Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1918
- Issue
- Heft 8 (19.4.1918)
- Date
- 1918-04-19
- Page
- – (sequence 8)
- Language
- German
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Die Wahrheit Nr. -8. Dr. Leopold C ohn mit den Vorstandsmitgliedern der Kultusgemeinde, die SÄretäre Dr. Adler und Emil Engel, Amtsleiter Freistadt, der derzeitige Präsident der Chewra Kadischa Dr. Markus Spitzer mit den Vorstandsmitgliedern dieses Vereines. Wie». Oberkantor Josef Schlesinger, Wien X. Bezirk, derzeit Rechnungsunterossizier, wurde für ausgezeichnete Diensteisttmg mit dem Eisernen Verdienstkreuz mit der Krone ausgezeichnet. Wie».' (S al o C o hn -Sti f t u n g.) Frau Camilla Cohn, Witwe nach dem vor Jahresfrist verstorbenen bekannten Philantrophen, Vertreter der israel. Kultusgemeinde Wien und Präsidenten der Chewra Kadischa, Herrn Salo Cohn s. A., errichtete zum Andenken an ihren Gatten eine desien Namen tragende Stiftung mit dem Kapitalsbetrage von einer Million Kronen. Aus den Erträgnissen soll die eine Hältfte zur Verleihung von Stipendien an jüdische Familien oder Personen, welche durch den militärischen Kriegsdienst des bisherigen Ernährers — es sei derselbe das Haupt oder ein sonstiges Mitglied der Familie gewesen — beraubt wurden, oder deren ErnÄhrer infolge der Kriegsdienstleistung erwerbsunfähig oder minder erwerbsfähig geworden sind, verwendet werden; die andere Hasste ist zur Subventionierung einer Heimstätte für verlassene jüdische Kinder zu verwenden, wobei in erster Linie eine derartige, von dem „Wiener Frauenverein zum 'Schutze armer verlassener Kinder" errichtete oder zu * errichtende Heimstätte in Betracht zu ziehen, ist. In der am 14. April 1918 stattgehabten Plenarsitzung des Kultusvorstandes brachte Präsident Dr. Alsted (Stein die munifizente Stiftung der Frau Camilla Cohn zur Kennttns des Vorstandes. Der Vorstand beschloß einhellig, der Stifterm für diese hochherzige Widmung den Dank auszusprechen. Die Verwaltung der Sttftung geschieht durch ein Kuratorium. Die ersten Verleihungen aus dieser Sttftung werden voraussichtlich gegen Schluß dieses Jahres erfolgen. Wie». (Konzert S u l z e r.) Dienstag, den 23. d. M., abends um halb 8 Uhr, sindet im großen Musikvereinssaal das Konzert des rühmlich bekannten Meister des Violonzells, Professor Josef S u l z e r, k. u. k. Hofmusikers, statt, bei welchem die renomierte Konzerssängeriu Elsa K a u l i s ch und das Wiener Tonkünstlerorchester unter der Leitung des Konzertdirektors Oskar Nedbal Mitwirken werden. Professor Sulzer wird u. A. sein berühmtes «Lol nidre“ zum Vortrag bringen. Karten sind noch in beschränkter Anzahl in der Adrsikalienhandlung A. R o s e, I., Kolowratting 9, bei K e h l'e n d o r f e r, I., Krugerstraße 3, und an der Konzerttassa im Musikverein zu haben. Salzburg. Am 25. März behandette Herr Dr. Wilhelm Stein-Wien in einstündiger Rede das Thema: „Die Zukunft der Juden". Es bot sich Gelegenheit, die Salzburger Judenschaft über die Ziele der zionistischen Bestrebungen aufzuklären und die Vorbedingungen für ein organisotorisch zionistisches Leben, zu schaffen. Der Aufforderung des Herrn Oberrechnungsrates Pollak folgend, schloß Redner seinem Vorttage noch eine erschöpfende Erörterung über die Organisatton der zionistischen Partei an. Herrn Oberrechnungsrat Pollak erklärte in seiner Dankrede an den Vortragenden, daß er die Leitung der zionistischen BestättAmg in Salzburg übernahmen und sie nach bestem Können fördern werde. Auglo-Oesterreichische Bank. Die 54. ordentliche Generalversammlung der Akttonäre der Anglo-Oesterreichischen Bank findet am 2. Mai 1918, um 6x/2 Uhr abends, im Kassensaale der Anglo- Oesterreichischen Bank (I., Sttauchgaffe 1) statt. Gegenstände der Verhandlungen: 1. Jahresbericht des Generalrates. 2. Bericht der Zensoren über den Rechnungsabschluß des Jahres 1917 und Beschlußfassung hierüber. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes pro 1917. 4. Beschlußfassung über die Ermächttgung des Generalrates zur eventuellen Erhöhung des Aktienkapitales von L 130.000.080 auf K 150,000.000 durch Ausgabe von 83.333 Stück volleingezahlter Attien a K 240 Nom. und Beschlußfassung über die Aenderung der Art. 6 und 11 der Statuten. 5. Bestätigung der Kooptation von Mttgliedern des Generalrates.und Wahl von drei Mitgliedern infolge Ablaufes der Funkttonsdauer. Laut Artikel 30 der Statuten berechtigen 25 Aktten zu einer Sttmme. Die sümmberechtigten Herren Akttonäre werden eingeladen, ihre Attien samt den nicht fälligen Kupons bis inklusive 25. April l. I. in Wien bei der Liquidatur der Anglo-Oesterreichischen Bank, in Aussig, Belgrad, Bodenbach, Brünn, Brüx, Budapest, Czernowitz, Eger, Fallenau, Graz, Innsbruck, Karbitz, Karlsbad, Komotau, Königgrätz, Korneuburg, Laa a. Th.,' Leitmeritz, Linz, Lobositz, Marburg, Marienbad, Nagyvürad (Großwardein), Olmütz, Pardubitz, Pilsen, Pirano, Prag, Proßnitz, Saaz, St. Pölten, Teplitz, Tesschen, Trautenau, Triest, Wels, Znaim bei den Filialen der Anglo- Oesterreichischen Bank zu deponieren. Laut Arttkel 27 der Statuten können Vollmachten nur an stimmberechtigte Akttonäre erteilt werden. Wien, 12. April 1918. Der Generalrat. Allgemeine Depofite«-Ba«k. Der Verwaltungsrat beehrt sichchiemit die stimmberechügten Akttonäre der Allgemeinen Depositen- Bank zur 46. ordenttichen Generalversammlung welche Mittwoch deu 24. April 1918 nachmittags 4 Uhr im Kassensaale des Anstaltsgebündes (I. Schottengaffe 1) stattfinden wird, einzuladen. 1. Rechenschaftsbericht und Bilanz für das Geschäftsjahr 1917. 2. Bericht der Revisoren. 3. Beschlußfassung - über die Verwendung des^ Reingewinnes. 4. Wahl von 3. Mitgliedern des Berwaltungsrates. 5. Wahl des Revisionsausschusses, bestehend aus 3 Mitgliedern und einem Ersatzmänne. Die Herren Attionäre, welche ihr Stimmrecht ausüben.' wollen, werden eingeladen, nach $.18.; der Gesellschaftsstatuten ihre Aktten wenigstens 8 Tage früher, d. i. bis spätestens inkl. 16. April 1918 bei der Allgemeinen Depositen-Bank in Wien (I. Schottengasse 1) zu hinterlegen. Der Rechnungsabschluß pro 1917 wird den /zur. Generalversammung legitimierten Herren rechtzeitig zugesendet werden. ' Wien, 9. April 1918. Der Berwaltungsrat. Union-Bank. Die achtundvierzigste ordentliche Generalversammlung der Attionäre der Union-Bank sindet Montag den 29. April 1918 um 11 Uhr vormittags im'Anstaltsgebüude, l., Renngasse Nr. 1, statt. Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Verwaltungsrates. 2. Bericht des Revisionsausschusses über den Rechnungsabschluß des Jahres 1917 und Beschlußfassung über denselben. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes. 4. Wahlen in den Verwaltungsrat. 5. Wahl des ^evisionsausschusses für das; Jahr 1918. Die stimmberechtigten Herren Aktionäre, welche an der Generalversammlung teilzunehmen wünschen, wollen ihre Attien in Gemäßheit des § 27 der Statuten spätestens am 22. April d. I. deponieren, und zwar: in Wien bei der Liquidatur der Union-Bank, in Triest bei der Filiale der Union-Bank, Filiale Lemberg, in Budapest bei der Ungarischen Agrar- und Rentenbank Aktien- Gesellschaft - oder bei der .Ungarischen Hypotheken-Bank, in Berlin bei der Dresdner Bank, in Frankfurt a. M. bei der Deutschen Effekten- und Wechfelbank oder bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M., in München bei der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank oder bei der Dresdner Bank, Filiale München, in Nürnberg bei der Dresdner Bank, Filiale Nürnberg, in Basel,. Genf, St. Gallen und Zürich bei dem Schweizerischen Bankverein oder bei her Eidgenössischen Bank (A. G.). Die Attien sind bei der Liquidatur der Union-Bank mittels einfacher, bei den anderen Erlagstellen mittels doppelter Konsignation einzureichem Dem Einreicher wird hierüber eine Empfangsbestätigung erfolgt, gegen welche nach abgehaltener Generalversammlung die ''Aktien rückgestellt werden. Das Stimmrecht kann vom Aktionär oder von dessen gesetzlichem Vertreter persönlich oder durch Bevollmächtigung eines anderen stimmberechttgten Attionärs ausgeübt werden. ($ 28 der Statuten.) Wien, am 11. April 1918. Union-Bank. K. k. Priv. Oesterreichischc Länderbank. Die siebenunddreißigste ordentliche Generalversammlung der Aktionäre der Kais. Kön. privilegirten Oesterreichifchen Länderbank sindet Montag, den 6. Mai d. I., 6 Uhr abends, im Anstaltsgebände (1., Hohenstaufengaffe Nr. 3) statt. Gegenstände her Verhandlungen' sind: 1. Bericht des Gouverneurs über das abgelaufene Geschäftsjahr. 2. Bericht der Zensoren über die Geschäftsgebarung im Jahre 1917. 3. Beschlußfassung über die Verwendung des Reingewinnes des Jahres 1917. 4. Bestimmung des Wertes der Anwesenheitsmarken für die Verwaltungsräte (§ 36 der Statuten). 5. Wahlen in den Verwaltungsrat (§ 22, 23 und 25). 6. Wahl der Zensoren und deren Ersatzmänner für das Jahr 1918 0? 39) sowie Wertbestimmung der Anwesenheitsmarken für dieselben (8 42). Die stimmberechtigten Akttonäre (§§ 43, 44), welche an der Generalversammlung tellzunehmen wünschen/werden hiemit eingeladen, ihre Aktien spätestens am 22. April d. I. zu deponieren, und zwar : in Wien bei der Kais. Kön. privilegirten Oesterreichifchen Länderbank; in Asch,. Baden, Graslitz, Graz, Innsbruck, Joachimsthal, Königgrätz, Linz,. Pllsen, Prag, Reichender^, Salzburg, Schönlinde, Teplitz, Weipert, bei den Filialen, resp. Exposituren der Kais. Kön. privilegierten Oesterreichifchen Länderbank; in Berlin bei der Deutschen Bank sowie deren Filialen; bei der Dresdner Bank und bei der Nationalbank für Deutschland; in Frankfurt a, M. bei der Deutschen Bank,. Filiale Frankfurt; bei der Deutschen Effekten-und Wechselbank; bei der Deutschen Vereinsbank; bei der Dresdner Bank in Frankfurt a. M.; in Stuttgart bei der Württembergischen Vereinsbank. Wien, am 5. April 1918. K. k. Priv. Oesterr. Länderbank. Oesterreichische Zentral-Bodenkreditbank. In der am 6. April abgehaltenen Verwaltungsratssitzung der Oesterreichifchen Zenttal-Bodenkreditbank wurde die Bilanz für das Jahr. 1917 festgestellt. Dieselbe schließt mit einem Gewinn von 960.020 K. (gegen das Vorjahr mehr um. 115.924 K.) und nach Abrechnung des Gewinnvorttages von 1916 mit einem Reingewinn von 784.401 K. (gegen das Vorjahr mehr um 110.492 K.). Der ausgewiesene Mehrerttag ergibt sich hauptsächlich daraus, daß die Einstellung einer weiteren Kriegsverlustreserve, welche im Vorjahre noch mit 100.000 K vorweg zur Rückstellung gelangte, als nicht mehr notwendig unter-' blieben ist. Es wurde beschlossen, in der Generalversammlung den Antrag zu stellen, nach statutenmäßiger Dotierung des ordentlichen Reservefonds und Abzug der statutenmäßigen Tantieme den Bettag von 100.000 K dem Steuerreservefonds und den Bettag von 40^000 K dem Pensionsfonds der Angestellten zuzuweisen, sohin die Dividende pro 1917 wie im Vorjahre mit 7 Prozent, das ist 28 K per Aktie, zu bestimmen und den Gewinnrest von 163.919 K (gegen 175.618 K) auf Rechnung des Jahres 1918 vorzuttagen.