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Die Wahrheit · 1920-11-03 · Heft 18 (3.11.1920) · page 12

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1920
Issue
Heft 18 (3.11.1920)
Date
1920-11-03
Page
– (sequence 12)
Language
German
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Seite 12 Die Wahrheit Nr. 16 cnun DerlobuugSauzeige. Frl. Hilda Diamant, j Tochter des rührigen Vorstandsmitgliedes des Leopoldstädter TempelvereineS „Äefchel Awrohom", verlobte sich mit Herrn Richard Herzog. Trauungen. Am Sonntag, den 31. Oktober fand unter außerordentlicher Beteiligung im Neudegger« Tempel die Trauung der Frau Malvine Tauber aus Preßburg mit dem Großindustriellen Carl Schärf, Wien, statt. * Sonntag, den 31. Oktober fand im prachtvoll dekorierten Pazmanitentempel die Trauung des Herrn I. E. Weinberg, Disponent des „Merkur", mit Fräulein Anny Hermann, Tochter des verdienst, vollen Mitgliedes deS Leopoldstädter TempelvereineS Fritz Hermann und der durch ihr wohltätiges Wiäen bekannten Frau Fanny Hermann, statt. Goldene Hochzeit. Im Kreise ihrer Familie begingen Sonntag, den 31. v. M. die Eheleute Jakob und Julie Stern daS schöne Fest der.goldenen Hochzeit in voller körperlichen und geistigen Frische, inmitten ihrer Kinder Mina und Otto Blau, Karl und Jenny Stern, Regine und und Otto Hajek, Else und Moritz Burian, Paula und Louis Goldenberg, Helene und Michel Dobrow, beglückwünscht von zahlreichen Freunden und Verehrern des durch seine vorzüglichen Tugenden beliebten und geachteten Jubelpaares. Barmizw ah «Feier. Samstag, den 30. v. M. fand die Barmizwah.Feier des Robert Zwicker, des einzigen SohneS des Herrn Philipp Zwicker, im Pazmanitentempel statt. Zu dieser Feier waren viele Freunde und Verehrer des Hauses herbeigeeilt, die den Konfirmanden, wie dessen Eltern herzlich beglückwünschten. Er laS die Haftorah mit genauer Betonung, was bei den Gästen sowie beim Vorstande des Tempels besonderes Gefallen erregte. „Theologin", Verein jüdischer Hochschüler an der. israel. theologischen Lehranstalt in Wien. Für das Wintersemester 1930/21 wurden in den Ausschuß die Herren Arjeh W e i ß b e r g, Präses, Schalom Lilienfeld,. VizepräseS, Mordechai Gerstel, Kassier, Hirsch Teller, Schriftführer, Nachum Zarwanitzer, Theodor Kohlberg und Aron Langleben gewählt. „Da- Neue Europa". Internationale Monatsschrift, Wien, Zürich, Berlin. Chefredakteur Dr. Paul Cohn. Das Oktober-Heft brachte einen interessanten Artikel „Zur europäischen Krise", der einen Ueberblick über daS gesamteuropäische ChaoS, seine Gründe; und feine Entwicklung-Möglichkeiten bietet. AuS der Reche der übrigen Aufsätze seien besonders hervorgehoben: „WievS Zukunft", „Die Revision der FriedenSverträge von St. Germain und Neuilly" von Universitäts-Professor Em. H. Vogel. „Das Steigen und Fallen der Valuta" re. Die Revue ist zu beziehen durch den Verlag Karl Konegen, Wien, 1. Opernring 3. Todesfälle. Am 9. Oktober d. I. verschied im Spital der Wiener Poliklinik Schulrat Professor Dr. Moritz Tschiassny und wurde am 11. d. M. auf dem neuen jüdischen Zentralfriedhofe in einem ihm von der israelitischen Gemeinde gewidmeten Grabe feierlich bestattet, wobei Se. Ehrwürden Herr Rabbiner Dr. Rosenmann ihm einen sehr warmen Nachruf hielt und Oberkantor Morgenstern die Trauergebete sehr innig vortrug. Außer dem VizepräseS der Chewra Kadischa nahmen viele Freunde und Verehrer des Verewigten an der Leichenfeier teil. Tagsdaraus sprach Regierungsrat Dr. S ch r e i n e r, der frühere Direktor des Akademischen Gymnasiums, bei der Trauerfreier an dieser Anstalt über Tschiassnys verdienstvolles Wirken an dieser und anderen Wiener Lehranstalten, an denen Tschiassny wirkte. Der Verewigte war am 20. März 1858 zu Prerau in Mähren geboren und wirkte über drei Jahrzehnte als einer unserer besten altklassischen Philologen an Wiener Mittelschulen, zuletzt am Akademischen Gymnasium. Nach seiner Pensionierung nahm er an den Vorgängen unserer Wiener jüdischen Gemeinde regen Anteil. Er schrieb eine vielgelesene Schrift über „Jüdische Kultus- und Unterrichtsfragen". Wie er dar Gotteshaus gerne aufsuchte und an dem Gottesdienste rege teilnahm, so wollte er auch die Heranwachsende Jugend hiefür gewinnen. Ehre und Segen seinem Andenken! M. A. * Auf dem Döblinger Friedhose fand am 1. d. M. unter zahlreicher Beteiligung das Leichenbegängnis des ehemaligen GemeinderateS Siegmund Mayer statt. Nach Absingung der vom Oberkantor Matyas geleiteten Trauerchorale widmete Rabbiner Dr. Feuchtwang dem Verblichenen einen herzlichen Nachruf; namens der Oesterreichisch- Israelitischen Union sprach VizepräseS Dr. Jakob Ornstein und namens deS Galizischen Hilfsvereines der Präsident Luriö Worte des Abschiedes. Mit Siegmund Mayer schied einer der würdigsten und geachtetesten Repräsentanten deS alten Wiener Judentums, der auch im Kultusleben Wiens vor Jahrzehnten eine bedeutende Rolle spielte und sich um die Interessen deS Judentums in Wort und Schrift die allergrößten Verdienste erwarb. SpitalShilfe für Palästina, Hofrat Dr. Julius Schlag, Wien, 3. Obere Donaustraße 109, Geschäftsstelle: Wien, 3. Ferdinandstraße 33. (Für einzige jüdische Augenklinik in Jerusalem.) Dr. Ludwig Rieß» Leopold Haas, Carl Schläffer & Co., sämtliche in Wien, je 50 K., Ingenieur Hermann Berger, Oskar Zwiebak, H. Neubauer, sämtliche in Wien, je 40 K., Julius Maszka, H. Mayer, beide in Wien, Johann Brief, Ungarisch Brod 30 K., Franz! Scheithauer, Innsbruck (Sammlung unter seinen Mitschülern) 39 K., B. Glaser, PoySdorf, Ingenieur E. Weiner, Lotty Noßpreis, beide in Wien, je 35 K., Wechsler & Steiner, Alfred Prager, Natan Goldhammer, H. Weiß, David Neumann, Siegmund Siebenschein, Fabriksdirektor Ingenieur Isidor Pollak, Johanna Keßler, Eduard Oesterreicher, Schuhfabrik Samuel Salzer, Eduard Gottlieb, Rabbiner Dr. Lewin von

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