Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1925
- Issue
- Heft 24 (19.6.1925)
- Date
- 1925-06-19
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Nr. 24 Dffi WAHRHEIT Seite III Der Pedant. Im Bäckerladen erscheint ein Herr, mit allen sichtbaren Zeichen der MeMigienz beWaftet: „Herr Bäckermeister, haben Sie Teegebäck, das in Buchstabenform hergestellt wird?" „Gewiß! Hier! Ein ganzer Korb voll!" Der Rusnldie diuröhsuioht hiastig dien ganizen Korb: „Sie haben jal keines!" ... „Was habe ich nicht?'4 „Sie ihäben ja keiln „B"!" „Kaprizieren Sie sich denn auf einen bestimmten Buchstaben? Es ist dlocihi alles düe gleiche Teigm&sse!" „Reden! Sie milcht! Ich! rmuß ein „B" haben! Wann kann! dcbi eins1 bekommen?" „Morgiemf" „Zu spät! Ich« zahle dien doppelten Preis, wenn ich's in! eiher Stunde/ Waben kann!" Der Hanfdiel wird abgeschlossen, kopfschüttelnd geht der Bäcker in idie Backstube und formt 'ein „B". Pünktich' nla'ch! einer! Stunde erscheint der Herr. „Fertig?" ..Hier!" „Gott sei Dank! Lassen Sie sehen! Na — es hätte sorgfältiger ausgeführt sein könnten! Aber die Hauptsache ist, d!aß ich es endlich hlabe!" „Soll ich Ihnen dtiiese „Kostbarkeit" in Seidenpaipier einwickeiln?" fragt der staunende Bäckermeister. „Nein, danke! loh esse es gleich hier auf!" Die Wahrheit wird viermal hintereinander kostenlos zur Probe an die Adressen geschickt, die uns Freunde des Blattes aufgeben. Mit Tinte ausfüllen Ausschneiden und auf einer Postkarte an den Verlag der Wahrheit (Wien IL, Heinestraße 13112) senden! Nr.| Name Adresse 1 2 3 4 5 6 7 (Ort und Datum) (Name und Adresse) Briefkasten. H. P. in H. Wir haben den Gasthofbesitzern in den von uns namhaft gemachten antisemitischen Sommerfrischen eine Nummer unserer Zeitung zugeschickt. Sie sind einer von diesen Empfängern und schreibant uns jetzt dazu: .,Für die gütige Uebersendung Ihrer Zeitung erlaube ich mir, zugleich im Namen der andern Empfänger Ihnen bestens zu danken. In der Annahme, daß Sie jede Gelegenheit, Nachrichten über uns zu bringen, benutzen werden, wären wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie weiterhin die in Frage kommenden Ausgaben uns zusenden würden. Natürlich in der Voraussetzung, daß Sie nicht dadurch zu sehr belastet werden. Um eine sichere Zustellung zu ermöglichen, füge ich Ihnen folgende Anschriften bei, die Ihnen anscheinend ungenau übermittelt worden sind. (Folgen einige Anschriften.) An den Bemühungen, unseren Bestrebungen auch in Ihren Kreisen weitestgehendes Verständnis zu verschaffen, wollen Sie auch künftig festhalten." Das wollen wir gerne tun, Herr P.! Allerdings wissen unsere Leute über das, was von Ihren „Bestrebungen" zu erwarten ist, sowieso schon „weitestgehend" Bescheid. Aber Sie und Ihre Freunde jedesmal unterrichten, — nein, das geht wirklich nicht. Wir würden dadurch wirklich weitestgehend überlastet werden. Denken Sie doch, — wenn wir alle uns als antisemitische Gasthofbesitzer Bekannten als Schwarz-Leser führen sollten, — wo kämen wir hin!! Kundmachung. Vom Rabbinate der israelitischen Kultusgemeinde Wien wird hiermit bekanntgegeben, daß die Fleischbank des Herrn Emanuel Morgenstern, IX. Berggasse 26, nicht mehr unter Aufsicht des Rabbinates der israelitischen Kultusgemeinde Wien steht und dasselbe daher die Verantwortung für das Kaschruth dieser Fleischbank nicht übernehmen kann. Wiener Bank-Verein. Die 55. ordentliche Generalversammlung des Wiener Bank-Verein findet am 24. Juni 1925 um 11 Uhr vormittags im Anstaltsgebäude statt. Gegenstände der Tagesordnung: Jahresbericht des Administrationsrates. Bericht der Zensoren. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. Statutenänderungen und statutenmäßige Wahlen. Je 25 Aktien geben das Recht auf eine Stimme. Pension streng -t£D RE§f AURAMT S. UEEIIAMM GLOGGM1T1 a. d. Südbahn Zivile Preise, aufmerksame Bedienung KONKURSE Bai Ihren Offerten berufen Sie sich auf die „Wahrheit" ■ 91 KHlTlJ»OClHEmiBE. MOWa*»mn> N, 562/t92S KONKURS Bei der ist. Kultusgemelnde Novisad (S. H. S.) gelangt die Stelle eines OBERKANTORS zur Besetzung. Bewerber müssen musikalisch gebildete Kantoren sein und Fähigkeiten besitzen, mit Chor- und Orgelbegleitung zu fungieren, ferner über eine Tenor* oder hohe Baritonstimme verfugen. Gehalt laut Übereinkommen, ferner eine schone, moderne Wohnung und übliche Nebenemolumenfe. Die Stelle gelangt zu den hohen Feiertagen zur Besetzung und werden Bewerber ersucht, ihre mit Zeugnissen über Eignung, bisheriges Wirken, Alter und Familienstand instruierten Offerte bis 1. Juli 1.). einzusenden. Zum Probevortrage werden nur Berufene zugelassen, welchen die Spesen vergütet werden. Novisad, im Mai, 1925. S s Armin Mein Notar Der Vorstand der isr. KnRusgemetnde Armin HasMwUz Präsident