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Die Wahrheit · 1926-12-10 · Heft 51 (10.12.1926) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1926
Issue
Heft 51 (10.12.1926)
Date
1926-12-10
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 Nr. 51 S. Weinberg und Karl Weiß, erworben haben. Am Schlüsse seiner Rede gedachte Dr. Mandl auch des eigenen Jubiläums und dankte dem Allmächtigen, daß er ihm die Kraft verliehen habe, durch fünfundzwanzig Jahre Führer und Berater der Gemeinde zu sein und flehte den Segen Gottes auf die Gemeinde und das Gotteshaus herab. Hierauf überbrachte Präsident Prof. Dr. Pick dem jubilierenden Verein die herzlichsten Glückwünsche der Wiener Judenschaft und dankte dem bewährten geistigen Oberhaupte der Gemeinde, Rabbiner Dr. Mandl, für sein aufopferndes und erfolgreiches Wirken für die F a v o r i t n e r Judenschaft, wodurch er sich den Dank der gesamten Judenschaft Wiens erworben habe. Sodann sprach der Obmann des Tempelvereines Herr Max Berger und hob in seiner Ansprache die großen Verdienste hervor, die sich der Jubilar als Seelsorger, Lehrer und Berater der Gemeinde erworben hat. Ehrenpräsident Jakob S. Straßberg verdolmetschte den Dank derer, welche mit dem heute Gefeierten den langen Weg durchschritten haben. Börserat Glück überbrachte den Dank der Tempelvereine und stellte den Tempelverein in Favoriten als das Muster einer solchen Vereinigung hin. Tempelvereinsobmann Adolf Hof mann überbrachte die herzlichsten Glückwünsche der Bezirke IV. und V., die vor Erbauung des Tempels im X. Bezirke mit dem Schwesterverein eine Gemeinde gebildet haben. Am Zustandekommen der schönen Tempelfeier haben sich auch die Vorstandsmitglieder L. Bauer, S. Eisenstädter, M. Halpern, E. Lowy, A. Plaschkes, Kommerzialrat A. Reiß, S. Steiner und Heinrich W c i ß große Verdienste erworben. * ... * Am Abend fand im Restaurant Barschak ein Festbankett statt, an dem der Jubilar mit seiner Familie, die Vorstandsmitglieder mit ihren Damen, sowie eine große Anzahl von Festgästen teilnahmen und das einen sehr animierten Verlauf nahm. Man bemerkte unter den Anwesenden den Vizepräsidenten der israelitischen Kultusgemeinde Dr. Jakob O r n s t e i n mit den Kultusvorstehern D o h a n und Kommerzialrat Markus, in Vertretung des Rabbinerverbandes Präsidenten Dr. Feucht w an g, Vizepräsidenten Dr. Bauer mit den Mitgliedern des Verbandes Dr. Bach, Dr. K aminka,*Dr. Tag Ii cht und Dr. Schwarz, für die Vereinigung der Wiener Tempelvereine Präsident Börserat 1. Glück, für den Humanitätsverein des X. Bezirkes Herr Karl Weiss, für den Frauenverein des X. Bezirkes Frau Berta Mandl, für den Oesterreichischen Kantorenverband Präs. I. L ö w i t, Chefredakteur L. Hirschfeld sowie die Vertreter verschiedener humanitärer Vereine des X. Bezirkes. Nachdem Obmann Max Berger den Jubilar und die anwesenden restgäste begrüßt hatte, fand Fräulein Frieda Kerschbaum herzliche Worte, in welchen sie die Bedeutung des Abends würdigte und dem allverehrten Jubilar im Namen seiner zahlreichen Schüler und Schülerinnen die innigsten Glückwünsche und den wärmsten Dank aussprach. Herzlich akklamiert ergriff sodann Dr. 0 r nstein das Wort, der, vom Chanukkafest ausgehend, die Verteidigung der Religion als die wichtigste Aufgabe des Judentums hinstellte, welcher Aufgabe der Tempelvereln und insbesonders Rabbiner Dr. Mandl sich mit vollem Eifer und großer Aufopferung hingegeben habe. Er beglückwünscht sodann im Namen der Kultusgemeinde den jubilierenden Verein und das jubilierende geistige Oberhaupt der Favoritener Gemeinde. In einer mit großem Beifall aufgenommenen Rede brachte hierauf Dr. Feuchtwand, der im Namen des Rab- ^OPHOrVj w ■ A*~ ^*chard Jfcr^OQ m jj 'WfeK/L Kleine J'farrgarfe 28 jg Sdiallplarften sämtlicher in- und ausländischer Marken lagernd Insbesondere jüdische Lieder und hebräische Gesänge der hervorragendsten Kantoren, wie Josef Rosenblatt, Sanel Kwartin, Berele Chagy, Sirota, Schlome Pinkasowicz und viele andere. Alle Schlagerplatten der besten Jazzbands. Opern etc. — Moderne Sprechmaschinen und Reiseapparate billigst. — Plattenverleih und -Umtausch. binerverbandes das Wort ergriffen hatte, den Gedanken zum Ausdruck, daß die Gemeinde, die ihren Rabbiner ehrt, sich selbst hierdurch ehre. Nachdem Obmannstellvertreter Leopold Grünspan den herzlichsten Gefühlen der Verehrung und des Dankes des Vorstandes gegenüber Rabbiner Dr. Mandl in beredten Worten und Oberkantor S. Weiss dasselbe in meisterhafter Weise in klassischem Hebräisch zum Ausdruck gebracht hatte, wurde der Verein und sein Rabbiner In einer Anzahl teils ernster, teils heiterer Reden gefeiert. Es sprachen für den Tempelvorstand Obmannstellvertreler Adolf Spira, im Namen des Frauenwohltätigkeitsvereines Frau Mandl, im Namen der zionistischen Bezirkssektion Doktor Pollatschek, für die Tempelvereine Börserat I. Glückr. im Namen der Mitglieder Herr Samuel Mandl, im Namen der Gründer des Tempels der Ehrenpräsident Jakob I. Straßberg, ferner Kultusvorsteher D. D o h a n, Rabbiner Doktor M e h r e r, Oberkantor Schlesinger im Namen der Beamtenschaft, Herr Heinrich Weiss, Kultusvorsteher Kommerzialrat Markus, Rabbiner Dr. Bauer und im Namen der ehemaligen Schüler Dr. Lichtner. Es wurde in diesen Reden vieles Treffende gesagt, was wohl wert wäre, festgehalten zu werden, doch würde dies den engen Rahmen unserer Berichterstattung weit überschreiten. Die Mitternacht war weit vorüber, als der Jubilar Rabbiner Dr. Mandl allen Rednern für die ihm entgegengebrachten zahlreichen Beweise der Liebe und Verehrung in warmen Worten danken konnte. Das schöne Fest wird gewiß allen, die an demselben teilzunehmen Gelegenheit hatten, noch lange Zeit in angenehmster Erinnerung bleiben. Akademie. Der Verein der Verwaltungsbeamten der israelitischen Kultusgemeinde veranstalt zugunsten seines Fürsorgefonds Samstag, den 11. Dezember 1926, in den Sälen der Hofburg (Zeremonien- und Rittersaal) eine Akademie mit anschließendem Tanz unter Mitwirkimg folgender Kunstkräfte: Frau Achsel-Clemens, Kammersängerin, Frl. Fritzi Bauer, Soubrette, Herr E 111, Staatsopernsänger, Herr Alfred Jerger, Kammersänger, Frl. Jonas, Klaviervirtuosin, Frau Rita M eller- Bug no (Tanz), Herr Hans Moser, Theater a. & Wien, Conference: Herr Pranger, Burgtheater, Klavierbegleitung: Prof. Erich Melle r. Beginn ¥18 Uhr abends. mmm Igglcnlsdics KOnigslicht Seit vielen Jahren das anerkannt beste 'üy^tvxn Man achte auf die ges. gesch. Marke iHygien. Königslicht* und Name Schulz Fabrik und Büro; Wien XIV., Braun- ' - hlrschengasse 3 V1- Telephon 83-1-87

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