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Die Wahrheit · 1920-05-12 · Heft 6 (12.5.1920) · page 14

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1920
Issue
Heft 6 (12.5.1920)
Date
1920-05-12
Page
– (sequence 14)
Language
German
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Seite 14 Nr. 6 Die Wahrheit Neuburger M. Die Medizin iw Flavius Josephus. „Buchkunst" Druck- und Verlagsgesellschast, Bad Reichenhall. (74 Seiten). Wie Einstein in Deutschland, ist Neuburger bei uns in Oesterreich der erste, dem aus den Ländern der Entente nach Jahren wieder eine wissenschaftliche Ehrung zuteil wurde. Die während des Krieges mit so peinlicher Ostentation abgebrochene Brücke ist hiedurch wieder hergestellt. Daß den Mittelmächten aus diese Weise von den einstigen Feinden wieder die Hand gereicht wurde, verdanken sie somit zwei Juden, und obendrein Juden, die aus ihrer Zugehörigkeit zu uns nie ein Hehl gemacht haben. Daß sie trotzdem sich den Weg zur höchsten akademischen Würde bahnen konnten, ist nur ein Beweis für ihre wissenschaftliche Bedeutung. Wer Neuburger's Geschichte der Medizin, seine Gründlichkeit und Genauigkeit kennt, wird sich freuen, diesen Tugendenauch in dieser Einzelschrift zu begegnen. Als vor etwa einem Jahrzehnt für die Dresdner Hygienä-Ausstellung aus unserem gesamten jüdischen Schrifttum Sätze hygienäschen Inhaltes zusammengestellt werden sollten, kam natürlich auch die hellenistische Literatur und somit Flavius Josephus in Betracht. Während aber Philo wenigstens soviel Ausbeute bot, daß es sich sie zu veröffentlichen lohnte, („Mitteilungen zur jüd. Volkskunde", 1811, S. 137, sg.), erwies sich das einschlägige Material bei Josephus äußerst spärlich. Umso erstaunlicher, was Neuburger daraus zu holen weiß. Nach einer kurzen Einführung, die über Leben und Schriften des Josephus belehrt, wird in klarer, übersichtlicher Darstellung behandelt: Medizinisches aus dem Zeitalter der Bibel, Medizinisches aus der nachbiblischen Zeit, Medizinische Redewendungen in den Schriften des Josephus. Hierbei bietet sich vielfach Gelegenheit zy Ausblicken auf andere, verwandte Gebiete. Die Divergenzen zwischen Josephus und dem Bibeltext, oder anderweitigen Ueberlieferungen werden mit gebührender Schärfe unterstrichen. Die Quellen hiefür nachzuweifen, haben schon andere sich angelegen sein lasten. So bescheiden auch das Gebiet erscheint; auf dem sich die Meisterschaft Neuburger's hier betätigt hat, so dankbar müssen wir doch dafür sein, daß er sich auch dieser kleinen Provinzen seines großen Reiches liebevoll annimmt. Vielleicht dürfen wir von ihm noch andere ähnliche Monographien von besonderem jüdischen Belang erwarten. . Dr. Grunwald. Allgemeine Hilfskommission für Palästina Wien, 4. Frankenberggaffe 14; Geschäftsstelle: Wien, 2. Ferdinandsstraße 23. Israelitische Kultusgemeinde Mödling 506.80 K. Simson Neuschuler, Brzezany (Sammlung) 441.42 K. Rabbiner Schmelkes, Przemysl 420 K. Jelka Singer, Wien 200 K. Dr. Kapralik, Spende der Frau Dorothea Jmmeles 160, Israel A. Horowitz 20, zusammen 180 K. Leopold Krakauer, Auspitz (als Gründungsbeitrag für Waisenhaus), Chane Engelberg, Sieniawa, Dr. Kapralik, M. Benzwi, Josef Diamant, Josef Grubner (die beiden letzteren für Waisenhaus) sämtliche in Wien, je 100 K. A. W., Ldien 80 K. Oberabbiner Dr. Frankfurter, Vinkovci 68 K. Rabbiner Dr. Ludwig Lazarus, Göding (Sammlung bei einer Sijumfeier) 60.50 K. Bethausverein Erdbergerstraße 69 K. und 57 K. Simon Frisch, Josef Jaffa, Adolf Richter, sämtliche in Osijef, Rosa Stockhammer, Elias "Littner, Sarajevo je 50 K. Mandler, Stanislau 40 K. Jakob Landau, Czortkow 28 K. Rabbiner Dr. Lewin von „Ungenannt" 25 K. Vorstand der israelitischen Kultusgemeinde Linz, Johanna Stiassny, Wien je 20 K. I. Reich, Wien 12 K. Heinrich Hoffenreich, Budapest, Frieda Reich und E. Deutsch, Wien je 10 K. Samuel Königsdorf, Brzostek 7 K. Heinrich Bober, Wien 5 K. Adolf Neufeld, Wien 4 K. Spitalshilfe für Palästina. Hoftat Dr. Julius Schlag, Wien, 2. Obere Donaustraße 108; Geschäftsstelle: Ferdinandsstraße 23. (Für einzige jüdische Augenklinik in Jerusalem.) Kalman Kurzmann, Rzeszow bei den Kares und der Thora eingelaufene Spenden von: Verein Bikur Chaulim durch Elias Wang 330 K. Neusynagoge durch Amkcaut-Liebermann 112 K. Städtische Klaus durch Tuchfeld 51 K. Alte Synagoge durch Kamelhaar, Thoraspenden von Julius Freiwel und Pinkas Weißberg je 50 K. Kraus Leb Lazar durch Kleinmann 44 K. Beth Hamidrasch durch Reich-Leiden 46 K. Verein Altersversorgung durch Hirsch 27 K. Schneider - Synagoge durch Sommer-Rosenbaum 16 K. Klaus Ruskawies durch Licht-Hauser 15 K. Klaus Dzikow durch Jakob Leiser, Klaus Rymanow durch Moses Fränkel je 13 K. zusammen 816 K. Hersch Erde, Janow- Sammlung von: Josef Sommmerstein 40 K. Berl Radman, Samuel Ehren kranz, Löwi Lazarus, Aron Lazarus, je 30 K. Berl Pickholz, Fabian Buchwald, Aron Ewelsberg, Jakob Kris, Szulim Kornblau, Hersch Erde, je 20 K. Joachim Pohoriles, Samuel Saliter, Bernhard Wolfstein, N. Meier Weißbrot, Joel Rubin, Moses Radman, Don Kornstein, Hersch Hunger, Riwin Friedwan, Joel Steinweiß, Markus Reißberg, Jsak Katz, Eisig Kornblau, Davin Sommerstkin, Abraham Buchwald, Kalmann Reich, Moses . Balaban, Chujim Groß, Weinstein Berl, Josef Melzer, Baruch Melzer, Salomon Landau, Bynem Erde, Nute Landau, G. Bienftock, Chaskiel, Abraham Manheim und Saul Fleschner je 10 K. zusammen 560 K. Bethausverein „Achdus Israel", Wien 360 K. Nachman Kalafie, Dunajowic 242.85 K. Austritte aus dem Judentum. Alt Wilhelm, geb. 8. September 1892, Wien, ledig, Wien, 18. Höhnegaffe 19. Back Ernst, geb. 24. Jänner 1894, Wien, ledig, Wien, 9. Säulengafse 11. Bauer Johanna, geb. 1. Jänner 1896, Oslop, ledig, Wien, 10. Raaberbahngafle 7. Blau Adelheid, geb. 27. Oktober 1880, Wien, ledig, Wien, 2. Valeriestraße 64. Bogatfch Felix Karl, geb. 28. April 1890, Wien, ledig, Wien, 2. Rembrandtstraße 4, Braun Gustav, Dr., geb. 16. Februar 1893, Wien, ledig, Wien, 13. Beckmanngaffe 1. DuchinSky David, geb. 12. April 1863, Bucan, ledig, Wien, 3. Hainburgerstraße 55. Deri-Deutfch Emil, geb. 16. Dezember 1876, Preßburg, ledig, Wien, ,8. Langegaffe 46. Doma«« Margarethe, geb. 20. März 1896, Wien, verheiratet, Wien, 2. Rembrandtstraße 26. t

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