Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 45 (13.11.1925)
- Date
- 1925-11-13
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/3062972-3064022-3064064--14121-3081662- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Seite 12 DIE WAHRHEIT Nr. 45 Von Woche zu Woche Israelitische Kultusxemeinde Wien. Im Interesse eines geregelten Dienstganges und mit Rücksicht auf die Anforderungen des internen Dienstbetriebes sieht sich das Präsidium der Israelitischen Kultusgemeinde veranlaßt, zu verlautbaren, daß Empfänge von Deputationen und Einzelpersonen durcli das Präsidium der Kultusgemeinde — dringende wid unaufschiebbare Fälle ausgenommen — nur an den Tagen Montag bis einschließlich Donnerstag jeder Woche zwischen VA und M2 Uhr mittags und Sonntag von 11 bis 12 Uhr mittags stattfinden können. Um unnützes Warten zu vermeiden, wolle die beabsichtliche Vorsprache von Deputationen einen Tag vorher bei der Amtsdirektion der Kultusgemeinde angemeldet werden. Israelitischer Jugendgottesdienst. Am Samstag, den 14. November d. J. um 3 Uhr nachm. findet der Jugendgottesdienst für die israelitische Schuljugend in den Gemeinde- und Bezirks-Synagogen des 1., 2., 9. und 20. Bezirkes statt. An die ehemaligen Zöglinge der israelitischen Kinderbewahranstalt Schiffamtsgasse! Alle Frauen und Männer, die in dem Jahrzehnt von 1875 bis 1885 als Kinder Zöglinge der israelitischen K i n d e r b e w a h r a n s t a 11, IL, Schiffamtsgasse 15, waren, werden gebeten, ihre Adresse an Juwelier Moriz Oesterreicher, Wien I., Wipplingerstr. 29, zu übersenden, der über eine im Zuge befindliche gemeinsame Aktion nähere schriftliche Mitteilungen zugehen lassen wird. Verlobung. Herr Otto Urbach, Sohn des Herrn Rudolf Urbach, Obmannes des Vereines „Kinderfreunde" zur Bekleidung armer israelitischer Schulkinder für den 16. und 17. Bezirk hat sich mit Fräulein Etelka Schiller, Tochter des Herrn Heinrich Schiller, Wien XVI., verlobt. Trauerandacht. Nach dem verstorbenen Herrn Efraim N i w e s, Vater des Vorstandsmitgliedes des Tempelvereines „Aeschel Awrohom" Herrn Bernhard Niwes, fand äm Bethause B'nai Brith, XX., Karajangasse 20, im Beisein des Rabbiners aus Buczacz eine Trauerandacht statt. Nachdem der Obmann des Vereines Herr Stapler die erschienenen Vertreter des Klucky- und Pazmanitentempels begrüßt hatte, trug Oberkantor Müller das Mincha, Elmole und Schiwisi mit Chor wirkungsvoll vor. Hierauf folgten ergreifende Trauerreden der Rabbiner H o r o w i t z und Bloch. Oberkantor Bernhard Linetzky vom Budapester Tabaktempel, weilte auf Einladung seines langjährigen Freundes Opernsänger Sigismondo S a 1 e c h i einige Tage in Wien, um dessen Gastspiel an der Volksoper beizuwohnen. Auf Ersuchen des Präsidenten des österreichischen Kantorenvereines Oberkantor I. Löwit nahm eT an einer Vollversammlung der Wiener Kantoren teil, die den Budapester Kollegen herzlichst begrüßten. Oberkantor - Postolow vom Müllnertempel wurde, wie seit Jahren, auch heuer zu der am 12. Dezember . (Schabbos Chanukkah) stattfindenden Großen Wohltätigkeitsakademie der Leipziger Judenschaft eingeladen, welcher ehrenden Aufforderung er nachkommen wird. Der ..Zeitungsknigge". Aus den Erfahrungen eines Pressemannes, Dr. Hans Simons, sind folgende Winke für das Publikum der Presse gegenüber formuliert, die jeder, der mit der Presse in Berührung kommt — und wer kommt nicht mit ihr in Berührung! — beherzigen sollte. Ueber den Umgang mit Zeitungen und Redaktionen wissen sehr viele Leute herzlich wenig Bescheid. Möge der kleine „Zeitungsknigge" dazu beitragen, das gute Einvernehmen und gegenseitige Verstehen zwischen Presse und Publikum zu allgemeinem Nutz und Frommen zu fördern. Redakteure sind auch nur Menschen, 6ie sich Irrtum vorbehalten müssen. Das 'vergiß nicht. Zeitungen werden in denkbar kürzester Zeit mit der Uhr in der Hand hergestellt. Das sollte manche Flüchtigkeit erklären und — entschuldigen. Halte bei Redaktionsbesuchen den Redakteur nicht unnötig auf. denn seine Zeit ist kostbar, seine Höflichkeit aber unerschöpflich. Manuskriptblätter dürfen nur auf einer Seite beschrieben sein. Schreib auf Einsendungen deinen Namen und Adresse deutlich, und vergiß nicht, auf alle Fälle Rückporto beizulegen. Adressiere deine Einsendungen nicht an; seinzelne Redakteure, sondern an die Redaktion. Behalte von deinem Manuskript ein Duplikat in den Händen für den' Fall, daß das eingeschickte Manuskript verloren geht. Fühle dich nicht gleich beleidigt, wenn du dein Manuskript zurückbekommst. Die Rücksendung braucht keineswegs einer vernichtenden Kritik zu gleichen, es können Gründe für die Ablehnung vorliegen, die mit der Qualität deiner Arbeit nichts zu tun haben. Vergiß nicht, daß die Zeitung jedem etwas bringen soll und daß sie nicht nur deinen besonderen Wünschen und Interessen dienen kann. Buchstabiere am Telephon Eigennamen und schwer verständliche Worte nach folgender Buchstabiermethode: Willst du beispielsweise den Namen Herbert buchstabieren, so sage: H wie Hugo, e wie Ernst, r wie Richard, b wie Bruno, E wie Emil, r wie Richard, t wie Theodor. Bist du mit deiner Zeitung zufrieden, so sage es anderen, bist du unzufrieden, so sage es der Redaktion. Bist du durch ein Inserat zu einem Einkauf veranlaßt worden, so sage dem betreffenden Geschäftsmann, in welcher Zeitung du das Inserat gelesen hast. Unterstütze den Inseratenteil deiner Zeitung. Erneuere rechtzeitig dein Abonnement, damit in der Zustellung deiner Zeitung keine Verzögerung eintritt. Schimpfe nicht gleich auf die Zeitung, wenn sie einmal unpünktlich eintrifft, sie trägt keineswegs immer allein die Schuld an einer säumigen Zustellung. Wirb für deine Zeitung, denn du stärkst damit das Zeitungsunternehmen und genießest selbst die Vorteile der gesteigerten Leistungsfähigkeit des Blattes. Verlang' in Lesehallen, Hotels, Restaurants, Cafes, an Zeitungskiosken usw. deine Zeitung und sei sichtlich enttäuscht, wenn du sie nicht bekommst. Laß deine Zeitung, wenn du sie nicht mehr benötigst, gelegentlich in der Eisenbahn, Straßenbahn, überhaupt dort, wo sie ein Leser finden kann, liegen, damit sich vielleicht neue Anhänger und Abonnenten des Blattes finden. Unterstütze deine Zeitung, wo du nur kannst, denn von den Abonnementsbeiträgen allein kann sie nicht existieren. Warnung. Seit einiger Zeit treibt ein gewisser Geza Schwarz, Handelsangestellter aus Veliki-Beckerek angeblich auch ehemaliger Eisenbahnbeamter in Subotica sein Unwesen in den größeren Städten Jugoslawiens. Unter verschiedenen betrügerischen Vorspiegelungen entlehnt er kleinere oder größere Geldsummen vertrauensseligen Personen, an deren Rückzahlungen er gar nicht weiter denkt. Gegen den Schwindler wurde die Strafanzeige erstattet und um dessen Kurreritierung angesucht. Derselbe ist von kleiner, doch kräftiger Statur, hat O-Beine, ist ungefähr 25 bis 28 Jahre alt und reist mit einem Passe der städtischen Polizei von Vel.-Beckerek Nr. 7/1925 vom 31. März 1925. Letzthin war er mit einer rotbraunen, mit Pelz gefütterten Lederjacke bekleidet. Im Betretungsfalle ist der genannte Hochstapler der Ortspolizei zu übergeben- Glück und Zufriedenheit im Neuen Jahr bietet sich unseren Lesern durch einen der vielen Haupttreffer von S "500.000.—, S 250.000—, S 100.000.— usw. Wir verweisen auf beiliegenden Kalender der Firma Brüder Beermann, Wien I., R o t e n t u r m s t r a ß e 13, und empfehlen sofortige Bestellung, da der Losvorrat nur noch gering ist. S Oberkantor gesucht! Unsere Gemeinde sucht einen Obetkantor. Derselbe muß eine klangvolle Stimme baben, erstklassig musikalisch gebildet und fähig sein, einen Chor auszubilden und zu leiten. Konservativer Lebenswandel wird erwünscht. Gehalt naeh Übereinkommen. Offerte mit Angabe des Alters, Familienstandes und bisherigen Wirkens sind an die Gemeindekanzlei zu richten. Reisespesen werden nur den zur Probe Berufenen vergütet. Miskolc, den 5. November 1925. Orth. Izr. Hiiközseg Irodäja Miskolc, Deäk-u. 30 (Ungarn). ]AC . MAYER Kleider-, Pelzeu. Gummimäntel-Fabrik Zentrale: . . Detaiiverkauf: Wien li.f Glocken^asse 24 Wien II., Taborstraße 44