Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 18-19 (10.9.1923)
- Date
- 1923-09-10
- Page
- – (sequence 34)
- Language
- German
- Belongs to
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Seite 34 _ __________ DIE WAHRKEIT noch, daß sowohl der Vater des Barmizwanten,- wie dessen Oheim Fritz Zier er' beä diesem Anlasse verschiedenen Wohltätigkeiitszwecken bedeutende Spenden widmeten. Am Nachmittag desselben Tages fand im flaust eine Familienfeier statt, bei der der junge Zierer zur Freude aller Anwesenden eine überaus gelungene Rede hielt. Trauung. Im großen Leopoldstädter Gemeindetempel hat Sonntag, den I. d. M. ein überaus solenner Trauungsakt stattgefunden, an dem ein großer Teil der Judenschaft dieses Bezirkes den lebhaftesten und seelenvollsten Anteil nahm. Herr Kantor Leo Funke führte Frl. Frieda J e 11 i n e k, eine Verwandte des unvergeßlichen Predigers Adolf J e 11 in >e k s. A., zum Altar, an der geweihten Stätte, wo der Bräutigam zur allgemeinen vollsten Zufriedenheit zum Preise des göttlichen Namens wirkt. Der geräumige Tempel war daher von Festgästen, teilnehmenden Freunden, Verehrern und Deputationen, geradezu überfüllt und es herrschte allgemein eine Stimmung wahrster und aufrichtigster Freude. Es waren erschienen: Vertreter des Kultus- und Bethausvorstandes, eine große Deputation des Kantorenvereines, Abordnungen des Vereines „Freunde des großen Leopoldstädter Tempels", des Kranken- Unterstützungsvereines „Montefiore" und der Beamtenschaft und Angestellten der Kültusgerneinde u. a. m. Die kantorale Funktion versah in gewohnt vorzüglicher Weise Herr Oberkantor B. Kauffmann mit verstärktem Chor. Den Trauungsakt vollzog Sr. Ehrw. .Herr Rabbiner Dr. Max Grün wald, der in einer vom Herzen kommenden und zu Herzen gehenden Ansprache die Wünsche der Freunde des Tempels zum Ausdruck brachte. 70. Geburtstag, üeheimrat Berthold Timmendorfer (Berlin) feierte am I. September d. .1. seinen 70. Geburtstag. Seine hervorragenden Leistungen im Dienste des Judentums wurden anläßlich seines 25jährigen Amtsjubiläums als Großprasident des Ordens B'nai B'rith in Deutschland am 25. Februar 1923 in den jüdischen Zeitungen des In- und Auslandes eingehend gewürdigt. Todesfall. Am 21. v. M. wurde Herr Morkz B o n d y im 74. Lebensjahre zur ewigen Ruhe bestattet. Die ungewöhnlich große Teilnahme der Trauergäste, die dem Verewigten die letzte Ehre erwiesen, namentlich die Mitglieder des Witwen- und Waisenunterstützungsvereines „Montefiore" zu dessen Gründern der Verstorbene gehört hatte, unter Führung der Herren Obmänner Bezirksrat Edmund Hoffmann und Julius Mühlrad, die tiefempfundene Abschiedsworte sprachen, gaben überzeugenden Beweis für die ^Sympathien, deren sich Moritz Bondy in weitesten Kreisen erfreute. Dies betonte auch Rabbiner Dr. Max Grunwald in seiner gehaltvollen Grabrede, die vom Herzen kam und zu aller Herzen ging. Buchdruckereibesitzer Max Stern sprach davon, wie der Hingeschiedene, bis in die spätesten Jahre seines Lebens ■ Nr. 18/19 an ehrliche Arbelt hingegeben, durch sein Wirken der Wiener Buchdruckereikunst auch im Auslände Geltung zu verschaffen wußte. Im Großen Leopoldstädter Tempel finden zu Roschhaschonoh, Jörn kippur, 1. Tag Sukkaus, Schemini azeres und Freitag, den 5. Oktober abends (S c h a b b o s Ber esc'nis) Predigten statt. Briefkasten. C. K. Da es sich, nach Ihrer Erklärung, um eine Wette zu humanitären Zwecken handelt, wollen wir Ihnen — ausnahmsweise — auf Ihre Frage dahin Bescheid gebe«, daß Tippesch keine Schmähung in strafprozessualem Sinne ist. Das Wort entstammt wohl dem d'eutsch-böfomischjüdischen Wortschatz und dürfte, gleich so manchen anderem aus dem Lateinischen geformt sein (Tippesch 1 ypus), im schlimmsten Falle ein Sonderling, komischer Kauz, harmloser Narr. Sie werden also kein Glück haben, wenn Sie mit derlei vor den Kadi treten. Aschkenasi. Die Gespräche haben unseren vollen Beifall, mußten aber wegen Mangel an Raum für eine spätere Nummer zurückgestellt werden. Oberkantor Jenö Weiß, Nagyvarad. Sie ersuchen uns, die Nachricht von der Verhaftung des Großwardeiner Oberrabbiners Dr. Leopold Kecskemety zu dementieren, da die Ausführung derselben (?) jeder Grundlage entbehrt. Wir teilen Ihnen mit, daß wir uasere Notiz auf Grund einer Meldung der „Wiener Morgen-Zeitung" abgefaßt hatten. A ßeopofö Hoset und Trau ix., Grunöfstraße Ttr. s entbieten antäßfid) des JaQresmecQsefs äffen "Bekannten die QerzCid}sten Gfüdkwünsdje a : — Reverend Josef Giblichmann Oberkantor in Chicago entbietet dem TEMPEL VEREINE „AESCHEL AWROHOM" seinem Rabbiner, den Vorstehern, Beamten, Mitgliedern, Besuchern und übrigen Freunden die herzlichsten Glückwünsche ZUM NEUEN JAHRE aus weiter Ferne Seidenbaus UMSTADT Größtes Spezialfalls aller Qualitäten; Seidenstoffe für Kleider und Futter. Herr- _____ liehe Brokate, Crepe de Chine, Crepe Maro- _ _ _^ . '«wü quine etc., zu staunend billigen Preisen ftien i., rleiscninarKi rar. *5fi» . „_Telephon?<>. 79.201 und 79.202 —-