Die Wahrheit
- Journal
- Die Wahrheit
- Volume
- 1917
- Issue
- Heft 24 (30.11.1917)
- Date
- 1917-11-30
- Page
- – (sequence 7)
- Language
- German
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‘j Wohl dem, der diese, hohe Stufe erklommen.! Gr steht hoch, hAe^ üjch, vM MpM. den ertzabenG' Dphd tAern ^WnÄchHMg^Änssköote':v.an. zum- Zeichens ihrer Herzenshöheib dienert, welche, frei nacherzähtt, ungefähr; lautet wM-folgt / ' '' " '' " ' 'IN d et 'ganzen Stadt erhM. sich z^h, das, Gerüchtp, daß der Wunderrabbi in. den SeMoZnächten in den Himmel steige/und 'mit den Epgeln, vjejleiM gar mft 'der Schechjna Wer ZMsprache pflege^ Bon m>rt hole, er sichseine' -- Weisheit, und . Kraft. Und es befanden sich, in der Stadt; Zweifler and Spötter, die an dieses Wrücht gar nicht gläüb'en wollten, trotzdem es zwAftllös war, daß^ der Rabbr jM Selichotnacht. aus, seiner, WohWng verschwindet- und erst früh, morgens - matt und müde zurückkehrt, als habe er - einen weiten Weg "gemacht oder eine schwere Arbeit'verrichtet. Da fieles? dtzni? hartnäckigsten, Leugner. ein, dem ÄAbi nqchzuspüren, wohin er jede Selichotnacht sgeheimnisuö'll. zu gehen pflegt, um ihn dann, ein für allemalzu entlarven. Und es geschah in einer kalten und finstern Nacht als der- Späher - dem Rabbi nachging, weit, weit - in den Wald und er - sah,' wie der Rabbis als Bauer verkleidet,. Reiser und..Windh'olz aufsi^st,/ dieses..mit schgrfen Beil in kleiyje" Scheite .häut^. aus den Rucken ladet und ln die Stadt, tragt,. An das Haustor einer niedrigen Hütteklopft er an und. fragt mit verstellter Stimme, ob man Holz kaufen wolle. /Ich Hab kein GD" WW sich eine schwache Frauenstimme vernehmen.. — „Ich werde es -dir borgen", erwidert der/Rabbi.— „Aber ich bin eine kranke Witwe und meine Kinder klein, wer wird es spalten und damit.einheizen? Oeffve' nur, ich tue. alles," Sie., öffnet. „Gott segne dich , guter" Bauer!" Der, Rabhi legt das Holz, Selichptgebete murmelnd,, in den Ofen, kocht Tee, .erquickt-die. Mutter und die Kinder, macht joarm das' kälte Zimmer, noch immer Selichdtgebete murmelnd. Das wiederholte er, in.. mehrern Hütten/ ' ' ’ Als der Späher zurückkam und die Leute ihn ironisch, fragten, ob er wirklich gesehen habedaß der Rabbi hoch in den Hinrmel stieg, da sägte er mit einer Stimme, welche, sein ganzes Wesen erzittern ließ, einen wonnigen Schreck j durch seine Adern jagte und seine Seele mit Glück und j Sonne erfüllte: „Er stieg vielleicht gar noch höher." j Kaiserin Elisabeth Krieger j waisercheim« " > Unter überaus .großer Teilnahme offizieller-und.nicht- - offizieller. Persönlichkeitenfcknd am 25. d. M., 11 Uhr vorm-, j die fAerliche Möffnung hch vom Vereine „Kaiserin Glifabech-,. j Hejry. für Kriegswäffen/! Lehrmädchen und Arbeiterinnen"/ i errichteten Kriegswaisenheimes im Ü. Bezirke, Malzgaffe 7 statt.' -DaS Kaiserin Elisabeth-Heim, welches bereits auf eine j zwanzigjährige ersprießliche -Tätigkeit zurückzublickerr vermag, | hak, . wie aus der vom! Äereinsoorstande; herqusgegebenen! Festschrift hervorgeht, -seit seiner Gründung viele Hunderte : \ Mädchen in seinem Heime erzogen und in einem ihren! FähigkAten entsprechenden gewerblichen Berufe untergebracht.; Wurden schon frühes bei der Aufnahme der Schützlinge! in das Heim verlassene/ und Waisenmädchen, besonders. j berücksichtigt, so hat der- Weltkrieg mit seinen, großen Opfern I an Menschenleben das Augenmerk der VereinsleitNng in erhöhtem Mäße auf die Pflicht . gelenkt, ihre in . zwanzig- \! jähriges Tätigkeit h ew ährten Kräfte in den Dienst der-Fürsorge - j für. die.Kriegswaisen zu stellen. So reifte denn der-Gedanke - der' Erweiterung des Lehrmädchen- und Arbeiterinnenheimes durch Errichtung 'eines Kriegswaisenheimes zur Tat/ heran und "dank der aufopfernden. Arbeit des Vereinspräfidenten/ Stabsarzt kais. Rat Dr. S. Krüger, und des gesamten Vorstandes - und dank der Förderung seitens der Behörden und östferfreudiger Wohltäter konnte der -Verein am Tage Hes Jubiläums des 20jaMgen Bestandes, das für die Eichung, und. Verpflegung von 150 Waisenmädchen eipgeriHet^ Wegswaiseyhefln seiner schönen Bestimmung übergchen, Das neue Küegswaisenheim würde unter Leitung^ des Mt^stehes. deß/ Vörständes, Herrn Stadtbaumeister Mttor chchjvädron, mit. Berücksichtigung der modernsten hygienische» ynll pädpgygjsch'en Anforderungen eingerichtet. Von besonderer uyd/nachamenswerter sozialpolitischer Bedeutung, ist die> Verbindung des „Kriegswaisenheimes" mtt dem seit 20 Jahren bestehenden „Lehrmädchen- und Arbeiterinnen-Heime" welchem die Mädchen nach Absolvierung der Volks- und Bürgerschule, behufs Erlernung eines ihren Fähigkeiten und Neigungen entsprechende»! gewerblichen oder sonstige» Berufes, zngewiesen werden. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, daß. die dem Htzime anvertrauten. Waifenmädchen in dem Schütze des Vereinesverbleiben können, bis sie in der Lage sindsich selbst zu erhalten. Die Feier wurde - durch das von dem Chore der Heimschützlinge unter Leitung der Frau Professor Manzio vorgetragene Lied „Die Ehre Gottes" von Beethoven eingelsitet, woraus der Präsident des Vereines, Herr Stabsarzt faif.; Rat Dr. Krüger, die erschienenen Festgäste begrüßte und eine Ansprache hielt, die in ein dreifaches, begeistertes Hoch auf Ihre Majestäten ausktang. Nach Absendung einer Huldigungsdepesche an Ihre Majestäten., ergriff Herr Reichsratsadgeordneter Dr. Julius Ofner das Wort. In längerer wirkungsvoller Rede führte er den Gedanken aus, daß nach den unendlich, zahlreichen Opfern dieses Krieges die Zukunft unseres Vaterlandes und der Menschheit in der Pflege der Jugend liege, wobei die zmveilen schadenstiftende Form bloßer Wohltätigkeit durch Erziehung zu arbeitenden nützlichen Mitgliedern der Gesellschaft veredelt wird. Bezirksvorsteher Oberleutnant Dr. Leopold Blasel begrüßte die zahlreiche Beteiligung der militärische« und-zivilen Kreise an einem Festtage seines Bezirkes,-welcher stolz ist auf die besonderen Leistungen dieser Institution, seines bewährten Präsidenten und der ihm in unermüdlicher Weise-zur Seite stehenden Damen und Herren des Vorstandes. Namens -der Wiener Kultusgemeinde sprach der Präsident Herr Dr. Alfted Stern' dem Vereine seine vollste Anerkennung und .seinen Dank aus; er hob besonders hervor, daß..-dieser Verein die Obsorge für die Schützlinge über deren vierzehntes Lebensjahr hinaus ausdehne. Heimliche' Begrüßung und Wünsche für das weitere Gedeihen überbrachte der Vertreter des k. k. Arbeitsministeriums Sekttonsrat Dr^ Friedrich Rücker, welcher darauf hinwies, daß künfttghin dem Ministerium für foziale Fürsorge die Förderung der Jugendfürsorge obliegen werde. — Den Schluß bildete ein Ruyvgang durch das aus zwei dreistockhohen!Häusern bestehende Heim, welches 9 große lichte Schlafsäle, Lehrzimmer, Turnsaal, Arbeitssaal, Ordinationszimmer, Bibliothek, Jsolierzimmer, Küche nnd sonstige .Räumlichkeiten enthält. Auch für einen schönen Dachgarten ist Vorsorge getroffen, welcher den Kindern an Sommertagen einen freundlichen und angenehmen Aufenthalt bieten wird. Bei der Feier erschienen:- In Vertretung des Kriegsmimsteriums Generalmajor von Chizzola, des Ministers für Landesverteidigung Generaloberstabsarzt Dr. Thurnwald, des Ministers für des Innern Settionschef Dr. Carl Schreyer, des Mnisters für Kultus und Unterricht Statthaltereirat Moriz Laizner, des Mnisters Dr.'Mataja Hossekretär Dr. Hans Schoberlechner, des Ministers für öffentliche Arbeiten Seküonsrat Dr. Friedrich Ruecker, des. Statthalters Statthaltererrat Moriz Laizner, desk. ju. k. Militärkommandos Herr Generaloberstabsarzt Dr.'Franz, der Stadtkommandant in Wien Generalmajor von Mossig, für jden Mlitärwitwen- und Waisenfonds Se. Exzellenz Herr Feldzeugmeister Kuk und Gemahlin, sowie Oberleutnant Fritz Spitzer, für den Polizeipräsidenten Hosryt Porm, in Vertretung der Wiener ffrael. Kultusgemeinde Präsident Dr. Alfted Stern und Landesschulrat Dr. Spitzer/ Sekretär Dr. Mer und Engel. Für die Handels- und Gewerbekammer Präsident kais. Rat Arthur Lemberger, für den-