Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1924
- Issue
- Heft 36 (5.9.1924)
- Date
- 1924-09-05
- Page
- – (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 12 DIE WAHRHEIT Nr. 36 erkennung seiiens verehrender und bewundernder Freunde sich erworben hat. Im Namen all dieser Freunde und Verehrer flehte er schließlich den Segen des Allmächtigen auf dieses wahre Herzens- und Seelenbündnis herab, damit es den Neuver-r mählten vergönnt bleibe, bis in ihr spätestes Alter hinein in diesem Bunde ihres Lebens Glück und Daseins Freude zu finden. Nach Schluß der Feierlichkeiten im Tempel versammelte sich der Gesamtvorstand im Zeremoniensaal, um seinem Kollegen in besonderer Weise zu beglückwünschen. Präsident Börserat Ign. Glück betonte in seiner Ansprache, daß der Vorstand eine Familie bilde, die bei allen Anlässen in Leid und Freud ihren Empfindungen gerne Ausdruck gebe und so benütze er auch diesen Anlaß, um den Brauteltern und den Neuvermählten seine herzlichsten. Glückwünsche darzubringen sowie den Wunsch auszusprechen, daß fernerhin nur freudige Gelegenheiten zu Kundgebungen des Vorstandes Anlaß gäben. Herr Walzer dankte tiefgerührt im eigenen Namen, wie im Namen der Familie für diese Ovationen und versprach, sein. Wirken auch ferner um so lieber in den Dienst des Vereines zu stellen, nachdem dieser eine so hervorragende Persönlichkeit um edlen Menschen als Präsidenten besMze. Er schloß mit diem Wunsche, daß Herr Glück noch eine laiige Reihe von Jahren in bisheriger Weise sich den Geschäften des Vereines widmen möge. Todesfälle. Donnerstag, den 28. v. M., fand das Leichenbegängnis des in weiten Kreisen bekannten Schiulr&fces Doktor Adolf Weiß statt, von dessen 75. Gebairitsfeler wir vor mehreren Wochen berichteten, Rabbiner Dr. Rosemimann hielt dem Verewigten einen überaus eMdiriuckvoMen und ehrenden Nachruf, in welchem er ihn als Lehrer und Gelehrten — namentlich als Maiimonidesforscher — feierte. Schulrat Dr. Pollak widmete dem langjährigen guten und treuen Freunde in warm empfundener schöner Rede Worte der Anerkennung und des Dankes für die Leistungen und Verdienste, die sich der Verewigte als Fachschriftstieller und namentlich als Organisator des Verbandes der israelitischen Mittelschul-Religionslehrer in hervorragender Weise erworben hatte. Oberkantor Postolow versah die karatoraleni Funktionen m ausgezeichneter Weise. Mit Schulrat Weiß ist eine Wertschätzung aller Kollegen., der Hochachtung der Direktionen und der Anerkennung' der vongesetzten Sdioilbehörde in voKstem Maße erfreute. Er ruhe in Frieden! Dienstag, den 2. d. M., wurde Herr Bernhard Einöhr 1. der älteste treue Mitarbeiter der Lederfirma Emil Einöhrl, auf dem Zentraäfriedhof zur ewigen Ruhe bestatte. Der Verblichene, der ein Alter von.' 74 Jahren erreicht hatte, war wegen seines streng rechtlichen Charakters, seines bescheidenen gütigen Wesens* in weiten Kreisen belilebt und geachtet, was auch in der großen Teilnahme an seinem Leichenbegängnis zum Ausdrucke kam. Schlicht und einfach, wie er immer gelebt wurde er auch zu Grabe getragen. Danksagung. Anläßlich unserer Silbernen Hochzeit sind uns so viele ehrende und hocherfreuende Beweise von Freundschaft und Verehrung zugekommen, daß wir außerstande sind, hierfür jedem einzeln geziemend Dank zu sagen. Wir sprechen daher auf diesem Wege den verehrt. Korporationen und allen unseren Freunden und Bekannten unseren wärmsten und tiefgefühlten Dank aus. Wien, im August 1924. Guido und Ernestine Fuchsgelb. Trauergottesdienst. Sonntag, den 31. August fand im Bethause des Vereines zur Unterstützung jüdischer Kleingewerbetreibender im Anschlüsse an den Abendgottesdienst eine feierliche Trauerandacht für das verewigte Fräulein Grete Barsch a k statt. Veranstaltet wurde diese vom Vorstand des genannten Vereines gemeinsam mit dem Vorstande des Brautausstattungsfonds für Töchter jüdischer Kleingewerbetreibender, nachdem nicht nur das Ehepaar Aron und Malvine Barschak für beide humanitäre Anstalten mit hervorragenden Leistungen tätig war und ist, sondern auch die Verblichene in gleichem Geiste an der Förderung der edlen Ziele dieser Institutionen wirkte. Der dem Anlaß entsprechende, durch Trauerembleme dekorierte Bethaussaal war von einer teilnehmenden Trauergemeinde geradezu überfüllt. Außer den Freunden und Verehrern der tieftrauernden Familie waren anwesend Vertretungen, von denen wir die folgenden namhaft machen: Für den Verein, zur Unterstützung jüdischer Kleingewerbetreibender der Gesamtvorstand unter Führung des Obmanns Herrn Rudolf Goldstein, für den Brautausstattungsfonds ebenfalls der Gesamt vorstand milt Herrn Obmannstellv S. Klausner an der Spitze, für den Tempelverein „Beth Israel" (LeopaMgasse) die Herren Vorsteher GoJdbierg und W e i n i n g, für den Verein „Ohel Rachel" Herr Präsident H. Weininger, für „Machsike Hadath" die Herren Josef Frey und B. K1 e i n m a n n, für „Liwias Chem" Herr S. Wasser, ferner die Herren Konsul Oberstleutnant Radoi. Redakteur L. Hirschfeld, Ferd. Kornmehl u. a. m. Die kantorale Funktion versah Oberkantor I. Alter in meisterhafter, der Stimmung angepaßter Weise. Nachdem Herr Rabb. Mayersohn einige tiefsinnige Worte gesprochen, wurde die Marmortafel enthüllt, welche die Verdienste der leider so früh Verblichenen für ewige Zeiten festhalten soll. Um dies erhebende Trauerandacht machte sich ganz besonders Herr A p t e, Kassier der israiel. Kultusgemeinde, verdient. Oswald Spengler und seine Quellen. Im Schlußpassus dieses Artikels von Dr. S. Funk (Nn 35 der „Wahrheit") ist durch ein Versehen efa Teil des Absatzes weggelassen worden. Wir wiederholen daher den ganzen Absatz an dieser Steäle nochmals: Wir und mit uns der überwiegenden Teil unseres Volkes hegen aber die feste Hoffnung, daß Jerusalem', die alte Zentrale, die zur Zeit des ersten Tempels Mittelpunkt Judäas und zur Zeit des zweiten Tempels Mittelpunkt des in allen Ländern zerstreuten jüdischen Volkes gewesen, dereinst ein Mittelpunkt der Menschheit sein werde. Mag auch dies „eine bis zum Wahnsinn gesteigerte Hoffnung" sein — sie wird, wie zur Zeit Esras, in Erfüllung gehen, Kinder für Kinder. Anläßlich des Sammeltages der Badener Waisenhäuser veranstalteten die Enkel und Kinder der Familie Jakob Morgenstern, Baden, eine Märchenvorstellung, die das namhafte Ergebnis von K 350.000 ergab, welches der Waisenhauskassa zugeführt wurde. Danksagung! Für die uns anläßlich des leider so frühzeitig erfolgten Ablebens unserer innigst geliebten Tochter Grete so zahlreich zugekommenen Beweise aufrichtiger Teilnahme sprechen wir hiermit allen Korporationen, Freunden und Bekannten unseren herzlichsten, tiefgefühltesten Dank aus. Aron und Malvine Barschak. 11 Seidenbaus KUHSTADT BrSBtes Spezialfalls aller Qualitäten i Seidenstoffe für Kleider und Futter. Herr- { liehe Brokate, Crepe de Chine, Crepe Marog __m _-_i__.ni__j____ixim^-M mi_ quihe etc., zu staunend billigen Preisen Wien I., rieisdimarki ltr.26 -_ Telephon Nr. 79.201 und 79.20s -