Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 39-40 (26.9.1924)
- Date
- 1924-09-26
- Page
- – (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 18 Sie äßafjrCjett Sdr. 39/40 IBI11II11II1III1IIIII1II1BI1II1BBIBB VEREIN „WOHLFAHRT" ■<md n*?) Hervorgegangen aus dem „Komiiee zur Sanierung notleidender israelitischer Wohlfahrts- Anstalten Wiens" I-, Seilerasiellencjasse 4. BRÜDER UND SCHWESTERN! Das namenlose einheimische Elend, das der Krieg geschaffen, hat die Nachkriegszeit ins Ungeheure gesteigert. Täglich wird es durch Zuflucht Suchende aus den Nachbarländern vermehrt. Hunderte von Millionenhaben wir aufgewandt, um die Ärmstenmit demUnentbebrlichsten zuversehen. Kranken, insbesondere leidenden Kindern, hungernden Studenten, mit Delogierung bedrohten Familien, verschämten Armen des Mittelstandes, vor allem geistigen Arbeitern, durch die geschäftliche Krisis in Existenz und Ehre gefährdeten Kauf- 1eut en und vielen anderen haben wir Hilfe geleistet. Weitere hunderte von Millionen brauchen wir, um unser Werk auch nur im engsten Rahmen fortzusetzen. Lasset uns nicht im Stiche! Gedenket an den kommenden Festtagen unserer Schütz1ingeund spendet für die „Wohlfart*1! Für den Vorstand: Rabb. Dr. Max GRUNWALD Präsident D. GOLDMANN Bezirksrat S. WEINER Vicepräsident Obmann der Sektion I/IX. .EINHEIT t€ Verein, zur Errichtung «. Erhaltung von Volksspeisehallen WIEN, II., MALZGASSE Nr. 1Z. Aufruf. Seit 18 Jahren gibt unser Verein Armen und Minderbemittelten, zu denen seit Jahren auch der Mittelstand gehört, gute und billige Kost. Wir bieten den Gästen Hausmannskost und wahren durch Bedienung und Ausstattung die Würde des Gastes, daß er nicht als Beschenkter erscheint. Schon lange vor dem Kriege praktizierten wir jene Art des Küchenbetriebes, wie er später in den sogenannten. Mittelstandsküchen eingeführt wurde. Die Betriebskosten unserer humanitären Einrichtung wurden durch Freunde und Gönner, durch Sammlungen und Spenden gedeckt. Nun ist eine schwere Zeit über unsere Küche hereingebrochen. Die Zahl unserer Gäste mehrt sich täglich. Mehr wie je müssen wir jetzt Frauen, Männer und Kinder umsonst speisen. Die wirtschaftliche Krise hat die Zahl der Hilfesuchenden vermehrt und die Zahl der Gebenden verringert. Darum richtet die „Einheit", die sicher zu den lobenswertesten Einrichtungen der Wiener Juden gehört, zu den Zeiten der hohen Feste, da Einkehr und Prüfung Gebot und Pflicht sind, da Hingabe an die Gebote des Allvaters uns beseelt, die dringende Bitte, der „Einheit" zu gedenken durch Spenden und Gaben. Es wird dieser unser Hilferuf sicher bei unseren Glaubensbrüdern Gehör und Erfüllung finden! Der Vorstand: Vorstände: Dr. Josef Bondi Ignatz Mehrer Univ. Prof. Dr. Heinrich Neumann Heinrich Pappen heim Rechtsanv/alt Dr. Wolf gang Pollaczek Obmann: Bernhard Hofbauer Obm. Stellv.: Moritz Felsenburg Komm.-Rat Alfred Landesberger Schriftführer: Dir. Dr. S. Krenberger Rechtsanwalt Dr. Dagobert Rybaczewski Kassaverwalter: Max Hofbauer Kassaverw. Stellv..* Hermann Kuner Ökonom: Adolf Fischer Vorstände» Dr. Isidor Reiniger Architekt Ignatz Reiser Nathan Schiff Frau Henny Schreiber Lipe Türkl