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Die Wahrheit · 1921-12-08 · Heft 24 (8.12.1921) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1921
Issue
Heft 24 (8.12.1921)
Date
1921-12-08
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Gerte 14 Dir Ha Kultusvorstand zur Feier delegiert, überbrachte hieraus dessen Glückwünsche. Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. M. G r u n w a l d hielt nunmehr die Festrede, die aus alle Anwesenden einen tiefen und nachhaltigen Eindruck ausübte. Die kantorale Funktion vollzog, unterstützt von einem trefflichen Chore, mit bewährter Meisterschaft Herr Oberkantor M o r g e n st e r n. Die Harmoniumbegleitung besorgte Herr Ehovdirigent Rudolf H e imn n n. .Unter den Anwesenden bemerkte man unter anderendie Herren Kultusvorsteher David D o h a n und Wolf P a pft e n h e i m, den ersten Sekretär der Kultusgemeinde Dr. Emil A d l e'r, das Vorstandsmitglied des Vereines „Einheit" Max Hofbauer, Pros. ALoriz A n t s ch e r l, Oberkantor Bauer, Joses P e t e r s e l k a, die Damen Frau Margarethe Grunwald, Frau Cäcilie Pete rs e l k a, Frau Regime Schwager, Frau Marie Schwarz, Frau K la a r, Frau Elothilde Ben eld i k r, den gesamten Vorstand des Vereines zur Unterstützung jüdischer Kleingewerbetreibender unter Führung des Obmannes Herrn S. Klausner' und Vertreter anderer Vereine. Glückwunschschreiben trasen ein von den Herren v Bundespräsident Dr. Hainisch, Bürgermeister Reumann, Polizeipräsident Dr. Wondracek und anderen -amtlichen Stellen. Unter dem Eindrücke der Feier wurde in erster Reche von dem Präsidenten Direktor Weininger dein Vereine eine namhafte Spende gewidmet. Seinem Beispiele folgten zahlreiche Anwesende. Um den Erfolg des Abends haben sich der Schriftführer des Vereines Herr Al. A p t e und Herr Inspektor Max Schwager besondere Verdienste erworben. Bris Miloh. Am Rosch Chodesch Kislew, dem 1. Dezember d. I. fand in den festlich geschmückten Wohnräumen des beliebten Oberkantors I. A. Giblichmann die Bris Miloh seines ersten Sohnes, unter Einhaltung alttradi-' tiorvell-jüdischer Formen statt. Der frenNdlicheu Einladung des Baal Bris hatten zahlreiche Kollegen, Freunde und Bekannte, wie die Verwandten der Familie, Folge ge- -ieistet und gaben der Weihe des Tages das äußere Gepräge. Es waren erschienen: Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Funk, als Delegierter des Tempelvereines „Aeschül Awrohom" der Vorsteher und Schriftführer, Chefredakteur Ludwig Hirschfeld, Vorsteher Daniel Diamant und Kassier Isidor Schönherz; fast sämtliche dienstfreien Kollegen des Hausherrn, unter Führung des I. Vizepräsidenten des Oesterreichischen Kantorenvereines, Oberkantor Isidor Löwit, mit dem Ehrenpräsidenten Obei> kandor Jakob Bauer; der II. Vizepräsident des Oesterreichischen OberkantorenveveMes, Oberkantor Joses Schlesinger als Delegierter der Angestelltenorganisation der Tempelvereine und außerdem eine große Zahl von Verwandten, Freunden und Bekannten. Unter Absingung der rituellen Gebete wurde die Beschneidung von Dr. Reininger vorgenommen, wobei Sr. Ehrwürden Herrn Rabbiner Dr. Funk das Ehrenamt des Sandek übetvagen wurde und sämtliche anwesenden Männer nach -allem Ritus die Operationsstätte mit bremrenden Kerzen umstanden. Nach beendeter Mahlzeit ergriff Sr. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Funk d-as Wort zu folgender Ausführung: „Anknüpfend an den ersten., Vers des Wochenabschnittes, in welchem schon unsere Weisen die Andeutung eMickten, daß Abraham und dessen Sohn Jsak die Tugenden der Friedfertigkeit Milde, Güte und Nachsicht kn gleichein Maße zierten — bei jenem sogar Jsmael, bei 111 e -i t_ ‘ - '• ____Nr. 24 diesem Esau gegenüber — verlieh er dem Wunsche Aus- . druck, daß auch der neugeborene. Sohn des Herrn Oberkantors Giblichmann, der am 8. Tage seines jungen Lebens (die 8 Tage des neugeborenen Israeliten entsprechen nach dem bekannten Spruche unserer Weisen den 8 heiligen Kleidungsstücken, in denen der Priester seinen Dienst am Altäre versah) sein Priesteramt antritt, seinem -allverehrten Vater, der als Oberkantor, als Schliach Zibbur und als Mensch sich der Sympathien weiter Kreise erfreue, gleichen möge und heranwachse unserem Volke zur Ehre und seinen Eltern zur Freude. Hieraus brachte das Mitglied des Tempelvereines S. L e e m a n n eine talm irdische Sage iirt Erinnerung. Ehrenpräsident Oberkantor Dr. Bauer beglückwünschte die Eltern des in den Bund neu aufgenommenen namens der Kollegenschaft. Von verschiedenen an-, deren Seiten folgten dann gute „Diwre Thora". Nun wurde das Schir Hamaa'laus von allen Anwesenden gesungen und Herrn Oberkantor Morgenstern das „Benschen" übertragen, wobei das Horachmon labwechselnd von den Herren Oberkantoreu Fränkl, Alter, Pordes, Stift,' Rosenzweig und Vtorgenstern vorgetragen wurde. Wie es bei allen festlichen Gelegenheiten heilige Tradition bei den Juden ist, wurde auch der Wohltätigkeit nicht vergessen und flössen reiche Spenden. Den Beschluß des überaus schön verlaufenen Festes machte Herr Oberkantor Fränkl mit dem Vortrage des „Halle!". Alles zusammengefaßt hat diese, nach echt jüdischer Tradition durchgesührte Feier, den erfreulichen Beweis für die vielen Sympathien Zerbracht, die sich Oberkantor Giblichmann während seiner mehrjährigen, vorbildlichen Amtstätigkeit in Wien zu erwerben verstand. •" Barmizwah. Samstag, den 17. Dezember d. I., findet im. Leopoldstädter Tempel, 2. Bez., Dempelgasse 3, 9 Uhr vormittags, die Barmizwahsüier des Fritz Landesberger, Sohn des Herrn Alfred und der Frau Mina L a ndesberger, statt. — Samstag, den 24. d. M. 9 Uhr vornrittags findet im großen Leopoldstädter Dümpel, 2. Bez., Tempülgasse 3, die Barmizwaseier des Kurt Peterselka, Sohn des Kassenchefs der israelitischen Kultusgemeinde, Herrn- Josef Peterselk a, statt. Trauungen. Sonntag, den 4. d. M., fand im Paz-. m a n i t e n t e m p e l unter ungewöhnlicher Beteiligu-ng von Vereinen und Korporationendie Trauung des Fräulein Nelly Kreinczes, Tochter des Ehepaares Nathan und Rosa K r e -i n c z e s, mit dem bekannten Juwelier und Mitbesitzer des Caft Nord, Herrn Saul Wolf, Sohn des Herrn Josef David und der Frau Rebeka Wolf, statt. In seiner Rüde entwarf Harr Rabbiner S. Funk ein schönes Bild von dem Lüben und Wirken der Eltern und Ahnen des Bräutigams, sprach sodann von den vorbildlichen Tugenden der Branteltern Md würdigte deren musterhaftes Familienleben rcnd jüdisches Empfinden. Seine Ehvwürden empfahl dem BrMtpaar, >all diese Tugenden ins eigene Haus zu übernehmen. — Am selben Tage fand gleichfalls im Pazmanitentümpel die Traamüg des Fräulein Regine R.eißmann mit Herrn Eduard K u s z n i e r, Bruder des wegen iseiner Wohltätigkeit allgemein -geschätzten Großkausmannes N. Kusiznier, statt. Irr seiner Ansprache verwies der Rabbiner zunächst auf das erhebende Familienleben i!m Hause des Herrn N. Küsznier und seiner Gattin Malvine, sprach sodann Von dem prächtigen ZusamnieNwirken der Familie, das ihr stets zum' Segen gereicht. Er forderte das junge Pa^r äust H ch

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