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Die Wahrheit · 1925-09-11 · Heft 36 (11.9.1925) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1925
Issue
Heft 36 (11.9.1925)
Date
1925-09-11
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 12 DIE WAHRHEIT ■] Von Woche zu Woche 60. Geburtstag. Am 12. September feiert Medizinalrat D r. J u 1 i u s W e i ß .seinen .sechzigsten Geburtstag und dies ist mir.ein willkommener Anlaß, von einem Manne zu sprechen, der in stiller, dem Wohle der Menschen gewidmeter Arbeit viele Scjirnerzen gelindert und zahlreiche gute .Werke geschaffen hat- Dr. Julius Weiß wurde in Mahrisch-Kromau geboren, erlangte im Jahre 1891 an der Wiener Universität den Doktorgrad und ,genoß bei den hervorragendsten Vertretern 4er Wiener medizinischen Schule seine weitere medizinische Ausbildung.. Seit dreißig Jahren ist, Dr. Weiß als praktischer Arzt in Wien tätig und wegen seiner bedeutenden ärztlichen Fähigkeiten und seiner menschlichen Eigenschaften beliebt und geschätzt. Sein gütiges, stets hilfsbereites Wesen, sein grenzenloser, auf unerschütterlichem Gottvertrauen beruhender Optimismus und seine .tiefgründige Kenntnis des menschlichen Seelenlebens machen ihn zu einem guttn Arzt in des Wortes höchster Bedeutung. . Als im Jahre 1914r unzählige Flüchtlinge nach W'ien strömten, war er einer der ersten, welcher diesen armen, von Krankheit, Hunger, und Not heimgesuchten Kriegsopfern, werktätige ,Hilfe leistete. Aber nicht nur als bedeutenden Arzt und edlen Menschen schätzen wir Dr. Weiß,, sondern auch als guten und frommen Juden. Als nach dem Brande •des großen Leopoldstädter Tempels Rabbiner Dr. Max Gr,unwald die trauernden-Freunde des zerstörten Gotteshauses um .sich scharte, um dessen Wiederaufbau ins Werk zu .setzen* da war es. vor allem der. Jubilarrder,sich neben dem; unvergeßlichen Dr. Eduard T h a 1 e r und deia-unermüdlichen Menschenfreund Isidor Schwarz eifrig: >:um den Wiederaufbau bemühte. Und auch als der., Tempel aus den; Trümmern. in neuem Glänze wieder erstanden >var, wurde Dr. Weiß micht müde, für das Wohl und-, die Würde des Gotteshauses zu wirken, welche Wirksamkeit dadurch ihre verdiente Anerkennung; fand, daß er in den Be.thausvotstand berufen wurde. . Möge deir verehrte Jubilar sich noch; viele Jahre in ungetrübter Gesundheit seinem segensvolien Berufe .widmen können!. Dies ist der .Wunsch,- den ich : mir nameins seiner zahlreichen Freunde ,zp •seinem sechzigsten Geburtstage auszusprechen erlaube. . - - ' ' Med.-Rat Dr. Heinrich 11 a a s e. Llehertragung der Bibel in Esperanto. Aus London wird gemeldet: r Nach mehrjähriger Arbeit wird eine Esperanto- Uebersejzung der Bibel im Verlage .der britischen Bibelgesellschaft erscheinen. Die Uebersetzungsarbeiten wurden von eiper Kornmission durchgeführt, .deren Vorsitz bis; zu seinem Tode Dr. Z a m e n h o f,; der Verfasser der Esperäntosprache, bekanntjifeh ein; russischer Jude, eiimahm. , . :; : Das Jubiläum der Amsterdamer Synagoge/ Am 2. August wiärd^' in; •.Amsterdam die /Feier des 25$jähTigen Bestehens der portügfesischen Synagoge, begangen.- Sämtliche Juden Amsterdams 'und' -zahlreiche; nichtjüdische Kreise beteiligten sich an der Festlichkeit. Die holländische Presse widmete diesem Ereignis" : Fester.ykeL Die; berühmte'' ÄmSter^ä^Het-'^pörtugiesische Synagoge wjjWie ani 2!.| Atj 5435;<2. i August 1675) eingeweiht. Höch heute''BfewäH?t dje;,SynägGg:6i daiAußere;pifd und Idie'-öebra^he'-;au's'Jder;;.Zeit rhrer Orühduttg. /AHe*. Beärhtetf,!;; vom örjerrabbiner bis zum 'Teittpeldiener/ tragenf! dfe'hisforis^en pjre)6iffläfäi, Totere und kurke Bewkleidef:;^ie; :bildfet-eine; der ihteressäntesteh J'Sehenswürdigkeiten 'Der 200^ 3^j^riHBest^fkie^feiet';v^bhMeB unteränderem der MiniSterftÜMiäTfi 'HottändV &r^iz«kräsid&it des?- Krön* afcisi ein-Vertreter'!d.e¥-^ito|i^^^ pö^tügjesfeche: X-onsifl, 'zahlreich^Obertfabbinef^ antf/ Vertreter jüdischer {je^iridehy-äucb Vertreter der; jüdischen ^Gemeinden itj'Liäsalfen ößd -Madrid bek Beim 'Umzug mit'den Thora-Rdleh württe^an^äer^pi^^ diei"Juden-bei ihrerFlu'&jt ä^Sj^nien'^öPr-me1ir ra4sj4(K> fahren mit ^kbikdi^^^eKir^^,^^«'^^ 3wär ift^'fur^r'ibgltcties Märrteleheiv :i in weletienii: sie: 4&he'rzeit-»'gerettet'- worden' war, g^Uim:;;';:/- 1T ^ly}* vMA .iio^nyi-iyv/ -b-b^ "'fcÄfiSsj? jfoÄarä-ß'ane^ si&ule ,fü*:;4ie Wissenschaft Jciir- *m$$mw-M ^Mi^m^^-^Mi^^ rM#£-£ faro$J? stemmen^, .wurde ^Ea^a^d-, Ea£eth.,4$6ip vkMjWrSzh $$<Ptäfy8&i' 3§^#e£u# jä&k, tG]?wMspn& m. Ghe^en $$^t$.;Z%,tiM-.tä „Sadauzaer und "Pharisäer" ''d\i'^otfQip]fcteifil'q$ j'Kf otö.spluBi wo er seit 1882 die Rabbinerstelle bekleidete, würde er 1897 zum Dozenten für landwirtschaftliche Fächer an die Hochschule für die Wissenschaft des Judentums nach Berlin berufen, wo er 1917 vom preußischen Kultusministerium den Titel Professor erhielt Neben seiner Mitarbeit an verschiedenen Fachzeitschriften und wissenschaftlichen Jahresberichten ist seine Uebersetzung und Erklärung der zweiten Mischnaprdnung und eine poetisch-dramatische Bearbeitung des Hohen. Liedes besonders hervorzuheben. Trauung.. Sonntag, den 6. September, fand im iestlich geschmückten Gotteshause des Tempelvereines „Beth Hatfilah" in der Müllnergasse unter großer Beteiligung des Tempcivorstandes, mit Herrn Präsident Börserat I. Glück an der Spitze, .. sowie: ■ -von, Verwandten, und Freunden der Familien O e s te r r e j.c h - M org e n s/terri die /Trauung des Fräuleins .iii^d>^^lax.g.ew.n•sie'rn,' .'.tochter.' des Herrn Jakob;M o trg e n s t e r u, mit Herrn 0 11 o 0;e s t e r r e kc h, Sohn 4es - Herrn S. Ü e s t e r 'r e i c h und' 'seiner Gattin Cerline geb. Auspitz, statt. Inseiner Rede entwarf Herr Rabbiner Dr. A. Z. S c h w a r z ein schönes. Bild von dem Leben und' Wirken der Eltern des, Bräutigams, nanientlich. des Vaters, der sich in seiner , langjährigen Tätigkeit im Vorsfande um den Tempelverein große Verdienste erworben hat. Sodann sprach' er von den vorbildliehen Tugenden des Vaters der Braut und würdigte sejn jüdisch-religiöses Empfinden/ das ihm' besondere Achtung und Wertschätzung eingetragen' hat. Redher: förderte das junge Paar .auf, diesen . leuchtenden Tugenden nachzueifern. Die kantorale Funktion versah , in: vorzuglicher Weise Herr Oberkantor ß. P q s t o 1 o w mit verstärktem Chor. Nach der Trauung versammelte sich im Zeremoniensaal der .Tempelvorstand, in desseu. Namen Präsident Börserat I. Glück den Brauteitern -und dem, Brautpaar die herzlichsteh, Glückwünsche aussprach. ■? ', '... ' .'; Silberne Hochzeit. Vor kurzem feierte' Herr ^Leopold Löwy, Amtsgehilfe im PräsidialSbüro der,;israelitisclien Ktiltusgemeinde/ der früher langjähriger Portier im Leopoldstädter Tempel war, init seiner; Gattin Josefine, geh.t p.u s c. h i.n s k y, das schöne, Fest der silbernen, Hochzeit.; T. //, " ', - Todesfall. Donnerstag, den 3.- September, wurden auf dem Badener Friedhofe die/:sterblichen'.>Üeberreste_.des in Baden und Umgebung überaus geschätzten Apothekers Herrn Otto Haberf eld beigesetzte; 'Die ungewöhnlich, starke Teilnahme der Trauersäste ^— öhhe .Unterschied der Konfession' —. die dem Verewigten die letzte Ehre erwiesen,; gaben überzeugenden Beweisfür' die; allgemeinen. Sympathien, deren sich der Verstörbetie m .weitesten Kreisen erfreute. Öberrabbiher Wilhelm R^ i c h hielt dem Verblichenen einen :tiefempfundehen Nachruf; die kantoräle Funktion/; versah, Herr Oberk^ntor Höihrich -Fi^ch e-n; aiisi: Wiein Gunter;:Assistenz-: des Mannerehors des größeni Leopoldstädter;iTempels.;;;;;;i-;.^;,,;; , taimudthoräscnulie im XVIII. Bezirke; Der erste i Unterricht'JimSchuljahre;:begiriht' * Mittwoch'^den;30/!September 1925,5 urrt'. 5 Uhr 'hachmittägs ■« Einschreibungen;:: werden j schon jetzt ih!!;d^'Kärizlej,:'XVHl.v:^höp^ 39,;iwährend der *üfrtfch'en Ärhts'stüitfdeji■ ' 'ehfgegeri'ge^örnraeh^?.5Der .Unterf iöht 'ati /dieseif'> unter-1 bdjer ^Oberleitohg ^des! f£hifenpf äisidenten tterrW,!Rä8bine;fl]lTp-F'e'ü"^/h tW-tän gl stehendem iTfäl'mudthorar schule1 .erfölgt'Vollständig 'köstenlosi.:'-.i';;npoD nb r^.i-,- wAr. v •;:; ifj-^dent5 (toolidSge' gegetf den --Ant^eimftismüs.. Beiuder Feier dfer." GVünd^eirii^gnn^;deS-'jüdiSdhetf1 ^Gerheindfehaittses--• in :%|j|jt|' H# President1, Öö^l^g^?feffiö^i«6eM<Äfktey^ede, in' sfamdrfa' dehJ ^iiÄßpfftuS? der ^'uhgSt^s'ög^ff^ö i Ai«5«4fca. ^triöMeriJ^ird3/;Äl'scttärfstfe 'verurtölrte^?Br löhtfe'cvo*ffüiWm Seh 'PihPifB'i'isÄ^'^dS^ 3%^^äfe-vorbildlich p^ezeicnnetey!u^d;jeVÄ kanisc^ri^, Hi^^6WJ't^^'Jl^<>W^^ »mctääßw1 -daß ■^d/e r^'h Wi% isr7lre';c0ö''^V-1m^Wf>iL ii?fl'I ä'-&m? &m ttih e1rci!k.a'5TiTsndfi e!h >ä'(D erh-ök!rca;it i'e12 #i&W(!n'-V£m i'«" Müt:'%ir^M:ium^ m? ^f'-'gäfegefa w-eit wä; ln?''jfiflsiÄif räfr3,fereiltet '!S#atfeh f©arik wissenifüf kmi ^i^m^mm^'&mp^^Mts^Mmmttsl:ß Iii einer Zeit, in welchieTFrder' Jtdrehh!aß fft"Eüröplä;iOrg4en ffeiert-uhd,;sogäf' ATOeriköjfida^Xand^ dwbFpefte^ tm&iDemok'ratie,; "nichti;gBihz vöh dieser-Seuchei verschöllt ifeebliebeifeiisfe plif» e*f,M^v^iW!^terMu^ig'Ja^^Mäfiii^, -wcteh'tfit.ajfel )große öi^e^ffemscrife^Völk .ittt'^seinetti Fühi*if:i'äu'serko^n^ha^'3Ä5orteder SyhipätnHe uftdü;AttefkeTmüh^ %h *röfr«iL Krtoiißii'-^ <Y*hnvy<) " MM^^^^ik 'fflMm* V^!ä'-[S^im^^v^^ StiMM'iirn 'r%%uffl$°$[:ti^ aDkcH«.sta'{f"^ -■y? ü-H J --iE; ,<.vj',rsj-iq<:<un hy;/ ,bf. > fMb ,t\'y^:-i)i-' ur. bnoy^ii

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