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Die Wahrheit · 1926-04-30 · Heft 19 (30.4.1926) · page 15

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1926
Issue
Heft 19 (30.4.1926)
Date
1926-04-30
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr 19 nie Wahrheit Seite Iii Austritte aus dem Judentum. Artur Fries, geb. 12. April 1887, verheiratet, Wien XVIII., Währingerstraße 182. — Salamon Lichter fals. Brener, geb. 22. April 1893, Zolkiew, verheiratet, Wien XIV., — Alfred Rotter, geb. 11. März 1897, Brünn, ledig, Textiltechniker, HL, Fasangasse 12. — Moses Weiß, geb. 11. Februar 1869, Andrychau, verheiratet, VIII., Josefstädterstraße 87. — Otto Erhard Singer, geb. 27. Juli 1896,, Hinterbrühl, ledig, VIII., Langegasse 61. — Ernst Friedmann, geb. 14. Juli 1888, Sternberg, verheiratet, XIX., Blaasstraße 11. — Melitta Modern, geb. Tauß, geb. 11. Februar 1892, Ung.-Brod, verheiratet, III., Obere Viaduktgasse 27. — Robert Schick, geb. 25. Dezember 1894, Ingenieur, VII., Sigmundgasse 2. — Walter Süß, geb. 1. August 1905, ledig, XVI., Brunnengasse 68. — Käthe Beck, geb. 26. November 1903, ledig, III., Adamsgasse 7. — Qertrude Goldberg, geb. 2. April, 1904, ledig, VI., Barnabitengasse 9. — Gertrud Hirsch, geb. 12. April 1912, ledig, VII., Zieglergasse 25. — Alexander Kohn, geb. 28. Juni 1882, verheiratet, XX., Dammstraße 18. — Alfred Löb, geb. 26. Oktober 1885, ledig, IX., Peregringasse 4. — Philippine Baumgarten geb. Blau, geb. 17. Juli 1886, verheiratet, VII., Neubaugasse 53. — Friedrich Kormos, geb. 20. Mai 1895, ledig, Preßgasse 1. — Ignaz Seßler, geb. 10. Jänner 1900, ledig, IX., Währingerstraße 53. BVCHERREYISO Erstklassiger Fachmann, übernimmt Aufstellungen von Bilanzen, Organisationen zeitsparender Systeme,Revisonen, Stundenbuchhaltungen etc. HOlZer, Wien II., Hollandstraße 10, 1/22. Jodide llmim", Freunde der Stummen Mit diesem Namen soll in den nächsten Tagen ein Verein der Freunde des allgem. österr. israel. Taubstummeninstituts in Wien III., Juchgasse 22, ins Leben treten und er macht damit die große Öffentlichkeit, unsere Wiener Judenschaft, bekannt. Seit dem Novemer 1844 besteht diese große Humanitätsanstalt; sie war die erste jüdische Taubstummenanstalt der Welt. Durch die früheren Direktoren, Joel Deutsch und Dr. Moritz Brunner, genoß sie Weltruf und von ihr gingen Lehrer in alle Welt, die reine Lautsprache verbreitend und übend. Durch sie wurden die gehör- und deshalb sprachlosen Zöglinge, deren es jährlich hunderte hier gab, entstummt und zu Berufen ertüchtigt. So milderte das israelitische Taubstummeninstitut das Unglück der Taubstummen, verringerte die Sorgen der Eltern und benahm den Gemeinden die Last der Fürsorge. Das ansehnliche Stiftungsvermögen reichte hin, um das Institut zu erhalten, vierzehn Lehrkräfte zu beschäftigen, die meisten Zöglinge ohne Bezahlung aufzunehmen und ihnen sogar Kleidung und Schuhe zu geben. Die angesehensten Wiener Juden waren im Vorstand des Instituts vertreten. Zuletzt durch vier Jahre in verdienstvollster, vorbildlicher Weise der bekannte Rechtsanwalt Dr. Moritz Ludwig Weiß. Jetzt waltet mit Energie und Eifer der große Ohrenarzt, o. ö. Universitätsprofessor Dr. Gustav Alexander, dem Männer zur Seite stehen, deren Namen allein genügt, um den hohen Wert des jetzigen Institutsvorstandes zu beweisen, wie Richard Bettelheim, Franz Denes, Siegmund Ernst, Dr. Richard Fraenkel, Rechtsanwalt Dr. Leo Goldhammer, Max Hofbauer, Ing. Ludwig Kritzler, Universitätsdozent und Rechtsanwalt Dr. Artur Lenhoif, Amtsleiter Hans Silberstein mit den Damen Fränzi Bischofswerder, Julie Grauer und Frau Baurat Kempler. Aber die Geldentwertung hat das ganze Vermögen vernichtet. Das Institut ist ganz arm geworden. Um es nicht eingehen zu lassen, um nicht auch die ganze Last dem ohnehin wohltätigen Wiener Kultusvorstand aufzubürden, um nicht diese Bildungs- und Erziehungsstätte sperren zu müssen, um nicht die alten, abgearbeiteten und kranken Lehrer, welche 37,34 und 33 Jahre im Dienste der. Taubstummen sich gemüht haben und deren es bei dem Alter des Instituts 6 gibt und die noch aktiven, deren es jetzt 7 gibt, ins Elend zu stürzen, soll der Verein „Jedide llmim" ins Leben treten. Er hat den Namen und den Zweck dem in Berlin bestehenden Verein der Freunde der Taubstummen entlehnt. Dieser Verein hat 7000 Mitglieder mit einem Jahresbeitrag von 5 Mark. Er bringt 83.0J0 Mark jährlich auf und erhält damit die jumsche Taubstummenanstalt in Berlin-Weißensee. Sollten Wiens 250.000 Juden nicht auch imstande sein, dem Wiener Institut die Existenz zu sichern? Sollten nicht die wohlhabendeu und reichen Mitbürger dazu bewogen werden können, durch die kleine Jahresgebühr die Stätte der Wohitat an unglücklichen Kindern aufrecht zu erhalten? Auch Berlin hat viele, sehr viele andere jüdische Vereine, auch Berlin ist wirtschaftlich bedrückt. Aber es sorgt für die llmim, die Stummen. Wien, das jüdische Wien denke auch an seine Stummen, mögen sie von wo immer kommen. Es sind unglückliche Kinder, es sind jüdische Kinder. Unser Ruf möge gehört werden!? Hiß entfernt man überflüssige Haare? Bubllfiftpfe H< Rasieren unnötig? Eine sensationelle Erfindung Ges. Gesch. SALUTOL Ehrenpreis! entfernt jeden unliebsamen und listigen Haarwuchs sofort, Insbesondere auch Damenbart, Haare auf den Nacken, den Armen oder den Beinen. Garantiert schmerzlos and unschädlich. Tausende Dankschreiben bezeugen den Erfolg. Von Fachleuten glänzend begutachtet und empfohlen. Preis 15 Schilling franko Institut W. Scbir, Hamburg, B137, Hudtwalekerstr. 37 Optische Anstalt LOwcnthal Wien II., Oroße Sfadfgmgasse Nr. 30 Reich assortiertes Musterlager Reparaturen prompt und billig Efltfene Schleiferei KONKURSE Bei Ihren Offerten berufen Sie sich auf die „Wahrheil*1 l il^ Konkurs ii In der Israelitischen Kultusgemeinde Baden gelangt die Stelle eines IL zur Besetzung. Bewerber mit klangvoller Stimme, nicht über 35 Jahre alt, wollen ihreOfterte mit Angabe ihrer Tätigkeit, ihres Alters und Familienstandes, Nachweis einer streng religiösen Lebensführung und Beigabe eines Zeugnisses und Lichtbildes bis 31. Mai 1926 an die Israelitische Kultusgemeinde Baden bei Wien einsenden. Bewerber, welche die Befähigung zu Sekretärarbeiten oder zum Religionsunterricht besitzen, werden bevorzugt. Reisespesen werden nur dem Akzeptierten vergütet. Gehalt nach Uebereinkommen Israelitische Kultusgemeinde BADEN, N.-Ö jjj ■ ===■===■ ■ ■====■ «=J1 1 Erster lempeldiener gesucht s © e> <t e der im Notfall den zweiten Kantor vertreten kann. Religiöses Vorleben jüdische Kenntnisse und anständiger Charakter unbedingt erforderlich. Offerte an den Tempelvarein,!X. Müllnergasse 21 W i

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