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Die Wahrheit · 1924-01-11 · Heft 2 (11.1.1924) · page 15

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1924
Issue
Heft 2 (11.1.1924)
Date
1924-01-11
Page
– (sequence 15)
Language
German
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Nr; 2 DIE WAHRHEIT Seite 15 Iferzreiclmte Jener Koscherfleischbänke, welche unter Aufsicht des ehrwürdigen Rabbinates der israelitischen Kultussemeinde Wien stehen: 2. 2, .2. 2 :2. 2. 2. .2. 3. 9. 9. 10. 14. 15. 16. 16. I?. 20. 20. 20. 20. 20. 20. 21. Bezirk, Josef Schwarzbrod, Seitenstettengasse 3. Julius Fellner, Haidgasse 7. Ignaz Gerstl, Malzgasse 5. „■ Jakob Glücksmann, Molkereistraße 4. Wr. Fleischbänke-Ges., Taborstraße 51. „ Michael Kronland, Hermlnengasse 12. Osias Kitrzrock, Große Sperlgasse 28. Nathan Lustig, Leopoldsgasse 49. Kaiman Lubczer, Rueppgasse 27. Chaim Nußbaum, Schiffamtsgasse 14. Benjamin Premitka, Im Werd 5. Toni Schärf, Schiffamtsgasse 19. Israel Schönfeld, Krummbaumgasse 1. Hirsch Schönfeld, Große Sperlgasse 31. Michael Täuber, Haidgasse 3. Moses Walfisch, Förstergasse 5. Viktor Wlach, Im Werd 3. Moritz Winter, Heinestraße 9. Israel Lempert, Custozzagasse 4. Ssegmund Kornmehl, Berggasse 19. Emanuel Morgenstern, Berggasse 16. Max Steffel, Planetengasse 3. „ Leo Hammer, Dreihausgasse 27. Hermann Margules, Yiktoriagasse 8. Jakob Kurwock, Gansterergasse 6. Wolf Piontekwitz, Hoferplatz 10. Judith Wachtel, Ottakringerstraße 46. Heinrich Eicbner, Rauscherstraße 3. Eugen Hirschl, Treustraße 1. „ Kirschner-Burghäuser, Jägerstraße 26. „ Josef Lederer, Jägerstraße 24. „ Moriz Lempert, KlosterneuburgerstraBe 1. Wilhelm Peryan, KlosterneuburgerstraBe 10. J. Kößler. Schloßhoferstraße 23. Austritte aus dem Judentum. Kramer Anton, geb. 26. Juni 1890, Mühlhausen, 9. Bez., Hahngasse 4. Sisdmak Felix, geb. 30. Jänner 1890, Czernowitz, Verkäufer. 8. Bez., Lederergasse 14a. Hermann Gredinger, get. 23. November 1872, Sereth, Kaufmann, 19. Bes., Hartäckerstraße 20. Gredinger Elisabeth, geb. Schorn ich, geb. oj. Oktober 1877. Malzdorf, 19. Bez., Hartäckerstraße 20. Goldstein Emil, geb. 3. März 1882, Reichenberg, Ingenieur, 8. Bez., Lammgasse 10. Bartas Isidor, g*b. 20. September 1865. Großwardein, Recbnungschef, 3. Bez., Klimschgasse 8. Schnürmacher Erich, geb. 4. Juli 1902, Allentsteig, 5. Bez., Bräuhausgasse 51. Helfer Ludwig, geb. 23. Juli 1892, Budapest, 5. Bez., Margaretenstraße 82. Sterk Alexander, geb. 7. April 1881, Bonyhad, Kürschnenneister, 5. Bez., Margaretenstraße 95. Grünberg Barucb, geb 7. März 1895. Horodenka. Privatbeamter, 5. Bez., Jahngasse 5. Fernsprecher. N. C. Lili B ratin war eine Tochter des Generals v. Kretschraar, also Nichtjüdin. L. K. Es ist nicht alles Offenbarung, was ein Prediger den Andächtigen sagt. Wir billigen Ihren Standpunkt, möchten aber gleichwohl das bereits Ruhende nicht wieder aufrühren. Der gutgemeinte und gutgeschriebene Aufsatz steht zu Ihrer Verfügung. Neutitscheinen Das ist wohl nicht Ihr Name, sondern eine Wortmarke, die zum Ausdruck bringen soll: Zehn luden und zehn Zigeuner sind nicht so klug wie ein Neutitscheiuer, was aber durch den langen, ziemlich konfusen Brief, mit dem Sie uns beehrten, keineswegs zum Ausdruck kommt. Leser im XX. Bezirk. Die Angelegenheit ist viel zu ernst, als daß man mit billigen Spässen darüber hinwegschreiten könnte. Daher ist für solche weder an leitender, noch an änderer Stelle der „Wahrheit'" Raum. Außerdem ist sehr fraglich, ob Ihre Fraktion etwas zu lachen haben wird. B. J. Auch ein Bundeskanzler kann entgleisen. Worauf Sie uns freundlichst aufmerksam machen, haben wir bereits in dieser Nummer berührt. Jüdische Deufertilandltilfe? Unsere Brüder und Schwestern in Deutschland versinken in Not und Elend. Hungernde und frierende jüdische Kinder stehen mit hoffnungslosen Blicken vor geschlossenen Heimen, unzählige Existenzen sind durch den allgemeinen Niedergang erschüttert und gebrochen und an vielen Orten wird die schwere wirtschaftliche Bedrängnis unserer Glaubens- und Volksgenqssen durch die Auswirkungen des Judenhasses bis zur Unerträglichkeit gesteigert. Wir dürfen nicht vergessen, was in den nicht fernliegenden Tagen unseres eigenen Unglücks ausländische und auch deutsche Hilfe an uns getan, und darum ist es nicht nur eiti Gebot menschlichen Mitgefühls mit fremdem Leid, sondern auch eine Pflicht der Dankbarkeit, mit reichen Mitteln hier helfend einzugreifen. Vom Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde mit der Zentralisierung und Durchführung der jüdischen Deutschlandhilfe betraut, haben wir unter bereitwilliger Mitwirkung der Bezirkskommissionen der Kultusgemeinde, der Tempel- und .Wohlfahrtsvereine in den einzelnen Bezirken und der sonstigen jüdischen Organisationen Sammlungen eingeleitet und Sammetblocks ausgegeben, die mit unserer Stampiglie versehen sind. Spenden werden auch von der Zentralstelle für judische soziale Fürsorge, 1., Seitenstettengasse 2 (Posfspar- TUfiae A B (5 Kilogramm) K 54.000 (Kinderpaket S Kilogramm) K 67.000! Kilogramm Zucker i Kilogramm Zucker i i'A V» la koscher Speisefett Vollreis Weizenmehl holländischer Kakao IVü „ la koscher Speisefett Vs » Vollreis 3/4 „ Grieß Va » holländischer Kakao 2 Dosen Kondensmilch kassen-Konto 131.814), und an der Hauptkassa der israelitischen Kultusgemeinde, I., Seitenstettengasse 4 (Postsparkassen-Konto 132.254), entgegengenommen. Mit den einlaufenden Spenden werden Not und Eleud, die von Tag zu Tag wachsen und immer weitere Kreise erfassen, nach Kräften gelindert, die Ausgewiesenen und Flüchtigen unterstützt, Kindertransporte nach Oesterreich durchgeführt. Vor allem aber wollen wir das Gespenst des Hungers, von dem unglücklichejüdische Väter und Mütter, darbende jüdische Kinder bedroht sind, verscheuchen und Lebensmittelpakete in großer Zahl nach Deutschland senden. Die Verteilung unserer Liebesgaben haben die jüdischen Wohlfahrtsstellen in Deutschland mit denen wir in Verbindung getreten sind, übernommen. Ihre genaue Kenntnis der Verhältnisse der Einzelpersonen, Familien und der notleidenden jüdischen Institutionen bietet uns Gewähr dafür, daß unsere Hilfe den Dürftigen und Würdigen zugute kommen wird. Um aber auch jenen, denen es Bedürfnis ist, einem lieben Freunde, Verwandten oder Bekannten mit Lebensmitteln auszuhelfen, diesen Liebesdienst zu ermöglichen, sind wir bereit, gegen Entrichtung einer entsprechenden Spende Lebensmittelpakete an bestimmte uns angegebene Adressen zu senden. Die Versendung kann in drei Typen erfolgen, und zwar: Tui>e C (10 Kilogramm) K 115.000 2 Kilogramm 2 ucker la koscher Speiseiet! Vollreis Weizenmehl Kaffee, ungebrannt holländischer Kakao Grief) Anmeldungen für diese bezahlten Pakete werden gegenErlag des für die betreffende Type festgesetzten Betrages in unserem Büro, T., Seitenstettengasse 2, von 9 Uhr früh bis 2 Uhr nachmittags entgegengenommen und können auch schriftlich bekanntgegeben werden. Juden Wiens! Wir appellieren an Euch in der Stunde der schweren Not unserer Brüder und Schwestern in Deutschland. Beweiset, daß das vielgerühmte jüdische Herz keine Fabel ist' Spendet mit vollen Händen! Spendet rasch, denn doppelt gibt, wer rasch gibt- Zentralstelle für jüdische soziale Fürsorge Wien I., Seitenstettengasse 2

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