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Die Wahrheit · 1922-10-12 · Heft 20 (12.10.1922) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 20 (12.10.1922)
Date
1922-10-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 Die M hrheit Nr. 20 gebovelten SchmaraE, lkerlzirnckhmieL. Nach Verilsfung der HaMorcch hiE der Herr Rabbiner Dr. S. Fw-nk eine wahrhaft h-ertzierh^beinld^llede, ihr welcher er dem Barmrzwanten wahelügte, seines Gelübdes stets eingedenk zu. sein -nnld NaimeMich i!m Sinne seiner h-ochveridiieMen Groß- Ätern nnld Eltern dem JudenArm alle Zeit trein zu bleiben. In jedem Antlitz, war der vom Herzen kommende Wunsch — den auch die Ansprache des Herrn Rabbiners in schönen Worten zum Auisbmck lbriachlte — zu lesen, baß der Konfirmand zur Ehre seiner geschützten Familie und zur Ehre seiner Eltern hercmwachse, Welchem Wunsche auch wir uns anschließend Die Eltern, wie!der kleine Otto, der zu den schönsten Hoffnungen berechtigt, würden von wallen Anwesenden hetzzlichft böglückwünscht. Der Vollstänldigkeit halber erwähnen wir noch, daß sowohl der Water des Barmizwanten wie dessen Oheim Herr, I. Wein stock, sowie eine Anzahl Freunde, Hervorragende Vertreter der Papierindustrie bei diesem Anlässe verschiedenen Wohltätigkeitszwecken bedeutende Spenden widmeten. — Samstag, den 16. September, fand im Durnertempel das BarmizwahM des Knaben Hermann Schleifer, Sahn des .Herrn Oberkantor Jakob Schleifer und seiner Gattin Fmrni -geb. Reiß, statt. Das Gotteshaus war an diesem Samsung von Feftgästen überfüllt. Der Vater des Konfirmanden versah in gewohnt meisterhafter Weise den Gottesdienst. Der Konfirmand wurde vom Kantor Hirsch zur Thora ausgerusen und trug-in besonders gefälliger Art die Hasthova vor, woraus Kantor Hirsch einen feierlichen Mischeberach zelebrierte. Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Ta glicht hielt oit den Konfirmanden eine zu Herzen gehende Ansprache, verwies auf die hohen Verdienste des Vaters auf dem Gebiete des liturgischen Gottesdienstes, auf seine ungemein große Begabung, die Gemüter der Andächtigen zu heben, und ermahnte den Jungen, sich zu bestreben, dem Judentum das zu werden, was sein verehrter Vater geworden ist. Unmittelbar nach dem Gottesdienste versammelten sich fast alle Gemeindeulitglieder, mit. dem Bethaus Vorstände an der Spitze, im Sitzungssaale, um den beliebten Oberkantor anläßlich dieses Familienfestes in verdienter Weise zu ehren. Der Obmann des Bethausvorstandes,. Herr Samuel Bernhard, begrüßte den Konfirmanden mit einer feierlichen Ansprache, in welcher er der Freude der ganzen Gemeinde Ausdruck gab und betonte, daß es sie besonders freut, den Vater, der durch Jahrzehnte der Stolz dieses Bezirkes ist, in gebührender Weise zu ehren und an seinem Familienfeste mit ganzem Herzen teilzunehmen. Er überreichte dem Konfirmanden namens der Gemeinde ein sehr wertvolles Ehrengeschenk. Auch die Chewra Kadischa für die Bezirke 12—15 waren durch die Herren Präsidenten M. Wer ß, I. Vizepräsidenten Oskar Goldschmid, II. Vizepräsidenten Julius Fritz, die Vorstaudsmitglieder Max Vogelfänger, JowS Samek, M. Kleinmann, I. Löfler und mehrere andere Herren vertreten; es wurde dem Konfirmanden vom Präsidenten nymeus der Chewra-Kadischa ein namhafter Betrag übermittelt. Auch seitens vieler Bethausbesucher des 15. Bezirkes wurde dem Konfirmauden sehr kostbare Geschenke zugsdacht. Konzertnachrichten. -Änf Eiinlladünig Iber Konzertd-rvekt-ivn Entmann gibt Kammersänger Hermann I ad l o w k e r auch in Weser Saison ein Konzert in Wien, welches für Samstag, den 28., >b. M., ünt großen Musikvereinssaale -cmberjcmmt wurde. — Die Ankündigung, daß die.Ansführenden des von der KonzMdirektion Gutwann Vevcmstalteten >ersten GlUkonzertes SÄrNa H <a l b a n- K u r z, Michael Buhnen und Alfveid G r ü n f e l d sind, hatte eine starke Nachfrage nach Karten zur Folge. Das Konzert fmd-et >cvm 16. d. M. inr großen KonzerHcmHalale i statt. Aus dem ProigramM sei nÄ'geteikt, daß Selma- Halban-Kurz und Michael Bohnien Neben Einzelgesänigen auch Duette zum' Vortrage bringen werben. Das Kontzert wird durch OrgelvoMäge bes Professors Louis Dit6 eingeleitet. Das RemerträgNis der Veranstaltung fließt dem Alfred GrünfeW-Fonids (Unterstützung uoEeideNder MNsiker) zu. Restliche Karten «rni der KontzerÄasse Gntmann (Dir. Hugo Knepler). - Berlobungsfeier. Fräulein Selma Gerstl, Tochter des verdienstvollen Vorstandsmitgliedes «des LSopolbstäldider Tempelvereines ,,Aefchel -Awvohom" Moritz Eerstl und seiner Gattin Sophie, verlobte sich -am 10.!d. M. mit Herrn Adolf Ball, Mitbesitzer des Kaiffee-RestcmriaNt „Nord". Dem jungen Pciare sei au dieser lStelbe die herzlichste Gratulation davgebracht. Chewra-Kadischa für hie Bezirke 12—15 Wien. Unter der Leitung der verdienstvollen BorstandsmitgNeder Max Vogelfänger und Julius Fritz wurde in der Turnergasse 9 an den hohen Feiertagen ein solenner Gottesdienst abgehalten. Die HantoNalen FunAionen versahen die Herren S ch reib st >e i n und Ros eit sie ld in anerkennenswerter Weise. Rabbiner Dr. Baß hiiskt am zweiten NMjahrstage und am Jaunr-Kipur zum-. Herzen gehende Predigten und fungierte auch als Vorbeter beim Schachris und NMagiebet. Die Teilnahme der Andächtigen w!ar eine 'kolossale!, außerdem würben «aüich. 180 Gratiskarten ausgegeben. Es ist ein' großes Verdienst der obgenannten beiden Herren, besonders des rühnMichst bekannten Wohltäters Herrn Vogelfänger, diesen feierlichen Gottesdienst ermöglicht zu haben. Möge es ihnen der Allmächtige lohnen. I. G. Spende. Frau Gesela Reich spendete' zum Andeulken an ihren sel. Gattein, Herrn Gsnera-Idirektjor Sigmund Reich, dem großen Leopoldssädter Tempel -einen prachtvollen KiddUfch-Becher. Dieser Pokal, der aüf Veranlassung des Herrn TeMpelirispektors Max Schwüiger «gewidmet^ wurde, ist am 1. Rosch-Haschonoh -Aberid seiner Bestimmung zNgefühtzt Worden. Eingesendet. Wir erhalten folgende Zuschrift: „Durch widrige, VerhAtnisse bin ich -gezwungen gewesen, mich, da ich auf rituelle Kost Wart lege, an einer unentgeltlichen jüdischen Ausspeijseaktion. zu beteiligen. Ich habe mich schweren Herzens -dazu entschlossen, man hört nicht immer Gutes -von solchen öffentlichen Ausspeiseaktionen, in vielen Fällen kommen sie einer Art Massenabifütteruntz gleich. Wie angenehm wurde ich aber überrascht, als ich mich an -den Verein „O hel -Rachel" wandte, der zum Andenken an das Ehepaar Selig und Berta Weininger gegründet wurde. Wie wohltuend sich diese unentgeltliche Ausspeisung von Aktionen ähnlicher Art unterscheidet, konnte man so recht, anläßlich der hohen Feiertage bemerken. Vorstandsmitglieder und deren Damen bewirteten uns in überaus liebevoller Weise, sie alle, -deren Nanren ich aus Bescheidenheit der Wohltäter verschweigen will, waren mit Herz und Sinn bei -der Sache und verscheuchten uns so die trüben Gedanken, die uns, die wir früher die Feiertage im trauten Familienkreise zubrachten, nur allzu leicht kamen. Dasur sei ihnen, auch den Gründern und Förderern dieses schönen Vereines, allen im eigenen Namen, wie im Namen aller Unterstützten auf diesem Wege öffentlicher Dank gesagt." E. Sp. 4- Wiener Bankverein. In Gemäßheit des § 50 der Statuten beruft -der Wiener Bankverein für den 19. Oktober 1922 eine außerordentliche Generalversammlung ein. Verhandlungsgegenstand ist Beschlußfassung über die Erhöhung des Aktienkapitals um 1 Milliarde Kronen und AufftempeluNg des Aktienkapitals. Stimmbe- Wien I. Bezirk, Fleischmarkt Nr. 26 5,s=,sf Größtes Spezialhaus aller Qualitäten ü! Seidenstoff« für Kleider und Futter, Herrliche Brokate, Crepe de Chine, CrOpe Maroquins etc., zu staunend billigen Preisen 11 Telephon Nr. 18298 und 21922

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