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Die Wahrheit · 1918-11-01 · Heft 22 (1.11.1918) · page 6

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1918
Issue
Heft 22 (1.11.1918)
Date
1918-11-01
Page
– (sequence 6)
Language
German
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SMe echmsche Awstau in Wen Teilen imponiettvnehM dem RespM^vox F« Fo«v^ die Wrjnrcht vor der Trüditton^ Wes M Mne hyperdrastische 5kniffe voller' Wirkung, die^ TeWik niemals Selbstzweck, sondernn u r im Dienste dervorliegen- : i>««i ^>ee; Roskin kennt die jüdische Tradition im ^Singen! vich Sagen", seine Fantasie ist von ihr und den Wechselnden Stimmungen des heimatlichen Ghettos befruchtet! Wes; Wint ein Ergebnis von Gefühlseinflüssen und dcmnt parallel ' gehender Reflexion zu sein; da gibt es nichts Ettünsteltes,! nur echte Natur, die mit elementarer Kraft, jüdischen Geist stndet, wo sie auch anpocht. Es ist oft rührend, wie an ganz primitiven Formen der Klangpoesie Roskins Sinn zu haften und andre zu feffeln weiß; wir denken hier besonders an das „Traurige Lied" oder an das „Wiegenlied". Unbeschreiblicher Reiz spricht aus den zwei Liebem mit Klavier und Violinbegleitung; besonders „A Mutter Freid", das so stilvoll mit den Tönen des Jschtabach-Steigers (G-Basis) einleitet und mit großer Prägnanz die Gefühlsmomente des Textes untermalt. Welch technische Fettigkeit und hohe Gestaltungskraft ttägt das Tenorlied „Jankl geht in Schul", wie tief wehmüüg klingt das für Baß gedachte „Aheem"? Als Charakteristiker zeigt sich Roskin noch in des „Millner Tränen", wo es ihm weniger an Klangreiz, mehr an scharfer musikalischer Illustration gelegen ist. Wer Roskins Eigenart belauscht, der muß ergriffen sein von der hervorragenden Bedeutung, die er jüdischer Musik einräumt; seine Kunst ist geeignet jüdische Art so zu charakterisieren, daß sie andern Böllern diamettal gegenübersteht; das dünkt uns das wertvollste an diesen Liedern und muß besonders tu einer Zeit hervorgehoben werden, in der kraffe Ignoranz an der Eigenatt jüdischer Musik zweifeln oder rütteln will. Mögen Roskins interessante und wertvolle Arbeiten bald Gemeingut aller Kenner und Freunde jüdisch-nationaler Musik werden. Oberkantor Singer, Kattowitz. Verschiedene Nachrichten. Wie«. (Prater Bethausverein „Tefilath Jeschuron.") Am 22. Oktober l. I. fand unter sehr zahlreicher Beteiligung und in Anwesenheit des gesamten Vorstandes das Leichenbegängnis unseres verdienstvollen, allgemein beliebten Vorstands- und Gründungsmitgliedes des Herrn Jakob Wechsler statt. Herr Rabbiner Dr. Grunwald hielt einen ergreifenden Nachruf, in welchem er das segensreiche Wirken des Verewigten würdigte, während Kantor Funke die Trauergesänge wirkungsvoll vortrug. Am Grabe sprachen Vorstandsmitglied Dr. Frey, Schriftführer L. Altholz und Professor Nascher Worte des Abschiedes. Wien. (Kantor Elieser Kifchner). Der Kantor der isreal. Kultusgemeinde Herr Elieser K i s ch n e r ist nach kurzem Leiden im 38 Lebensjahre infolge der spanischen Grippe am 20. Oktober verschieden. Dienstag, den 22. Oktober, 3 Uhr nachmittags, fand das Leichenbegängnis des in der Vollkraft seines Wirkens verstorbenen Sängers und Kantors am Leopoldstädter Tempels statt. An der Leichenfeier nahmen teil von den Kollegen des Verblichenen die Kantoren Kaufmann, Baffer, Löwit, Matyas, Löwy, Margulis, Rofenzweig. Schlesinger, Funke (Oberkantor Morgenstern war durch Erkrankung seiner Kinder verhindert zu erscheinen), die Beamten der israelitischen Kulutsgemeinde, Sekretär Emil Engel, Sekretär- Stellvertreter Guido Fuchsgelb, Hauptmann, Amtsleiter Rudolf Kraus, Friedhofsverwalter Julius Kraus, Adjunkt Hugo Weiß. Ferner kaiserlicher Rat Philipp Kläger, Armenrat Gustav Planer und zahlreiche Gemeindemitglieder. Kultus- und Tempelvorstand war durch kein einziges Mitglied vertreten. — In beredten Worten entwarf Rabbiner Dr. Grunwald ein packendes Lebensbild des Verblichenen, dann nahm Feldrabbiner Dr. Mandl rührend Abschied von dem Kameraden, der zur Hilfsdienstleistung feit Kriegsbeginn eingerückt war. Namens des Kantorenvereines sprach der Präsident Oberkantor Bauer, hierauf der Obmann des Synagogensängerverbandes Armenrat S. Lemberger. Oberkantor Don Fuchs trug unter Mttwirkung der Tempelsänger die Trauergesänge erhebend vor und alle gäben dem Frühentschlummerten das Geleite bis zum Grabe. Hier hielt Profeffor Nascher namens der Freunde des Entschlafenen die Grabrede. Der Chor stimmte das Schiwisi an und mit dem rührenden El mole rachamim, vorgettagen durch I. Kantor Jurberger, schloß die würdige Feier. Zagreb» Oberkantor Emanuel Roth aus Pohrlitz ist am 15. d. M. in Zagreb, woselbst er bei feinem Sohne zu Besuch weilte als Opfer der spanischen Grippe, verschieden. Als einstigen Oberkantor in Birovitica und in Sisak hat chn die Judenschast dieses Lastdes in bestem Angedenken gehalten, weshalb sein To d i'die inNigste'; Teilnahme aller Kreise auslöste., Donnerstags Paraschat^Lech lMv^ betteten wir ihn ins Grab. Die.Cchewra-Kadischa. veranstaltete.smn in Würdigung seiner Verdienste ein Leichenbegängnis rrsteu/Mme. . Die ungewöhnlich große Beteiligung bei demselben ist ein berEs tesignis für die Wertschätzung,^derer er sich erfteuie. Auch seine ollegen, die - Kantoren Buchsbaum-rKrizevci und Fingerhut-Belovar waren erschienen, um dem Verklärten die letzte. Ehrezu , erweisen. . In die kantorasen Funkttonen teilten sich Oberkantor Rendi, Kantvr Weinttäub und Kantor Neumann. Ist EÄpanglung eines rabbinifchen Funktionärs (Oberrabbiner Dr. Jacobi krankheitshalber verhindert und Prof. Dr. Schwarz war verreist) hielt Oberkantor Josef Rendi seinem toten Kollegen einen tiefempfundenen Nachruf, der mit den Worten schloß: Du warst ein würdiger Schliach Zibbur, dessen Gebet aus dir tiefsten Tiefe seines Herzens quoll und den Weg zu Gytt suchte, ein Mensch, der durch seinen biederen Charakter feinen Angehörigen und seiner Gemeinde zur Ehre und zur Zierde gereichte, ein liebevoller, hingebender Gatte, ein aufopfernder, fürsorglicher Vater, ein edler Wohltäter der Armen und Dürftigen. Möge dir der Allgütige deine Tugenden, deine dreißigjährige, lobenswette öffentliche Tätigkeit im Dienste des Judentums, die zahlreichen Opfer, die du ihm an weihevoller Stätte darbrachtest, in göttlicher Liebe gedenken, möge er Trost und lindernden Balsam in die frischen Herzenswunden der Deinen träufeln und dich der ewigen Seligkeit teilhast werden lassen. Amen! Spende» für den Leopoldstädter Tempel. Dem Komitee (II. Tempelgasse 3) sind in der abgelaufenen Woche nachstehenden Spenden zugekommen r Herr Bernhard Goldstein, K. 8000, Bank-und Wechselstuben* Aktten-Gesellschaft „Merkur" 2.000, Firnm I. Fluß, Freiberg 800, Herr Max Mellinger 300, Herr Jecheskiel Rosner 100, Herr P. Josef Gottesmann 50, Herr Siegmund Freund 50, Herr Alois Und Frau Käthe Grünhut 50, Herr Leopold Löbl 20, Herr Julius Frankl 10, Herr Siegmund Stern 20, Herr Karl KalMann 20, Herr Josef Karpfen k. k. Finanzrat 20, Herr Isidor Löwy 10, Herr Nathan Reisner 120, Herr Emil Silberstein 30, Herr M, Schwarz 20, Herr Mich. Nick 20, Herr Otto Weiß 20, M. Sf 20,. Tempelspende 25, terr Samuel Dürrheim 10, Herr Jacques Fried 30, Herr Leopold oschitz 30, Herr Heinrich 10, Herr Armin Gustav Kohn 20, Herr Moritz Sttach 20, Herr Ignaz Wodicka 20, Herr Regierungsrat Ignatz Wilhelm 40, Herr Edmund Metzl-5, Herr S. Löwys Wittye 10, Herr D. Donnebaum 20, Frau Lora RoseNbaüm 30, Frau Cölestine Korkes 5, Herr Professor Dr. Heinrich Winterberg 20, Frau Johanna Winkler 10, K. 11.698 bereits ausgewiesen: .Bern-- hard Goldstein 5.000, Nathan Reisner 100 5.100 K. 68895, bisher' ausgewiesen 942.263.80, Gesammtsumme K. 499.158.80. Kerzeichnis der Merftorvenrn Vom 13. bis 19. Oktober 1918. Herr Adolf Steiner, Kaufmann 59 Jahre, Leib Weiche Privat 70, Leon Tauber, Realschüler 17, Heinrich Drucker. 2, Heinz Löwy 16 Tage, Johanna Brichta, Beamtensgattin 67 Jahre-Fritz Poppenscheller 13, Fanny Mehlsack, Kaufmannsgatttn 46, Moritz Steiner k. u. k. Leutnrnt des Res. des Jnft.-Reg. 83, 27, Edmund Löwiuger, Krawattenhändler 29, Nelly Ornstein geb. Fuchse Private 32, Jetti Atlas geb. Bader, Pflegling 27, Olga Löw 9,. Anna Laura Schwamm 3 Monate, Lina Bart 6 Tage, Ezechiel Fant! Privat 70, Chaje Schapira, Zimmermalersgatttn 36, Oskar Wolfmann, Schauspieler 24, Arthur Langer, Korp. des k. u. k. Schützen.Regt. 4, 24, Siegftied Max, Oberteilherrichter 22, Therese Wächeter geb. Kolisch, Private 80, Rosalie Eisler geb.' Meise!,- Pflegling 79, Leo Birnberg, Pftündner 66, Juda Fenster, Inst, d, k. u. k. Jnft-Regt. 55, 23, Josef Weinreb, Kaufman 57,z Fritz Gewitsch,Handelsakademiker 15, Alfted Brunner Handelsangestellter 17, Gottftied Leib, k. k. Leutnant 21, Adolf Preßburger, Kaustnann57, Wilhelm Brauch, Kaffeesieder 69, Jakob Schwarz, Kaufmann 65, Julius Mandl, Disponent 56, Karoline Gold geb. Bauer, KaufmänNSgattin 54, Bertha Belbmann geb. Saszk. Friseurssattin 41, Nathan Donnenfeld, 4 Monate, Liffza Großbauch, Modistin 28, MoM Brüll, Privatbeamter 72, Leo Winter, Inst. des Jnst.-Regt. b9,D- Leib Urspringer, Privat 50, Georg Läufer, Realschüler'17, RuchLr' Frydmann, Privat 28, Marie Steiner, Privat 71, Bertha Groß, Privat 18, Blanka Steiner geb. Schönhauser, ArchitektensgatGcaW^ Karl Dosa, Kaufman 40, Arthur Neumann, Beamter 25, ThttxP Wollner geb. Fleischmann, Köchin 45, Eugenie Kriß 13, ElftieM Löwinger, Kontoristin 21, Melitta Kadisch, Schülerin 9, FattM Duschinsky, Privat 36, Anna Koller, Beamtensgattin 35, JgnM Friedmann, Pfleglin 73, Nastalie Majer Viertel, SchneidergehilferM Elsa Gefall, Privat 28, Moritz Süß, Kaufmann 38, Mathilde SterA Universitätsprosessorswitwe 76, Rudolf Mosinger, Hofphotograph 53),. Sosa Wichs, Privat 37, Margarethe Berger, Privat 20, GüstD Weiß, Kaufmann 78, Fanny Goldwag geb. Färber, Bötsenff' gallopirsgattin 66, Emil Menasche, Einj.. Freiw. Korp. desJnf. Regt. 4. 23, RosaSitzmann- Modistidin 34, Emma Auspitz, Privat>25

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