Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 23 (24.11.1921)
- Date
- 1921-11-24
- Page
- – (sequence 15)
- Language
- German
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B i e Wahrh e>t f Nr. 23 Seile 15 außerordentliche Verdienste nm 'die Flüchtlürgsfürsorge erworben und auch als Vormund einer hiesigen jüdischen Familie Großes geleistet. Dem Jubelpaar kamen vteile Gratulationsschreiben von Nah und Fern zu. Verein^ „Freie jüdische Volksbühne". Der Vereinsvorstand hat sich veranlaßt gesehen, mit Rücksicht darauf, daß die „Freie jüdische Volksbühne^ ab 1. November ins Lustsvieltheater übersiedelt jft und die Regiekosten ungeheuer gestiegen sind, den Beschluß zu fassen, ab ILovember für die Freikarten einen Regie beitrag von K 20.— eiMirhben. Regiekarten sind nur zu, den Milgliedervorstellungen erhältlich. Zu den Abend- und Nachtnittagsvorstellunzen erhalten die Bereinsmitglieder fünfzig Prozent ermäßigte Karten. Mitglieder- . aufnahme täglich im Sekretariate, 2. Bezirk, Untere Augartenstraße 11, an Wochentagen von 2 bis 3 Uhr nachmittags, an Sonu- und Feiertagen von 10 bis 12 Uhr vormittags. „Haarez." Die Jerusalemer hebräische Tageszeitung kann, wie uns die „Ewer"-Gesellschaft für Buch- und Kunst- Handel m. b. H., Berlin klVV. 7, Dorotheenstraße 35, mitteilt, durch sie bezogen werdend Der ermäßigte Preis für Abonnenten in Mitteleuropa ist jährlich zwei Pfund. Spenden für den Wiederaufbau des Leopoldstädter Gemeindetcmpels. Für obigen Zweck find durch Herrn Tempelinspektor Max Schwager als Ergebnis einer von ihm durchgeführten Sammlung nachstehende' Spenden eingegangen: Simon Blau K 2000.—, Sigmund Stern K 2000.—, Karl Schiffler K 1000.—, Leopold Wessely Ii 1000.—, Josef Guth K 1000.—, N. N. K 1000.—, S. Nachmias K 2000.—, Adolf Wenkart K 5000.—, Adolf Huber K 1000.—, Otto Lustig K 6000.—, Armin Biel K 1000.—, Alois Fürst K 1000.—, Jaques Fried K 3000.—, Julius Mühlrad K 1000.—, Joses Fischer K 1000.—, Franziska Rechtschaffen K 1000.—, I. Neumann K 1000.—, Max Lawetzky K ' 10.000.—, Markus^ Polturak K 2000.—, 'Adolf Kulka K 1000.—, N. N. K 1000.—, Singer K 1000.—. Wiener Frühjahrsmesse 1922. (Vom 19. bis 25. März.) Der Arheitsausschuß Her Wiener Mesie-A.-G. hat M seiner letzten Sitzung beschlossen, die Frühjahrsmesse in der Zeit vom 19. bis 25.' März 1922 aibzuhalten. Es werden bauliche Maßnahmen getroffen werden, nm den Raumansprsichen womöglich in größerem. Maße Rechnung tragen zu können als zur Herbstmesse. MÄ den Vorarbeiten .für di>e Frühjahrsmesse wurde in den Abteilungen der Wiener Messe-A.-G. (2. Bez., Aspernbrückenstraße 2) bereits begonnen. Es ist nach dem Erfolge der Herbstmesse, tzer sich unter anderem in-der glänzenden Beiurteilung des Messeergebnisses durch die ausländische, insbesonders die reichsdeutsche Presse, äußert, wohl anzunehmen, daß auch der Frühjahrsmesse ein voller Erfolg beschieden sein wird. Bei dieser Gelegenheit sei darauif hingewiesen, daß die wir kurzem aufgelegte 2. Emission der Messe-Aktien großem Interesse beim PiMikum, insbesonders in den industriellen und gewerblichen Kreisen begegnet. Aktienzeichnnugen fiir diese zweite Emission werden bei allen Banken und Sparkassen, sowie im Büro der Wiener Messe-A.-G., 2. Bez., Aspernbritckengasse 2, entgegengenommen. In Paris 75, avenue de champs Elyse^s wurde ein „Komitee de la foire de Vienne a Paris" ins Leben gerufen, §n dem Zwecke, die französische Jndnstrie-i mtb Handelswelt für die Wiener Frühjahrsmesse 1922 zu interessieren. Ehrenpräsident des Komitees ist der Minister Crozier, -ein Breeder des bekannten ehemaligen französischen Botschafters in Wien, derzeit' Direktor des AußenhandelsdepartementH. im französischen Handelsministerium, Präsident 'ist der Kapitän Pujol Handelsattachee der französischen Gesandtschaft in Wien, der sich mn das Zustandekommen der Vereinigung große Verdienste erworben hat. Das Komitee hat bereits zahlreiche Ausrufe an die französischen Handeilskammern nnd sonstige Interessentenkreise versendet, in denen zur Be-' teiligung an der Wiener'Mesie ausgefordert wird. Es - liegen bereits zahlreiche Anfragen aus Paris, Dijon, Lyon und anderen Industriezentren vor. i Air ttttfere Lesevk Im Herbst des Jahres 1918, bald nach dem Zusammenbruch, begannen die großen Teuerungswellen das wirtschaftliche Leben in leinen Grundfesten erschütternd zu icherfluten. Bon diesem Geschehen, wurde auch die periodische Presse nicht verschont. Mit einer gewissen Pünktlichkeit stellte sich in. kurzen Intervallen die Springflut der Preiserhöhung für Papier und Druck ein. Heuer im August glaubten die Zeituingsunternshmer den Kulminationspunkt verzeichnen zu dürfen, als die bereits unmäßig gestiegenen Preise eine weitere 40prozentiige Erhöhung erfuhren. Aber der September setzte abermals mit dem Zuschlag von 40 Prozent ein. „Höher kann es nicht mehr gehen'." trösteten sich die bereits erschöpften Herausgeber Sie rechneten eben nicht mit den unbegrenzten Möglichkeiten der Entwertung unserer Krone und der hiedurch automatisch erfolgenden Warenverteuerung und Lohnsteigerung. Im November wurde uns die Katastrophe einer siebzig prozentrgen weiteren Steigerung zur erschütternden Tatsache. Die Tagespresse parierte diese schweren Schläge durch entsprechende Maßnahmen in den Bezugsbedingungen. Wir wollen dies an einem Beispiele erläutern: Bis zum Kriegsausbruch kostete ein Exemplar des „Tagblattes" 8 Heller, nunmehr 16 Kronen, also das Zwei hundertfache des Friedenspreises. Damals, war das Jahresabonnement der „Wahrheit" ganzjährig K 20.—, jetzt ganzjährig K 200.—. Dom wöchentlichen auf das jetzt 14tägrge Erscheinen umgerechnet, ergibt dies eine bloß 20fache Erhöhung der Bezugsbedingnng. Die traurige Tatsache der 70prozentigen Steigerung bringt uns leider in die Zwangslage, das Abonnement, einigermaßen den trostlosen. Verhältnissen anpassend, ans K 300.— halbjährig zu erhöhen, wobei wir immer noch an dem Grundsätze der stets beobachteten Kulanoe festhalten und der lleberzeugung find, daß unsere geehrten Freunde dies erkennen und der notgedvungenen Maßnahme Folge geben werden. Sie werden sich dabei vor Augen halten, daß sie durch Unterstützung des Blattes den Interessen des Judentums ein Opfer bringen, dem sich in der Zeit seiner mannigfachen Bedrängnis und Verfolgung niemand entziehen soll, dem fein Wohl am Herzen liegt. Die Redaktion der „Wahrheit". Danksagung. Anläßlich des Doppeliubiläums sind uns so zahlreiche Beweise der Freundschaft und des Wohlwollens zugedacht worden, daß wir auf diesem Wege allen Gönnern und Freunden, sowie dem Gesamtvorstand des Tempels im XIU. Bez., Hern Vorstand des Kantorenvereines und dem Frauenverein in Hietzing und allen Kollegen unseren herzlichsten Dank ausdrücken. Heinrich und Gäcilie KHUNER II , RembrandstraBe 21. asnuHBaBBiHaaannBaaMnaBHnanaHaannBi Intelligent b, gewesene fiesdiiftsfrau (Israel.) häuslich versiert, wünscht Ehe mit einem gutsituierten Geschäftsmann. Besitzt Vermögen. Frdl. Anträge unter „Vertrauenssacbs 55“ an die Administration dieses Blattes. ■■■■■■■■■■■■nanannnnniaaannH