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Die Wahrheit · 1918-02-08 · Heft 3 (8.2.1918) · page 8

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Journal
Die Wahrheit
Volume
1918
Issue
Heft 3 (8.2.1918)
Date
1918-02-08
Page
– (sequence 8)
Language
German
Belongs to
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Sek« 8. Die Wahrheit Nr. s. (Worte vM Httms von Moda) unter persönlicher Leitung des Komponisten Erich WolfgangKorngold und Mitwirkung des Wiener PhilhsrmoMschen Chores, des Knabenchores Dir. PeteEni und der Regimentskapelle deK k. f. Schützenregimentes Nr. 1, sowie „Donau Walzer" Choreographie von Cacillie Eerri, erste Tänzerni der Hvf- «per, getanzt von Frl. Adste Krausenecker und 16 Elevinnen des Hofopernballets. Der von Fritz Krüh verfaßte Prolog wird von Benno Lie gesprochen. Die künstlerische Leistung, hat Schriftsteller Schubert übernommen. Dem großen Komitee gehöre« als WWttmnmxttv Äem rPrLsideuten- A^itÄt Fritz Muh und ^Prüstdentin Bert» Winig, Schriftsteller Sigmund Hab«:,' Bankvorstand Jakob Lachs, Journalist A: Senensieb, Prokurist Oskar Bandler, Lheftedcckteur Bover Ritter von Berghof, Kammerverleger Camillo Morgan, Generalsekretär der Hypothekenbank Dr. Marek Scherlag, Reichsratsabgeordueter Dr. Kyrylo Trylowski, Dr. Zipser Josef u. a. an. Karten zum Preise von 2 bis 20 Kronen sind erhältlich in den Komiteekanzleien VII. Mariahilferstraße Nr. 6 (Wiener Raumkunst) Tel. 35.016, U. Dianabadhof (Bureau H. L. Winig) Tel. 49.272. - Linz. Herr Dr. EliaS Tisch, der am 3. d. über daS Thema „Der Weltkrieg und das jüdische Bott" sprach, griff einleitend auf die Tat Theodor Herzls zurück. Ausgehend auf die Zustände und das Milieu in dem das jüdische Voll von heute, lebt, schilderte er in hinreißender Rede die Schwierigkeiten der Neutralität des jüdischen Volkes, während seine Glieder die furchtbare Tragödie mitMerleben gezwungen sind, sich gegenseitig zu zerfleischen. Er ftchrte in bedeutsamer Betrachtung deS amerikanischen Judenvolkes die Forderungen vor, das dieses an das Forum aller Völkerschaften der zivilisierten Welt stellt. Nur die österreichischen Juden schweigen. Wenn wir unsere großen Errungneschaften die wir in unserer künftigen Heimat geschaffen haben, betrachten, so sind wir wohl berechtigt, unsere Stimme erheben zu können, für die Erfüllung dieser Forderung. Der gläuzend besuchte Saal zeigte das Bild aufrichtigen Berständniffes und rauschender Beifall ward den Ausfichrungen des Redners zuteil. Szemcze. Die Ehrentafel für gefallene Helden in der „P. Fr. Pr." brachte jüngst die Nachricht vom Ableben des Hauptmannes Loschitzer, das uns allen nahe geht, denn er ist der Schwiegersohn unseres BezicksarzteSDr.Grünfeld. Wer Gelegenheit hatte, vor Kriegsausbruch dem jungen Ehepaare Loschitzer zu begegnen, blieb unwillkürlich stehen, da man zwei so schönen, von Jugend strotzenden Menschen, denen diejLiebesheirat aus den Augen leuchtete, selten antrifft. Der jammervolle Krieg aber riß unbarmherzig den Gatten aus den Armen der liebenden Gattin. Nachdem er einen Kopfschuß erhalten hatte, wurde er nach Linz geschafft und dort von seiner Gatttn, die sich seit Kriegsbeginn als Krankenschwester betätigte, so lange gepflegt, bis er nach Wien transportiert ioecben konnte, wo er einer Operation unterzogen wurde. Auch in Wie« wich die Frau nicht vom Schmerzenslager ihres Gatten, bis sie chn «ach langem, sehnsüchtig-schmerzvollem Hangen und Bangen in gelähmtem Zustande hieherzubringen in der Läge war. Es mußte eine Nachoperation vorgenommen werden, der er leider erlag, seiner trauernden Gattin ein süßes kleines Töchterchen zurücklastend. Ehre seinem Andenken! Bitte De arme Schulkinder. Bezirksrat Hof- und Gerichtsadvokat Dr. Leopold B r a d y, II., Praterstraße 24, dem «s durch eingelaufene Spenden vor einigen Wochen ermöglicht wurde 40 arme Schulkinder mit Schuhen zu betheilell, wendet sich unter Hinweis darauf, daß noch 250 bei ihm eingelaufene Gesuche — mangels der nötigen Mittel — unberücksichtigt bleiben mußten, neuerdings an das gute Herz der Wiener, um dem Jammer unter den armen Kindern wenigstens teilweise durch Beteilung mit neuen Schuhen abzuhelfen. Jede Gabe, sei sie auch noch so gering, wird dankbarst angenommen. Emisfio« der neuen Kreditaktien. Die Kreditanstalt veröffentlicht heute die Kundmachung betreffend die Ausübung des Bezugsrechtes aus die zur Emission gelangenden 93.750 neuen Aktten. Die neuen Aktten, welche bereits an den Erträgniffen des Jahres 1918 parttzipieren, werden, den Akttonären im Verhältnis von 17 alten zu 3 neuen Aktten zum Kurse von 660 Kronen per Stuck angeboten. Auf 6 alte Aktten kann demnach eine neue Aktte bezogen werden. Ueber Wunsch der Partei werden Bezugsrechte von einzelnen alten Aktten (Spitzen) an dem Schalter der Liquidatür der Kreditanstalt gekauft und verkauft werden. Bei Anmeldung des Bezugsrechtes ist eine Anzahlung von 260 Kroneu zuzüglich 5 Prozent Zinsen von diesem Betrage vom 1. Januar a. c. bis zum Einzahlungstag zu leisten. Restliche 400 Kronen zuzüglich 5 Prozent Zinsen von diesem Bettage vom 1. Januar a. c. bis zum Einzahlungstage sind entweder bei Anmeldung des Bezugsrechtes oder bis spätestens 15. April d. I. einzuzahlen. Der Bezugsrechtstermin beginnt am 6. e. M. und dauert bis inklusive 16. d. M. Zivuostenska banka v Praze. Am 5. Februar 1916, um 10 Uhr vormittags' wird im SladkovSch-Saale des Gemeindehauses her königlichen Hauptstadt Prag eine - a u ß e r o r d ent \ i ch e Gener alp ers amm lun g der Akttyäre der Zivnostenska Lanka v Prdze stattfinden, wozu die stimmberechtigten Herxen Aktionäre hiemit eingeladen werden. Programm: Änttag des Benvaltungsrates auf Aenderung des tz 4 der Statuten, laut welcher das Akttenkapital ohne staatliche Genehmigung von K 100,000.000 auf L 150,000.000 erhöht werden kann und der Verwaltungsrat ermächtigt wird, die Akttenkapitalserhöhüng vorläufig um L20,000.000 durchzuführen. Jene Herren Akttonäre, welche an der Generalversammlung teilnehmen wollen und welche als solche am 31. Dezember v. I. in den Akttenbüchern der Bank eingettagen waren, können die nach § 12 der Statuten zur Ausübung ihres Sttmmrechtes erforderlichen Aktten bis 28. Jänner d. I. bei der Kassa der Bank oder deren Filialen gegen Ernpfangnahme der Legittmattonskarte zur Generalversammlung hinterlegen. Prag, am 17. Jänner 1918. Der Berwaltungsrat. Sperr den für den Leopoldstädter Tempel. Dem Komitee sind in der äbgeläufenen Woche nachstehende Spenden zugekommen: Bon Herrn Friedrich Pollak X 5000, Herrn Adolf Böhm 1000, Frau Leo Hirsch 1000, Firma M. I. Mellinger L Sohn 1000, Frau Helene Kuranda2000, Herrn Max Samek Erhöhung auf 400, Herrn Hugo Kadisch 200, Herrn Ch. L. Menkes 100, Herrn Fritz Hirsch 1000, Herrn Rudolf Lampl 300, Herrn Rudolf Fried! 500, Herrn Gustav und Frau Rosalie Pollak300, Herrn Isidor Löwenbein 300, Herrn Direktor Moritz Fischer 200, Herrn Julius Beck 200, Firma Herzfeld & Fische! 1000, Herrn Siegmund Kohn 100, Herrn Adolf Friedländer 100, Herrn Ignaz Bittmann 100, Firma Max Scherer & Co. 300, Herrn Viktor Heim 100, Herrn Moritz Silberknopf 100, Herrn Maximilian Schwarz 250, Herrn Adolf Lichtschein 250, Herrn Wijlhelm Falber 100, Herrn Siegmund Kornmehl 500, Herrn Moritz Falber 100, zusammen K 16.500, ab bereits ausgewiesen: Herrn ALax Samek L 200, Summe K 16.300, bisher ausgewiesen K 712.700, Gesamtsumme K 729.000. Herrn Isidor Mautner L 3000, Firma Meißner & Co. 1000, Hetrn Bernhard Hirsch 1000, Herrn Dr. Gustav ArenS 1000, Herrn Moritz Löwenstamm 100, Herrn S. M. Fallender 100, Herrn Dr. Julius Bermann200, Herrn Max Hiller lOO, Firma Berger L Adler 200, Herrn Theodor Mayer 100, Herrn Ernst Götzl 100, Herrn Adolf Freund 500, Herr Leopold Otte 500, Herr Emanuel Fischmann 300, Herrn Alfred Adelberg 100, Herrn k. k. Hoftat Professor Dr. Karl S. Grünhut 100, Herxn Leopold Klein 200, Herrn Moritz Mäßberg 500, Herrn Heinrich Wyscher 100, Herrn Max Socholler 200, Herrn Hermann Sonnenfeld 200, Herrn Bela Sonnenfeld 100, Herrn Hermann Neubauer 100, Herrn Heinz Reichert 100, Herrn" Dr. Richard Goldmann 100, Herrn Franz Frankl 200, Herrn M. Frankl 200, Herrn Edmund Melcher 500, Herrn MikloS Reiner, Budapest, in Erinnerung an feine in diesem Tempel geschlossene Ehe 100, Herrn Wilhelm Frankl 200, Herrn Dr. Adolf Kapralik 300, Herrn Ignatz Frankl 200, Herrn Professor Dr. B. Gomperz 100, Herrn Heinrich Pollak 300, Herrn Leopold Winter 300, . Herrn Ignatz Kornfeld 400, Herrn Siegmund Feßler 500, Herrn Bernhard Wachst 500, Herrn Rudolf Borges 100, zusammen K 14.000, bisher auSgewiefen K 729.000, Gesamtsumme L 743.000. Verzeichnis §ev Derttorbenett Vom 13. bis 30. Jänner 1918. Julius Zirner, Juwelier, 55 I., Gottlieb Werner, Kaufmann 70 I., Fanny Drucker geb. Spitzer, Kohlenhändlerswitwe, 77. I.. Siegfried Grünhut, Beamter, 51 I., Julie Lichtensteingeb. Skutetzky, Privat, 75 I., Ludmilla Kraus, Handelsmannswitwe, 86 I., Israel Woynilower, Schütze des Schützen-Regt. 19, 2 Komp. 20- I., Else Schlöß, Schülerin, 13 I., Herta Frankel, Vater Anstreicher, 3 Monate, Berta Sukup geb. Steiner, Drechslersfrau, 48 I., Rosa Guth geb. Kuttner, Gemischtwarenverschleißerin, 66J., Arnold Zoller, Gymnasiast, 17 I., Emilie Koffler, Privat, 77 I'., Bernhard Schiff, Manufakturwarenhändler, 74 I., Isidor Schiff, Kaufmann, 54 I., Johanna Löwinger, Private, 53 I., Fritz Freunde!, Kind, 4 I., Leib Klötzer, gew. Kaufmann, 59 I., David Pollatschek, Schlächter, 70 I., Julie Mühlstein, Kaufmannstochter, 22 I., Katharine Groß, Privat, .75 I., Dr. Markus Lattoau, Schriftsteller, 75 I., Sigmund Nyittai, Generaldirektor der Arbeiter- Unfall - Versicherungsgesellschaft, 71 I., Regina Schwitzer geb. Bruckner, Kaufmannswitwe, 63 I., Leopold Grünwald, Privat. Drucksehlerberichttgung. In der in voriger Nummer veröffenstichten Besprechung der Birnbaumfchen Schrift „Gottes Volk" von- Chajim Bloch haben sich mehrere sinnstörende Druckfehler eingeschlichen: Seite 4, r. Spalte soll es beißen: Simon ^bew Jechaji" statt „ben Schetach.". Seite 5, r. Spane „gottbeschwingten". statt „gottbeschwichttgten". — „Wirrungen der Welt" statt „Wirkungen der Welt." —^ „Anmut" statt „Armut". — „Heiligtest", statz „Helligkeit." — „Glaubenshüterschaft" statt „Glaubensunt^schaft."

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