpiMtiiiii>*wi>*»w»w»i*iwi6 dem 18. Jahrhundert entdeckt. — Die B. B.-Loge in New. York widmete zwei Millionen Dollar für die Aufklärungsarbeit gegen den Antisemitismus in den Vereinigten Staaten, der jetzt besonders stark auftritt. — Einem Mitglied der Mündener (Hannover) jüdischen Gemeinde, Professor Dr, Richard Falck vom mykologischen Institut» der auf Veranlassung der Abteilung Wohnung und Siedlung und der Abteilung für Pflanzenkrankheiten in beiden Abteilungen das Gebiet Hausschwamm, Holzzersetzung und Holzschutz sowie Baumkrankheiten zur Darstellung gebracht hatte, wurde von der Großen Ausstellung Düsseldorf 1926 für Gesundheitspflege, Fürsorge und Leibesübungen (Gesolei) die Goldene Medaille der Stadt Düsseldorf verliehen. — Ornate fürs Ausland. Die Hauptsynagoge in Johannesburg (Südafrika) bezog kürzlich von der bestbekannten Wiener Spezialfirma Rudolf Goldstein, Wien IL, Taborstraße 54, die in nächster Zeit ihren 60jährigen Geschäftsbestand feiert, einige Prachtornate. Ein neuer Beweis dafür, daß sich die Erzeugnisse dieser Spezialfirma wegen ihrer geschmackvollen und soliden Ausführung im In- und Auslande großer Beliebtheit erfreuen. |i||||||||||IHIIÜIIIIinill!IM | HERR«.FRAUMORIZNAGEL \ m laden Sie höflichst zur <.....X\ iTßK2 *Q lx..... ihres Sohnes ,"3n2£* (Ernst) welche JT'X Samstag, den 18. Dezember 1926 YH n^iS um V28 Uhr früh im Tempel, II, Große Schiffgasse 8 (Schiffschul) stattfinden wird. Wien, im Dezember 1926 Gratulation (Ht^lD um 3 Uhr, II., Große Mohrengasse 38, Mezzanin. D9NRS9B1IH6 Anläßlich des 50jährigen Bestandes unseres Tempelvereines und des 25jährigen Dienstjubiläums Sr. Ehrwürden des Herrn Rabbiners Prof. Dr. A. L. Man d el sind uns so viele ehrende und hocherfreuende Beweise von Freundschaft und Verehrung zugekommen, daß wir außerstande sind, hierfür jedem einzelnen geziemend Dank zu sagen. Wir sprechen daher auf diesem Wege dem verehrlichen Präsidium der israelitischen Kultusgemeinde, dem ehrwürdigen Präsidium des Rabbinerverbandes in Wien, dem verehrlichen Präsidium der Vereinigung der Wiener Tempelvereine, sowie allen Vereinen und Korporationen und allen unseren Freunden und Gönnern unseren wärmsten und tiefgefühltesten Dank aus. Wien, im Dezember 1926. Professor Dr. A. L. Mandel Rabbiner Mai Berger Obmann des Tempelvereines Favoriten S s