Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1923
- Issue
- Heft 16 (10.8.1923)
- Date
- 1923-08-10
- Page
- – (sequence 17)
- Language
- German
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Nr. 16 DIE WAHRHEIT Seite 17 Verein der Preßburger in Wien. Das provisorische Vereinslokal des Vereines befindet sich Wien IL, Praterstraße 66, 2.. Hof links (Klubzimrner des Cafe O r i e n t), woselbst ab 18. Juli jeden Mittwoch, halb 7 Uhr abends zwangslose Zusammenkünfte der Vereinsmitglieder und deren Familien stattfinden. Von Mitgliedern eingeführte Gäste sind willkommen. Die Bukowinaer in Wien werden in ihrem eigenen Interesse höflichst eingeladen, der Organisation des Bukowinaer Zentralverbandes in Wien I., Elisabethstraße 9/10, Fernsprecher 740 Klappe 33 und 45248 (tägliche Anmeldungen von 8 bis 12 Uhr vormittags) beizutreten oder an jsdem ersten Sonntag allmonatlich im großen Saal des Hotels Stephanie, II., Taborstraße 12, abhaltenden Bukowinaer Hauptversammlung sich einschreiben zu lassen. * Die ehemaligen altösterreichischen Pensionisten, Witwen und Waisen, die von der königlich rumänischen Regierung übernommen wurden und in Wien wohnen, sind seit 1. April 1. J. infolge gänzliche Einstellung ihrer kargen Friedenspensionen in die größte Not geraten. Spenden, um sie vor dem Verhungern zu schützen, nimmt unsere Redaktion und der Bukowinaer Zentralverband, I., Elisabethsitraße 9/10, gerne dankend entgegen. Spende. Herr Salomen Gärtner, Vrsac, sandte uns 100 Dinar für das Wiener Blinderomstätut. Wir sägen dem etilen Spender Dank und bitten bei dieser Gelegenheit, sich unseres Blattes, besonders zu den hohen Feiertagen, bei! SpendeTTÜbermittlung zu bedienen. $ Kanrorenzusammenkunft. Am 9. Juli weilte in Berlin der Präsident des österreichisch-ungarischen Kantorenvereines, Herr Isidor L ö \v i t, Oberkantor der israelitisch-türkischen Gemeinde Wien. Die Kantoren der Berliner jüdischen Gemeinde nahmen Veranlassung, ihren rühmlichst bekannten Kolleeen zu einem gemütlichen Beisammensein im Gemeindehaus Rosenstraße einzuladen, um kantorale Gedanken auszutauschen. Der Vorsitzende der Berliner Gemeindekantoren, Herr Oberkantor K o 1 i s c Ii e r, begrüßte den auswärtigen Gast, dann gab er der Freude Ausdruck, gerade aus Wien, wohin die Augen der Kantoren immer noch gerichtet sind, einen Kollegen zu sehen, von dem wir einen angeregten, belehrenden Abend erhoffen. Das Ehrenmitglied1 des oben genannten Vereines, Musikdirektor Friedmann, wies auf den Gründer des österreichischungarischen Kantorenvereines, den jetzigen Ehrenpräsidenten Oberkantor Bauer, der ebenfalls momentan in Deutschland weilt, hin und erwähnt, daß Oberkantor Löwit bereits bei der Konstituierung des ersten Vereinsvorstandes, 1883, zum Beirat gewählt worden war.-'In diesen 40 Jahren war Herr Löwit ein wackerer Kämpfer für die idealen und materiellen Interessen des Kantorenstandes. Heute sehen wir 'ihn in der vordersten Reihe, als Präsident, energisch sein Amt leiten. Nachdem Friedmann noch auf das Synagogengesangswerk, das Oberkantor Bauer mit seinem musikalisch hochgebildeten Chordirigenten Löwit für den sephardischen Ritus veröffentlichte (1889) hingewiesen hatte, nahm der Ehrengast. Präsident Löwit. das Wort zu einer längereu Rede. Löwit schilderte ausführlich die Wiener kantoralen Verhältnisse und sprach auch von den letzten harten Kämpfen, die sowohl die Kantoren der Kultusgemeinde, als auch die der Tempelgemeinden (Vereinsgemeinden) zu bestehen hatten, biis sie zu dem heutigen, befriedigenden Ziele gelangten. Nur die ..Einigkeit" brächte das gewünschte Resultat. Daher empfahl Löwit auch den Berliner Kantoren die Einigkeit. Wertvolle Anregung gab Löwit bezüglich der Bedeutung des Kantors als Träger des Gottesdienstes. An seine Ausführungen schloß sich eine längere Debatte, an der sich SonOersflngeM Ides | Warenhauses I Brüder Schiffmann Tel. 47-173 II., Taborstraße 48 Tel. 47-179 Unerreicht billige Kaufgelegenheit! 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