Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1926
- Issue
- Heft 39 (17.9.1926)
- Date
- 1926-09-17
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 39 DIE WAHRHEIT Seite Ui 1 Ol A Mf^I JT7U Wiens elegantester I | >yDLi/\lNV/ril!i Schönheitspflege- | II. - salon - _ Damen- und Herrenfriseure § ■»ratferstfrcräte 9 (Mezzanin) j iiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuniiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiimmiiiiimiiiiiiiiiiinl Ah^rkAlliAr erstklassige Kraft mit gutge- Vllvl nUlllUl schulter Heldentenorstimme derzeit in fester Stellung sucht im Ausland nur bei erstklassigenGemeinden Anstellung.Seit20 Jahren tätig Alter 37 Jahre. Kleine Familie. Briefe werden erbeten unter Adr.. uzvTauszig Mörne, Budapest VII. Czengeri utca 7 Tlbolf SacQsef, Wien Ifuterzeuger Speziafist für Hlusdföüte ZelepQoa tf-0-65 IL, Zaforstraße 39 XIV., Sedfstfauserstraße 39 XVII., TCatoarienfferggasse 34 IDie Redaktion der Wochenschrift „DIE WAHRHEIT" gibt hiermit geziemend Mitteilung, daß der Begründer unseres Blattes, Herr Oberkantor Jakob Bouer Ehrenpräsident des österreichischen Kantorenvereines nach längerem Leiden am 8. September 1926 sanft entschlafen ist. Die Beerdigung des Verewigten fand Sonntag, den 12. September 1926 am neuen israelitischen Friedhof (III. Tor) in dem von der tüikisch-israelitischen Gemeinde (Sephardim) gewidmeten Ehrengrabe statt. Die Redaktion unseres Blattes wird dem Dahingeschiedenen, der durch ein Menschenalter zur Ehre des Judentums gewirkt hat, ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren. WIEN, im September 1926. Die Redaktion der „Wahrheit" giiiiiiiiiiiiiiH H Der judische Frauenverein für den 2. Bezirk U steht vor leeren Kassen! |s| Zehn Jahre hat der Verein im Dienste der Armen des 2- Bezirkes redliche Arbeit HH geleistet. Unser Bezirk ist an jüdischen Bewohnern und zugleich an jüdischen Armen der reichste, an jüdischen Reichen der ärmste Wiens. Trotzdem wurde Unzähligen durch uns geholfen. Man schaffte ihnen Brot, Kleidung, Heizung, Kurbeiträge, bewahrte sie vor -= Delogierung und anderem Unheil. ss Von Jahr zu Jahr wuchsen die Anforderungen an unseren Verein. Die Spenden flössen ss ihm aber nicht in gleichem Maße zu- Jetzt haben sie so gut wie aufgehört. =E Wir müssen unsere Arbeit einstellen, wenn uns nicht ehestens größere Beträge zur Verfügung stehen. Darum bitten wir alld die für das jüdische Elend im 2. Bezirk ein Herz haben, vor allem die Besucher des großen Leopoldstädter Tempels, uns aus » Anlaß der Feiertage Spenden zuzuwenden und unser Mitglied zu werden. Der Winter ss mit seinen strengen Anforderungen steht vor der Tür. Darum tretet jetzt unserem Vereine bei! Keine Jüdin in unserem Bezirk darf in unseren Reihen fehlen! SS Margarete Grunwald ssss Präsidentin Klara Kaminka Marie Rabner Natalie Beran I., Burgring 1 Vizepräsidentinnen Schriftführerinnen Geldsendungen nehmen entgegen: die Kassierinnen und Stephanie Schein Sophie Mandl Anna Fischer Sanitätshaus lI.,Taborstrafie24a die Redaktion der „Wahrheit", II., Heinestraße 13, v. Postscheckkonto des Vereines 185317 sill