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Die Wahrheit · 1921-01-20 · Heft 2 (20.1.1921) · page 13

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1921
Issue
Heft 2 (20.1.1921)
Date
1921-01-20
Page
– (sequence 13)
Language
German
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Nr. 2 DieWa hrhLit _.___Seite 13 |ll|! Vermischtes Verlobung. Herr Dr. H, Kun e r, -der weck über den Bezirk hinaus bekannte Obmannstelldertretr dies Hietzinger Tempelveremes, und seine Es dem Gebiete der Wohltätigkeit bekannte Frau Regina, Vizepräsidentin des Hietzinger Frauen-Hilssvereines, verlobten ihre Tochter Hi ld a mit Herrn Dr. Fritz K.i ss er, Sohn des Bezirks- und Bahnarztes Dr. Julius K riss er in Hainburg. Bei der allgemeinen Bekanntheit und Beliebtheit beider Familien wurden denselben zahlreiche Glückwünsche zuteil, denen wir uns herzlichst anschließend Barmizroah,Feier. Ein schönes Familienfest vereinigte die Mitglieder der hochangeschenen Familie Lunzer- Weiner im schönen Gotteshause „Aeschel Awrohom", II., Pazmanitengasse. Sie waren herbeigeerlt, um an der Barmizwah-Feier Walter Lunzers, des einzigen Sohnes Herrn Viktor Lunzer teilzunchmen. Nach_ altjüdischer Sitte und der Tradition der Familie gemäß, trug der Knabe die Paraschah wie den Prophetenabschnitt in der weihevollen Melodie vor, die von frischen Kinderlippen gesprochen, einen tiefen Eindruck auf die andächtigen Zuhörer machte. Die Eltern wie der Sohn, der zu den schönsten Hoffnungen berechtigt, wurden von allen Anwesenden herzlichst beglückwünscht. In jedem Antlitz war der vom Herzen kommende Wunsch — den auch die Ansprache des Herrn Rabbiner Dr. S. Funk in schönen Worten zum Ausdruck brachte — zu lesen, daß der Konfirmand zur Ehre seiner berühmten Familie und zur Ehre seiner Eltern heranwachse, welchem Mansche auch wir uns anschließen. Der Vollständigkeit halber erwähnen wir noch, daß sowohl der Vater des Barmizwanten, wie dessen Oheime Siegfried und Emil Lunzer und Julius Zelnik, desgleichen die Großmutter des Barmizwanten, Frau Rosalie Schwarz, bei diesem Anlasse verschiedenen Wohltäti'gkeitszwecken bedeutende Spenden widmeten. Karl Czaczkes, Söhn des bekannten Juweliers Josef Czaczkes und seiner Gemahlin R o s a, begeht ani 29. d. M. im Pazmaniten-Tempel seine Barmizwah-Feier. Spende. Anläßlich der Verlobung Schuschitzky- Stein wurde uns der Betrag von K 400.— für Blinde übermittelt, den wir hier dankend bestätigen und seiner Bestimmung zuführen. Goldene Hochzeit. Am Ick d. M. feierte im Pazmanitentempel Herr Jakob Z i t r o n mit feiner treuen ' Lebensgefährtin Frau Katherina Zitron unter Teilnahme seiner Freunde das Fest der goldenen Hochzeit. Der Bürgermeister hatte ihm schon früher ein herzlichstes Glückwunschschrsiben übermittelt, in welchem dem Jubilar für die treue, redliche'Arbeit eines halben Jahrhunderts die volle Anerkennung ausgesprochen wurde. Zur Tempelfeier erschien der Jubilar an der Seite seines allverehrten Sohnes, des Herrn Direktor Ludwig Zit-ron und dies Vertreters feiner Genossenschaft, der ihm in einem schönen Gratulationsschreiben die besten Wünsche der Berufsgenofsen übevbrachte. Den Höhepunkt der Feier bildete die Ansprache des Rabbiners Dr. Funk an den Gr^s, in welcher die Treue und die Redlichkeit des braven und fleißigen Mannes hervorgehoben wurde und die mit einem Gebete für einen schönen ungetrübten Lebensabend des Jubilars schloß. Zu Tränen gerührt stand der bescheidene Greis da und nahm die Glückwünsche des Vorstandes und der versammelten Freunde entgegen. Die Feier schloß mit dem von Herrn Oberkantor G i b l i e r m a n n feierlich rezitierten hebräischen Segen und wird dieselbe dem Jubelpaar wie den anwesenden Freunden.unvergeßlich bleiben. Trauungen. Sonntag den 16. d. M. fand unter außerordentlicher Beteiligung im Neudiegger Tempel die Trauung des Fräulein Dora Rosenkranz mit Herrn Rudolf Schwarz statt. Am selben Tage wurde Fräulem Stefanie Taube mit Hern Eduard Liftschitz getraut. Die zahlreich anwesenden Gäste sprachen sich Mer die Schörcheit des 'Gotteshauses, sowie über die ^sondere Feierlichkeit der Funktionen, frie Herr Rabbiner Doktor Bauer und Herr Kantor I. Grob versahen, äußerst lobend aus. Eger m B. Beim Aufrufen zur Thora des Wochenabschnittes Waijchi bedachte der Kultusvorsteher Herr Eduard L ö w y sämtliche Institutionen unserer Gemeinde mit namhaften Spenden. Wie man später erfuhr, war Anlaß hiezu der 65. Geburtstag des Kultusvorstehers. Da der Jubilar in seiner bescheidenen Weise Feind aller Förmlichkeiten ist, die in die Oeffentlichkeit dringen, wurde sein 65. Geburtstag im engsten Familienkreise in aller Stille begangen. Herr Kultusvorsteher L ö w y wirkt seit mehreren Wahlperioden uneigennützig im Dienste 'unserer Gemeinde und erwarb sich in dieser Amktionsdauer außerordentliche Verdienste. Namentlich seine Leistungen in der sÄnerzeitigen Flüchtlingsfürsvrge fanden in einem schmeichelhaften Diplom seitens der Prager Statthalterei ehrende Anerkennung. Todesfall. Unter großer Teilnahme der tiefbetrübten Verwandten und Trauergäfte, sowie der Beamtenschaft des Taxamres unter Führung des Herrn Hofrates Ger jtm a n n, wurde am 12. d. M. der wegen seines trefflichen Charakters in weiten Kreisen bekannte Oberftnanzrat Dr. Josef R o b i n s o n zur ewigen Ruhe bestattet. Der Hingeschiedene wird bei allen, die ihn kannten, ein ehrendes Gedächtnis hinterlasfen. Grabsteinsetzung. Am 13. d. wurde dank den Bemühungen des Herrn Stabsarztes Dr. Mayer dem Palästina-Legionär Jehvschua Scho chet am Zentralfried'hvf ein Grabstein gefetzt, wobei Herr Stabsarzt Mayer einige Worte der Erinnerung an den Toten sprach. Doktor Sache r benützte die Gelegenheit, um an die ans Grab ausgerückke Chaluzim-Abteilung eine kurze Ansprache über die Bedeutung einer Volksmiliz in Erez Israel zu halten. Eine photographische Aufnahme beschloß die Feier, -damit den Hinterbliebenen des Verstorbenen in Palästina ein Bild dieser traurigen, aber erhebenden Szene einge schickt werden kann. Abschiedsgrütze. Aus Anlaß meines Scheidens van Holleschau, wo ich seit 34 Jahren bei der dortigen Gemeinde als Kantor und Sekretär wirkte, und nachdem ich meinen ständigen Aufenthalt in Wien genommen hAe, sage ich hi dankbarer Erinnerung allen meinen dortigen Freunden und Gönnern herzliches Lebewohl und die aufrichtigsten Wünsche ftir ihr stetes Wohlergehen. Mols B r au n fe l d. . * *- * * Außerstande, für die anläßlich meines Scheidens von meinem so lieb gewordenen Wirkungskreise all den Herren, die ihn mir so angenehm gemacht haben, und namentlich für die wahrhaft ergreifende Abschiedsfeier, mit der ich beehrt wurde, speziell zu danken, sage ich allen Herren des Vorstandes, sowie meinen vielen Freunden und Gönnern auf diesem Wege meinen herzlichsten Dank und gebe die Versicherung, daß mir mein Wirken am dortigen Tempel stets zur schönsten Erinnerung zählen wird. Mch meinen Herren Kollegen sei an dieser Stelle für ihre freundlichen

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