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Die Wahrheit · 1922-01-01 · Heft 1 (1.1.1922) · page 15

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1922
Issue
Heft 1 (1.1.1922)
Date
1922-01-01
Page
– (sequence 15)
Language
German
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könne. Obevkantor ^rS'nH ftimmtc, itnicr Assistenz '.ahlrcicheir Kollegen, vor 'dem Haupteliingang des Leopokdstädtvr Gemoindctempik-ls ergnmisend mniq -ein „El möle rachanckw" an. Am Zemralfriedhose würdi-gte Rabbi-nor 'Dr. Gru n w alb gebührend die vortrmlichen CharaktereiaenschMen des Verblichenen. Am offenen Grabe lieb Oberkantor M o r a en st er n seinem kain-gsähriraen Kolleaen einen hebräischen Nachruf nachklingen. Oberkackkor Maiy-as -rezitierte em feierliches ..El mole rachamim". — Sonntag, - den 18. v. M., wnr-de der in weiten Kreisen bestbekannite und geschähte Herr .Heinrich L andest erg er zn Grabe getraaen, Welcher am 15. Dezember nach langem, schweren Leiden im 65. Lebenssahire aestorben war. Die zahlreichen freunde nnd Verehrer, d'ie dem Hingeschiedenen das letzte Geleite aaben. bezeugten durch ihre Beidilig-ung. welche tnyhloerdienten Snmvatbien der Wackere aenossen. Tn tief ergreifender Weise hielt Herr R-abbineir Dr. Mar G r n n w a l d einen Nachmf, und Herr Oberkantor I. Morgen st e r n versah di!e kantoralen Funktionen. — Am 3. Dezember starb bier nach langem schweren Leiden im Alter von 55 Jahren der bekannte Philonitbrov Herr Samuel Gold mann, Chef der Is-irma Brüder Goldmann. Der Verstorbene war in d>er Wiener Gesellschaft und' in der Geschäftswelt bochangeseben und sehr beKebt, was mich bei seinem Leichenbeaänatns, das Sonntag. den 4. Dezember, stattsand. znm Ausdrucke kam. Seine Tromm-Weit und redlicher Lebenswandel, seine Dboratreiue und Anhänglichkeit an die indische Tradition stellten ihn bei Lebzeiten imter b'ifc führenden Persönlichkeiten der Wiener Ortbodoxie. Zur Beerdmnna. hatte sich ein sehr zaMreiches Publikum imd insbesondere Vertreter -der vielen Vereine, welchen er Mia nnd fördernd angehört hatte, eiggefunden. Seitens des Kriegswaisenbatlses in Baden war anher den: Vorstande der Direktor der Anstalt miit zehn Waisenkindern erschienen. Die ebrwiirdiaen Herren Rabbiner Siemnnnd T n r st imd Josef Ban ma a r t e n wie anch die Herren Dr. Wilhelm P a v v e nh ei m. Präsident der Chewra Kadischa. Moses Poraes und ein Vertreter der „Eintracht'" hielten ergreifende Trauerreden. Kultusgemeindewahl in Eaer. Bei der ani 8. v. M. konstitnierenden Wahl der Jnnktivnäre wurden nachstehende Herren gewählt: Kultnsvorsteher Edttard L ö w v. dessen Stellvertreter Dr. Alois Tischer. 2.'Stellvertreter Leopold S cb l e s i n a e r. Kassier Ferdinand K o r e tz. RechnnnaM'chrer Alfred. Reichl; zn Temvelvorstehetw Edmund K r a f f t und Jakob L ö w v und zum Beirat Rich. Singer. Nach beettdeter Wahl erbat sich Herr Battkier Eduard R e i ch l das Wort und schilderte in marka.nten Worten die vielen unschätzbaren Verdienste des Herrn Vorstehers Eduard Löwv tnährend seiner zwölfmhrigen Amtstätigkeit und der Evakniernnaszeit der Krieasslüchtlinge. sprach ihm im-Sinne aller Anwesenden den herzlichsten Dank aus und verlieh dem Wunsche Ausdruck, dan .Herr Knltnsvosteher noch viele Jahre diesem uneigenn'ükigen Dienste bevorstehen möae. Auch eine Denkschrift in gleichem Sinne wurde dem Gehuldigten überreicht. Repräsentanz der Prager Kultusgeweinde. Gewählt wurden am 8. Dezember Anton Glaser zu-m Präsidenten. Dr. August Stein zum I. Vizepräsidenten nnd Richard B r a n d e i s zum II. Vizepräsidenten. Präsident Glaser 'betonte in seiner Antrittsrede, dan die Neuwahlen, diie eine Vertretung aller Parteien in die Ge- - m-einderepräsentanz brachten^ tvohl den sehnlich gewünschten Frieden in der Gemvindestube schassen werden. In ähnlichem Si-nue sprachen auch die Vizepräsidenten. Namens der Zionisten vertrat Dr. Ludwig S i n g e r den Standpunkt, daß seine Partei sich detn Prändmnt zu nichts verpflichte, aber die positiven Arbeiten nicht stören, werde. Nach diesen offiziellen Kundgebungen wurde sofort 5t die Beratungen laufender Geschäfte eingegcmgen, die ohne Konflikt erledigt wurden. Wann wird der Wiener Knlt-ttsgemeinde ein solches Glück -erstehet!? Das jüdische Gottesdienstkleid. Seitdem all-? Pracht und .Herrlichkeit von der Tochter ^'on° acmommren. sind anch Gold iutd Ge- 'schnteide von den Gewändern jener versclnounden, die vor den Höchsten hingetreten, 'chm Opfer zu bringen oder sein Lind zu siivaen. Schki'chtbeit nnd eindrucksvolle Wunde bilden das Kennzeichnende im Ornat des indischen Gottesdienstes. Seit undenklichen Zeiten besteht in allen Temveln nnd Bethäm'ern eine strenoe Nnisorntität der Gdwantdnnct, deren vorschrittsmästiae Umdestaltunn streircye beobachtet werden must und deshalb in -das Gebiict -des g'nnsta^nrrbeL fästt. Gine.s der ältesten r>e"t-b-"'ct'üsti»ter ist stns Spezialhaus für Svnagoqenornate von Rudolf Goldstein in Wien, st. Bez.. Taborl'tr. 54. das stcb der arösttm An-rkemmna -rkreut. Seine ^rzeuan'ste aebeu in? fernste Ausland und stnden überall v^rdstickc Pewmideenna. D»e Tirma 'st in der staue, durcb ihr verbesicrtes Lager jedem Aufträge promvt und konlant zu entsprechen. Mazzoth-Berlara»na der Adas Trjsroel. ^e>- Pa>sta"d -der A-das Iisroel bat die st""' den Mdzzot-bbicharf Weiü-,,- '"en!oe M'wnvben. Der Weizeir n-ntei' de'' ^lirfs'UN d-'-^ ubr'"ii>-- di>a"n Aabbinat!'?' ^-"r N^aä nui-inastt-^n. Sck"n>"'-'amebl ist der''»rat. Tn den nächsten ^aaen "nr-d a" nff>' dstu'en-nru. hin rrii-f tvptr Ma'zatbberna v»n -de'' Atdns Tisrm'l A.,,s>,-„ch innck"'". die An.ffovderung zu-aehett, ibre An-mokdmrgen recht?eitia bekanntzu.iteben. Anszeichnun» Dem <?"niar .der ^ebrer an> .7sl.v»n,N" >>> graelitochen Tm'bstnmmeninft'tnt in Wiien. H-'M'N T-">? T-r -ppt. wurde we-aw' wirrer laiwen und erstylar»ichen D-^nstl-Ut-"'-' "»>" Zlnndesmimsterinm für Inneres mrd Unterricht 'der Titel ..Ob-'rlehrer" verliehen. Oesterreichikche Kredit-Anstalt nie Handel "nd Gewerbe. P-'-'"- taa. den k>. Tönner to->o 5 Nstr nachnrittaaä fin^t i->n aroü-'n T,ut- Male -des Oesteweichi'i-'lst'n Inoenienr- und Rrchirekten-Pereines H. Bn.. Gschenbachansse Nr. W e'"-, a r> n e r or d r -tf (r ch e G en e r a l v e r '-a m rr k n n <z -der stlkt-nnäi'e d"r Oesterrei-sti'chmi Grodit-Anstalt fü'' Handt"l und Getverb» statt'. Gt'aemtaird der baudluna? Antraa anr Erbohu">a -des G''nndkavitals de'' (^estllichart von 600 M-istimn?" a>,s eine Milliarde ^-r»n.en -durch Ausaab«' van I. R0.666 arrf'den NomiimtDetraa von 6^6 Kronen ^»-iitendeu stlktwn. auf Amvdernno der damit zu-'ammenbännen-den P-rraarapbe der Statuten und BesMustfassnng über die näheren Bestrmmnn-aen der Hinausgabe der Aktien. Placierung von elf Milliarden in sechsprozentiaen Schatrschejnen. Die durch -das Geiek vom Juli 1020 ireschaMnen sechsprvzent-m»n österreichischen Schätztcheine haben sich ittfolpe der ciünsti-qen Bedmannaen, unter deneit sie erworben werden können, im Pllbbikum immer mc-br eingebürgert. Diost Schatzschenre aeniesten bei dreimonat-icter -K-n.ndbavkeit einen 8insfnst von feckts Prozent, sind aber noch mit einer Prämie ausaeistattet. indem für jedes Quartal ein Pvmnille -an Zinsen aufye-mhlt wind, wenn die Kündiquncs nicht vor einem Jahve erfolgt. Die Placieruna dieser Schatz! che ine hat im aufe der Zeit einen immer arosterm Utnsana Lnq.enom.men, nnd obwohl man heute -an hohe Ziffern getvöbnt istverdient -doch die Tatsache besondere Hevvovhebuna. >dast vor kurzem -die in sechsprozendiqen Schatzfcheinen angelegte Summe die Ziffer von nicht weniger als elf Milliarden Kronen erreicht hat. Ehrenerkliinmg. Endesgefertigter erklärt hiemit öffentlich, dah er sämtliche Beleidigungen, die er gegen seinen Schwager Herrn Hermann K u n e r, 12. Bezirk, Hietzinger Hauptstraße 6, und gegen seine Tochter Frau H. Kiffer ausgesprochen, zurücknimmt, bedauert lebest, solche gebraucht zu haben, und gibt als Buhe zuhanden des obgenannten Herrn K 1000. für wohltätige Zwecke. David Friedländer, 2. Bez., Czerningasse 14.

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