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Die Wahrheit · 1923-11-16 · Heft 23 (16.11.1923) · page 20

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Die Wahrheit
Volume
1923
Issue
Heft 23 (16.11.1923)
Date
1923-11-16
Page
– (sequence 20)
Language
German
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Seite 20 DIE WAHRHEIT Nr. 23 ----■^-^mwji^i^iä : : i : : : i KIMROL erzeugt unter streng ritueller Aufsicht Seiner Ehrwürden des Herrn Oberrabbiners S. B. Ehrenfeld, Mattersdorf, daher ntra ^••••••••••••••••^••••••••«••«•••••••a ✓ \S -\^\/:>\/4\/4\/i:f\/..\^-\^ii^/- J^W^^W^W»' v £v rv:./v f v?/ vyv r vrw wv* v^/v}/ Vt^v^/wv^v^/v,:- Ö ^§|p jig Synagogen-Ornate und Barette Chor- und Oienerbekleidungen liefert in bekannt schönster Ausführung SPEZIAElSf RUDOLF 60QDSTEIN Schneidermeister ig WIEN II. Taborstraße 54 Telephon 45.629 Gegründet 1866 Lieferant vieler in- und ausländischer Kultusgemeinden Ä\/cW^\/iWiV\/v.^M ^v^v'^v-y'vsrr-rvvv-rv'-vfvt/fv-)/ VEREIN .IVOH1FAHRT (niio 2b) Hervorgegangen aus dem „Komifee zur Sanierung notleidender israelitischer Wohlfahris-Anslalten Wiens" Wien f., Seitenslettengasse Nr. 2 - Telephon Nr. 60432 öektion: I., Wipplingerstraße 21 — Telephon 66-2-98 Juden und Jüdinnen! In jahrelanger, mühevoller Arbeit haben wir dazu beigetragen, jüdische Wohlfahrtsanstalten vor dem Untergänge zu bewahren. Ein Teil dieser Anstalten bedarf heute unserer Hilfe nicht mehr. Mit größerem Nachdruck können wir uns ferner hin der Erhaltung der anderen, noch immer hilfebedürftigen Institute sowie dem zweiten Teil unserer Aufgabe widmen: der Unterstützung; verschämter Notleidender. Das Elend: in; Wien, zumal unter den geistigen Arbeitern, ist' wamenios. Der abgebaute Beamte, der darbende Gelehrte, der brotlose Künstler, (die unbeschäftigte, kranke Lehrerin, sie sehen sich dem Hungertode preisgegeben. Der einbrechende Winter findet sie ohne Heizmaterial. Hierzu kommen Flüchtlinge aus judenfeindlichen Nachbarstaaten, düe in Wien einen Zehrpfenniig für 'die Weiterreise oder notdürftigste Zuflucht und. Eriwerbsmöglichkeit suchen. Ihr kennt sie nicht. Ihr sehet sie nicht. Sie verbergen ihren Jammer vor den Äugten) der Welt. Sie ziehen 'den Todi der Beschämung durch öffentliche Unterstützung vor. Und doch halben sie — unverschuldet in den Abgrund1 des Elends gestürzt — ein Anrecht auf unsere Bruderhilfe! Wir wollen sie ihnen vermitteln. Was für euch nur Brosamen vom Tische des Satten sind, Gaben, die Ihr nicht als Opfer empfindet, durch uns können sie zur Rettung von Menschenleben, zur Aufrichtung von Existenzen, zur Erhaltung der Ehre ganzer Familien werden. Juden und Jüdinnen! Helfet uns und durch uns kranken und' hilflosen Greisen und Kindern, Taubstummen und Blinden, namhaften Gelehrten sowie auf streb enden Hochschülern, arbeitswilligen, aber vorübergehend erwerbslosen Männern und Frauen'! Helfet, ehe es zu spät ist! Für den Vorstand: Rabbiner Dr. Max Grunwald, Präsident Bezirksrat Julius Berger, Bernhard Brunner, Hermann David, Bethausvorsteher Franz Denes, Kultusvorsteher David Dohan, Moritz Freund, Paul Friess, David Goldmann, Direktor Emil Gross, Bethausvorstand Direktor Julius Haber, Philipp Haas, Isidor Herbst, Redakteur Ludwig Hirschfeld, Sigmund Kornmehl, Kommerzialrat Alfred Landesberger, Direktor A. Löfkovics, Dr. Paul Saborsky, Moritz Oesterreicher, S. Oesterreicher, Martin Roth, Karl Schnitzer, Ignatz Schwartz, Kultusvorsteher Isidor Schwarz, Kultusvorsteher Dr. Josef Ticho, Michael Max Weiss, Bezirksrat Simon Weiner, Redakteur Dr. Bruno Werner, Rechtsanwalt Dr. Walter Werner. t 2 .;• »•••••••••••» Eigentümer, Herausgeber, Verleger und verantwortlicher Redakteur Druck: Ignaz Spitz & Söhn Ludwig Hirschfeld (Begründer Jakob Bauer); sämtliche in Wien, e, Wien II., Robertgasse 2.

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