Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1921
- Issue
- Heft 19 (15.9.1921)
- Date
- 1921-09-15
- Page
- – (sequence 3)
- Language
- German
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* Ifaofc WMe Interessen- REDAKTlQMuADMttlJSTßATlQH VHt» 8h $ei**ftar«j|* IS XXXV1L Jahrgang Wie», 15. September 1981 1 & Rund um den XII. Zionistenkongreh. Introduktionen. Lassen, sich vom Dombusch Feigen -ernten? Kann von dem verbrocheLlischen WeWviey ein« heWÄngende AuswWung kommen? Es vollzieht sich eiben auch hitzr der bekannte Finch 'der 'bösen Tat. Wir fürchten die Danaer des Obersten Rates imd «doppelt, wenn sie schenken. Ihre Geschenke haben sich für FrjeiuMi und' Fckvd stets verhängnisvoll erwi^en. So für bdte tschec^-Gowatzische Rep-ubM, für die polnische und, wie -die jüngste Gegenwart geilehrt hat, auch fifcr das armselige OesieivrMH, das nicht ohne schlimme Folgen von dem r^AngpÄschen Wchpermest Besitz nehmerr wollte. Es Ware ganz aus der Art gewesen, wenn die Geberlaune der Entente nicht auch dem Prügelknaben Europas, dem Juderr, vor-, hangnisvoll. gewesen wäre, 'der, M Jahchuindeirten miL ällett Hunden gehetzt, aus fckner Lckdensgeschiichte und trüben Ersahruing MMrvuen oder wenftzstens Vorsicht gegen die ihm angewiesene ,,-geseMch gesicherte Heimstätte" hatte beobachten muffen. Das GvgeEeÄ aber hat sich ereignet. Mit Paukenschlägen und Harsenklängen feierten sie die Balfoursche Deklaration undden großen Tag von San Remo. Während ein DM dar Judenschaft noch halbwegs ru hig Blut bchielt, war es der juÄsche Nationalismus, .der sich mit -einem wahren Paroxismus dev Sache bemÄchtigte und leideir auch besonnene Elemente mitriß. Me ist. es mit der gesetzlich gesicherten Heimstätte bestellt? Seit Jahrhunderten ist dort nicht so viel jüdisches Mut verigvffen worden als in der kurzen Zeit dev neneren Emigration. So »st der Zionismus eine .Bmlegenheitsangelegercheit für die Judenhleit und die Mandatairmacht in Palästina geworden, wenn auch die, JüdischmMynalen es nicht zugeben wollen. Unter solchen Verhältnissen ist der von mamijigfachen -Wünschen und Forderungen erfüllte XII. Zionistenkongreß in Karlsbad zusammengevreten. Blätterftimmen. Daß sich die Pveffe aller SchMöevungen den Zionisienkongveß nicht entgchen lassen konnte, ist bei dem leibhaften Jnteveffe, das er findet, und -Änem gewUen politischen Einschlag, den er genommen, ssNstversUMÄH. Es wich aber, — und das ist symptomaWH für den Zionismus selbst — kaum zwei Blätter geben, d-ije aus diem gleichen oder -nur ähnlichen GiösichtswiÄrkel schreiben.. In sich gespalten und verworren Wie «der gegenwärtige Zivrkismus, von Strömungen und Gegenströmungen planlos Herumgetriieben, ist auch seine plOWDjche Bertvetnng. Indem wir mit Folgendem einige Proben geben, lassen! wix dem Feinde, das heißjt dem geschworenen Judenfeinde, der „Roichspost", den Vortvitt, weit man vom Feinde bie- ■ i..; j 4 -; />J . kanntlich manches lernen und erfahret kann, und weil dev BegMßnnxMMe! der „Reichspost", für den der Lamdtagsabgeordniete Dr. Czermak tzevangezogen wurde, tief blicken läßt, wi«v man m chrDüchsi^alen. Kreisen den Zionismus ausfaßt. Das Wiener führend» AntchomÄenblatt wäre sich selbst untreu geworden, wen» es seinen Ausführungen Nicht ewige »Tropfen Gift und Lüge beitzemischt hätte. Gleich -in den Anfangszeilen: „Unter den S-iiegern von 1918 stand ein. Volk, voö eine besondere Ursache hatte, sich zu freuen. Di« iMernatibnalo Judenschaift jauchzte ihre Freud« (über den Umsturz) w alle Welt hinaus." Jedes Wort eine zum Himam stinkende Lüge. Welche Ursache das Judentum hatte, sich des mitteleuropäischen Zusammenbruches zu freien, zeigten dke Folgeerscheinungen in Polen, der Ukraine, m Ungarn und de m HukenkreuMutschland. Dr. Czermak halt sich cm den Ausspruch, -aß es genügt, zw-ck Zücken von jemandem in die Hand zu bekommen, um ilh» «W Schafott zu -bringen. So bestellt er als Motto seines Aufsatzes den aus dem Zusammenhang tzetrliffenen Gedarcken Dr. KlatzkLns: „Wir sind ern Fremdvolk in eurer Mitte und wollen es auch bleiben. EÄve urMüvb«ückb«e Must gähnt zwischen uns und euch." Daß MaW» Wortführer des starren, unversöhnlichsten Ostjudentums. verschweigt der Mann der „Reöchspost^ nnid wM damitbw seinen Lösern den Glauben verbreiten, ails wären alle Jüden in allen Ländern ein FyeuMwÄ, Lias Lurch «ine unüberbrückbare Kluft von sehen GasivöAem getrennt bleibt und deshalb als ein Fremdkörper jedes Staats- Wesens betrachtet und behandelt werden muß. Gegen diese JnsmucMonen wehren sich bÄamWich die Nicht MckschnMo-ualen mit Wort nick» Tat. Nach einem Rückblick auf die bisher cchgchaLtenen ZionDenkonWeffe mw deren günstig« ErgebuW, geLangt Dr. Czermak z» dem " recht bemMenswürten Geständuis: ,Lftr manche» seiner Bestrebungen sind arische, bzp». christliche Kreise mehr als die Assimtikcmten der Libevöllen und sozialistischen Parteien geneigt, den Meen und Wünschen deS jMschen Volkes entgegenznkommen." Eigentlich sagt uns Dr. Czermak ttsthts Neues, sagt, was -im tofteit NMonalrat der Dauphin der Wiener EhrHMchfoyiaLen, Abgeordneter Kunschak, dem Kollegen Dr. Stricker kn öffentlicher Sitzung des Hauses gesagt hat, daß er sich -die Juden als NMon mL allen Bedingungen der MmmMtsbehwndlung gerne gefallen -kaffe. „Dank, Jude, daß du mHch das Wort gelehrt hast!" Es wäre für We um Kunschak und die „Reichspost" ein erstrebenÄveMs Ziel, „die Idee»' und Wünsche des jüdischen DolLs" zu fördern. Mit dessen gänzlicher Auswamdtzruntz wäve M Republik jubenfteß. Lewer verderbe» diiie bösen ÄWNrlauten, Liberale und Sozi, diesen schönen Wau. Detz»